Schuppen hinter dem Ohr können verschiedene Ursachen haben und sind oft ein Zeichen für eine Hauterkrankung. Es ist wichtig, die Ursache zu erkennen, um die richtige Behandlung zu finden. In diesem Artikel werden wir die häufigsten Ursachen für Schuppen hinter dem Ohr untersuchen und Ihnen Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten geben.
Wenn die Haut gereizt ist, lokale Rötungen auftreten und ein unkontrollierbarer Drang besteht, sich an der betroffenen Stelle zu kratzen, handelt es sich wahrscheinlich um ein Ohrekzem. Es kann jeden treffen. Aber keine Sorge, es ist nicht ansteckend! Vor allem ist es wichtig zu verstehen, was der Auslöser für das Auftreten des Ekzems sein könnte: trockene Haut mit Neigung zu atopischem Ekzem, Reizung oder eine Allergie nach Hautkontakt mit einem Allergen?
In jedem Fall sollten Sie nicht zögern, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, der/die die Diagnose bestätigt und Sie bei der Behandlung der Krankheit unterstützt.
Um ein Ohrekzem zu erkennen, gibt es folgende Symptome, die auftreten können:
Ohrekzeme können auftreten:
Ein Ekzem in den Ohrfalten oder Ohrläppchen hat zumindest den Vorteil, dass es leichter zu erkennen ist: Die Haut ist rot, sehr trocken, geschwollen oder sogar nässend und juckt! Ein Ekzem in diesem Bereich kann zu schmerzhaften Läsionen führen, die Infektionen begünstigen. Zögern Sie nicht, Ihren Hautarzt oder Ihre Hautärztin zu konsultieren, um eine geeignete Behandlung zu erhalten und so eine Ausbreitung des Ekzems im Ohr zu verhindern.
Bei einem Ohrekzem ist der Gehörgang betroffen: häufig bei Erwachsenen, aber auch Kinder können betroffen sein. In jedem Fall ist eine Konsultation eines Facharztes oder einer Fachärztin erforderlich, um das Risiko einer Superinfektion zu vermeiden und das Trommelfell nicht zu beschädigen. Ekzeme im Ohr sind bei Menschen, die regelmäßig schwimmen, oft gut bekannt.
Es gibt mehrere Ursachen für Ohrekzeme, die wichtigsten sind:
Ein Ohrekzem kann in der Tat das Ergebnis einer allergischen Reaktion nach wiederholtem Kontakt mit einem Allergen sein und plötzlich auftreten: Dies wird als Kontaktekzem oder Kontaktdermatitis bezeichnet. Ihr Immunsystem wird überaktiv und erzeugt eine Entzündungsreaktion in der Haut der Ohren.
Mögliche Reizstoffe und Allergene sind:
Es ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, was der Übeltäter ist, da Sie es vielleicht schon seit Monaten oder sogar Jahren verwenden, ohne dass eine Reaktion auftritt! Deshalb ist es wichtig, einen Spezialisten zu konsultieren, der Ihnen hilft, die Ursache(n) zu ermitteln, z. B. durch Allergietests.
Haben Sie (oder Ihr Kind) bereits trockene Haut mit einer Neigung zu atopischen Ekzemen? Haben Sie bereits das Auftreten von juckenden roten Flecken an verschiedenen Stellen Ihres Körpers bemerkt? Ist diese Rötung und dieser Juckreiz in letzter Zeit an den Ohren und insbesondere in den Spalten unter dem Ohrläppchen aufgetreten? Es handelt sich wahrscheinlich um ein atopisches Ekzem an den Ohren. Diese Art von Ekzem an den Ohren hängt mit einer Hauterkrankung zusammen, die als atopische Dermatitis bezeichnet wird, erblich bedingt ist und in der Regel in der frühen Kindheit auftritt: Die Haut ist von Natur aus empfindlicher und daher reaktionsfreudiger als normal, sie spielt ihre Barriererolle nicht richtig, ihr Schutzfilm schützt nicht gut gegen äußere Aggressionen, und folglich kommt es zu einer chronischen Entzündungsreaktion.
Manchmal kann ein Ohrekzem durch zu viel Feuchtigkeit im Gehörgang oder an der Ohrmuschel verursacht werden, z. B. beim regelmäßigen Schwimmen, wie es bei Schwimmern bekannt ist, oder wenn die Ohren nach dem Duschen nicht richtig abgetrocknet werden. Dies führt zu einer Mazeration der Haut, die Ekzeme auslösen kann! Und wenn Sie sich in einem heißen Land mit hoher Luftfeuchtigkeit aufhalten, sollten Sie besonders vorsichtig sein, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden.
Die Ursache für ein Ohrekzem kann auch altersbedingt sein! Dies wird als asteatotisches Ekzem bezeichnet. Die Haut älterer Menschen ist empfindlicher und neigt dazu, schneller auszutrocknen: bei Temperaturschwankungen, bei zu häufigem Waschen oder bei Kontakt mit bestimmten reizenden Substanzen (Seifen, Wolle, Haar- oder Hautprodukten). Oft sind diese Menschen schon vorher anfällig für atopische Dermatitis gewesen.
Sicher ist, dass Stress und Ekzeme nicht zusammenpassen! Er ist aber nie die Ursache für ein Ekzem, egal ob es sich um ein Ekzem an den Ohren oder an einer anderen Stelle des Körpers handelt. Die Ursache des Ohrekzems sollte an anderer Stelle gesucht werden: Allergie? erbliche atopische Dermatitis? Alter? Allerdings ist es für die Bewältigung eines Ekzemschubs wichtig, dass man lernt, besser mit Stress umzugehen (z. B. durch Entspannungs-, Atem- und Massagetechniken).
Typisch für ein seborrhoisches Ekzem sind schuppige Flecken im Gesicht und am Kopf. Der Hautausschlag ist nicht ansteckend, tritt bei Erwachsenen aber immer wieder auf. Cremes und Shampoos können die Beschwerden lindern. Bei Säuglingen ist keine Behandlung nötig.
Ein seborrhoisches Ekzem - auch seborrhoische Dermatitis genannt - ist eine nicht ansteckende Entzündung der Haut. Dabei bilden sich vor allem im Gesicht und am Kopf rote oder helle Flecken und fettige Schuppen, die nur selten jucken. Vermutlich führen mehrere Faktoren zu den schuppigen Hautflecken.
Zum Beispiel können eine erhöhte Talgbildung der Talgdrüsen und die normalerweise unproblematische Besiedlung der Haut mit einem Hefepilz (Malassezia furfur) an der Entstehung des Ekzems beteiligt sein.
Auch Bakterien, Stress, eine familiäre Veranlagung, Hormone, Nervenerkrankungen wie etwa Parkinson und ein geschwächtes Abwehrsystem können eine Rolle spielen. Das seborrhoische Ekzem kommt häufig vor: Etwa 3 bis 10 von 100 Menschen haben damit zu tun. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
Typischerweise tritt der schuppige Hautausschlag zum ersten Mal im jüngeren Erwachsenenalter oder ab dem 50. Lebensjahr auf.
Typisch für ein seborrhoisches Ekzem sind Hautflecken, die mit gelblichen, fettig glänzenden Schuppen besetzt sind. Auf heller Haut erscheinen die Flecken rot. Auf dunkler Haut sehen die schuppigen Stellen eher wie hellere Flecken aus.
Der Ausschlag kann sich auch auf andere Körperbereiche ausbreiten, häufig über dem Brustbein und auf dem Rücken im Bereich der Brustwirbelsäule. Auch Hautfalten können betroffen sein - zum Beispiel unter der Brust sowie in der Achsel- oder Leistenregion.
Typisch für das seborrhoische Ekzem sind meist klar begrenzte Rötungen der Haut, die mit talgigen, weißlich-gelblichen Schuppen oder Krusten bedeckt sind. Die Schuppen fühlen sich oft fettig an und treten meist auf der behaarten Kopfhaut auf.
Wie ein seborrhoisches Ekzem genau entsteht, wissen Forscher noch nicht. Vermehrt sich der Pilz Malassezia furfur auf der Kopfhaut, können sich sichtbare Schuppen bilden.
Experten diskutieren, ob die männlichen Geschlechtshormone die Schuppen begünstigen können. Ein geschwächtes Immunsystem scheint im Zusammenhang mit einem seborrhoischen Ekzem zu stehen.
Klimatische Faktoren beeinflussen die Krankheit. So berichten Betroffene immer wieder, dass sie im Winter mehr unter den Schuppen leiden als im Sommer. Auch der Feuchtigkeitsgehalt der Luft spielt eine Rolle. Meeresklima und Sonnenlicht haben einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf.
Wenn schuppige, nicht juckende Hautrötungen oder -aufhellungen an den typischen Stellen auftreten, ist die Diagnose einfach. Meist reichen ein ausführliches ärztliches Gespräch (Anamnese) und eine anschließende körperliche Untersuchung aus.
Die Ärztin oder der Arzt versucht dabei vor allem, andere Hauterkrankungen auszuschließen, die dem seborrhoischen Ekzem ähneln können. Dazu gehören die Schuppenflechte (Psoriasis) oder die Neurodermitis (atopische Dermatitis).
Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine entzündliche Erkrankung der Haut, die überall am Körper auftreten kann, auch an den Ohren. Sie kann ein oder beide Ohren befallen, am Ohrläppchen, an tieferliegenden Bereichen, auf Ebene der Hörschnecke oder sogar im Gehörgang auftreten, wo sie besonders unangenehm werden kann.
