Holländischer Zopf: Anleitung und Styling-Ideen für Anfänger

Flechtfrisuren sind zeitlose Klassiker und der holländische Zopf, auch bekannt als Dutch Braid, ist eine besonders elegante Variante. Er zeichnet sich durch seine dreidimensionale Struktur aus, die entsteht, indem die Haarsträhnen untereinander geflochten werden, anstatt sie überkreuz zu legen. Diese Technik lässt den Zopf optisch auf dem Haar aufliegen, was ihm eine besondere Note verleiht.

Der holländische Zopf ist vielseitig und praktisch. Er hält die Haare beim Sport zusammen und eignet sich auch für windiges oder heißes Wetter. Zudem passt er zu verschiedenen Stilen, von lässig bis elegant, und ist für alle Haartypen geeignet.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den holländischen Zopf flechten können und geben Ihnen Inspirationen für verschiedene Styling-Varianten.

Unterschied zwischen holländischem und französischem Zopf

Der wesentliche Unterschied zwischen dem holländischen und dem französischen Zopf liegt in der Flechttechnik. Im Unterschied zum französischen liegt der holländische Zopf auf dem Deckhaar auf - und tritt optisch ein wenig hervor. Der französische Zopf liegt eher im Haar und sieht wie eingewoben aus. In der Flechttechnik unterscheiden sich die beiden Zöpfe kaum - es geht nur um ein kleines Detail.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Flechten eines holländischen Zopfes

Der Dutch Braid sieht komplizierter aus, als er ist. Um einen holländischen Zopf zu flechten, braucht man nur ein wenig Übung und Geduld, aber mit einer Schritt-für-Schritt Anleitung und unseren Tipps lässt sich diese beeindruckende Frisur ganz einfach selbst erstellen.

Was Sie benötigen:

  • Eine Bürste
  • Einen Stielkamm
  • Ein Haargummi
  • Haarspray (optional)

Anleitung:

  1. Haare vorbereiten: Haare einmal gut durchkämmen oder bürsten. Das erleichtert das Aufteilen der einzelnen Strähnen.
  2. Strähne abteilen: Man beginnt, indem man eine Haarpartie an der Vorderseite des Kopfes abtrennt. Diese teilt man dann in drei gleich große Strähnen.
  3. Flechten beginnen: Dann nimmt man die rechte Strähne und lege sie unter die mittlere Strähne. Im nächsten Schritt nimmt man die linke Strähne und legt sie ebenfalls unter die mittlere Strähne.
  4. Haare hinzufügen: Bei jedem weiteren Schritt nimmt man etwas Haar von der Seite hinzu: Das bedeutet, man nimmt dazu bei jedem Kreuzen der Strähnen eine kleine Haarpartie von der Außenseite und fügt sie zur entsprechenden Strähne hinzu, bevor du man sie unter die mittlere Strähne legt.
  5. Wiederholen: Diesen Schritt wiederholt man immer wieder, indem kleine Haarpartien von den Seiten hinzufügt und sie unter die mittlere Strähne legt. Man arbeitet sich so entlang des Kopfes nach unten.
  6. Zopf beenden: Sind alle Haare eingearbeitet, flechtet man den Zopf normal bis zum Ende und fixiert ihn mit einem Haargummi. Et voilá!

Tipp: Am Ende den Zopf mit den Fingern vorsichtig auseinanderziehen (“Pancaking“). So wirkt die Frisur voluminöser und bekommt sommerliche Boho-Vibes.

Styling-Ideen: Varianten des holländischen Zopfes

Ein holländischer Zopf kann auf verschiedene Arten gestylt werden, um ihn an jeden Anlass anzupassen. Hier kommen einige Varianten zum Nachstylen:

1. Klassische Dutch Braids

Für klassische Dutch Braids teilst du die Haare mittig und beginnst auf einer Seite mit drei Strähnen am Haaransatz. Diese flechtest du wie bei einer klassischen Flechtfrisur, legst die Strähnen dabei aber untereinander statt übereinander. Bei jedem Schritt nimmst du von außen eine neue Haarpartie dazu und flechtest sie mit ein. So arbeitest du dich bis zum Nacken vor und flechtest das restliche Haar als normalen Zopf weiter, den du am Ende mit einem Haargummi fixierst.

2. Dutch Braids als halben Kranz

Für einen Dutch Braid als halben Kranz teilst du das Haar seitlich oder mittig und beginnst an einem Haaransatz mit drei Strähnen. Du flechtest die Strähnen wie bei einem normalen Dutch Braid, also indem du sie untereinander legst, und nimmst immer nur wenig Haar von unten und oben dazu. So bleibt das restliche Haar offen und der Flechtkranz sitzt sozusagen auf dem offenen Haar auf.

3. Holländischer Fischgrätenzopf

Du bindest zuerst einen Pferdeschwanz und ziehst das Haargummi etwas nach unten, sodass oberhalb eine Lücke entsteht. Dann ziehst du den Zopf von unten durch diese Lücke nach oben, wodurch eine Schlaufe entsteht. Dies wiederholst du immer wieder, indem du das Haargummi jeweils weiter nach unten ziehst und den Zopf erneut durch die entstandene Lücke ziehst. So entsteht eine Art „geflochtener“ Look ohne klassisches Flechten, der optisch an einen Fischgrätenzopf erinnert.

