Schuppen und Pickel auf der Kopfhaut können unangenehm sein und verschiedene Ursachen haben. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Unterschiede und Behandlungsmöglichkeiten von Schuppen und Pickeln auf der Kopfhaut. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie die Symptome lindern und langfristig eine gesunde Kopfhaut erhalten können.
Um die Entstehung von Schuppen zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf unser größtes Organ, die Haut. Sie erneuert sich regelmäßig - nämlich im monatlichen Rhythmus.
Die oberste Schicht der Epidermis (Oberhaut) besteht aus Hornzellen. Jeden Tag verliert der Mensch rund 14 Gramm abgestorbener Hautzellen. Damit die Oberhaut nicht durchlässig wird, müssen die abgestorbenen Hautzellen ersetzt werden. Dafür werden in der sogenannten Basalzellschicht der Haut neue Zellen gebildet.
Im Grunde gehören Schuppen also zu einem ganz natürlichen Prozess des Körpers. Gerät dieser fein abgestimmte Ablauf der Hauterneuerung jedoch aus der Balance, stößt der Körper vermehrt Hautzellen ab.
Schuppen sind nicht gleich Schuppen: An verschiedenen Merkmalen lässt sich erkennen, ob es sich um trockene oder fettige Schuppen handelt.
Die Ursachen für Schuppen sind vielfältig. Häufig sind sie in der Haarpflege zu finden. Aber auch Hauterkrankungen können verantwortlich sein. Sie können jedoch auch immer im Lebensstil der Betroffenen gefunden werden, also zum Beispiel die Folge einer ungesunden Ernährungsweise oder von psychischem Stress sein.
Grundsätzlich ist es wichtig, dass auch bei den Ursachen zwischen der Art der Schuppen unterschieden wird. Die Gründe für fettige Schuppen sind immer unterschiedlich zu denen für trockene Schuppen. Das liegt schon allein an der Entstehung der fettigen bzw.
Trockene Schuppen sind häufig ein Zeichen dafür, dass der Feuchtigkeitshaushalt der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht geraten ist. Er wird durch die Schweiß- und Talgdrüsen gebildet und schützt die Haut vor dem Austrocknen, vor Schadstoffen und Mikroorganismen. Gerät dieser Lipidfilm aus der Balance, wird er durchlässig.
Die Folge: Die empfindliche Kopfhaut kann austrocknen, Schuppen entstehen. Die Ursachen für eine trockene Kopfhaut und in der Folge trockene Schuppen sind vielfältig.
Täglich ist die Kopfhaut vielen Umweltfaktoren ausgesetzt. Zwar verfügt sie durch das Haupthaar über einen natürlichen Schutz vor solchen Einflüssen, jedoch kann dieser in vielen Fällen nichts ausrichten. Zudem kommt es mit zunehmendem Alter bei vielen Menschen zu Haarausfall bzw.
Wie auch bei trockenen Schuppen sind die Ursachen für fettige Schuppen sehr vielfältig. Immer geht eine erhöhte Talgproduktion, also eine fettige Kopfhaut, damit einher.
Schuppen sind typische Symptome der beiden Hauterkrankungen Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis.
Pickel auf der Kopfhaut können verschiedene Ursachen haben, angefangen von leichten Hautirritationen bis hin zu größeren Hautproblemen.
Einige Inhaltsstoffe, die eigentlich Schuppen bekämpfen sollen, besitzen auch Anti-Pickel-Eigenschaften. Allerdings nur, wenn es sich um fungale Akne (medizinisch: Malassezia-Follikulitis) handelt. Studien zeigen sogar, dass Wirkstoffe wie Ketoconazol oder Zinkpyrithion das Hautbild deutlich verbessern können.
Während klassische Akne durch das Bakterium Cutibacterium acnes entsteht, wird die fungale Akne von Hefepilzen ausgelöst. Beide Hautprobleme wirken ähnlich, unterscheiden sich aber deutlich in Ursache und Behandlung. Typisch für fungale Akne sind kleine, gleichförmige Pickel, die oft mit Juckreiz einhergehen. Sie treten vor allem an Stirn, Haaransatz und der Brust auf. Dies sind Regionen, die reich an Talgdrüsen sind und durch Wärme sowie Haarprodukte ein ideales Milieu für Pilzwachstum bieten.
Nicht jedes Antischuppen-Shampoo wirkt gegen Akne. Entscheidend ist, welche Inhaltsstoffe enthalten sind.
Wichtig: Sowohl Ketoconazol und Zinkpyrithion, als auch Selendisulfid helfen nur bei fungaler Akne. Bei einer klassischen bakteriellen Akne mit eitrigen Pickeln oder tiefen Entzündungen sind Salicylsäure, Retinoide oder Benzoylperoxid die bessere Wahl.
