Ein Geräteschuppen bringt Ordnung in den Garten. Überschüssige Blumenerde, leere Pflanzenkübel und andere Utensilien brauchen ihren Platz. Eine beliebte Lösung zur Aufbewahrung von Gartenutensilien ist ein Schuppen. Mit etwas Geschick und Know-how lässt sich ein geräumiger Holzschuppen selber bauen, den Sie an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen können.
Hinzu kommt: Für die einwandfreie Funktionalität von Gartengeräten wie Rasenmähern, Freischneidern oder Heckenscheren ist ein trockener Ablageort wichtig, denn er schützt sie vor Kälte, Feuchtigkeit und Schmutz.
Doch wo fangen Sie an? Welcher Standort ist dafür am besten geeignet und ist eine Baugenehmigung erforderlich? Die nachfolgende Bauanleitung für Ihren Geräteschuppen können Sie bei uns auch im PDF-Format herunterladen und ausdrucken - inkl. Liegen alle Baumaterialien bereit, kann es losgehen. Geschafft! Ihr selbstgebauter Geräteschuppen ist bereit zum Einrichten.
Mein Grundstück, meine Regeln? Das stimmt so nicht ganz. Auch für die Bebauung privater Grundstücke gelten baurechtliche Vorschriften. Demnach kann auch ein Geräteschuppen aus Holz einer Baugenehmigung unterliegen. Diese Vorschriften unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.
Um einen Geräteschuppen ohne Baugenehmigung bauen zu dürfen, darf dieser nur zur Unterstellung von Gartengeräten genutzt werden. Der Geräteschuppen sollte nur innerhalb der erlaubten Baugrenzen stehen. Wird der Geräteschuppen an einer Grundstücksgrenze errichtet, sind ebenfalls weitere Bedingungen einzuhalten.
Um Streit mit den angrenzenden Nachbarn zu vermeiden, besprechen Sie mit ihnen die bevorstehenden Baumaßnahmen. Sobald die rechtlichen Voraussetzungen geklärt sind, können Sie mit der Vorbereitung für den Bau Ihres Geräteschuppens beginnen.
Suchen Sie für den Geräteschuppen einen Standort aus, der mit einer Schubkarre oder großen Geräten leicht zugänglich ist. Wählen Sie am besten eine ebene Grundfläche mit einem Boden, der nicht zu feucht oder matschig ist. Nadelhölzer wie Douglasie, Fichte oder Lärche eignen sich hervorragend, um einen Gartenschuppen selbst zu bauen. Lassen Sie feuchtes Bauholz vollständig liegend trocknen, bevor Sie damit den Geräteschuppen selber bauen.
Du wünscht Dir ein sicher stehendes Gerätehaus, das Dir langfristig erhalten bleibt? Um das zu erreichen, solltest Du ein wenig Zeit in die Planung investieren. Das Fundament verhindert das Absacken des Bodens und das Wegkippen des Geräteschuppens.
Für eine Ableitung der Kräfte über die Außenwände eignet sich ein Streifenfundament hervorragend. Das Fundament sollte dabei genau den Umrissen des Hauses entsprechen. Hebe für Dein Streifenfundament eine Grube mit einer Tiefe von 80 cm und einer Breite von 30 cm aus. Fülle die Grube mit Beton. Die Oberfläche muss am Ende unbedingt eben sein, damit das Fundament seine Aufgabe erfüllen kann. Die Pfostenanker bringst Du in den noch flüssigen Beton ein. Das Aushärten benötigt zwei bis drei Tage.
Wir machen folgende Fundamentvorschläge:
Abstand von max. 50-60 cm gestützt sind. Lassen Sie sich ggf. Fachmann beraten bzw.
Schneide die Pfosten in der benötigten Höhe für Dein Gerätehaus zu. Bereits jetzt solltest Du das Holz mit einer Schutzlasur behandeln. Die senkrechten Pfosten werden auf einer Höhe von 60 cm angebracht, am oberen Ende setzt Du innen waagerechte Kanthölzer. Die Querverbindungen werden mit Winkelverbindern mit den senkrechten Pfosten verbunden. Die Kanthölzer mit einer Stärke von 10 x 10 cm schraubst Du auf die vorderen Querbalken. Die Kanthölzer mit 6 x 4 cm dienen dem Auflegen der Dachsparren.
Verteile die Dachsparren unbedingt gleichmäßig über die Fläche des Dachs hinweg. Vor dem letzten Schritt wird die Verkleidung angebracht. Für die Wände eignen sich Bretter aus nordischem Fichtenholz mit einer Stärke von 1,5 cm. Die Breite sollte etwa 12,5 cm betragen, die Verbindung erfolgt über Nut und Feder. Wähle die Länge der Bretter so, dass diese der Länge bzw. der Breite des Gerätehauses entspricht. Auf der Höhe der Tür baust Du für die Wände kürzere Bretter ein. Auch diese Bretter müssen allesamt mit Holzschutz behandelt werden.
Dann steckst Du die Bretter entlang der Pfosten ineinander und schraubst diese am Haus fest. Nun wird als letzter Schritt die Tür eingesetzt. Hier gilt es wieder, alle Holz-Teile vor dem Verbauen mit Holzschutzlasur zu behandeln. Steck dann die Bretter in der gewünschten Höhe für die Tür zusammen. Du kannst auf der Rückseite ein Brett diagonal aufschrauben, um die Stabilität zu erhöhen. Vorne baust Du einen Rahmen aus Leisten, die Sägekanten sollten nicht mehr erkennbar sein.
Setz einen Riegel mit dazugehöriger Öse und ein Vorhängeschloss ein, damit Du das Gerätehaus sicher verschließen kannst.
Im Folgenden finden Sie eine allgemeine Aufbauanleitung als Video.
Ein Geräteschuppen im Garten bietet dir Stauraum für Gartengeräte, Gartenmöbel oder Gartendekoration. Damit im Geräteschuppen jederzeit Ordnung herrscht und es nicht zu einem chaotischen Durcheinander kommt, teilst du den Innenraum am besten in Kategorien ein. Lege fest, wo Platz für Gartengeräte, Spielsachen oder Außendekoration ist. Mit Regalen schaffst du eine sinnvolle Einteilung und nutzt den Platz in die Höhe optimal aus. Durchsichtige Aufbewahrungsboxen, die du beschriftest, erleichtern dir das Sortieren von Kleinteilen. An einer Werkzeugwand oder in einem Werkzeugkasten findet dein Werkzeug am besten Platz.
Mehr Ideen, wie du Werkzeug und Gartengeräte im Garten organisierst, findest du in unserem Ratgeber.
Ob du eine Baugenehmigung für deinen Geräteschuppen benötigst, hängt von der Größe und dem Standort ab. Von Bundesland zu Bundesland unterscheiden sich die Vorgaben allerdings. Informiere dich vor der Planung und dem Bau deines Geräteschuppens oder Gartenhauses über die Gesetze in deinem Bundesland.
Auch bezüglich des Abstandes zur Grundstücksgrenze gibt es festgelegte Vorschriften. Die Bundesländer geben hier ebenfalls unterschiedliche Mindestanforderungen vor. Je nach Nutzung beziehungsweise Ausstattung ist es in Ausnahmefällen möglich, ein Gerätehaus direkt an der Grundstücksgrenze zu errichten. Hierbei gilt es, die nötigen Vorkehrungen zum Brandschutz zu treffen. Andernfalls kannst du in der Regel mit einem Mindestabstand von 3 m zum Nachbargrundstück rechnen.
In der folgenden Anleitung erfährst du Schritt für Schritt, wie du einen Schuppen in der Größe 2,5 m × 1,7 m × 2,2 m (Länge × Breite × Höhe) selber baust. Bevor du damit beginnst, deinen Geräteschuppen aufzubauen, benötigst du ein solides Fundament. In der Regel reicht ein Punktfundament aus, bei dem das Gartenhaus von einer Schotterschicht mit einzelnen Betonplatten getragen wird. Alternativ und je nach Gegebenheiten des Gartens kannst du das Fundament auch aus Beton gießen.
Das benötigst du für dein Projekt:
Wenn du einen Geräteschuppen nicht komplett selbst bauen möchtest, kannst du auch einen Bausatz mit Bauanleitung verwenden. Ein Bausatz enthält alle Einzelteile für das Gerätehaus, welches du anschließend selbst aufbaust. Darin erfährst du, wie der optimale Untergrund für das Gartenhaus aussieht, in welcher Reihenfolge du die einzelnen Teile zusammenbaust und welche Werkzeuge du dafür benötigst. Da das aufgestellte Gartenhaus nicht mit Einschlaghülsen im Boden verankert ist, ist es außerdem wichtig, dass du es am Boden fixierst. Am besten funktioniert das mit Schrauben und Dübeln, wenn dein Gartenhaus auf einem Plattenfundament steht.
Für die Aufbewahrung Deiner wertvollen Gartengeräte benötigst Du ein passendes Gerätehaus oder Gartenhaus als Alternative zum Geräteschrank. Das Gerätehaus erfüllt aber noch viele andere nützliche Zwecke und kann zum Beispiel als Fahrradunterstand dienen.
Berechnen Sie zuerst die benötigte Menge an Holz, je nach der gewünschten Größe. Denken Sie neben den Holzbalken und -brettern für das Gerüst und die Verkleidung auch an Kleinmaterial wie Schrauben und Dübel. Holz kann schwer und sperrig sein. Wenn Sie nicht gerade einen Lieferwagen besitzen, sollten Sie darüber nachdenken, sich die Baumaterialien nach Hause liefern zu lassen.
Möchten Sie ein Gartenhaus selber bauen, benötigen Sie dafür spezielle Werkzeuge wie eine Handkreissäge oder eine Stichsäge. Nicht alle Heimwerker haben diese Geräte zu Hause. In diesem Fall lohnt sich eine Anfrage beim BAUHAUS-Leihservice. Dort können Sie benötigtes Werkzeug kostengünstig ausleihen.
Werkzeugliste:
Ihr Gartenhaus-Fundament steht inzwischen.
Unser Tipp: Nutzen Sie unbedingt eine Wasserwaage, damit Ihr Holzschuppen vollkommen gerade ist. Berücksichtigen Sie beim Zuschnitt der Pfosten, dass das Flachdach eine Neigung von mindestens 2 Prozent, besser 5 Prozent aufweisen muss, damit Regenwasser abfließen kann.
Stecken Sie die Bretter der Front- und Rückseite anschließend ineinander und verschrauben Sie diese am Grundgerüst. Ob Ihnen waagerecht oder senkrecht ausgerichtete Bretter besser gefallen, ist Geschmackssache. Die hervorstehenden Dachbalken verkleiden Sie zusätzlich mit Stirnbrettern (ebenfalls Fichtenbretter auf Nut und Feder). Lassen Sie wegen der geplanten Dachbegrünung die Blende etwa 15 Zentimeter überstehen. Die zugesägten Bretter bringen Sie mit Winkeln und Schrauben an.
Steht das Holzgerüst des Gartenhauses, können Sie mit dem Streichen anfangen. Wir empfehlen, alle Bauteile erst einmal zu grundieren, bevor Sie mit dem Farbanstrich loslegen. Sobald die Farbe getrocknet ist, können Sie die beiden Türen und Fenster in die eingeplanten Öffnungen einbauen. Messen Sie zunächst die Öffnungen genau aus und überprüfen Sie die Maße der Türen und Fenster. Positionieren Sie die Türen und Fenster in den Rahmen. Verwenden Sie dann Schrauben und Montageschaum, um sie dicht und fest zu fixieren.
Decken Sie nun das Dach mit zugesägten Holzbrettern. Zum Schutz vor Nässe befestigen Sie darauf eine Teichfolie auf dem Dach - mit Tacker und Folienkleber. Verkleben Sie anschließend auf der Folie eine flächendeckende Kombimatte - diese besteht aus einer Wurzelschutzfolie und einer Vliesspeichermatte in Verbindung mit einer Drainageschicht. Die Matte speichert ausreichend Regenwasser für die Dachbegrünung und leitet überschüssige Feuchtigkeit ab. Setzen Sie dann einen ca. 25 Zentimeter breiten Kiesrand um den Dachrand, bevor Sie das Substrat verteilen. So vermeiden Sie, dass Substrat in der Regenrinne landet. Abschließend können Sie den der Dachgarten auf Ihrem selbst gebauten Gartenhaus bepflanzen - etwa mit wasserspeichernden Pflanzen aus der Sedum-Familie.
Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten häufige Fragen von Kunden, die selbst eine Gartenhütte aus Holz bauen möchten.
Die Kosten für ein selbstgebautes Gartenhaus kommen ganz auf Material, Größe und Ausstattung an. Bauen Sie z. B. einen einfachen Geräteschuppen aus Holz mit etwa 15 Quadratmetern Fläche, können die reinen Materialkosten zwischen 1.000 und 3.000 Euro liegen. Dies schließt Holz, Schrauben, Dachfolie, Farbe und Leihkosten für Werkzeuge ein.
Weitere Kostenfaktoren sind:
Vergessen Sie nicht, dass Preise schwanken können, besonders wenn Materialien teurer werden.
Wenn Sie ein winterfestes Gartenhaus selber bauen möchten, sollten Sie vor allem auf gute Isolierung und solide Materialien achten:
Wenn Sie Ihr Gartenhaus aus Holz selber bauen, haben Sie die volle kreative Freiheit und können eventuell sogar Kosten sparen. Allerdings brauchen Sie dazu eine Portion handwerkliches Geschick und die passenden Werkzeuge. Ein Fertigbausatz spart Zeit und ist deutlich einfacher zu montieren. Allerdings sind hier Design und Größe fest vorgegeben. Trotzdem gibt es eine Vielzahl an Fertighäusern für die verschiedensten Anforderungen und Gärten.
Ja, wir empfehlen, dass jedes Gartenhaus ein Fundament haben sollte. Ohne Fundament können Gartenhäuser absacken und so Schaden nehmen. Ein solides Betonfundament schützt vor Feuchtigkeit und Frost. Es ist ideal für große, schwere Gartenhäuser, die wintersicher sein sollen. Für kleine, leichte Holzschuppen reicht in der Regel eine einfache Bodenplatte aus Beton oder Pflastersteinen.
Ein Gartenhaus zu bauen, gelingt am besten mit einem (einfachen) Bauplan.
| Bundesland | Baugenehmigung notwendig? |
|---|---|
| Baden-Württemberg | Baugebiet: bei über 40 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 20 m³ Rauminhalt |
| Bayern | Baugebiet: bei über 75 m³ Rauminhalt Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Berlin | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Brandenburg | Baugebiet: bei über 75 m³ Rauminhalt Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Bremen | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 6 m³ Rauminhalt |
| Hamburg | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Hessen | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Mecklenburg-Vorpommern | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Niedersachsen | Baugebiet: bei über 40 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 20 m³ Rauminhalt |
| Nordrhein-Westfalen | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: nur für Land- und Forstwirtschaft erlaubt |
| Rheinland-Pfalz | Baugebiet: bei über 50 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 10 m³ Rauminhalt |
| Saarland | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Sachsen | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Sachsen-Anhalt | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Schleswig-Holstein | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 10 m³ Rauminhalt |
| Thüringen | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
tags: #schuppen #anbau #holz #bauanleitung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.