Zu überdimensioniert kann das Gesamtbild des Außenbereichs empfindlich stören. Planen und bauen Sie hingegen zu klein, stört das nicht nur optisch, es ist auch Platzverschwendung, weil an selber Stelle mehr Stauraum hätte geschaffen werden können. In unserer Skizze finden Sie exemplarische Maße. Passen Sie diese Ihren Bedürfnissen entsprechend an.
Die statische Bemessung der Holzquerschnitte ist bei den Sparren sehr wichtig. Diese müssen nämlich die (optionale) Dachbegrünung und auch das darin gespeicherte Wasser ohne wesentliche Durchbiegung tragen. Das gilt übrigens auch für die Sparren der Veranda.
Sie erleichtern sich außerdem die Arbeit, wenn Sie Fenster- und Türelemente im Baumarkt nach Maß anfertigen lassen. Alternativ können Sie diese Arbeit auch selbst vornehmen. Das spart Kosten, ist allerdings auch aufwändiger.
Voraussetzung für die vorgesehene Nutzung des Gartenhauses als Wohnraum ist eine funktionierende Dämmung. Wichtig ist es hier, dass diese Dämmung inklusive einer Dampfsperrfolie* das Haus lückenlos umhüllt. Im Bodenbereich, wo die Dämmung zwischen den Balken liegt, verwenden Sie nicht die sonst übliche Mineralwolle, sondern eine sogenannte Perimeterdämmung*. Diese wird grundsätzlich bei allen erdberührenden Bauteilen verwendet. Sie muss vor allem wasser- und druckfest sein, deshalb kommen hier nur geschlossenporige Schaumplatten zum Einsatz.
Bei einem solchen Projekt sind die Mengen an benötigtem Material gewaltig. Unser Tipp: Nehmen Sie sich einen Tag Zeit, um das Holz nach den Gewerken und deren zeitlichem Ablauf zu sortieren und gut zu lagern. Dann geht der Rest leichter von der Hand.
Achtung: Je größer Ihr Gartenhaus werden soll, desto mehr Zeit nimmt der Bau in Anspruch - teilweise mehrere Tage. Stellen Sie unbedingt sicher, dass alle Baumaterialien sicher und insbesondere trocken gelagert werden.
Holz: Balken, Kanthölzer, Bohlen, Bretter, Latten und Leisten - für unser Gartenhaus ist alles dabei. Wir entschieden uns für das Lärchenholz, das auch ungestrichen eine gute Wetterresistenz aufweist. Für die maßhaltigen Bauteile wie die Bodenbalken verwendeten wir Leimholz.
Dämmung: Mineralwolle, Perimeterdämmung und die zugehörigen Dampffolien - am besten ist es, wenn alle Dämmprodukte aus einer Hand stammen. Nur dann wird es ein funktionierendes Ganzes.
Estrichbeton: Um uns die Arbeit mit der Mischmaschine zu sparen, kommt bei uns der Beton für die Fundamente aus der Tüte zum Einsatz. Einfach anmischen, einfüllen - fertig.
Wie lange man für den Bau des Gartenhauses benötigt, hängt vor allem von der Größe ab. Während Schritt eins bis drei (Fundament und Boden, Wände und Dach) bei jedem Gartenhaus jedweder Dimension erforderlich sind, sind die Dachbegrünung, eine Veranda, eine Wandverkleidung sowie der Innenausbau (Schritt vier bis sieben) optional.
Diese Bauanleitung zeigt die Entstehung einer Gartenhütte in einem ungewöhnlichen Baustil. Einige Elemente sind dem mexikanischen Pueblo Bau entlehnt. Insgesamt wirkt die Bauform aber eher mediteran und passt gut in einen entsprechend eingerichteten Garten. Der Grundkörper ist aus Holz. Die Trägerbalken (7x7cm) liegen im Abstand von 50 cm auf einem Streifenfundament aus 20cm hohem Beton. Auf die Balken werden OSB-Platten geschraubt. Für das Ständergerüst reichen 7x4cm Balken. Als Tür wurde einen fertige „Nebeneigangstür“ verwendet.
Der erste Bauabschnitt unseres Gartenhauses: Fundament und Boden. Die Basis muss stimmen. Deshalb gilt es, sauber zu arbeiten.
Du wünscht Dir ein sicher stehendes Gerätehaus, das Dir langfristig erhalten bleibt? Um das zu erreichen, solltest Du ein wenig Zeit in die Planung investieren. Du musst ausmessen, wie viel Platz in Deinem Garten für den Geräteschuppen zur Verfügung steht und wie groß das Gerätehaus maximal sein darf. Das Fundament verhindert das Absacken des Bodens und das Wegkippen des Geräteschuppens.
Für eine Ableitung der Kräfte über die Außenwände eignet sich ein Streifenfundament hervorragend. Das Fundament sollte dabei genau den Umrissen des Hauses entsprechen. Hebe für Dein Streifenfundament eine Grube mit einer Tiefe von 80 cm und einer Breite von 30 cm aus. Fülle die Grube mit Beton. Die Oberfläche muss am Ende unbedingt eben sein, damit das Fundament seine Aufgabe erfüllen kann. Die Pfostenanker bringst Du in den noch flüssigen Beton ein. Das Aushärten benötigt zwei bis drei Tage.
Ehe du mit dem Bau deines eigentlichen Gartenhauses beginnen kannst, brauchst du ein tragfähiges Fundament. Dafür markierst du zunächst mithilfe deiner Pflöcke und Schnur den Grundriss deines Gartenhauses. Hebe nun etwa 10 cm Boden aus. Fülle die ausgekofferte Fläche mit etwa 10 cm Sand und ziehe ihn glatt. Jetzt bringst du die PE-Folie auf deinen Sand auf und kannst den Beton aufgießen. Der Beton sollte sich in mindestens erdfeuchtem Zustand befinden. Schichte ihn etwa 20 cm auf, ziehe ihn entsprechend deiner Richtschnur mit einer Latte oder dem Betonabzieher glatt und lasse ihn den Herstelleranweisungen entsprechend trocknen.
Die OSB-Platten werden zunächst auf die Dachsparren gelegt und verschraubt. Anschliessend stellt man die Seitenwände auf. Richtfest! Zwar sind die Arbeiten noch nicht ganz beendet, aber manchmal muss man Prioritäten setzten. Die Seitenschräge lässt sich besser nachträglich zusägen, als wenn man jede Platte einzeln anpasst.
Der Gerätehaus selbst ist eine Holzpfosten-Konstruktion mit Verkleidung aus Fichtenbrettern. Die Pfosten sollten mit einem Abstand von 60 bis 80 cm zueinander im Garten aufgestellt werden. Die Planung muss berücksichtigen, dass die Tür später zwischen zwei Pfosten steht. Fertige eine Zeichnung des vollendeten Hauses an und leite daraus den Material-Bedarf für das Gartenhaus ab.
Schneide die Pfosten in der benötigten Höhe für Dein Gerätehaus zu. Bereits jetzt solltest Du das Holz mit einer Schutzlasur behandeln. Die senkrechten Pfosten werden auf einer Höhe von 60 cm angebracht, am oberen Ende setzt Du innen waagerechte Kanthölzer. Die Querverbindungen werden mit Winkelverbindern mit den senkrechten Pfosten verbunden.
Verschraube die OBS-Platten mit deinen Eck- und Türpfosten. Bedenke, dass sie idealerweise über die Querbalken vom Dach hinausgehen und du kleine Aussparungen für die Dachlatten aussägen musst. Zeichne die Maße für etwaige Fenster und die Tür ein.
