Seife und Shampoo in einem Test: Eine umfassende Übersicht

Herkömmliches Shampoo gibt es normalerweise nur in Kunststoffbehältern. Wenn Sie nach einer ökologischen Alternative suchen, bietet sich Haarseife an. In der Übersicht der empfehlenswerten Produkte finden Sie eine hochwertige Seife für die Haarwäsche. Diese eignet sich nicht nur für zuhause: Auch auf Reisen sind Sie damit auf der sicheren und nachhaltigen Seite.
Großes Augenmerk haben wir auf die Kategorien Menge, Reinigungskraft, rückfettend und Duft gelegt.

Mein bisher EINFACHSTES Shampoo-Stück (kostenloses Rezept!)

Auf einen Blick: Top Haarseifen und aktuelle Angebote

Hier ist eine Übersicht der Top Haarseifen und aktuellen Angebote, basierend auf verschiedenen Kriterien:
Position Produktmodell Preis ca. Ergiebigkeit Positiv Verfügbarkeit Angebote ansehen
Platz 1 Haarseife von Enooso ca. 12 € Traditionell handgemacht Gleich lieferbar
Platz 2 40333 von SANTE Naturkosmetik ca. 4 € Sparsam im Verbrauch Gleich lieferbar
Platz 3 SB-1002 von Meina ca. 8 € Verantwortungsvolle Verpackung Gleich lieferbar
Platz 4 SB-1000 von Meina ca. 8 € stark reinigend Gleich lieferbar
Platz 5 Naturkosmetik Haarseife von Mara ca. 8 € vegane Haarseife Gleich lieferbar

Das zeichnet unsere Produktvergleiche aus:

  • Aktualisiert: Indem wir unsere Vergleichstabellen stets auf dem neusten Stand halten, gewährleisten wir, dass Sie permanent die beste Auswahl an Produkten präsentiert bekommen und so Ihre Kaufentscheidung treffen können.
  • Unbeeinflusst: Die persönlichen Präferenzen unserer Autoren spielen keine Rolle bei der Empfehlung von Produkten. Stattdessen stützen wir uns auf quantitativ erfassbare Daten wie die Popularität und Bewertungen in Shops.
  • Verlässlich: In unserer Kaufberatung werden keine ausverkauften Produkte empfohlen.

Feste Shampoos im Trend

Feste Haarshampoos sind aktuell im Trend und die Auswahl ist in kürzester Zeit so groß geworden, dass wir mühelos 35 Testkandidaten finden konnten. Bei beiden handelt es sich um alles andere als Innovationen. Viel mehr geht man zugunsten der Umwelt »back to the roots« - ein minimalistischer Ansatz, der auch Kompromisse einfordert. Vermehrt sind Verbraucher bereit Anwendungskomfort und nur geringe Vorteile zugunsten ökologischen Konsums hinzunehmen und dafür sogar ein bisschen mehr zu bezahlen. Allerdings ist der Anteil milder formulierten Produkten im Vergleich zu konventionellen Shampoos deutlich höher. Wunder für das Finish der Haare sollte man bei Shampoo Bars nicht erwarten. Die meisten Shampoos performen sehr ähnlich und neutral. Die Haare sind bestenfalls sauber, aber nicht wesentlich geschmeidig oder voluminös.

Im Update beobachten wir einen Trend zu Produkten mit nur einem Tensid, insbesondere dem eher irritierenden Sodium Coco-Sulfate, was bedauerlich ist.

Einzelne Produktbeispiele

  • Foamie Shake Your Coconuts: Das Foamie Shake Your Coconuts für normales Haar ist ein modernes Waschstück mit Kordel und einem sehr angenehmem, fast schon cremigem Schaum. Die milde Formulierung trocknet nicht aus ohne einen beschwerenden Film auf den Haaren zu hinterlassen. Die ungewöhnliche Form mit Kordel zum Aufhängen bietet in der Praxis zwar keine echten Vorteile, reduziert aber den Eindruck, man würde ein »Produkt zweiter Wahl« benutzen.
  • Isana Cocos-Mango: Zum kleinen Preis bietet das Isana mit Cocos-Mango-Duft ein festes Shampoo ohne deklarationspflichtige Duftstoffe. Es ist nicht das mildeste Produkt, trocknet aber nicht aus und bietet effizienten Schaum, sodass man dafür weniger oft nachreiben muss.
  • L’Oréal Men Expert BarberClub Festes Shampoo: Das herb duftende L’Oréal Men Expert BarberClub Festes Shampoo wird auch als Duschprodukt beworben, das gilt aber für die meisten Shampoo Bars in unserem Test. Trotz »männlichem« Marketings mutet man den Herren der Schöpfung nicht wie so oft eine auffällig reizende Formulierung zu, sondern besticht mit einem sehr intensiven Duft nach herbem Rasierwasser entsprechend der Produktlinie.

Feste Shampoos: Vor- und Nachteile

Auf einmal waren sie da: viele, bunt verpackte Shampoo Bars und manch einer mag sich fragen, was es damit auf sich hat. Bevor man sich mit festen Shampoos eindeckt, sollte man sich vor allem fragen, was man von der Haarwäsche erwartet und zu welchen Kompromissen man nicht bereit ist. Durch die wasserfreie Formulierung bedarf es keiner zusätzlichen Konservierungsstoffe. Erfreulich zu beobachten ist, dass die meisten (aber nicht alle) festen Shampoos auf mildere Tenside setzen als ihre flüssigen Pendants. Der Kompromiss für diese nachhaltigere Darreichungsform ist ein Produkt ohne moderne Zusätze und Technologien. Durch die mehrmonatigen Tests haben wir zudem beobachtet, dass die chemisch dunkler gefärbten Haare unserer Testerin in diesem Zeitraum deutlich verblassten.

Festes Shampoo vs. Seife

Ein festes Shampoo ist ein seifenfreies Waschstück - auch als Syndet bekannt. Es besteht aus Tensiden, wie sie auch in flüssigen Produkten angewendet werden und können als Shampoo-Konzentrat verstanden werden. Bei Naturseifen, die oft in Manufakturen gefertigt werden, achtet man dabei auf eine Auswahl hochwertiger Pflanzenöle, von denen ein Teil nicht verseift wird (Rezeptur angepasst). Industriell gefertigte Seifen bestehen oft aus Palmöl oder Glycerin und es wird kein Überschuss einkalkuliert. Der durchschnittliche Kunde mag in der Regel die Reste am Waschbecken nicht. Die Seifenmasse wird als Zutat verwendet, mit anderen Inhaltsstoffen gemischt und entsprechend »fertig« unter den Inhaltstoffen gelistet, z. B. Bei Naturkosmetik hingegen werden die Ausgangszutaten gelistet. Neben besagten Pflanzenölen das verwendete Wasser (Aqua) und die Lauge (meist Natriumhydroxid/NaOH/Sodium Hydroxide/Ätznatron, bei Kernseife Kaliumhydroxid/KOH). Bei der Grüne Valerie Aleppo-Seife wird nur in der Artikelbeschreibung »Lauge« erwähnt.

Ob eine Seife aus Palmöl oder einem »besseren« Pflanzenöl besteht, ist unerheblich dafür, dass das Ergebnis der Verseifung ein überaus reizendes Tensid ist, das die Haut austrocknen und die Hautbarriere schwächen kann. Die Aleppo-Seife wird damit beworben, dass durch den mehrjährigen Reifungsprozess der pH-Wert niedriger wurde, und betont damit selbst, dass es von Vorteil ist. Ein Nachteil von Seife ist, dass sie Rückstände auf den Haaren hinterlassen kann, der sich mit jeder Wäsche akkumuliert. Insbesondere bei hartem Wasser ist das Risiko für die sogenannte Kalkseife erhöht.

Haarpflege: Was wirklich zählt

Man spricht stets davon, Haare (und Nägel) seien totes Gewebe, darum ließe es sich nicht »gesund pflegen«. Einzig die Haarwurzeln sind an den Blutkreislauf angeschlossen und werden mit Nährstoffen versorgt, die einen gesunden Haarwachstum gewährleisten. Für gesundes Haar ist nicht Shampoo verantwortlich, sondern ein gesunder, genährter Körper. Haarshampoo, flüssig oder fest, dient in erster Linie der Reinigung des Haares. Talg, Schmutz, Schweiß, Schüppchen und Styling-Rückstände sollen entfernt werden. Pflegestoffe in Shampoo kann man im Zweifelsfall als zweitrangig betrachten. Es lohnt sich nicht, Geld für diese oft werbeträchtigen Extras auszugeben, weil die meisten sowieso im Ausguss landen. Enthaltene Öle und Fette, die auf dem Haar verbleiben, wirken konditionierend und sorgen für Geschmeidigkeit und Schutz, müssen aber nicht teuer sein.

Besondere Shampoos und ihre Wirkung

  • Schuppen-Shampoos: Eine Ausnahme sind Schuppen-Shampoos. Sie wirken, indem sie den Stoffwechsel von Mikroorganismen stören, insofern die Schuppen durch sie verursacht wurden. Um Schuppen vorzubeugen, empfiehlt es sich, doppelt auf ein mildes Waschtensid zu achten.
  • Spülungen: Eine gute Spülung ist essenziell, um die Herausforderungen durch das Shampoo auszugleichen. Hier ist ein Mehrbetrag besser investiert. Auf viele wirkt es wie ein optionaler Schritt, dabei ist es wie eine Creme für die Haut nach dem Waschen. Es hilft den pH-Wert wieder zu normalisieren (Spülungen sind in der Regel sauer formuliert) und bringt wieder positiv geladene Ionen ins Spiel.
  • Leave-In-Produkte: Leave-In-Produkte nach dem Waschen, z. B. mit Silkonölen, lassen das Haar nicht nur glänzen und leichter durchkämmen, sie schützen es auch zugleich vor mechanischen und hitzebedingten Schäden.
  • Haarmasken: Gelegentliche Haarmasken mit ausreichend Wirkungszeit (mindestens eine halbe Stunde) und gegebenenfalls zusätzliche Wärmeeinwirkung, können Schäden vorbeugen.

Tipps zur Anwendung

Milde Tenside sind zwar erfreulich, ihre Waschleistung fällt aber geringer als die von aggressiveren aus. Sie sind nicht für alle Haartypen und Vorlieben geeignet. Gegen sehr fettiges Haar oder wenn man viele hartnäckige Styling-Produkte benutzt, kommen sie eventuell nicht an. Muss man zweimal schäumen, verflüchtigt sich sowohl der ökologische als auch hautfreundliche Vorteil, weil man mehr Wasser verbraucht und die Haare länger als nötig dem Schaum aussetzt.

Tendenziell nutzen Anwender mehr Produkt, als tatsächlich nötig wäre. Eine kleinere Menge flüssiges Shampoo mit etwas Wasser bereits in der Hand ordentlich aufzuschäumen, ist schon der halbe Weg zu gut verteiltem Shampoo. Auch die Häufigkeit des Haarewaschens kann man reduzieren. Nur ein oder zweimal pro Woche ist auch gesünder für Haar und Kopfhaut. Der Wasserverbrauch ist der größte Umweltfaktor bei der Haarwäsche und der ist bei festem Shampoo nicht geringer. Entsprechend ist auch die Ergiebigkeit von festem Shampoo relativ. Viele Hersteller sprechen von einem Äquivalent zu zwei Flaschen Shampoo (meist werden 30 bis 35 Gramm auf 200 Milliliter umgerechnet).

Umweltaspekte und Kosten

Die Produktion fester Shampoos ist durchaus aufwändiger und teurer als die von flüssigen. Dass man Syndets aber schon seit Jahren für ein bis zwei Euro pro Stück kaufen kann, zeigt, dass man hier vor allem einen Trend mitfinanziert. Ob Waschstücke im Alltag praktischer sind, ist individuell. Nicht alle Produkte haben eine Kordel, um rundum zu trocknen und keine Rückstände zurückzulassen. Man munkelt, wenn ein Waschstück nicht mindestens einmal pro Dusche heruntergefallen ist, sei man noch nicht sauber genug. Keine Scheu ein Stück einfach durchzuschneiden, sodass es besser in der Hand liegt!

