Schuppen und Haarausfall: Ursachen und Behandlung

Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Sie können nicht nur ein kosmetisches Problem darstellen, sondern auch zu Juckreiz und in manchen Fällen zu Haarausfall führen. Es ist wichtig, die Ursachen von Schuppen zu verstehen und geeignete Behandlungen zu finden, um diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Schätzungen zufolge sind rund zwei Prozent der Bevölkerung von der Schuppenflechte betroffen, also etwa über 1,5 Millionen Menschen. Bei etwa 50 bis 80 Prozent der Patientinnen und Patienten betrifft die Psoriasis auch die Kopfhaut (Psoriasis capitis, übersetzt: Kopfhautpsoriasis). Im Englischen heißt die Erkrankung Scalp psoriasis - inzwischen wird der Begriff auch hier öfter genutzt.

Ursachen von Schuppen

Die Ursachen für Schuppen können vielfältig sein. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Kopfhaut-Schuppen, die unterschiedliche Ursachen haben:

  1. Trockene Schuppen: Diese entstehen überwiegend durch trockene Kopfhaut, Heizungsluft im Winter, austrocknende Shampoos und Pflegemittel, Föhnen oder heißes, trockenes Klima.
  2. Fettige Schuppen: Durch eine erhöhte Talgproduktion entstehen gelbe, fettige Schuppen. Diese sind meist größer als trockene Schuppen und fühlen sich ölig an.

Als Hauptursache für Psoriasis gilt eine genetische Veranlagung. Zu Grunde liegt aber eine Autoimmunerkrankung, die zu Entzündungen der Haut führt und die Erneuerung der Hautzellen um das etwa Zehnfache beschleunigt.

Auch Nikotin und übermäßiger Alkoholkonsum können einen Schub auslösen oder befördern. Außerdem kann eine Belastung der Haut, zum Beispiel durch häufiges heißes Duschen oder Sonnenbrand, einen Schub bewirken.

Weitere Ursachen können sein:

  • Hormonschwankungen
  • Falsche Haarpflege
  • Ungünstiges Klima
  • Erbliche Veranlagung
  • Stress

In manchen Fällen können auch Erkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis oder seborrhoisches Ekzem die Ursache für Schuppen sein.

Schuppen und Haarausfall

Schuppen tragen tatsächlich nachweislich zu einem erhöhten Haarausfall bei. Dies könnte direkt durch das verstärkte Vorkommen von Hefepilzen der Gattung Malassezia verursacht werden. Schuppen und Haarausfall können also zwei zusammenhängende Erscheinungen sein, denn Schuppen können den Zustand des Haares und seine Gesundheit beeinträchtigen.

Grundproblem bei Kopfhautpsoriasis: Weil sich die Haut durch die Schuppenflechte verdickt, kann das Haar beim Wachsen die Plaques oft nicht mehr durchbrechen und es wird verdrängt. Nur in schweren Fällen kommt es aber zu klassischem Haarausfall.

WICHTIGE ERKENNTNIS: Schuppen führen nicht zu dauerhaftem Haarausfall, aber schweres und konstantes Jucken kann die Kopfhautumgebung stören, was sich wiederum auf das gesunde Haarwachstum auswirkt.

Welche Art von Schuppen verursacht Haarausfall?

  • Pilzartige Schuppen: Diese werden in der Regel durch eine Pilzinfektion wie Ringelflechte oder eine Überwucherung des Hefepilzes Malassezia verursacht.
  • Chronische Schuppen: Manchmal können Schuppen durch eine chronische Erkrankung wie seborrhoische Dermatitis verursacht werden.
  • Feuchte Schuppen: Nasse Schuppen sind eine Art von Kopfhauterkrankung, die durch Ölablagerungen auf der Kopfhaut entsteht.
  • Exzessive Schuppenbildung: Ein schwerer Fall von Schuppen führt dazu, dass sich unsere Kopfhaut rau und verkrustet anfühlt.

Symptome bei entzündeter Kopfhaut

Wird der Haarausfall durch eine entzündliche Erkrankung verursacht, können die Anzeichen recht unterschiedlich sein. Oft ist nicht nur der Kopf, sondern auch die Haut in anderen Körperbereichen betroffen. Manche Krankheiten schreiten über Jahre zunächst unbemerkt voran, andere brechen innerhalb kurzer Zeit heftig aus.

Die Gemeinsamkeit von entzündlichen Vorgängen an der Haut am Kopf: Die Haarwurzeln werden ebenfalls angegriffen. Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen Haarfollikel und Haarwurzelzellen.

Ebenfalls kann ein aggressives Shampoo die Kopfhaut austrocknen und entfetten. Es sollte stets darauf geachtet werden, ein schonendes Shampoo für die regelmäßige Haarpflege zu verwenden.

Behandlung von Schuppen und Haarausfall

Schuppenflechte ist zwar nicht heilbar, aber generell gut behandelbar. Es gibt bei Psoriasis am Kopf allerdings ein Grundproblem: Die Haare auf der Kopfhaut erschweren den direkten Zugang zur betroffenen Haut und können beim Auftragen von Tinkturen, Schäumen oder Shampoos leiden.

