Haarausfall bei einer säugenden Hündin kann für Tierbesitzer besorgniserregend sein. Es ist wichtig, die möglichen Ursachen zu verstehen, um die richtige Behandlung einleiten zu können. In diesem Artikel werden wir verschiedene Ursachen für Haarausfall bei säugenden Hündinnen sowie deren Behandlungsmöglichkeiten untersuchen.
Parasitenbefall kann eine häufige Ursache für Haarausfall bei Hunden, einschließlich säugenden Hündinnen, sein. Hier sind einige der häufigsten Parasiten und wie sie Haarausfall verursachen können:
Der Floh ist der bekannteste Vertreter der Ektoparasiten, ein blutsaugendes Insekt. Erwachsene Flöhe sind seitlich abgeplattet und haben ein enormes Sprungvermögen. Dank geheizter Wohnungen ist eine Flohentwicklung ganzjährig möglich. Die Symptome des Flohbefalls reichen von plötzlichem hektischen Beknabbern, Benagen oder Kratzen über diverse Rötungen und Pusteln bis hin zu hochgradigen Veränderungen durch Selbsttraumatisierung. Bei starkem Befall klagen auch die Besitzer über diverse Stiche, vornehmlich an den Beinen.
Der Nachweis erfolgt mithilfe eines Flohkamms. Bleiben darin viele kleine schwarze Krümel hängen, so kann es sich um Flohkot handeln.
Die Bekämpfungsmaßnahmen richten sich nach Befallstärke und -dauer. Oft ist es notwendig, nicht nur das Tier dauerhaft unter einen Flohschutz zu stellen, sondern auch die Umgebung zu sanieren. Bei der Auswahl muss man stets auf die tierartbezogene Zulassung achten. Bewährt haben sich Spot-on-Präparate, die meistens circa vier Wochen lang schützen. Es ist ratsam, gleichzeitig die Umgebung zu sanieren. Bei mildem Befall reicht häufig gründliches Staub saugen. Hinterher muss der Staubsaugerbeutel entsorgt werden. Zusätzlich sollten Decken und andere Textilien gewaschen oder für drei bis vier Tage eingefroren werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, muss ein Umgebungsspray eingesetzt werden.
Flöhe sind Zwischenwirte des Gurkenkernbandwurms.
Milben sind Spinnentiere. Verschiedene Arten können Hund und Katze befallen. Der Nachweis einer Milbeninfektion gelingt oft nur über die Entnahme mehrerer Hautgeschabsel durch den Tierarzt. Einige Arten wie die Herbstgras-, Ohr- oder Raubmilbe sind mithilfe einer Lupe sichtbar. Das klinische Bild einer Milbeninfektion ist sehr vielfältig. Es reicht von einigen Kratzspuren über multipel verteilte Krusten- oder Schuppenbildung, Haarausfall und Hautrötung bis hin zu massiv veränderter krustiger, verdickter Haut mit gering- bis hochgradigem Juckreiz. Fast alle Milbenarten können auf den Menschen übergehen. Hier parasitieren sie nur temporär-periodisch, weshalb Dermatologen der Nachweis einer Tiermilbeninfektion oft schwer fällt.
Pedikulose bei Hunden ist eine parasitäre Infektion, die durch den Befall mit Läusen verursacht wird. Läuse sind flügellose Insekten, die sich durch direkten Kontakt von einem Wirt zum anderen verbreiten. Es gibt zwei Hauptarten von Läusen, die Hunde befallen können: blutsaugende Läuse (Anoplura) und kauende Läuse (Mallophaga).
Die häufigsten Symptome eines Läusebefalls bei Hunden sind Juckreiz und Unbehagen. Hunde mit Pedikulose kratzen und beißen sich oft intensiv, um den Juckreiz zu lindern. Bei starkem Befall kann es zu Haarausfall kommen, insbesondere in Bereichen, die stark gekratzt oder gebissen wurden. In einigen Fällen können auch kleine, rote Papeln oder Krusten auf der Haut sichtbar sein.
Die Behandlung der Pedikulose bei Hunden umfasst in der Regel die Anwendung von insektiziden Shampoos, Sprays oder Spot-On-Präparaten, die speziell zur Abtötung von Läusen entwickelt wurden. Darüber hinaus ist es wichtig, die Umgebung des Hundes gründlich zu reinigen. Bettzeug, Decken, Kissen und andere Gegenstände, mit denen der Hund in Kontakt gekommen ist, sollten gewaschen oder entsorgt werden, um eine erneute Infektion zu verhindern.