Anwendung von festem Shampoo

Festes Shampoo wird ebenso wie Seife mit Wasser aufgeschäumt. Grundsätzlich kann man mit dem Waschstück über das nasse Haar streichen - gerade bei kurzem Haar schäumt es dann schnell auf - wir raten jedoch zum Aufschäumen in der Hand. So lässt sich die Menge viel besser im Auge behalten und man überdosiert nicht so schnell. Das konzentrierte Tensid ist austrocknend und könnte dann im Dauereinsatz die Kopfhaut stark irritieren. Als effektiv hat es sich erwiesen, Hände und Waschstück einige Sekunden unter lauwarmem Wasser zunächst anzuweichen, aufzuschäumen und dann noch einmal einige Milliliter Wasser unterzumischen.

Inhaltsstoffe: Tenside und pH-Wert

Tenside sind die waschaktiven Substanzen, die Haut und Haare reinigen, zugleich aber auch austrocknend und irritierend sein können. Je milder, umso besser - dennoch sollte man eine effektive Reinigung nicht hinten anstellen. Während man noch vor einigen Jahren eher Kombinationen aus SCS und einem der beiden anderen Tenside in den Regalen sah, geht der Trend derzeit bedauerlicherweise in die Richtung, SCS als alleinige waschaktive Substanz einzusetzen. Ein »Coco« im Namen vermittelt eventuell einen natürlichen, gar sanften Touch. Dahinter verbirgt sich allerdings eines der aggressivsten Tenside, die man für die Reinigung verwenden kann. Vereizelt findet man sogar festes Shampoo auf Basis von SLS allein. Erfreulicherweise haben die beiden Hersteller in unserem Test, die exklusiv auf SLS setzten, ihre Produkte überarbeitet. Schließlich waren sie als festes Waschstück ein problematisches Konzentrat, das zu Juckreiz, Schuppen oder gar Schlimmerem führen kann.

Shampoo Bars mit milden Tensiden - allein oder in Kombination - sind deswegen in der Regel begrüßenswert. Sie dienen der Feinjustierung der Textur, können aber auch dem negativen Effekt reizender Tenside puffern. Ihr Nachteil ist eine geringere Waschleistung und was Kunden oft vermissen: ausgiebigen Schaum. Eine Kombination macht aber gerade bei fettiger Kopfhaut durchaus Sinn. Nicht unerheblich für den nachteiligen Effekt ist die Konzentration von SCS. Die Vorteile von SLS, SCS und SLES (Sodium Laureth Sulfate, in unserem Duschgel-Test thematisiert) sind ihre hohe Reinigungsfähigkeit und starker Schäumung. Das kann man sich in kleineren Dosen durchaus zu Nutze machen. Kombiniert mit einem milden Tensid kann man so das beste beider Welten erzielen, denn milde Tenside puffern die reizende Wirkung.

Ein hautneutraler pH-Wert liegt bei 5,5. Damit ist es leicht sauer gegenüber dem neutralen pH-Wert von 7. Alles darüber ist alkalisch. Die Haut ist in der Lage, sich selbst wieder in die richtige Balance zu bringen, jedoch dauert das je nach Intensität der Lauge Stunden. Wichtig ist zu berücksichtigen, dass die pH-Wert-Zahl eine 10er-Potenz darstellt und kein linearer Wert ist, wie man zunächst annehmen könnte. Um der Haut entgegenzukommen, justieren die Hersteller viele basische Produkte mit etwas Säure.

Duftstoffe und weitere Inhaltsstoffe

Obwohl die festen Haarwaschmittel nicht annährend mit der Vielfalt, Intensität und den lieblichen Kompositionen von flüssigen Shampoos mithalten können, verzichten nur wenige Hersteller auf Parfum und deklarationspflichtige Duftstoffe - meist sind beide enthalten. Insbesondere letztere können die Haut irritieren und, langfristig angewendet, sensibilisieren und Allergien auslösen. Problematisch ist das vor allem, wenn sie beispielsweise in Cremes auf der Haut verbleiben. Die runden, getesteten Waschstücke von Saules Fabrica und Lush enthalten nicht nur viele unterschiedliche deklarationspflichtige Duftstoffe, sondern verwenden Lilial (Butylphenyl Methylpropional), vor dem universell gewarnt wird. In dem Shampoo Bar von Guhl ist das kationische Polymer Polyquartenium-7 enthalten, von dessen Einsatz wir bereits im Duschgel-Test abgeraten haben. Es lässt einen Film zurück, um Duft lange wahrnehmbar zu machen und statische Aufladung zu vermeiden.

Detaillierte Produktvorstellungen

  • Foamie Shake Your Coconuts: Das feste Shampoo »Shake Your Coconuts« für normales Haar von Foamie ist unübersehbar. Seine besondere, leicht futuristische Form und die Kordel springen direkt ist Auge. Und tatsächlich ist so eine Aufhängevorrichtung bei Waschstücken von großem Vorteil. Foamie bildet nach etwas Anlauf einen ganz besonders milchigen Schaum, der sich in der Hand cremig anfühlt. Mit zusätzlichem Wasser kann man mehr Luft untermischen, sodass es sich gut verteilen lässt. Der Duft ist recht intensiv, leicht seifig und stechend und scheint keine echte »Note« zu haben. Im Vergleich zu manch betörendem Flüssig-Shampoo kann leider auch dieses (wie auch kein weiteres im Test 03/2021) mithalten. Man verzichtet trotzdem nicht auf Parfum und deklarationspflichtige Duftstoffe. Sodium Cocoyl Isethionate ist hier als einziges Tensid im Spiel, das Shampoo enthält kein Sodium Coco-Sulfat (oder Aggressiveres). Der eingestellte pH-Wert im hautverträglichen Bereich von 6 bis 7 sollte langfristig wenig Probleme bereiten.

Unterschied zwischen Shampoobar und Haarseife

Der wesentliche Unterschied liegt bei uns in der Produktion. Die Haarseife wird aus verschiedenen Ölen, Fetten und Natronlauge hergestellt. Dabei werden alle Inhaltsstoffe miteinander verrührt, die dann beim Verseifungsprozess, miteinander reagieren. Durch übrige Öle und Fette, die nicht mit der Lauge reagieren, entsteht die Überfettung. Dies ist der pflegende Effekt der Seife. Haarseife ist in der Anwendung anspruchsvoller als normales Haarshampoo, da es meist eine längere Umstellungsphase in Anspruch nimmt. Diese Umstellungsphase ist aber bei jedem unterschiedlich. Gleichzeitig kann die Haarseife auch als Körperseife genutzt werden.

Unsere Shampoobars werden hingegen mit der Hand geknetet. Dabei wird das Jojobaöl mit dem Tensid und der Tonerde zusammen gemischt und verknetet. Die entstehende Masse wird dann portionsweise in Formen gefüllt und härtet aus. Dieser Prozess ist einfacher, da keine Lauge benötigt wird. Shampoobars sind in der Anwendung wie flüssiges Haarshampoo zu verwenden, nur in fester Form.

Testergebnisse: Feste Shampoos im Vergleich

Die Plastikflut im Badezimmer lässt sich mit festem Shampoo etwas eindämmen. In unserem Test können die meisten überprüften Shampoos überzeugen. Ergiebig, plastikfrei, nachhaltig: Die ökologische Revolution im Badezimmer ist fest in Stückform gepresst und in Pappe verpackt. Mit einem Shampoostück kommt man deutlich länger aus als mit einem flüssigen Shampoo. Die Vorteile liegen also buchstäblich auf der Hand. Mit den klassischen Haarseifen, die früher nur echte Idealisten auf Dauer überzeugen konnten, haben die festen Shampoos von heute nur noch wenig gemein. All das könnten wir nun unbesehen als nachhaltige Errungenschaft im Badezimmer feiern.

Wir haben 32 feste Shampoos eingekauft und im Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis ist erfreulich: Wir können mehr als drei Viertel der Shampoostücke im Test empfehlen. Aber ganz ohne Problemstoffe kommt auch diese Produktgruppe nicht aus. Die setzen Hersteller entweder bewusst ein, wie problematische Duftstoffe - oder sie gelangen als Verunreinigungen der Rohstoffe ins Produkt, wie Schwermetalle. Neben festen Shampoos gibt es inzwischen auch zusätzliche feste Conditioner.