In der Ohrmuschel zeigt sich die Schuppenflechte mit kleinen weißen Schuppen. Im Gehörgang sieht es im Prinzip genauso aus - oder es ist nur einer gerötete Stelle zu sehen, wenn sich Schuppen und Feuchtigkeit so vermengt haben, dass die Schuppen permanent abgetragen werden.
Die Hautzellen folgen mit der Teilung dem falschen Befehl, dass da etwas abgewehrt werden müsse, zum Beispiel eine Infektion oder eine andere Schädigung.
Die Schuppenflechte ist eine Hauterkrankung, die zur Kategorie der Ekzemkrankheiten (Dermatitiden) zählt. Sie geht mit erythematösen, rundlichen Plaques einher, die mit weißlichen Schuppen bedeckt sind. In einigen Fällen können diese Läsionen Juckreiz verursachen und sehr unangenehm werden.
Sehr oft zeigen sich die typischen Anzeichen einer Psoriasis als Erweiterung der Symptome, die auf der Kopfhaut beginnen. Es handelt sich also um eine Ausdehnung der Psoriasis-Symptome auf das Umfeld der Ohren.
Ob es sich um einen Fall von Schuppenflechte oder Dermatitis handelt, erkennt man bereits an den Schuppen: bei einer Schuppenflechte sind sie trocken, bei einer Dermatitis eher fettig.
Eine Schuppenflechte befällt vor allem die Ellbogen, Knie und den Bereich des Steißbeins, während diese Hautpartien bei einer Dermatitis nicht betroffen sind. Die Schuppenflechte kann außerdem auch die Fingernägel erfassen.
Die Psoriasis im Ohr kann genetisch oder durch äußere Faktoren bedingt sein.
Die Behandlung von Schuppen hinter dem Ohr hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Hier sind einige allgemeine Behandlungsmöglichkeiten:
Die folgenden Pflegen können zur sofortigen Linderung des atopischen Ohrekzems, zur Linderung des Juckreizes und zur Vorbeugung weiterer Infektionen eingesetzt werden:
Als Erstes sollten Sie die Reizung und den Juckreiz lindern, indem Sie eine lindernde Kupfer- und Zinkcreme oder eine vom Arzt oder von der Ärztin verschriebene Kortisoncreme auftragen. Natürlich ist es auch notwendig, das Allergen oder den Reizstoff, der das Ohrekzem verursacht, zu identifizieren und zu entfernen, wie z. B. Ohrringe oder Kosmetika.
Was auch immer die Ursache für Ihr Ohrekzem ist, hier sind einige Dinge, die Sie täglich tun können:
Jugendliche und Erwachsene können die entzündeten Hautstellen mit bestimmten Medikamenten zum Auftragen behandeln, um die Beschwerden zu lindern:
Medikamente einzunehmen, ist in der Regel nicht nötig. Ein seborrhoisches Ekzem ist harmlos, kann für Jugendliche und Erwachsene aber dennoch belastend sein: Die schuppigen Flecken bilden sich oft im Gesicht und sind dann für andere sichtbar. Zudem können sie einen ein Leben lang begleiten.
Der Hautarzt stellt die genaue Diagnose und kann Cremes, Salben oder Lösungen verschreiben, die im Ohr aufgetragen werden. Außerdem hat er in schweren Fällen auch innerliche Medikamente in seinem Arsenal. Der HNO-Arzt guckt, ob hinter den Problemen oder Schmerzen keine andere Erkrankungen stecken.
Olivenöl ist für viele Betroffene erst einmal das Mittel der Wahl, um die Schuppen im Ohr zu lösen. Es ist auch die bessere Methode, als es mit den Fingernägeln zu versuchen. Die Ohrmuschel kann damit sanft eingerieben werden. In den Gehörgang kommt das Öl am besten mit einer Pipette - und nicht mit einem Wattestäbchen.
Frei verkäufliche Produkte, die auch für die Psoriasis an anderen Körperregionen angewendet werden können, sind auch in den Ohren okay. Vom Hautarzt können Cremes, Salben und Lösungen mit den üblichen Psoriasis-Wirkstoffen Vitamin D3 oder / und Kortison aufgeschrieben werden.
Tabletten oder Spritzen kommen dann zum Einsatz, wenn die Psoriasis besonders stark ist. Schuppenflechte tritt selten ausschließlich in den Ohren auf.
Ist das Ekzem nur leicht ausgeprägt, können verschiedene Hausmittel die Symptome lindern, z.B. Apfelessig, Aloe-Vera-Gel, Ringelblumensalbe oder Ölbäder. Manche Betroffene machen mit Tinkturen aus Honig oder Teebaumöl gute Erfahrungen.
Bei Babys lassen sich Schuppenkrusten am Kopf meist gut mit Olivenöl ablösen, das über Nacht einweicht und am nächsten Tag abgewaschen wird. In Hautfalten ist Zinkpaste hilfreich.
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