Mit schön gestylten Haaren wirkt jedes Outfit sofort noch viel schöner und man fühlt sich auch gleich besser. Allerdings hat man oft keine Zeit, um jeden Tag Stunden in die Haare zu investieren. Mit wenigen Handgriffen lassen sich einfache Retro-Frisuren zaubern, die toll aussehen und sich perfekt für den Alltag eignen.
In den 30er Jahren erlebten Frauen eine Zeit des Wandels, in der sowohl Eleganz als auch ein Hauch von Glamour im Vordergrund standen. Dieser Trend spiegelte sich auch in den Frisuren wider. Die Frisuren der 30er Jahre waren ladylike und gleichzeitig sexy.
Viele Menschen flüchteten sich in die Märchenwelten des Kinos, wie sie ihnen von Fred Astaire und Ginger Rogers vorgespielt wurden. Die Mode und das Aussehen der Stars dieser Zeit beeinflussten die Frisuren der Damen maßgeblich.
Ab 1935 entstanden die aufwendig mittels Pincurls (Papilloten) vorbereiteten und dann gelegten Frisuren, die antike Vorbilder hatten und die Frisuren der Vierziger Jahre bestimmen sollten.
Die Androgynität der Zwanziger war zwar passé, aber dem Ideal der 30er Jahre entsprach ein schlanker Körper. In Sachen Mode gab es bei den Damen eine bisher unbekannte Entscheidungsfreiheit. Ein schmal geschnittenes Kleid mit Taillengürtel war genauso tragbar wie ein Kostüm, das zur Alltagsmode wurde.
Bei den Alltagskleidern zeichneten enganliegende Ärmel den schlanken Oberarm nach. Die 30er Jahre waren Pelzzeit. Pelzmäntel oder zumindest Pelzbesätze waren im Winter ein Muss.
Ferien am Meer und Sonnenbaden wurde immer populärer. Einmal die von der Designerin Madeleine Vionnet eingeführten bodenlangen Kleidern aus fließenden Materialien im Schrägschnitt (englisch: bias cut). Die meist aus Seidensatin gefertigten Abendroben hatten keine Verschlüsse, sondern wurden über den Kopf gezogen.
Busen, Taille und Hüfte kamen richtig zur Geltung (genau wie jedes Pölsterchen), zum Saum hin schwangen die Kleider in natürlichen Falten auf. Der Busenansatz blieb jedoch weitestgehend verdeckt - man schreibt es der prüden US Filmzensur zu, die dadurch Masstäbe setzte. Aber auch Berlin war berühmt für seine Tanzpaläste und Vergnügungsstätten.
Hier sind einige der Frisuren, die Sie leicht zu Hause nachstylen können:
Die Frisur für Montag habe ich gewählt, da sie etwas Vorbereitung benötigt, dafür dann aber am eigentlichen Tag sehr schnell geht. Für die voluminösen Locken drehe ich meine Haare nämlich am Vorabend auf sogenannte Schlafwickler, also weiche Schaumstoff-Lockenwickler. Am Sonntag Abend habe ich dafür auch ausreichend Zeit. Am Morgen muss ich die Haare dann nur noch auskämmen und an den Seiten mit einem Bobby Pin etwas zurückstecken, fertig ist die erste Frisur.
Die Frisur für Dienstag ist sogar noch einfacher. Da ich meine Haare nur jeden zweiten bis dritten Tag wasche, brauche ich als Vorbereitung auch überhaupt nichts tun. Locken, die bei mir über Nacht gewickelt werden, halten nämlich recht gut.
Mittwochs sehen die Haare nun vielleicht nicht mehr ganz so frisch aus. Das macht aber nichts, werden sie zu einem Pferdeschwanz gestylt, fällt das nämlich überhaupt nicht auf. Im Gegenteil, ein Pferdeschwanz hält tendenziell sogar besser, wenn die Haare nicht ganz frisch gewaschen und dementsprechend griffiger sind. Bei meinem voluminösen Pferdeschwanz mogle ich übrigens etwas und verwende ein Haarteil, welches ganz einfach ins Haar geklippt wird.
Ein Pony für einen Tag? Das geht! Man muss sich nämlich nicht gleich die Haare schneiden lassen, um Abwechslung reinzubekommen. Für meinen Fake-Pony nutze ich einen Rockin Roller und rolle einfach die vordere Haarpartie über den Schaumstoffwickler. Die Haare werden dann mit einem Bobby Pin und Haarspray fixiert.
Ein großer Dutt gehört zu meinen absoluten Signature-Hairstyles. Kein Wunder, macht er doch einiges her und ist dennoch im Nu gemacht. Und so funktioniert die einfache Frisure: Zu Beginn werden die Haare einfach zu einem Pferdeschwanz gebunden. Je nach Lust und Lauen kannst Du diesen weiter oben am Kopf oder relativ nahe dem Nacken ansetzen. Anschließend legst, beziehungsweise rollst Du die Haare um ein Duttkissen und steckst alles gut mit Haarnadeln fest. Ich verwende zum Schluss noch ein dünnes Haarnetz, damit auch alles sicher an Ort und Stelle bleibt.
Übrigens: Duttkissen bzw. Donuts gibt es in allen erdenklichen Größen und für unterschiedliche Haarfarben. Hierbei gilt: Je größer der Donut, desto aufregender die Frisur. Außerdem macht es Sinn, ein Duttkissen in möglichst der eigenen Haarfarbe zu kaufen.
Die Gibson Roll war bereits in der Edwardischen Epoche sehr beliebt. In den 1940ern kam sie zurück in Mode. Kein Wunder, ist sie doch praktisch, sieht hübsch aus, geht schnell und hält die Haare aus dem Gesicht, während die Damen zu Kriegszeiten ihren Arbeiten nachgingen. So muss ich meine Haare lediglich um ebendiese Rolle rollen und feststecken - fertig. Wer möchte, verziert die Frisur noch mit Haarblumen oder einem Fascinator.
Die Sonntage sind in aller Regel sehr entspannt bei uns und wir genießen sie, wann immer möglich, draußen in der Natur. Da darf es eine unkomplizierte und einfach Frisur sein. Zwei geflochtene Zöpfe sehen beispielsweise super süß aus und sind schnell gemacht.
Schwerpunkt im Gesicht der 30er Jahre sind die Augen. Lidschatten in Puderform gab es nun in allen Schattierungen. Die Wimpern wurden mit der neuen, flüssigen Mascara betont. Unter die Wangen kam oft bräunliches Rouge, in Dreiecksform von der Mitte der Wange bis zur Schläfe aufgetragen, um die Wangen hohler erscheinen zu lassen und dem Gesicht einen dramatischen Look zu geben.
Doch die Makeup Innovation schlechthin war die erste Grundierung (fond de teint) - der Pancake von Max Factor. Zum ersten Mal in der Geschichte konnte man den Teint einfach und relativ natürlich abdecken und vereinheitlichen.
tags: #Frisuren #30er #Jahre #Damen
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