Schuppen sind nicht nur unangenehm - wenn eine Erkrankung dahintersteckt, sind sie ein ernstzunehmendes Symptom. In jedem Fall gilt es, die Ursachen durch einen Arzt oder eine Ärztin abklären zu lassen, um die bestmögliche Behandlung starten zu können. Manchmal genügt schon eine Umstellung der Pflegeroutine.
Wenn die Schuppen ein Symptom sind, muss auch die zugrunde liegende Ursache beachtet werden. Grundsätzlich werden trockene und fettige Schuppen unterschiedlich behandelt - was vor allem auch mit der Beschaffung der Kopfhaut, trocken vs. fettig, zu tun hat.
Mit den passenden Pflegeprodukten können Betroffene die trockenen Schuppen meist gut in den Griff bekommen. Bei trockenen Schuppen ist es wichtig, die Kopfhaut mit viel Feuchtigkeit zu versorgen. Die Behandlung mit einem entsprechenden Shampoo spielt eine zentrale Rolle.
Einerseits reinigt ein passendes Shampoo die Kopfhaut sanft, andererseits bekämpft es Schuppen und gegebenenfalls Juckreiz. Wichtig ist hierbei, dass das Haar nicht zu häufig gewaschen wird und das Shampoo rückfettende Eigenschaften hat. Hautberuhigende Inhaltsstoffe wie Panthenol und Aloe Vera in Pflege Produkten tun der Kopfhaut gut.
Bei fettigen Schuppen gilt es, die Kopfhaut gründlich zu reinigen und von überschüssigem Talg zu befreien. Dies kann mit einem Anti-Fett Shampoo erreicht werden. Um gezielt gegen die fettigen Schuppen vorzugehen, empfiehlt sich ein Shampoo gegen Schuppen.
Auch bei fettigen Schuppen sollte das Haar nicht zu heiß gewaschen werden. Nicht nur, weil die hohen Temperaturen die Kopfhaut reizen, sondern auch, weil Wärme die Talgproduktion anregt.
Grundsätzlich ist es ratsam, Schuppen immer von einem Arzt oder einer Ärztin abklären zu lassen. Bei hartnäckigen Schuppen oder schwerwiegenderen Ursachen der Schuppen können medizinische Shampoos mit bestimmten Wirkstoffen zum Einsatz kommen.
Sogenannte keratolytische Substanzen, welche die Schuppen auflösen, spielen hierbei eine wichtige Rolle. Wirkstoffe hierfür sind unter anderem Salicylsäure und kolloidaler Schwefel. Falls die Besiedelung mit Malassezia-Pilzen - die zu einer ausgeglichenen Kopfhautflora gehören - über das gesunde Maß hinausgeht, kann diese ebenfalls mit wirkstoffhaltigen Anti Schuppen Shampoos aus der Apotheke eingedämmt werden. Dabei kommen antimikrobielle Wirkstoffe wie Selendisulfid, Pictoron Olamin oder Zinkpyrithion zum Einsatz.
Bei einer Kopfhaut-Psoriasis sollten nicht nur die Schuppen selbst behandelt werden, sondern hier steht die Therapie der Schuppenflechte im Vordergrund. Da die Kopfhaut meist schwer zugänglich ist, kann eine zielgenaue Behandlung mit UV-Licht gut geeignet sein.
Auch bei neurodermitisbedingter Schuppenbildung auf der Kopfhaut gestaltet sich die Anwendung von wirkstoffhaltigen Cremes ebenfalls als sehr schwierig. Cremes, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden müssen, lassen das Haar fettig und ungepflegt erscheinen, was viele Betroffene verständlicherweise stört.
Im Alltag lässt sich einiges tun, um Schuppen auf der Kopfhaut zu verhindern. Im Fokus steht dabei, für eine gesunde Kopfhaut zu sorgen.
Meiden Sie Mineralöle (z. B. INCI: Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Ozokerite), Silikone (z. B. INCI: Polydimethylsiloxan) und bestimmte Parabene (INCI: Sodium Paraben).
Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können. Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.
Außerdem gut zu wissen: Auch Parasiten und viele andere Krankheiten können hinter den Symptomen stecken, zum Beispiel:
| Problem | Ursachen | Behandlung |
|---|---|---|
| Trockene Schuppen | Feuchtigkeitsmangel, Klimafaktoren, falsche Pflege | Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Ölkuren, milde Reinigung |
| Fettige Schuppen | Überproduktion von Talg, unausgeglichenes Hautmikrobiom | Anti-Fett Shampoos, medizinische Shampoos mit Antimykotika |
| Pickel auf der Kopfhaut | Verstopfte Poren, hormonelle Schwankungen, Stress | Antischuppen-Shampoos (bei fungaler Akne), milde Reinigung |
| Schuppenflechte (Psoriasis) | Autoimmunerkrankung | Spezielle Psoriasisbehandlung, UV-Licht, Kortikoide |
| Neurodermitis | Ekzem | Ölkappen, Kortikoidlösung, Teershampoo |
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