Viele Menschen wünschen sich eine Veränderung ihrer Naturhaarfarbe und greifen zu Haarfärbemitteln, um einen neuen Look zu kreieren. Ob beim Friseur oder zu Hause, das Mischen der Haarfarbe will gelernt sein, damit das Ergebnis mit den Vorstellungen übereinstimmt. Dieser Artikel gibt Ihnen eine detaillierte Anleitung, wie Sie Ihre Haare selbst mit zwei Farben färben können, und bietet nützliche Tipps und Tricks für verschiedene Looks.
Prinzipiell ist die Haarfarbe in der gewünschten Nuance schnell gemischt und aufgetragen. Allerdings gibt es gerade beim Mischen der Haarfarbe viel zu berücksichtigen und zu bedenken, damit das Ergebnis wirklich mit der Vorstellung übereinstimmt. Egal ob beim Friseur oder zu Hause: Haarfärbemittel sollten immer erst gemischt werden, nachdem die Haarstruktur analysiert wurde.
Wichtige Faktoren bei der Farbwahl:
Bevor mit dem Mischen der Haarfarbe begonnen wird, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es danach auf Schnelligkeit ankommt. Planen Sie also ausreichend Zeit zum Auftragen der Haarfarbe ein. Wenn eine Alkalie wie Ammoniak mit Wasserstoffperoxid in Kontakt kommt, beginnt sofort ein Oxidationsvorgang. Permanente Farben sind dabei ebenso oxidativ wie demi-permanente Farben. Der Oxidationsvorgang ist jedoch zeitlich begrenzt, weshalb Farben, die einmal gemischt wurden, möglichst schnell verwendet werden müssen.
Der wichtigste Schritt ist die Wahl der richtigen Farbe. "Sollten Sie sich unsicher mit der Basis sein, empfehle ich, eine Farbe zu wählen, die dem hellsten Ton des Haars entspricht", sagt Josh Wood, professioneller Colorist und Gründer von Josh Wood Colour. "Sich die Zeit für eine Beratung zu nehmen, kann helfen, leider werden die Kund:innen in dieser Entscheidung momentan allein gelassen.
Es sind unterschiedliche Haarfärbe-Produkte erhältlich, die sowohl permanente als auch auswaschbare Farben umfassen. "Semi-permanente Haarfarbe verspricht eine gute Deckkraft, ist jedoch weniger verbindlich", sagt Michael Douglas, der britische Botschafter von Clairol. "Der Großteil der Farbe wird sich auswaschen oder über einen Zeitraum von etwa sechs Wochen wieder verblassen. Bei einer permanenten Colorierung muss die Farbe aus dem Haar herauswachsen, sodass bei dieser Variante ein höheres Level an Verbindlichkeit erforderlich ist.
Jedoch verspricht diese Anwendung graues Haar zu 100 Prozent zu überdecken, während der Prozentsatz bei einer Tönung bei etwa 75 Prozent liegt." Wer sein Haar zum ersten Mal färben möchte, sollte eine permanente Colorierung vermeiden und stattdessen auf eine semi-permanete Alternative zurückgreifen, bis der richtige Farbton gefunden ist.
Wer seine Haare lieber dauerhaft selber färben möchte, kann zwischen verschiedenen Haarfärbemittel wählen. Cremes eignen sich wegen der dickflüssigen Konsistenz besonders gut für Neulinge. Das Anmischen und Auftragen gelingt damit leichter, da nichts tropfen oder verlaufen kann. Ähnlich verhalten sich Mousses, die sich wie ein Stylingschaum auftragen lassen. Besonders der Hinterkopf und Nackenbereich lassen sich einfacher mit einem Mousse färben. Einziger Nachteil: Es ist nicht so farbintensiv, wie z.B. eine Lotion.
Lotions dagegen sind flüssige Haarfärbemittel und werden direkt von der Flasche auf das Haar aufgetragen. Auch die “Nutrisse Creme” von Garnier oder die Creme “Wella Professionals Illumina” punkten bei Kundinnen auf ganzer Linie.
Für die perfekte Grauabdeckung empfehlen wir das “SYOSS Oleo Intense Permanente Öl-Coloration”. Die Farbpigmente dringen hier - dank doppelten Öl-Booster - optimal in die Haarschichten ein. Auch sehr beliebt sind die veganen Farben von “Manic Panic”. Die Lotion wird mit einem Pinsel gleichmäßig auf das Haar verteilt und überrascht mit einem farbintensiven Endergebnis. Die Lotion “Goldwell Topchic” bietet ebenfalls eine sehr intensive Farbe mit Leuchtkraft. Dank der sehr cremigen Konsistenz ist diese Lotion auch recht einfach aufzutragen.
Für alle, die sich lieber ein Mousse wünschen, empfehlen wir “Perfect Mousse” von Schwarzkopf.
Zwei Haarfarben, das klingt im ersten Moment eventuell ein bisschen ungewohnt. Doch zwei Farben für die Haare liegen absolut im Trend. Die klassischen Strähnchen, Ombré und Balayage haben es vorgemacht. Der neueste Trend ist weniger subtil und auffälliger. Man sieht es vermehrt auf den Köpfen von Promis und Influencern: Haare färben in zwei Farben ist absolut angesagt.
Auch einer der Lieblingslooks der letzten Jahre setzt sich aus zwei Farben für die Haare zusammen: Ombré ist dabei aber nicht ganz so auffällig. Haare färben in zwei Farben muss also nicht unbedingt nur den Mutigen vorbehalten bleiben.
Deine Haare selber zweifarbig färben, ist gar nicht so kompliziert, wie du dir vielleicht vorstellst. Suche dir zunächst die beiden Farben aus, die du miteinander kombinieren möchtest. Teile dann deine Haare entweder mit einem Mittelscheitel oder horizontal unter dem Deckhaar und färbe erst den einen und dann den anderen Part. Nicht ganz so einfach, jedoch machbar, ist es, den Ombré Look zu Hause zu färben.
Je nachdem, wie extrem die Verwandlung deiner Naturhaarfarbe ist, werden deine Haare beim selber Färben mit zwei Farben mehr oder weniger stark strapaziert. Die zwei Farben deiner Haare möchtest du sicherlich lange genießen. Verwende deshalb bestenfalls eine Color-Linie zur Pflege, damit deine neue Haarfarbe strahlt und dir lange erhalten bleibt.
Haare färben im Ombré Look. Dabei entsteht ein Verlauf von dunklem Deckhaar zu hellen Spitzen. Der ultimative Beachlook, der echtes Urlaubsfeeling verspricht und dazu noch richtig elegant aussieht. Das professionelle Ombré Haare färben übernimmt in der Regel der Friseur. Jedoch kannst Du mit den richtigen Tipps Ombré auch zu Hause selbst färben. Und das ist gar nicht so kompliziert, wie Du vielleicht denkst. Nachfolgend verraten wir Dir alles, was Du zum Haare färben Ombré wissen musst, wie Du Schritt für Schritt Ombré selbst färbst und was eigentlich der Unterschied von Ombré und Balayage ist.
Ombré selbst färben - in nur 4 einfachen Schritten
Der Vorteile von Ombré ist, dass Du es seltener nachfärben musst, da die Farbe nicht ab dem Ansatz beginnt. Dennoch verträgt auch Ombré hin und wieder eine Auffrischung. Dazu musst Du nicht unbedingt zum Friseur. Ombré Haare färben bzw. nachfärben klappt auch zu Hause. Alles, was Du brauchst, ist eine Paddle Brush und die richtige Blondierung. Lass Dir bei der Wahl der Farbe ruhig mehr Zeit. Schließlich soll am Ende des Haare färbens auch der typische Ombré-Verlauf zu Dir passen. Orientiere Dich dazu an Deiner Naturhaarfarbe. Hast Du dunkelblonde Haar, greife auf ein helles Blond zurück. Bei braunen Haaren macht sich Ombré in karamelligen Nuancen oder Kupfertönen besonders gut. Eine Entscheidungsgrundlage bietet Dir der Vergleich der Ausgangsfarbe, die auf der Verpackungsrückseite der meisten Färbemittel zu finden ist.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ombré-Haare
Balayage vs. Ombré - was ist der Unterschied?
Vielleicht hast Du Dir auch schon die Frage gestellt, was eigentlich der Unterschied von Ombré und Balayage ist. Schließlich wirken beide Frisuren recht gleich. Doch tatsächlich sind es zwei verschiedene Farbtechniken. Ombré kommt aus dem französischen und wird mit „Schatten“ übersetzt. Bei der Färbetechnik verläuft der dunkle Ansatz ab Kinnhöhe bis in die komplett durchgefärbten, etwa drei bis vier Nuancen helleren Spitzen. Der Farbunterschied ist sehr deutlich zu erkennen. Beim Ombré Haare färben werden die Strähnen in Folie gewickelt.
Balayage zeigt sich durch einen mehr fließenden Farbverlauf vom dunkleren Ansatz über die Haarlängen immer heller werdend bis in Spitzen. Der harmonische Farbkontrast bei Balayage beginnt im Unterschied zu Ombré bereits nur minimal tiefer als der Haaransatz oder ab Ohren. Zudem werden sie „per Hand“ ins Haar gepinselt, was im Ergebnis für natürliche Übergänge sorgt.
Vor dem Haare selber färben ist es wichtig, dass die Haare trocken und nicht gewaschen oder gestylt sind. Die Haare sollten einige Tage vor dem Vorgang mit einer Pflegekur verwöhnt werden, damit die Farbe gleichmäßig angenommen wird. Außerdem können Sie Gesichtskonturen und Ohren mit einer Fettcreme einreiben, um das Färben der Haut zu vermeiden.
Wer heller werden will, beginnt am besten im Nackenbereich und Hinterkopf, da dieser Bereich immer etwas dunkler als das Deckhaar ist. Wer dunkler werden möchte, sollte darauf achten, dass die Haare, die das Gesicht umranden, als Letztes gefärbt werden. Da das feine Haar die Farbe sehr schnell aufnimmt und das Endergebnis sonst zu dunklen wirken kann. Teilen Sie mit einem Stielkamm die Haare ab und arbeiten Sie die Farbe immer vom Ansatz in die Spitzen ein.
Das brauchen Sie zum Haare färben
Klar, das Wichtigste ist die Coloration. Darüber hinaus benötigen Sie Handschuhe - meistens sind diese in der Packung enthalten. Ein altes Handtuch oder T-Shirt schützt vor unschönen Flecken auf der Kleidung. Außerdem benötigen Sie einen Stielkamm aus Kunststoff und ggf. Haarklammern und Wattepads.
Je länger die Haare, desto schwieriger kann das Färben sein. Bei besonders langen und dicken Haaren sollten Sie mindestens zwei Packungen der Coloration parat haben. Zu wenig Haarfärbemittel lässt das Endergebnis sonst fleckig wirken. Außerdem ist es wichtig, zügig zu arbeiten, damit die Farbe nicht zu lange auf den Haaren bleibt.
Den Hinterkopf selbst zu färben ist manchmal eine große Herausforderung. Um den Vorgang zu erleichtern, trennen Sie die hinteren Haare in vier gleich große Bereiche. Nun nehmen Sie sich Strähne für Strähne vor. Halten Sie während des Färbens die Strähne dabei senkrecht vom Kopf weg. Die Farbe wird von oben nach unten aufgetragen. Kleiner Tipp: Mit einem Mousse lässt sich der Hinterkopf am einfachsten färben.
Die richtige Pflege ist nach dem Färben das A und O. Das strapazierte Haar benötigt jetzt viel Feuchtigkeit in Form von Shampoo, Conditioner und einer Pflegekur für coloriertes Haar. Besonders beim Blondierungsprozess wird dem Haar sehr viel Feuchtigkeit entzogen. Eine intensive Pflegebehandlung ist hier also essenziell.
Verblassten Farben mit der richtigen Pflege Intensität verleihen
Das Haar hat an Farbkraft verloren? Eine Dosis Feuchtigkeit kann eine Vielzahl stumpfer Spuren wieder erstrahlen lassen - zudem gab es selten einen besseren Moment für eine Haarmaske als während der Isolation. "Diese langen Tage der Ausgangssperre sind der ideale Zeitpunkt, um die Haare mit einer Leave-in-Maske zu behandeln, für die gewöhnlich keine Zeit ist - meist ist der größte Schaden sonst bereits geschehen und es ist zu spät", sagt Clarke.
"Es ist wichtig, gute Shampoos, Spülungen und Mittel zu benutzen, um das Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen und es geschmeidig werden zu lassen, damit die Farben länger halten", sagt Clarke, die das "Smooth Shampoo" von Virtue empfiehlt. Shampoos, die Farbpigmente an das Haar abgeben, können zudem helfen, Farben zu erhalten. Brünette werden Redkens "Brownlights Shampoo" lieben, um ihrer Farbe einen intensiven und gesunden Ton zu verleihen, während Blondinen auf das "Pearlescent Shampoo" von Bleach London setzen sollten, um roten Schimmer oder gelbe Flecken zu neutralisieren und dem Haar gleichzeitig einen schimmernden Glanz zu schenken.
Zudem kann ein glänzendes Finish die Farben zusätzlich erstrahlen lassen. Die Empfehlung: Bumble & Bumbles "Color Gloss" oder die "Shade Variation Care"-Haarmasken von Christophe Robin. Ein weiterer einfacher Ratschlag für lang anhaltende Farben, die nicht verblassen, laut Alex Brownsell, Mitgründer und Creative Director von Bleach London: "Das Haar mit kaltem Wasser waschen."
Wer eine Aversion gegenüber überdauernden Farben besitzt und diesen Schritt nicht gehen möchte, kann auf eine Reihe verschiedener Haar-Make-ups zurückgreifen, die im Handel erhältlich sind. Sie bedecken den Ansatz nahtlos", sagt Nicola Clarke, Farbspezialistin bei John Frieda. Puder oder Sprays für den Ansatz wirken wie Concealer fürs Haar, helfen die Farbe zu intensivieren und somit einen nachwachsenden Ansatz zu verbergen.
tags: #haare #selber #farben #2 #farben #anleitung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.