4. Boxy Braids

Für Boxy Braids teilst du das Haar mittig in zwei gleich große Partien. Jede Partie flechtest du separat als klassischen Dutch Braid, indem du die Strähnen untereinander legst und bei jedem Schritt neue Haarpartien von außen dazunimmst. Flechte beide Zöpfe bis zum Ende und sichere sie mit Haargummis. So entstehen zwei symmetrische Zöpfe, die dicht am Kopf anliegen.

5. Holländischer Zopf mit Dutt

Wie gewohnt einen holländischen Zopf an der Seite beginnend nach hinten flechten - bis zu den Haarspitzen. Dann die Enden zu einer Kordel drehen und lose mit Klammern feststecken. Fertig ist die edle Flechtfrisur!

6. Seitlicher holländischer Zopf

An der Stirnpartie drei Strähnen abteilen und zu flechten anfangen. Von unten und oben immer Haar dazu nehmen. Jetzt die seitlichen Braids noch etwas um den Hals herum flechten und dann in einem seitlich geflochtenen Zopf enden lassen.

7. Dutch Braid für kurze Haare

Bei kurzen Haaren startest du mit drei kleinen Strähnen am Haaransatz und flechtest einen Dutch Braid, dabei legst du die Strähnen untereinander. Die vorderen Haarlängen lässt du zunächst frei. Nimm bei jedem Schritt nur kleine Partien dazu und arbeite nah am Kopf, bis das Haar zu kurz ist, dann fixiere den Zopf.

Weitere Styling-Ideen

  • Holländischer Zopf mit Dutt: Nachdem man den Zopf auf die holländische Art geflochten hat, nimmt man ihn zu einem Dutt zusammen und sichert ihn mit Haarnadeln. Ein sehr eleganter Look für ein schönes Abendessen oder offizielle Termine.
  • Holländischer Zopf seitlich gestylt: Um den Dutch Braid seitlich zu stylen, flechtet man den Zopf entlang einer Kopfseite und befestigt ihn dann mit einem Haargummi. Ein lässiger Look für jede Gelegenheit.
  • Holländischer Zopf halboffen: Für diesen Look flechtet man den Zopf bis zur Mitte des Kopfes und lässt dann ganz einfach den Rest des Haares offen. So entsteht ein eher romantischer und goldiger Look.
  • Holländischer Zopf mit Haaraccessoires: Wie jede Flechtfrisur kann man auch den Dutch Braid zusätzlich mit Haarschmuck verschönern. Eine persönliche Note bekommt er, wenn man ihn mit Blumen, Spangen oder Perlen verziert. Accessoires im Haar sind eine tolle Idee für Sommerpartys oder Boho-Hochzeiten.
  • Messy Dutch Braid: Bei dieser Variante des holländischen Zopfes handelt es sich um einen beliebten Undone-Look. Dafür flechtet man ganz normal den holländischen Zopf und lockert ihn am Ende etwas auf, sodass einzelne Strähnen wie zufällig herausragen. Alternativ kann man seinen Dutch Braid bereits am Abend flechten. Am nächsten Morgen rückt man ihn etwas zurecht und gibt dem Lived-in Look mit Haarspray Halt.

Tipps und Tricks für einen langanhaltenden Dutch Braid

  • Vor dem Flechten etwas Salzspray, Schaumfestiger oder Stylingspray ins Haar geben. Das sorgt dafür, dass das Haar griffiger wird und die Frisur schön lang hält.
  • Lieber zu fest flechten als zu locker. Auseinanderziehen lässt sich ein geflochtener Zopf immer. Das nimmt dem Look seine Strenge, genau wie einzelne Strähnchen, die man im Nachhinein lösen kann, um eine entspannte, modernere Flechtfrisur zu erhalten.
  • Damit die Haare griffiger werden, vor dem Flechten etwas Texture-Spray oder Schaumfestiger in die Strähnen geben. Nach dem Flechten die neue Frisur mit Haarspray fixieren.

Warum heißt der holländische Zopf so?

Das lässt sich nur vermuten. Der holländische Zopf ist in den Niederlanden besonders populär. Allerdings ist diese Dutch Braid Flechttechnik sicher nicht in Holland erfunden worden. Denn der Look ist auf der ganzen Welt verbreitet. Der Begriff holländischer Zopf oder auch Dutch Braid hat sich einfach als gebräuchlicher Name etabliert.

Wem steht ein holländischer Zopf?

Ein holländischer Zopf steht grundsätzlich jedem, unabhängig von Haartyp oder Gesichtsform. Natürlich lässt sich ein Flechtlook leichter bei längeren Haaren erzielen. Bei kurzem Haar funktioniert ein Dutch Braid aber auch. Allerdings beschränkt man sich auf die obere Partie und lässt die unteren Haare offen. Sowohl bei glattem als auch bei lockigem Haar kommt der holländische Zopf schön zur Geltung.

Wie lange kann man Dutch Braids tragen?

Dutch Braids können je nach Haarstruktur und Styling Technik mehrere Tage halten. Das Risiko lauert hauptsächlich beim Schlafen. Ein Seidenkissen oder ein Nachtturban aus Seide verhindern, dass das Haar kräuselt. Wenn man die Frisur wickelt oder locker hochsteckt, hat man sicher länger etwas von der tollen Frisur. Außerdem helfen Anti-Frizz Produkte und Haaröl, abstehende Härchen zu glätten. Auch der Zahnbürstentrick ist hier hilfreich: Einfach etwas Haarspray auf eine neue Zahnbürste geben und damit abstehende Härchen ganz vorsichtig bändigen.

Französischer Zopf: Einfache Flechtanleitung | FRISUREN

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