Eribulin und Haarausfall: Ein umfassender Überblick über Nebenwirkungen und Behandlung

Eribulin ist ein chemotherapeutischer Wirkstoff, der vor allem in der Behandlung von bestimmten fortgeschrittenen Krebsarten eingesetzt wird.

Vorübergehender Haarausfall gehört zu den möglichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie.

Im Folgenden werden die Nebenwirkungen von Eribulin, insbesondere der Haarausfall, sowie die Anwendung und Wirkungsweise des Medikaments ausführlich erläutert.

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Was ist Eribulin und wofür wird es eingesetzt?

Eribulin wird als alleiniger Wirkstoff eingesetzt zur Behandlung von Patienten mit örtlich fortgeschrittenem Brustkrebs oder solchem, der bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat.

Voraussetzung ist, dass mindestens zwei andere Chemotherapien zur Behandlung einer fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung die Verschlimmerung nicht aufhalten konnten.

Die Vortherapien sollen ein Anthrazyklin und ein Taxan enthalten haben, es sei denn, diese Behandlungen waren für den Patienten ungeeignet. Eribulin ist auch für die Therapie von Liposarkomen zugelassen.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Eribulin:

  • Metastasierter Brustkrebs: Eribulin wird bei Patientinnen und Patienten verwendet, die bereits mindestens zwei Chemotherapie-Regime durchlaufen haben.

Eisai widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Bereitstellung innovativer Onkologie-Therapiemassnahmen, die einen wirklichen Unterschied ausmachen und sich positiv auf das Leben der Patienten und ihrer Familien auswirken können. Eribulin ist ein nicht taxan-basierter Inhibitor der Mikrotubuli-Dynamik für die Behandlung von Brustkrebs-Patientinnen, die bereits mindestens zwei Chemotherapien gegen metastasierten Brustkrebs erhalten haben und deren vorangegangene Therapien ein Anthrazyklin und ein Taxan umfasst haben sollten.

Eribulin gehört zu einer Klasse antineoplastischer Wirkstoffe, den Halichondrinen, Naturprodukte, die aus dem Meeresschwamm Halichondria okadai isoliert werden.

Wirkungsweise von Eribulin

Jede Zelle enthält in ihrer Flüssigkeit (Cytoplasma) Eiweißstrukturen, die kleinen fadenförmigen Röhrchen ähneln.

Diese sogenannten Mikrotubuli bilden mit weiteren Eiweißstrukturen das Cytoskelett. Somit sind die Mikrotubuli mitverantwortlich für die mechanische Stabilisierung der Zelle und ihrer äußeren Form. Sie bedingen aber auch die aktiven Bewegungen der Zelle als Ganzes und Bewegungen und Transporte innerhalb der Zelle.

Vor allem jedoch sind Mikrotubuli durch Aufbau des Spindelapparates an der Zellteilung beteiligt. Die Mikrotubuli unterliegen einem ständigen Wandel durch auf- und abbauende Vorgänge.

Eribulin ist eine chemische Abwandlung des Naturstoffs Halichondrin B, der als natürliches Produkt aus dem Meeresschwamm Halichondria okadai gewonnen wird.

Der Wirkstoff gehört zur Wirkstoffgruppe der Zytostatika und hemmt das Wachstum der Mikrotubuli, ohne den Abbau zu beeinträchtigen. So verursacht es eine allmähliche Verminderung der stabilisierenden Strukturen in der Zelle. Außerdem sorgt der Wirkstoff für die Abkapselung des Baustoffes Tubulin, der somit nicht mehr für die Produktion der Mikrotubuli zur Verfügung steht.

Ohne Mikrotubuli aber funktioniert der Aufbau des Spindelapparates nicht mehr, der für die Zellteilung unerlässlich ist. Kann sich die Zelle nicht mehr teilen, stirbt sie nach einer Weile automatisch ab.

