Schuppen Ursache Stress Zusammenhang: Was Sie Wissen Müssen

Schuppen sind ein häufiges und oft wiederkehrendes Problem der Kopfhaut, das viele Menschen betrifft. Sie können das Selbstbewusstsein negativ beeinflussen, besonders wenn sie auf dunkler Kleidung sichtbar sind. Doch was sind die Ursachen für Schuppen und wie hängt Stress damit zusammen?

Was sind Schuppen?

Jeder Mensch produziert Schuppen, auch Squama genannt. Die oberste Hautschicht (Epidermis) besteht aus Hautzellen, die sich ständig erneuern. Normalerweise sind die abgestoßenen Hautschüppchen nicht sichtbar. Erst wenn sich größere Verbände von etwa 500 Zellen bilden, werden sie als Schuppen sichtbar.

Schuppen äußern sich durch fettig weißlich-gelbe oder graue Hautschuppen auf der Kopfhaut und im Haar. Personen mit Schuppen können zudem auch unter einer juckenden Kopfhaut leiden. Typisches Anzeichen ist eine juckende Kopfhaut. Sie deutet darauf hin, dass die Kopfhaut gereizt ist, zum Beispiel durch ein aggressives Shampoo oder zu häufiges Waschen und Föhnen.

Es gibt verschiedene Faktoren, die zur Schuppen-Entstehung führen können. Schuppen entstehen nicht durch mangelnde Hygiene, allerdings können sie stärker sichtbar werden, wenn das Haar nicht regelmäßig gewaschen wird.

Arten von Schuppen

Mediziner unterscheiden zwischen trockenen und fettigen Schuppen, die vor allem aufgrund ihres Äußeren unterschieden werden können:

Trockene Schuppen

Diese Schuppenform zeigt sich als weiße, kleine Flocken, die vom Kopf rieseln und auf der Kleidung landen. In diesem Fall ist der Feuchtigkeitshaushalt auf dem Kopf gestört. Normalerweise produziert die Haut einen schützenden Lipidfilm, um nicht auszutrocknen. Ist dieser Vorgang jedoch gestört, entweicht Flüssigkeit aus der Haut und die Kopfhaut trocknet aus. Einhergehend damit kommt es oft zu juckender Kopfhaut und einem unangenehmen Spannungsgefühl. Wer die Schuppen beseitigen will, muss seiner Kopfhaut zum einen Feuchtigkeit zuführen und zum anderen die Ursache für die Schuppen klären.

Fettige Schuppen

Dieser Schuppentyp zeigt sich als plaqueartige, gelblich-ölige und relativ große Ablagerung auf der Kopfhaut. Fettige Schuppen bleiben eher am Haar und der Kopfhaut kleben, als auf die Kleidung zu rieseln. Bedingt wird diese Schuppenform von einer fettigen Kopfhaut, bei der die Talgdrüsen gestört sind und es zu einer Überproduktion von Talg (Fett) kommt. Grundsätzlich schützt Talg vor einem Feuchtigkeitsverlust der Kopfhaut. Zu viel hingegen wird zum Nährboden von Keimen und Mikroorganismen, wie dem Hefepilz Malassezia furfur, der eine der häufigsten Ursachen für Schuppen ist.

Ursachen von Schuppen

Viele Faktoren können die Schuppenbildung beeinflussen und auslösen. Dazu gehören Stress, Umweltverschmutzung, das Tragen einer Mütze, die Verwendung ungeeigneter Produkte, wiederholte haarfettende Behandlungen und ein unausgewogener Lebensstil.

Die häufigste Schuppen-Ursache ist ein Hefepilz. Eine davon heißt Malassezia globosa. Das ist ein Mikroorganismus, der auf der Kopfhaut aller Menschen vorkommt. Allerdings reagiert jeder Zweite negativ auf diesen Pilz. Der Malassezia globosa ernährt sich von natürlichen Fetten. Als Nebenprodukt entsteht Ölsäure, die manche Menschen nicht vertragen und dadurch Irritationen bekommen. Typische Symptome sind eine entzündete, gerötete und juckende Kopfhaut. Der Körper kämpft dagegen an, indem er die Zellerneuerung ankurbelt, um den Reizstoff auf diese Weise schnell loszuwerden.

Weitere Ursachen können sein:

  • Hormonschwankungen: Hormone beeinflussen die Talgproduktion.
  • Falsche Haarpflege: Häufiges Haarewaschen mit aggressiven Shampoos und heißes Föhnen können zu trockener Kopfhaut führen.
  • Ungünstiges Klima: Hitze und trockene Luft verursachen eine trockene Kopfhaut, während hohe Luftfeuchtigkeit fettige Schuppen begünstigt.
  • Erbliche Veranlagung: Experten nehmen an, dass auch die Vererbung bei der Entstehung von Kopfschuppen eine Rolle spielt.

Der Zusammenhang zwischen Stress und Schuppen

Stress kann die Symptome von Schuppen verschlimmern, da Stress die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers schwächt. Unruhige Zeiten selbst lösen keine Schuppen aus. Aber Stress kann dazu führen, dass sich Kopfhautprobleme verschlimmern. Wer eine trockene und juckende Kopfhaut hat, neigt in stressigen Momenten dazu, sich zu kratzen. Ein unbedachtes Verhalten, das die empfindliche Kopfhaut noch mehr schädigt.

Übermäßiges Schwitzen ist typisch für Stresssituationen - und kann ebenfalls die Bildung von Schuppen begünstigen. Denn Schweiß schafft ideale Bedingungen für den Kopfhautpilz Malassezia globosa. Ebenso kann durch Stress der Hormonhaushalt ins Wanken geraten, was sich wiederum auf die Talgproduktion auswirkt.

Studien machen Hoffnung: Psychische Probleme von Menschen mit Psoriasis verringern sich schon, wenn die allgemeinen Krankheitsbeschwerden erfolgreich therapiert werden können. Deshalb ist die fachärztliche Behandlung der körperlichen Symptome auch für das psychische Wohlbefinden zentral. Gleichzeitig gilt: Für den persönlichen Leidensdruck muss nicht der ärztlich ermittelte Schweregrad ausschlaggebend sein.

Es beginnt noch vor unserer Geburt: Im menschlichen Embryo entstehen die Hautzellen und das Nervensystem aus dem gleichen Zelltyp. Viele Mediziner*innen sehen darin bereits den Ursprung für die enge Verbindung zwischen Psyche und Haut.1,2Außerdem fanden Forscher*innen heraus, dass bestimmte chemische Stoffe psychische Reize von unserem Gehirn bis in die Haut übertragen. Dort kann es dadurch zu entzündlichen Prozessen kommen. Um diese chemischen Stoffe freizusetzen, reicht schon psychischer Stress.

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Was tun gegen Schuppen und juckende Kopfhaut in stressigen Phasen?

Oberstes Ziel ist es in jedem Fall, die Kopfhaut zu beruhigen und die Schuppenbildung zu mildern. Die gute Nachricht ist, dass sich Schuppen oft gut behandeln lassen und damit das Risiko für Haarausfall verringert werden kann. Hier ist vor allem eine milde, auf deine individuelle Kopfhaut abgestimmte Pflege essenziell.

Einige Tipps zur Vorbeugung und Behandlung:

  • Anti-Schuppen-Shampoos: Verwende bei jeder Haarwäsche ein Anti-Schuppen-Shampoo ohne Silikone. Ideal sind Shampoos mit Zinkpyrithion wie Head & Shoulders classic clean. Anti-Schuppen-Shampoos sind speziell dafür entwickelt worden, Schuppen auf sanfte Weise zu mildern und einer Neuentstehung entgegenzuwirken. Sie unterstützen die natürliche Abschuppung und versorgen die Kopfhaut mit wichtiger Feuchtigkeit sowie beruhigenden, regenerierenden Wirkstoffen.
  • Milde Shampoos: Bei gereizter Kopfhaut sind die meisten Shampoos eher ungeeignet. Sie enthalten oft Inhaltsstoffe, die die beanspruchte Kopfhaut zusätzlich irritieren und Schuppen noch intensivieren können. Besonders bei speziellen Anliegen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis sollte dein Shampoo sehr mild formuliert sein und die Kopfhaut beruhigen.
  • Kopfhautpflege: Eine ausgewogene Ernährungsweise mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen kann deine Haarwurzeln stärken und das Haarwachstum fördern.
  • Entspannungsmethoden: Probiere einfache Entspannungsmethoden wie Yoga oder Meditation aus. Das kostet dich wenig Zeit, stärkt aber nachweislich deine Gesundheit.
  • Ernährung: Lachs, Avocado und Nüsse sind reich an Omega-3-Fettsäuren. In Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten stecken viel Zink.
  • Sonnenschutz: Ein luftiger Sonnenhut ist im Sommer ein stylishes und zugleich praktisches Accessoire. Damit schützt du deine Kopfhaut vor starker Sonneneinstrahlung und reduzierst so die Schweißbildung auf der Haut.
  • Feuchtigkeitspflege: Mixe Milch, Honig und Lavendelöl zusammen, massiere es ein und spüle es hinterher gründlich aus.

Empfohlene Produkte:

  • Vichy DERCOS PSOlution Pflegeshampoo wirkt der übermäßigen Schuppenbildung bei Psoriasis entgegen und mildert die Entzündung auf der Kopfhaut.
  • Das DERCOS 2in1 Anti-Schuppen-Shampoo + Pflegespülung vereint zwei Wirkweisen miteinander. Dank Selenium DS wirkt es Schuppen bereits ab der ersten Anwendung entgegen und kann bei regelmäßiger Anwendung bis zu 100 % der sichtbaren Schuppen entfernen. Das Shampoo fördert das Gleichgewicht des kopfhauteigenen Mikrobioms und beugt einer erneuten Schuppenbildung bis zu sechs Wochen lang vor.
  • Das Vichy DERCOS Vital-Shampoo mit Aminexil ist ein kräftigendes Shampoo gegen Haarausfall. Das sanft reinigende Shampoo mit Aminexil und Vitamin-B-Komplex wirkt Haarverlust aufgrund von Haarbruch entgegen. Tipp: Das Shampoo kannst du auch als ideale Ergänzung zu unseren Aminexil-Behandlungen gegen Haarverlust anwenden, wie etwa Vichy DERCOS Aminexil Clinical 5 Frauen und Vichy DERCOS Aminexil Clinical 5 Männer.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Schuppen sind für viele Betroffene ein kosmetisches Problem, das sich aber meist ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen lässt. In folgenden Fällen ist es jedoch wichtig, dass Sie zum Hautarzt (Dermatologen) gehen:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Um der Ursache der Schuppen auf den Grund zu gehen, erhebt der Arzt zuerst im Gespräch Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dann schaut er sich die Haut Ihres Körpers an. Hautveränderungen an anderen Körperstellen liefern dem Arzt unter Umständen entscheidende Anhaltspunkte. Wichtig ist auch die Unterscheidung, ob es sich um trockene oder fettige Kopfschuppen handelt. Gegebenenfalls nimmt der Hautarzt Blut- und/oder Gewebeprobe ab.Steht schließlich fest, was die Schuppen verursacht, schlägt der Arzt Ihnen eine geeignete Therapie vor.

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Arten von Schuppen, ihre Ursachen und Behandlungen zusammenfasst:
Art der Schuppen Ursachen Behandlungen
Trockene Schuppen Trockene Kopfhaut, Heizungsluft, austrocknende Shampoos, Föhnen, trockenes Klima Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Vermeidung von Hitze und Trockenheit
Fettige Schuppen Überproduktion von Talg, Hefepilz Malassezia furfur Anti-Pilz Shampoos, Talgproduktion regulierende Shampoos

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