Die Auswahl eines wirksamen Shampoos gegen Schuppen und Haarausfall muss auf der spezifischen Art der Schuppen basieren, die durch ihre Beschaffenheit identifiziert werden kann. Dies ist entscheidend, da die Behandlung auf die individuellen Bedürfnisse der Kopfhaut abgestimmt sein sollte.

Mit der Einführung einer wirksamen Behandlung können Sie sicher sein, dass die Ursachen der Schuppen bekämpft werden und Sie die Schuppen leichter loswerden können.

Die Behandlung von Haarausfall hängt in der Regel von der Art und dem Schweregrad der Schuppen ab. Einige allgemeine Tipps zur Vorbeugung von schuppenbedingtem Haarausfall lauten wie folgt:

  • Befeuchte deine Kopfhaut und halte sie sauber, indem du dein Haar regelmäßig wäschst.
  • Versuche Stress zu reduzieren.
  • Stelle sicher, dass du alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe für dein Haar durch eine ausgewogene Ernährung erhälst.
  • Vermeide scharfe Chemikalien und Haarprodukte, die Reizungen verursachen können (z. B. bestimmte Haarfarben oder Bleichmittel).
  • Vermeide enge Frisuren, die an deinem Haar ziehen.
  • Etwas Sonnenlicht einfangen

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, denn diese können Ihnen helfen und die für Sie am besten geeignete Behandlung bestimmen.

Behandlungsmethoden für verschiedene Arten von Schuppen:

  1. Trockene Schuppen: Verwenden Sie milde, feuchtigkeitsspendende Shampoos und vermeiden Sie aggressive Produkte. Olivenöl oder Teebaumöl können sanft in die Kopfhaut einmassiert werden.
  2. Fettige Schuppen: Verwenden Sie spezielle Anti-Schuppen-Shampoos, die die Kopfhaut entfetten. Die Haare dreimal wöchentlich mit dem Anti-Schuppen-Shampoo waschen und das Shampoo jeweils einige Minuten einwirken lassen, bevor es gründlich ausgespült wird.

Schuppen & juckende Kopfhaut: Lösung gesucht | Was können Shampoo, Waschen, Ernährung & Hausmittel?

Für eine schonendere chemische oder auch physikalische Abschürfung können Betroffene auch kosmetische Produkte anwenden.

Zur Weiterbehandlung der Kopfhautpsoriasis werden dann spezielle Schäume und Shampoos verwendet die ebenfalls Salicylsäure oder Harnstoff (Urea) enthalten - oft in Kombination mit Zink oder Schwefel. Sie enthalten meist zudem Bestandteile, die die Feuchtigkeit in der Haut halten.

Deshalb rät Expertin Dr. Seda Yayla-Bozdağ Betroffenen zu einem Lichtkamm. Die UV-Strahlung aus dem Lichtkamm bremst die viel zu schnelle Zellteilung der Haut und beruhigt die roten Entzündungsherde.

UV-Licht kann aber das Risiko für Hautkrebs erhöhen, deshalb sollte die Bestrahlungszeit kontrolliert erfolgen.

Hausmittel gegen Schuppen

Einige einfache Hausmittel können ebenfalls helfen, Schuppen zu reduzieren:

  • Olivenöl: Einige Tropfen Olivenöl, die vor dem Schlafengehen sanft in die Kopfhaut einmassiert werden, können Wunder wirken.
  • Babyshampoos: Babyshampoos und andere milde Haarwaschmittel beruhigen die Kopfhaut und schützen vor erneuter Schuppenbildung.

Tabelle: Übersicht über Schuppenarten, Ursachen und Behandlungen

Schuppenart Ursachen Behandlung
Trockene Schuppen Trockene Kopfhaut, aggressive Shampoos, Heizungsluft Milde Shampoos, Olivenöl, Feuchtigkeitspflege
Fettige Schuppen Erhöhte Talgproduktion, Hefepilze Anti-Schuppen-Shampoos, medizinische Shampoos
Pilzartige Schuppen Pilzinfektionen (z.B. Ringelflechte, Malassezia) Antimykotische Shampoos, medizinische Behandlung

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

In folgenden Fällen ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Ein Hautarzt kann die Ursache der Schuppen diagnostizieren und eine geeignete Therapie vorschlagen.

Vorbeugung von Schuppen

Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:

  • Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu heiß zu waschen oder zu föhnen. Das strapaziert die Kopfhaut und trocknet sie aus.
  • Überlegen Sie genau, welche Haarpflegeprodukte Sie tatsächlich benötigen. Haargel und -schaum verschließen beispielsweise die Kopfhaut - was förderlich für eine Schuppenbildung ist.
  • In der kalten Jahreszeit sollten Sie die Räume, in denen Sie sich häufig aufhalten, regelmäßig lüften oder befeuchten. So vermeiden Sie Schuppen im Winter.

tags: #schuppen #haarausfall #ursachen #und #behandlung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen