Malina und Haarausfall: Erfahrungen und Informationen

Dichtes und gesundes Haar ist für viele Frauen ein Zeichen von Attraktivität und Selbstbewusstsein. Äußere Faktoren, wie die Einnahme oder das Absetzen der Antibabypille, können jedoch zu diffusem Haarausfall führen. Dieser Artikel beleuchtet den Zusammenhang zwischen der Pille, insbesondere Malina, und Haarausfall und zeigt mögliche Lösungsansätze auf.

Was ist Malina und wofür wird es angewendet?

Malina ist eine sogenannte Minipille zur Schwangerschaftsverhütung. Sie enthält das Gestagen Desogestrel in niedriger Dosierung und verzichtet auf Östrogene. Malina verhindert den Eisprung und erschwert das Eindringen von Samenzellen in die Gebärmutter. Sie eignet sich besonders für Frauen, die keine Östrogene vertragen oder stillen. Während der Anwendung kann es zu unregelmäßigen oder ausbleibenden Blutungen kommen.

Wichtige Informationen über die Inhaltsstoffe

Malina enthält Lactose und Sojaöl. Bitte nimm das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit deinem Arzt ein, wenn du unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leidest oder allergisch auf Soja oder Erdnüsse reagierst.

Wie ist Malina einzunehmen?

Nimm Malina immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte frage bei deinem Arzt oder Apotheker nach, wenn du dir nicht sicher bist.

  • Jede Blisterpackung enthält 28 Tabletten.
  • Beginne am ersten Tag deiner Regelblutung mit der Einnahme.
  • Nimm täglich eine Tablette zur gleichen Uhrzeit - ohne Einnahmepause zwischen den Packungen, auch wenn Zwischenblutungen auftreten.
  • Bei einem Wechsel von anderen hormonellen Verhütungsmethoden beachte die Hinweise deines Arztes.

Nebenwirkungen von Malina

Häufige Nebenwirkungen der Malina können Stimmungsschwankungen, depressive Stimmung, vermindertes sexuelles Verlangen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Akne, Brustschmerzen, unregelmäßige oder keine Menstruationsblutungen und Gewichtszunahme sein. Gelegentlich treten Vaginalinfektionen, Kontaktlinsenunverträglichkeit, Erbrechen, Haarausfall, Menstruationsschmerzen, Eierstockzysten oder Müdigkeit auf. Selten sind Hautausschlag, Nesselsucht oder schmerzhafte Hautknoten (Erythema nodosum).

Abgesehen von diesen Nebenwirkungen kann Brustausfluss auftreten.

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Die Verbindung zwischen Pille und Haarausfall

Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Einnahme der Pille, also orale Kontrazeptiva, diffusen Haarausfall verursachen kann. Ein Grund dafür sind bestimmte Gestagene, die in der Pille enthalten sind. Diese künstlich hergestellten Hormone ähneln dem Schwangerschaftshormon Progesteron, kommen jedoch im natürlichen Hormonhaushalt des Körpers nicht vor. Einige Gestagene, die eine androgene Wirkung haben, können diffusen Haarausfall begünstigen. Zu diesen gehören beispielsweise Norethisteron, Levonorgestrel und Tibolon.

Die Pille hat bei Beginn der Einnahme meist zunächst einen positiven Effekt auf die Haare. Durch den erhöhten Spiegel an weiblichen Hormonen werden die Haare häufig kräftiger, glänzender sowie voller und das Haarwachstum wird stimuliert. Das ist vergleichbar mit der vollen Haarpracht von Schwangeren, deren Hormonspiegel ganz natürlich ansteigt. Da die meisten Pillen jedoch auch Gestagene (künstliche Hormone, die nicht im Körper vorkommen) enthalten, können diese genau das Gegenteil bewirken. Denn manche Gestagene wirken wie männliche Hormone (androgene Wirkung) und können so bei Frauen, deren Haarwurzeln genetisch bedingt empfindlich auf männliche Sexualhormone (Dihydrotestosteron / DHT) reagieren, zu Haarausfall führen. Daher spricht man auch von androgenetischer Alopezie oder hormonell-erblichem Haarausfall. Die Haare können dann dünner werden und vermehrt ausfallen.

Haarausfall nach Absetzen der Pille

Zudem klagen viele Frauen über diffusen Haarausfall nach dem Absetzen der Pille. Der Grund hierfür liegt im starken Absinken der Östrogenspiegel im Körper. Dadurch wechseln die Haare im Wachstumsstadium (Anagenphase) plötzlich in das Ruhe- und Ausfallsstadium (Telogenphase). Durch den veränderten Haarzyklus bemerkt man den vermehrt einsetzenden Haarausfall oft erst einige Wochen nach Absetzen des Medikaments. In der Regel normalisiert sich der Haarausfall im Laufe der Zeit von selbst, und die verlorenen Haare beginnen nachzuwachsen.

Auch das Absetzen der Pille kann Haarausfall verursachen, sodass sich viele Frauen große Sorgen machen, was mit ihren Haaren passiert, wenn sie die Pille nach längerer Zeit der Einnahme wieder absetzen. Wenn der Östrogenspiegel auf einmal stark absinkt, muss sich der Körper zunächst einmal daran gewöhnen, die Sexualhormone wieder selbstständig zu produzieren. Glücklicherweise handelt es sich beim Haarausfall durch die Pille und auch nach der Pille normalerweise nur um einen temporären Zustand. Der Hormonspiegel gerät dabei kurzzeitig aus dem Gleichgewicht und muss sich an die neue hormonelle Situation anpassen. Dies kann sich in Form von starken Nebenwirkungen auf den Körper äußern.

Was tun bei Haarausfall?

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, den Haarausfall zu mildern. Ein Wechsel zu einer Pille mit geringerem Gestagengehalt kann eine mögliche Lösung sein. Gestagene wie Desogestrel, Gestoden oder Norgestimal, die eine geringere androgene Wirkung haben, können dabei helfen, den Haarausfall zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich hierbei von Ihrem Gynäkologen/Ihrer Gynäkologin beraten lassen, um die für Sie passende Option zu finden.

Wenn Sie während der Einnahme der Pille einen erhöhten Haarverlust feststellen, sollten Sie mit Ihrem Gynäkologen sprechen. Beim Absetzen der Pille reguliert sich das Problem meist von selbst. Sollte der Haarausfall jedoch anhalten, wenden Sie sich an einen Hautarzt. Unterstützend können Sie die geschwächten Haarwurzeln mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen. Dies erhöht die Haardichte, steigert das Haarvolumen und verbessert die Haarqualität.

Es gibt einige Mittel, die das Haarwachstum fördern und auch bei Haarausfall durch die Pille oder bei Haarausfall nach der Pille eingesetzt werden können. Besonders beliebt sind in diesen Zeiten die Spectral.CSF Lotion und die Spectral.F7 Lotion, die das Wachstum der Haare anregen sowie die allgemeine Gesundheit des Haars verbessern und die Dicke erhöhen.

Das Selbstvertrauen bewahren

Haarausfall kann für viele Frauen ein sensibles Thema sein, da das Aussehen der Haare oft eng mit dem Selbstwertgefühl und dem persönlichen Erscheinungsbild verbunden ist. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass Haarausfall nach dem Absetzen der Pille meist nur eine vorübergehende Phase ist und es Möglichkeiten gibt, damit umzugehen.

Während dieser Zeit ist es von großer Bedeutung, das Selbstvertrauen zu bewahren und sich selbst mit Freundlichkeit und Akzeptanz zu behandeln. Es kann hilfreich sein, sich daran zu erinnern, dass Haare ein natürlicher Teil des Körpers sind und dass ihre Gesundheit von vielen Faktoren abhängt, die manchmal außerhalb der eigenen Kontrolle liegen.

Es kann auch von Vorteil sein, mit anderen Frauen zu sprechen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Der Austausch von Erfahrungen, Sorgen und Tipps kann dazu beitragen, sich verstanden zu fühlen und neue Perspektiven zu gewinnen. Online-Foren, Support-Gruppen oder der Besuch von Veranstaltungen zum Thema Haargesundheit können Möglichkeiten bieten, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.

Während dieser Zeit können jedoch einige Maßnahmen ergriffen werden. Es gibt verschiedene Shampoos, Conditioner und Tonics auf dem Markt, die speziell für Frauen mit nicht krankheitsbedingtem Haarausfall entwickelt wurden, wie das Pantovigar® Shampoo und Pantovigar® Tonic für Frauen.

Weitere Informationen

Die Malina® Pille hat einen Pearl-Index von 0,4 - das bedeutet, dass von 1.000 Frauen, die Malina® ein Jahr lang anwenden, 4 schwanger werden. Der Preis für eine Packung mit 28 Filmtabletten liegt bei knapp 14 Euro. Nein, die Malina® Pille ist verschreibungspflichtig. Hormonelle Verhütungsmittel sind in Deutschland nicht ohne Rezept erhältlich - das dient dem Schutz der Anwenderinnen.

Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

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