Als Beplankung kommen OSB-Platten zum Einsatz, deren ausgerichtete Grobspäne ("oriented strand board", Platte mit ausgerichteten Spänen) sie vor allem in Plattenebene wesentlich belastbarer und stabiler macht als Spanplatten. Außerdem sind OSB-Platten wasserfest und weisen einen geringen Anteil unbedenklichen Leims auf.
Die Kanthölzer mit 6 x 4 cm dienen dem Auflegen der Dachsparren. Verteile die Dachsparren unbedingt gleichmäßig über die Fläche des Dachs hinweg.
Auf die zwei Querbalken legst du deine Dachlatten auf und verschraubst sie mit den Querbalken.
Schraube deine Wellplatten auf die Dachlatten und achte darauf, dass keine Lücken entstehen. Wellplatten aus PVC haben den Vorteil, dass dein Gartenhaus viel Licht im Inneren bekommt.
Die Dachbegrünung des Gartenhauses ist echte Schichtarbeit und bedarf Erfahrung.
Ob man nun tatsächlich eine Veranda benötigt, ist Geschmackssache und hängt von der Größe sowie dem vorgsehenen Verwendungszweck des Gartenhauses ab.
Soll das Gartenhaus nicht nur funktional, sondern auch schön sein, sollten Sie die Wände verkleiden, denn die nackten OSB-Platten der Wände sind zwar technisch nicht zu top, aber meist nicht sonderlich schmückend.
Jetzt folgt die Beplankung mit 6 cm Perimeterplatten. Die Styroporplatten schneidet man am einfachsten mit der Stichsäge zu. Die Perimeterplatten werden freistehend als Sichtschutzwand weitergeführt. Sie stehen in einer Rinne, die anschliessend mit Beton angefüllt wird. Man sollte genügend Abstand zwischen dem Holzrahmen und dem Bogengitter lassen. Dann kann man deas Gitterelement bequem lotrecht ausrichten. Eine ausreichende Standfestigkeit wird durch den bogenförmigen Verlauf der Wand erreicht. Eine gerade Wand wäre zu instabil. Die Beschichtung mit Armierungsgewebe und eingefärbten Klebe-und Gewebespachtel erhöht die Festigkeit enorm.
Vor dem letzten Schritt wird die Verkleidung angebracht. Für die Wände eignen sich Bretter aus nordischem Fichtenholz mit einer Stärke von 1,5 cm. Die Breite sollte etwa 12,5 cm betragen, die Verbindung erfolgt über Nut und Feder. Wähle die Länge der Bretter so, dass diese der Länge bzw. der Breite des Gerätehauses entspricht. Auf der Höhe der Tür baust Du für die Wände kürzere Bretter ein. Auch diese Bretter müssen allesamt mit Holzschutz behandelt werden. Dann steckst Du die Bretter entlang der Pfosten ineinander und schraubst diese am Haus fest.
Wenn Sie lediglich den Rasenmäher und andere Gartengeräte in Ihrem Gartenhaus verstauen möchten, können Sie diesen Schritt getrost überspringen.
Die "Minifinca" ist fertig und bietet genügend Platz für den Kühlschrank und die Gartenmöbel. Durch die Styroporplatten ist die Hütte auch im Winter gut isoliert. Der kleine Innenhof ist der neue Lieblingssitzplatz geworden. Alle Aussenwände wurden mit eingefärbtem Topcoat übergestrichen. Das Aufwerfen von Feinsand erzeugte eine wolkige Struktur. Mediterane Pfannen bilden den Firstabschluss.
An sich bist du jetzt fertig. Allerdings kannst du dein Gartenhaus natürlich noch optisch deinem Garten anpassen, indem du die OBS-Platten farbig lackierst. Auch kannst du kleine Fensterrahmen anbringen und ggf.
Egal, wofür Sie Ihr Gartenhaus nutzen möchten, wir wünschen viel Spaß beim selber bauen.
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Artikel aktualisiert am 02.04.2025
tags: #schuppen #aus #osb #platten #bauen #anleitung
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