Der Wirkstoff Eribulin bindet an ein Protein namens Tubulin, das für die Stabilität des intrazellulären Skeletts während der Zellteilung verantwortlich ist. Die Bindung von Eribulin an Tubulin verhindert die Bildung des intrazellulären Skelets im Prozess der Zellteilung. So stoppt das Medikament die Zellteilung und schränkt das Tumorwachstum ein.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Aufbau von Mikrotubuli verhindern
  • Abbau von Mikrotubuli zulassen
  • Ausbildung der Kernspindel für die Zellteilung hemmen
  • selbsttätigen Zelltod (Apoptose) begünstigen
Schematische Darstellung der Zellteilung und der Rolle der Mikrotubuli.

Anwendung und Dosierung

Eribulin wird als Lösung durch regelmäßige Injektionen in Zyklen von 21 Tagen verabreicht. Patienten bekommen die Injektionen an Tag 1 und Tag 8 des jeweiligen Zyklus.

Eribulin wird in der Regel intravenös verabreicht. Die Dosierung hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich Körperoberfläche, allgemeinem Gesundheitszustand und vorherigen Chemotherapien. Die Behandlung erfolgt meist in Zyklen, wobei Eribulin an bestimmten Tagen verabreicht wird, gefolgt von einer Ruhephase, um dem Körper eine Erholung zu ermöglichen.

Studienergebnisse und Wirksamkeit

Studien haben gezeigt, dass Eribulin das Leben von betroffenen Brustkrebspatientinnen verlängern kann. Ebenfalls konnte nachgewiesen werden, dass Liposarkom-Patienten, die Erbulin bekamen im durchschnittlich länger überlebten als Patienten die andere Wirkstoffe einnahmen.

Die Daten einer gepoolten Analyse, die bei der 50. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurden, liefern weitere Belege für eine Verlängerung des Gesamtüberlebens (Overall Survival, OS) durch Halaven(R) (Eribulin) bei Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs, verglichen mit anderen Standardtherapien (15,2 Monate vs. Insbesondere wurde bei Brustkrebspatientinnen mit negativem Status des humanen epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors 2 (HER2) ein signifikanter OS-Vorteil beobachtet (15,2 vs.

Dieser OS-Vorteil zeigte sich auch bei Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs (TNBC) (12,9 vs. 8,2 Monate, HR = 0,74 [95%-KI: 0,60 - 0,92]; p = 0,006), jedoch nicht bei Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs (13,5 vs. 12,2 Monate, HR = 0,82 [95%-KI: 0,62 - 1,06]; p = 0,135). “Eribulin ist immer noch die einzige Chemomonotherapie, die signifikant das Gesamtüberleben von Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs nach einer adjuvant oder nach Metastasierung angewendeten Behandlung mit Anthrazyklinen und Taxanen verlängert.

Diese neuen Daten bestätigen eindeutig, dass Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs von der Therapie mit Eribulin profitieren. Der bei Patientinnen mit HER2-negativem und triple-negativem Brustkrebs beobachtete Gesamtüberlebensvorteil ist besonders interessant, da bei diesen Patientinnen sehr häufig nur wenige wirksame Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen und somit eine Unterversorgung besteht,” so Dr. Am 27. Mai 2014 gab der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der EMA eine positive Stellungnahme zur Anwendung von Eribulin bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs ab, bei denen nach Anwendung mindestens eines Chemotherapieschemas zur Behandlung der fortgeschrittenen Erkrankung eine weitere Progression eingetreten ist.

MedWiss - Spanische Forscher bewerteten Eribulin als Drittlinientherapie bei fortgeschrittenem HER2-negativem Brustkrebs und kamen zu dem Schluss, dass es eine sichere und effektive Therapiemöglichkeit ist.

Eine Chemotherapie für fortgeschrittenen Brustkrebs erfolgt in der Regel mit Medikamenten aus der Gruppe der Taxane und Anthrazykline. Kann eine Patientin mit Medikamenten aus diesen beiden Gruppen nicht mehr wirksam therapiert werden, ist es möglich, dass Medikament Eribulin einzusetzen.

Die Therapie mit Eribulin verursachte bei allen bis auf bei einer Patientin Nebenwirkungen. Die Frauen überlebten im Schnitt 4 Monate, ohne dass es zu einem Fortschreiten der Krankheit kam. Das Gesamtüberleben lag bei etwas mehr als 1 Jahr (13,4 Monate).

In einer Studie aus Japan wurde ein neues Therapieschema für Brustkrebspatientinnen untersucht, bei dem nach gutem Ansprechen auf die Ersttherapie auf eine Erhaltungstherapie mit einem anderen Medikament gewechselt wurde.

Die japanischen Forscher untersuchten in ihrer Studie Patientinnen mit HER2-negativem Brustkrebs, der sich bereits auf andere Körperregionen ausgebreitet und Metastasen gebildet hatte. Zunächst wurden die Frauen mit den beiden Wirkstoffen Paclitaxel und Bevacizumab behandelt.

Wenn die Frauen auf die Behandlung gut ansprachen oder die Krankheit stabil war, wurde die Medikation gewechselt und zur Erhaltung der Behandlungserfolge auf Eribulin gewechselt.

Es zeigte sich, dass diese Therapieform für die Frauen ca. 9,2 Monate lang wirkte. Die Zeitspanne vom Beginn der Behandlung bis zum Fortschreiten der Krankheit betrug etwa 10,7 Monate und das Gesamtüberleben der Frauen lag bei 20 Monaten.

Die Forscher schlussfolgerten anhand dieser Ergebnisse, dass ein Therapieschema aus Paclitaxel und Bevacizumab gefolgt von Eribulin bei Patientinnen mit fortgeschrittenem HER2-negativem Brustkrebs gut wirkte und die Nebenwirkungen akzeptabel waren.

Ergebnisse der gepoolten Analyse

Die gepoolte Analyse beinhaltete Daten aus der Studie EMBRACE (Eisai Metastatic Breast Cancer Study Assessing Treatment of Physician’s Choice (TPC) Versus Eribulin) und schloss Patientinnen ein, die 2-5 Chemotherapiezyklen zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs erhalten hatten.

In dieser Anwendungssituation als Drittlinientherapie wurden die Patientinnen im Verhältnis 2:1 randomisiert und der Therapie mit Eribulin-Mesilat (alle 21 Tage 1,23 mg/m[2] i. v. an Tag 1 und 8) bzw. einem Therapieschema nach Wahl des Prüfarztes (TPC) zugeführt.

Die zweite Studie der gepoolten Analyse (Studie 301) umfasste Patientinnen, die zuvor 0-2 Chemotherapien zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs erhalten hatten. Diese wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten entweder Eribulin (Dosierungsschema wie in der EMBRACE-Studie) oder Capecitabin (alle 21 Tage zweimal täglich 1,25 g/m[2] peroral an den Tagen 1-14).

Bei der Studie EMBRACE (Eisai Metastatic Breast Cancer Study Assessing Treatment of Physician’s Choice (TPC) Versus Eribulin E7389) handelte es sich um eine offene, randomisierte, weltweite, multizentrische Parallelgruppenstudie mit zwei Behandlungsarmen zum Vergleich der Gesamtüberlebenszeit bei Patientinnen, die entweder mit Eribulin oder einem vom Prüfarzt gewählten Therapieschema (Treatment of Physician’s Choice, TPC) behandelt wurden. An der Studie nahmen 762 Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs teil, die zuvor mindestens zwei und höchstens fünf Chemotherapien, darunter ein Anthrazyklin und ein Taxan, erhalten hatten.

Im Gesamtkollektiv der Phase-III-Studie EMBRACE verlängerte Eribulin das Gesamtüberleben bei stark vorbehandelten Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs im Vergleich zu Patientinnen, die TPC erhielten, um 2,7 Monate (13,2 vs. 10,5; HR: 0,81 (95 %-KI: 0,67-0,96); nominaler p-Wert: 0,014).

Anders als in den heutzutage üblicherweise durchgeführten Studien schloss die Studie 301 Patientinnen unabhängig vom Rezeptorstatus ein, also unabhängig vom Status ihres humanen epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors 2 (HER2), ihres Östrogenrezeptors (ER) oder ihres Progesteronrezeptors (PR). Patientinnen werden In der Regel auf ihren HER2-Status getestet, da heute wirksame spezifische Therapien für Patientinnen mit der HER2-Mutation zur Verfügung stehen. HER2-positive Patientinnen erhalten im Allgemeinen keine Therapie, die nicht spezifisch am HER2-Rezeptor angreift. In einer explorativen Analyse der prospektiv festgelegten Untergruppe der HER2-negativen Patientinnen (n = 755) betrug das OS unter Eribulin 15,9 Monate und unter Capecitabin 13,5 Monate (HR: 0,838; 95 %-KI: 0,715-0,983). Im HER2-positiven Kollektiv (n = 169) betrug das OS 14,3 Monate unter Eribulin vs.

Tabelle: Studienergebnisse im Überblick

Studie Patientinnen Behandlung Ergebnis
EMBRACE Metastasierter Brustkrebs (stark vorbehandelt) Eribulin vs. TPC Verlängerung des Gesamtüberlebens um 2,7 Monate
Studie 301 Lokal fortgeschrittener oder metastasierter Brustkrebs Eribulin vs. Capecitabin Trend zur Verbesserung des Gesamtüberlebens mit Eribulin

Nebenwirkungen von Eribulin

Wie bei allen Chemotherapeutika kann auch die Behandlung mit Eribulin Nebenwirkungen verursachen. Das Management dieser Nebenwirkungen ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Onkolog*innen und Apotheker*innen arbeiten zusammen, um Strategien zur Linderung dieser Symptome zu entwickeln, die von medikamentöser Unterstützung bis hin zu unterstützenden Therapien reichen können.

Die Behandlung mit Eribulin kann Nebenwirkungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen, die auftreten können sind Anämie, Neutropenie, Leukopenie, Appetitlosigkeit, Neuropathie, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Husten, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Haarausfall, Muskel- und Konchenschmerzen, Fatigue, Fieber, Gewichtsverlust.

Schwere Nebenwirkungen betrafen u. a das Blutsystem (2,7 %), chronische Erschöpfung (0,3 %), Haarausfall (0,5 %) und Atemwegsinfektionen (0,2 %).

Häufige Nebenwirkungen

  • Mangel an Neutrophilen Blutzellen
  • Mangel an weißen Blutkörperchen
  • Blutarmut
  • Appetitminderung
  • Nervenschäden in Armen und Beinen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Haarausfall
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Fieber

Weitere mögliche Nebenwirkungen

  • Harnwegsinfektionen
  • Mundsoor
  • Infektion der oberen Atemwege
  • Nasen-Rachenentzündung
  • Schnupfen
  • Neutrophilen-Mangel mit Fieber
  • Blutplättchenmangel
  • Mangel an Lymphozyten
  • Kaliummangel im Blut
  • Magnesiummangel im Blut
  • Austrocknung
  • Blutzucker-Überschuss
  • Phosphatmangel im Blut
  • Schlaflosigkeit
  • Depression
  • Geschmacksstörung
  • Schwindel
  • Empfindungsstörungen
  • Antriebslosigkeit
  • Nervenschäden
  • verstärkter Tränenfluss
  • Bindehautentzündung
  • Schwindelgefühle
  • Herzrasen
  • Hitzewallungen
  • Atemnot
  • Husten
  • Mund-Rachen-Schmerzen
  • Nasenbluten
  • Naselaufen
  • Bauchschmerzen
  • Mundschleimhautentzündung
  • Mundtrockenheit
  • Verdauungsstörungen
  • Sodbrennen und Reflux
  • Mundschleimhautgeschwüre
  • aufgetriebener Bauch
  • erhöhte Leberwerte (ALAT, ASAT)
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Nagelerkrankungen
  • nächtliche Schweißausbrüche
  • Missempfindungen und Rötung an Hand- und Fußflächen
  • trockene Haut
  • Hautrötungen
  • übermäßiges Schwitzen
  • Arm- und Beinschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Schmerzen an Knochen und Muskeln
  • Brustschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Knochenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schleimhautentzündung
  • Wassereinlagerungen in Armen und Beinen
  • Schmerzen
  • Schüttelfrost
  • Grippe-ähnlicher Zustand
  • Gewichtsabnahme

