Schonende Haarfarbe Braun im Test: Natürliche Alternativen und Empfehlungen

Viele Frauen experimentierten während der Corona-Pandemie mit Färbepasten im heimischen Badezimmer, was den Markt für Haarfarben dynamisch entwickelte. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach schonenden Alternativen, insbesondere im Bereich der braunen Haarfarben. Dieser Artikel beleuchtet die Thematik und gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über natürliche Inhaltsstoffe, Tests und Empfehlungen.

Natürliche Haarfarben: Was steckt dahinter?

Pflanzenhaarfarben setzen auf Farbstoffe aus zermahlenen Blättern, Blüten oder Wurzeln. Im Gegensatz dazu dringen chemische Oxidationshaarfarben tief ins Haarinnere ein, wo Wasserstoffperoxid zunächst die natürlichen Melanin-Pigmente zerstört. Es gibt Haarfarben im Handel, die für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund ihrer Aufmachung rein pflanzlich daher kommen, es allerdings nicht sind. Daher ist es wichtig, genauer hinzusehen.

Wir haben 17 alternative Haarfarben eingekauft und getestet. Dabei zeigt sich: Natürliche Haarfarben sind für Verbraucherinnen und Verbraucher gar nicht so einfach zu erkennen. In einigen Fällen enthalten die getesteten Produkte neben natürlichen Inhaltsstoffen auf pflanzlicher Basis auch potenziell allergieauslösende und hautreizende Problemstoffe.

Problemstoffe in vermeintlich natürlichen Haarfarben

Aromatische Amine gehören zu synthetischen Farbstoffvorstufen. Einige dieser Stoffe werden vom EU-Beratergremium für Verbrauchersicherheit (SCCS) als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene eingestuft. Bereits ein Selbsttest kann eine Allergie hervorrufen. Deshalb chemische Haarfarben auf keinen Fall vorab in der Armbeuge testen. Denn ob der Körper eine Allergie entwickelt, hängt auch von der Häufigkeit des Kontakts mit den Allergenen ab.

Allzu bunt treibt es eine Haarfarbe im Test. Unter ihren insgesamt sechs verschiedenen aromatischen Aminen befindet sich auch p-Aminophenol.

Die besten braunen Haarfarben auf einem Blick

Obwohl Brünett grundsätzlich jedem steht, gibt es für jede:n eine besonders schmeichelhafte Nuance. Um die beste braune Haarfarbe für dich zu finden, gilt es also ein paar Dinge zu beachten:

  • Farbtiefe: Zunächst musst du entscheiden, welche Farbtiefe am besten zu dir passt - also wie hell oder dunkel das Braun werden soll. Wer von Natur aus sehr blass ist, ist beispielsweise mit helleren und mittleren Brauntönen am besten bedient. Ein dunkles Schwarzbraun hingegen lässt die Haut schnell fahl und kränklich aussehen.
  • Farbrichtung: Die Farbrichtung spielt eine große Rolle, denn diese bestimmt, ob du beispielsweise ein neutrales, rötliches, goldiges oder ein aschiges Brünett färbst. Generell wirken aschbraune Nuancen besonders schön, wenn du einen kühlen Hautton hast, während warme Brauntöne besonders harmonisch an warmen Hauttypen aussehen.
  • Deine Ausgangshaarfarbe: Du solltest unbedingt darauf achten, dass das gewünschte Produkt auch für deine Ausgangshaarfarbe geeignet ist. Viele dunkelbraune Haarfarben sollten beispielsweise nicht auf blonden Haaren verwendet werden. Anhand der aufgedruckten Bilder lässt sich schnell bestimmen, ob du das Experiment wagen kannst.
  • Safety first: Du solltest im Zweifel lieber einen helleren Braunton wählen, da die Farbe in den meisten Fällen dunkler wird als das Bild auf der Verpackung vermuten lässt. Ist dir das Ergebnis zu hell, kannst du immer noch nachfärben.

Empfehlungen für braune Haarfarben

Wenn du in Eigenregie brünett werden möchtest, benötigst du lediglich die beste braune Haarfarbe für dich. Wir haben verschiedene Nuancen von hell bis dunkel und von warm bis ultra-kühl für dich herausgesucht.

  • Besonders angenehm im Auftrag: Schwarzkopf Perfect Mousse 6-65 "Helles Schokobraun"

    Besonders angenehm gestaltet sich der Farbauftrag aus eigener Erfahrung mit dem Perfect Mousse von Schwarzkopf. Die ammoniakfreie Schaum-Coloration lässt sich nämlich besonders gleichmäßig und einfach ins Haar einarbeiten - fast wie ein Shampoo. Das Mousse hat eine sehr leichte Konsistenz und gehört zu den Haarfarben, die bei meinen Experimenten am wenigsten durch das Badezimmer tropften. Das Ergebnis war immer eine schön deckende, gleichmäßige Haarfarbe mit einem tollen Glanz.

  • Schönster kühler Braunton: L’Oreal Paris Excellence Cool Creme 5.11 "Ultra kühles Hellbraun"

    Du wünschst dir braune Haare, komplett ohne Rotstich? Dann könnte dir das "Ultra kühle Hellbraun" aus der Excellence Cool Reihe von L’Oreal Paris gefallen, denn dieses enthält gleich zweifach kühle Untertöne. Die Serie ist speziell für frostige Haarfarben konzipiert und enthält eine Violett-Formel, um Rotstiche zu neutralisieren.

  • Langanhaltendste Farbe: L’Oreal Casting Creme Gloss 500, “Hellbraun”

    Das Casting Creme Gloss von L‘Oreal Paris in der Nuance 500 verspricht ein natürliches Hellbraun, das bis zu 28 Haarwäschen anhält und auch graue Haare abdeckt. Obwohl der Farbcode keine Untertöne verrät, sieht die Farbe auf der Packung minimal rotstichig aus. Damit die Coloration möglichst schonend funktioniert, ist das Produkt frei von Ammoniak und Silikonen.

  • Schönster warmer Braunton: Garnier Nutrisse 5.35 "Goldenes Rehbraun“

    Wenn du deine Haare in einem warmen, goldigen Ton erstrahlen lassen möchtest, könnte dir die Nuance "Goldenes Rehbraun" von Garnier Nutrisse sehr gut gefallen. Dabei handelt es sich um ein leicht rötlich schimmerndes Mittelbraun, welches laut Hersteller bis zu 8 Wochen lang ein sattes Farbergebnis und eine 100-prozentige Grauabdeckung zaubert.

  • Beste pflegende Farbe: Garnier Good "Kakao Brown 4.0"

    Ein sattes, schokoladiges Dunkelbraun kreierst du mit der untertonlosen Nuance "Kakao Braun" von Garnier Good. Die permanente Haarfarbe hält bis zu acht Wochen und wirkt laut Hersteller zeitgleich wie eine pflegende Haarmaske. Das Produkt verleiht deinem Haar einen natürlichen Farbton mit aufregenden Reflexen und Schattierungen.

  • Beste Grauhaar-Abdeckung: Garnier Olia 3.0 "Dunkelbraun"

    Last but not least darf natürlich auch ein geheimnisvolles Dunkelbraun in dieser Auflistung nicht fehlen. Mit den Haarfarben von Garnier Olia habe ich immer sehr gleichmäßige Ergebnisse und ein geschmeidiges Haargefühl erzielt. Die Nuance 3.0 ist ein Dunkelbraun ohne Untertöne und soll deine Haare dank der enthaltenen Öle schon beim Colorieren pflegen.

Wie wählt man den richtigen Farbton für braune Haarfarbe aus?

Um die passende Haarfarbe für dich zu finden, musst du lediglich wissen, wie man den Farbcode auf der Verpackung liest. Dabei handelt es sich um die beiden (manchmal auch drei) Ziffern, welche neben der Farbbezeichnung stehen. Die erste Ziffer gibt nämlich die Farbtiefe an, also wie hell oder wie dunkel der Grundton ist. Die zweite Ziffer definiert die Farbrichtung, also ob das Produkt einen goldigen, aschigen oder neutralen Unterton hat. Manchmal ist noch eine dritte Ziffer aufgedruckt, welche einen weiteren, sehr leichten Unterton angibt. Zwar ist dieser Farbcode ein relativ guter Richtwert, allerdings variieren die Bezeichnungen je nach Hersteller manchmal.

Farbtiefe

Die Farbtiefe findest du auf der Packung in der ersten Ziffer vor dem Bindestrich. Diese wird auf einer Skala von 1-12 bestimmt und je höher die Zahl, desto heller ist die Haarfarbe. Suchst du ein sattes Schwarz, bist du mit einer Haarfarbe im Einser-Bereich gut beraten, während 12 ein Platinblond definiert. Um das passende Braun für dich zu finden, schaust du in der Regel im Bereich zwischen Drei (sehr dunkles Dunkelbraun) und Sechs (Hellbraun). Allerdings können die Kennzeichnungen je nach Hersteller etwas variieren.

Farbrichtung

Wenn du die richtige Farbtiefe gefunden hast, kommt es maßgeblich auf den richtigen Unterton an. Diesen kannst du aus der zweiten Ziffer ablesen. Manchmal werden auch Buchstaben verwendet, um die Farbrichtung zu kennzeichnen. In der Praxis bedeutet das:

  • 1 oder A: Aschiger Unterton (kühl)
  • 3 oder G: Goldener Unterton (warm)
  • 4 oder C: Kupfer
  • 0 oder N: Neutrale Farbe

Braune Haare färben: So funktioniert es Schritt für Schritt

Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihre Haare Schritt für Schritt selbst braun färben können:

  1. Vorbereitung: Am besten wäschst du deine Haare ein bis zwei Tage vor dem Färben nicht, weil die natürliche Fettschicht als Schutz fungiert. Außerdem solltest du die Haut unter deinem Haaransatz und deine Schläfen dick eincremen, um diese vor der Farbe zu schützen. Zu guter Letzt empfiehlt es sich, ein altes T-Shirt oder Handtuch um die Schultern zu tragen, da in den meisten Fällen doch ein bisschen Produkt daneben tropft.
  2. Haare abteilen: Damit du ordentlich arbeiten kannst, solltest du deine Haare je nach Dicke in mehrere Partien abteilen. So stellst du sicher, dass der Auftrag möglichst einfach und gleichmäßig gelingt.
  3. Farbe mischen: Nun kannst du die Haarfarbe gemäß der beigelegten Anleitung mit dem Entwickler mischen.
  4. Farbe auftragen: Ist die Farbe fertig gemischt, solltest du dich sofort ans Auftragen machen. In den meisten Fällen wird auf dem trockenen Haar gearbeitet, allerdings solltest du zur Sicherheit auch hierfür einen Blick in die Anleitung werfen.
  5. Gleichmäßig arbeiten: Besonders gleichmäßig wird das Ergebnis, wenn du dich Strähne für Strähne vorarbeitest. Beginne dabei am Ansatz und verteile die Farbe großzügig in den Längen und in den Spitzen. Sollte am Ende noch Farbe übrig sein, kannst du diese restlos ins gesamte Haar einmassieren. Wichtig ist nur, dass du wirklich alle Strähnen erwischt hast.
  6. Einwirkzeit: Nun muss deine braune Haarfarbe nur noch einwirken. Wichtig ist, dass du dich genau an die jeweils angegebene Zeit hältst. In der Regel sollte das Produkt zwischen 20 und 45 Minuten auf dem Kopf bleiben.
  7. Ausspülen: Spüle das Haar so lange mit lauwarmem Wasser aus, bis dieses klar bleibt. Da die Schuppenschicht durch die Coloration geöffnet ist, solltest du in jedem Fall die beigelegte Pflegekur verwenden, um diese wieder zu verschließen.

Richtig Haare färben und Strähnen setzen - von Friseurmeisterin erklärt

Pflanzenhaarfarben im Test: Natürliche Alternativen für schonendes Färben

Pflanzenhaarfarben sind eine immer beliebtere Alternative zu chemischen Haarfarben, da sie als schonender gelten und auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren. Sie bestehen aus fein vermahlenen Pflanzenteilen wie Henna, Indigo, Cassia, Amla oder Walnussschale. Die natürlichen Pigmente dieser Pflanzen verbinden sich mit der Keratinschicht des Haars und legen sich wie ein schützender Film darum - ganz ohne das Haar zu schädigen. Im Gegensatz zu chemischen Haarfarben wird das Haar nicht geöffnet oder gebleicht.

Hier sind einige der besten Pflanzenhaarfarben auf dem Markt:

  • Khadi Pflanzenhaarfarben: Khadi Pflanzenhaarfarben schneiden in unabhängigen Tests regelmäßig sehr gut ab. Sie überzeugen durch ihre natürliche Zusammensetzung, intensive Farbwirkung und besonders gute Grauhaarabdeckung. Die Farbintensität hält je nach Haarstruktur und Pflege etwa 4-6 Wochen.
  • LOGONA Pflanzenhaarfarben: LOGONA gilt als eine der etabliertesten und zuverlässigsten Marken für Naturkosmetik in Deutschland. Die Haarfarben bestehen aus kontrolliert biologischen Inhaltsstoffen, sind vegan, tierversuchsfrei und BDIH-zertifiziert. LOGONA Pflanzenhaarfarben halten durchschnittlich 3 bis 5 Wochen, je nach Farbton, Ausgangshaarfarbe und Pflegegewohnheiten.
  • SANTE Pflanzenhaarfarben: SANTE Pflanzenhaarfarbe hält in der Regel etwa 2 bis 4 Wochen, abhängig von Haarstruktur, Pflegeprodukten und dem gewählten Farbton. Da es sich um eine sanfte Tönung auf Pflanzenbasis handelt, wäscht sich die Farbe schrittweise und gleichmäßig aus, ohne sichtbaren Ansatz.
  • NOELIE Pflanzenhaarfarben: Mit NOELIE Pflanzenhaarfarbe kannst du dein Haar schonend und effektiv färben. Die Produkte basieren auf rein natürlichen, EcoCert-zertifizierten Inhaltsstoffen und verzichten vollständig auf aggressive Chemikalien wie Ammoniak, Silikone oder Parabene. Im Durchschnitt bleibt die Farbintensität 4 bis 6 Wochen sichtbar, bevor sie sich sanft auswäscht.

Worauf Sie beim Kauf von Pflanzenhaarfarben achten sollten

Der Markt für Pflanzenhaarfarben wächst - doch nicht jedes Produkt hält, was es verspricht. Viele vermeintlich „natürliche“ Farben enthalten synthetische Zusatzstoffe oder wurden nicht streng kontrolliert. Umso wichtiger ist es, beim Kauf auf folgende Kriterien zu achten:

  • Inhaltsstoffe genau prüfen: Eine echte Pflanzenhaarfarbe enthält nur natürliche Bestandteile - meist gemahlene Pflanzenteile wie Henna, Indigo, Cassia, Amla, Bhringraj oder Jatropha. Finger weg bei Zusätzen wie PPD, Ammoniak, Peroxide, Resorcin, Duftstoffe oder Konservierungsmittel.
  • Zertifizierungen beachten: Vertrauenswürdige Siegel garantieren, dass Sie ein geprüftes Naturprodukt erhalten. Achten Sie auf BDIH, NaTrue, Ecocert oder Vegan Society.
  • Dermatologisch getestet: Gerade bei empfindlicher Kopfhaut lohnt es sich, ein Produkt zu wählen, das dermatologisch getestet wurde und in unabhängigen Tests gut abschneidet.
  • Herkunft und Transparenz: Hochwertige Marken geben transparente Auskunft über Herkunft der Rohstoffe, Herstellung (oft in Indien unter fairen Bedingungen) und umweltfreundliche Verpackung.
  • Achtung bei "Henna-Mischungen": Einige Produkte tragen den Namen „Henna“, enthalten aber zusätzlich metallische Salze oder chemische Farbverstärker - das kann das Haar schädigen oder zu unerwarteten Farbergebnissen führen.

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