Problematische Inhaltsstoffe

Problematische Duftkomponenten hat das Labor in zwei festen Shampoos im Test gefunden. Doch problematische Duftstoffe sind nicht das einzige Manko: In drei festen Shampoos im Test sind wir auf Blei gestoßen. Giftige Schwermetalle wie Blei sind in Kosmetik per Gesetz verboten. Eigentlich. Die im Labor gemessenen Bleigehalte in den drei betroffenen festen Shampoos liegen darüber.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht: In den festen Shampoos im Test sind wir auf keine weiteren Problemstoffe, die zu Punktabzügen führen würden, gestoßen. PEG-Verbindungen und deren Abkömmlinge, die vor allem in flüssigen Shampoos, Duschgelen und Seifen häufig als Tenside für mehr Schaum und Waschkraft eingesetzt werden, waren bei keinem der festen Produkte in diesem Test mehr ein Thema.

Anwendungstipps für feste Shampoos

Festes Shampoo lässt sich entweder zwischen den feuchten Händen oder direkt im nassen Haar aufschäumen. Zum Trocknen eignen sich beispielsweise eine Seifenschale, ein Seifenkissen aus Luffa oder ein kleines Säckchen, etwa aus Sisal, in dem das feste Shampoo hängend aufbewahrt wird.

Testverfahren

Für unseren Test haben wir insgesamt 32 feste Shampoos ausgewählt - darunter mit 16 Produkten fast die Hälfte mit Naturkosmetik- Zertifikat. Wir kauften die Shampoostücke in Drogerien, bei Discountern, in (Bio-)Supermärkten und im Internet. Unabhängige Labore prüften die Produkte in unserem Auftrag auf halogenorganische Verbindungen, Diethylphthalat, deklarationspflichtige Duftstoffe, die Allergien auslösen können, auf polyzyklische und Nitromoschusverbindungen sowie auf Cashmeran. Enthielten die Rezepturen bestimmte mineralische Inhaltsstoffe, analysierte ein Labor zusätzlich den Gehalt an Schwermetallen und anderen Elementen.

Bewertung der Inhaltsstoffe

Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) ein gemessener Gehalt von mehr als 10 mg/kg polyzyklische Moschusverbindungen (hier: Galaxolid/ HCCB; in Tabelle "künstlicher Moschusduft"); b) Duftstoffe, die Allergien auslösen (hier: Cinnamal); c) ein gemessener Gehalt von Blei, der den vom BVL festgelegten Orientierungswert für Blei (2,0 mg/kg) in kosmetischen Mitteln überschreitet. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe.

Shampoo-Test der Stiftung Warentest

Können Haarseifen und feste Shampoos im Vergleich mit Flüssigshampoos bestehen? Sind die festen wirklich besser für die Umwelt? Das klärt der Shampoo-Test der Stiftung Warentest. Von 18 Shampoos und Haarseifen im Test, darunter 7 Naturkosmetika, schneiden 14 gut ab, 3 sind befriedigend und eins gerade noch ausreichend. Große Unterschiede gibt es bei den Preisen: Pro Haarwäsche kosten die Produkte zwischen 1 und 38 Cent.

Fest oder flüssig: Was ist besser für die Umwelt?

Ob in Pappschachteln oder eingewickelt in Papier: Haarseifen und feste Shampoos liegen im Trend. Haarseifen bestehen aus mit Lauge „verseiften“ Ölen oder Fetten, feste Shampoos sind im Prinzip nichts anderes als flüssige - ihnen wurde nur das Wasser entzogen. Etwas schlechter schnitten die Haarseifen ab. Sie haben zudem ein Problem: Beim Waschen können sich weißliche Rückstände bilden. Folge: Die Haare quellen auf und lassen sich nicht gut kämmen.

Um zu ergründen, wer in Sachen nachhaltige Produktion, Verpackung, Transport und Entsorgung die Nase vorn hat, haben wir Ökobilanzen erstellt. So verbrauchen feste Haarpflegeprodukte zwar bei Herstellung und Transport weniger Energie. Die größte Umweltbelastung entsteht jedoch bei der Haarwäsche selbst - unter anderem durch den Wasserverbrauch und die Erwärmung des Wassers. Bezieht man diese Faktoren in den Vergleich mit ein, dann schrumpft der Unterschied zwischen festen und flüssigen Shampoos zusammen. Oder anders ausgedrückt: Wer weniger Wasser verbraucht, hilft der Umwelt. Die festen Shampoos benötigen erheblich weniger Verpackung als flüssige Varianten. Allerdings verspielt ein festes Shampoo im Test diesen Vorteil.

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