Gelegentliche Nebenwirkungen

  • Lungenentzündung
  • Blutvergiftung
  • Herpes im Mund
  • Gürtelrose
  • Ohrensausen
  • Verstopfung tiefer Beinvenen
  • Lungenembolie
  • Lungenerkrankung (interstitiell)
  • Überschuss an Bilirubin im Blut
  • Gesichtsschwellung
  • Harnausscheidungsstörungen
  • Blut im Urin
  • Eiweiß im Urin
  • Nierenversagen
Schema der Nierenfunktion.

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff darf Eribulin nicht eingesetzt werden.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf Eribulin eingesetzt werden bei:

  • einer vorbestehenden Nervenerkrankung (Neuropathie) des Schweregrades 1 oder 2, weil sich diese verschlimmern kann
  • auffälligen Leber- und Blutwerten (ALAT, ASAT, Bilirubin), weil solche Patienten eher Blutbildveränderungen mit Mangel an Neutrophilen und Fieber erleiden
  • Patienten mit Herzmuskelschwäche, verlangsamtem Herzschlag oder Behandlung mit Medikamenten, die das QT-Intervall im EKG verlängern, inklusive Antiarrhythmika Klasse Ia und III sowie Störungen des Mineralhaushaltes, weil die Gefahr von Herzrhythmusstörungen besteht.

Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Anwendung von Eribulin bei Schwangeren liegen bisher keine Studien vor. Bei Ratten verursachte Eribulin Schäden und Missbildungen bei den Nachkommen. Daher sollte der Wirkstoff während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, wenn es nicht unbedingt notwendig ist, und dann nur nach einer sorgfältigen ärztlichen Abwägung der Bedürfnisse der Mutter und des Risikos für das Ungeborene.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen unbedingt eine Schwangerschaft vermeiden, während sie selbst oder ihr männlicher Partner mit Eribulin behandelt werden. Während der Therapie sowie für bis zu drei Monate nach der Behandlung ist eine wirksame Methode der Empfängnisverhütung anzuwenden.

Es gibt bisher keine Erkenntnisse über die Ausscheidung von Eribulin oder seiner Abbauprodukte in die Muttermilch beim Menschen oder beim Tier.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Die gleichzeitige Anwendung von Eribulin mit bestimmten anderen Medikamenten kann zu Wechselwirkungen führen, die die Wirksamkeit von Eribulin beeinträchtigen oder das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen können.

Eribulin ist kontraindiziert bei Patient*innen mit schweren Leberfunktionsstörungen oder bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff.

Eribulin wird vor allem über die Leber ausgeschieden. Alle Wirkstoffe, die den Transport der Substanz in der Leber behindern, stellen daher ein Risiko dar und sollten nicht in Kombination gegeben werden.

Auch andere Wirkstoffe, die den Abbau von Eribulin hemmen, sollten nicht gleichzeitig angewendet werden. Dazu zählen das Tuberkulose-Mittel Rifampicin, die Antiepileptika Carbamazepin und Phenytoin sowie das pflanzliche Johanniskraut (gegen Depressionen).

Eribulin seinerseits kann das wichtige Leber-Enzym CYP3A4 hemmen, das für den Abbau von Wirkstoffen wichtig ist. Die gleichzeitige Anwendung mit Substanzen, die hauptsächlich von CYP3A4 verwandelt werden, sollte mit ärztlicher Vorsicht erfolgen.

Eribulin darf nur unter der Aufsicht eines qualifizierten Arztes mit Erfahrung in der fachgerechten Anwendung solcher Medikamente verabreicht werden.

Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel können einen geringen bis mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen haben.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus.

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