Bei den Mykosen werden Hefepilzinfektionen (Dermatomykosen) von echten Hautpilzinfektionen (Dermatophytosen) unterschieden. Dermatophytosen werden von Microsporum- und Trichophyton-Arten bei Hund und Katze hervorgerufen und können verschiedene Hautareale, vor allem Kopf oder Pfoten, betreffen. Die Erreger der echten Hautpilzinfektion sind Sporenbildner, deren Sporen in der Umwelt bis zu 18 Monate (Microsporum-Arten) oder drei Jahre (Trichophyton-Arten) infektiös bleiben können. Das klinische Bild variiert über symptomlose Sporenträger, fleckigen runden Haarausfall mit zum Teil schuppiger, geröteter, juckender Haut und nässenden Ekzemen bis hin zu granulomatösen Veränderungen.
Die Diagnose erfolgt durch mikroskopische Untersuchung der Haare und Anlage einer Pilzkultur. Die Therapie einer Hautpilzinfektion beim Tier sollte immer zwei- oder dreigleisig erfolgen. Das heißt, dass außer der topischen und gegebenenfalls auch systemischen Behandlung des Tieres mit Antimykotika eine Umgebungssanierung notwendig ist.
Echte Hautpilzinfektionen sind Zoonosen. Auch hier sind vor allem Kinder und Jugendliche betroffen. Die Symptome reichen von kleineren runden Hautveränderungen bis zu generalisierten Formen.
Allergien können ebenfalls zu Haarausfall bei Hunden führen. Stumpfes, glanzloses Fell, Haarausfall, trockene Haut, Juckreiz und/oder Schuppen beim Hund können auf eine Allergie hindeuten. Eine Futtermittelallergie kommt in der heutigen industriellen Zeit leider immer häufiger vor.
Bei Haut- und Fellproblemen wie Haarausfall sollte unbedingt auf eine gesunde Ernährung des Hundes geachtet werden. Es ist insbesondere wichtig, dass der Hund alle benötigten Nährstoffe über sein Futter erhält und das auf natürliche Weise ohne künstliche Zusatzstoffe. In den meisten Fällen ist ein Nährstoffmangel aufgrund eines minderwertigen Hundefutters die Ursache für Haarausfall beim Hund.
Der Hormonhaushalt vom Hund wird nach einer Kastration, in der Trächtigkeit, während des Säugens und in der Flegelphase gehörig auf den Kopf gestellt. Gerade Rüden neigen zu hohem Fellverlust in ihrer pubertären Phase. Haarausfall bei alten Hunden, aufgrund des steigenden Östrogenmangels, ist ebenfalls keine Seltenheit.
Neben den oben genannten Ursachen können auch Stress, Nährstoffmangel, Raumklima und Futterumstellung zu Haarausfall bei Hunden führen. Es ist wichtig, diese Faktoren zu berücksichtigen, um die zugrunde liegende Ursache des Haarausfalls zu ermitteln.
Um einen Läusebefall bei Hunden zu verhindern, ist es wichtig, regelmäßige Fellpflege und Körperuntersuchungen durchzuführen. In Situationen, in denen viele Hunde auf engem Raum zusammenleben, wie in Tierheimen oder Zuchtbetrieben, sollten regelmäßige Kontrollen und vorbeugende Behandlungen in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus sollte die Umgebung des Hundes sauber und frei von Parasiten gehalten werden. Regelmäßige Reinigung von Schlafplätzen und Wohnbereichen kann dazu beitragen, das Risiko einer Infektion zu minimieren.
Um das Fell und die Haut des Hundes zu stärken empfiehlt es sich ihn viel zu bürsten und ein natürliches Shampoo (z.B. Neemöl, Teebaumöl) gegen Haarausfall bei Hunden anzuwenden. So ist die Gabe von Bierhefe gegen Haarausfall bei Hunden durchaus eine Möglichkeit den Fellverlust wieder in den Griff zu bekommen. Die Gabe von Öl zum Hundefutter ist gerade bei Haarausfall sehr zu empfehlen. Die wertvollen Omega 3 Fettsäuren unterstützen das komplette Immunsystem vom Hund und somit auch seine Haut und das Fell. So können Hautprobleme, Schuppen oder Fellverlust auf natürliche Weise behoben werden.
| Ursache | Mögliche Symptome | Maßnahmen |
|---|---|---|
| Natürlicher saisonaler Fellwechsel | Hund verliert zeitweise Haare | Regelmäßig bürsten und abwarten |
| Würmer | Büschelweiser Haarausfall, kahle Stellen | Immunsystem stärken, Darmreinigung, Entwurmen, Ernährung anpassen |
| Zecken | Kreisrunder Haarausfall | Zecke schnellstmöglich entfernen, natürliche Zeckenschutzmittel |
| Hautpilz | Kreisrunder Haarausfall mit scharfer Abgrenzung | Tierarzt aufsuchen, Desinfektion der Umgebung |
| Stress | Zeitweiser Haarausfall | Keine Überforderung, Ruhephasen einplanen, Liebe und Verständnis zeigen |
| Hormonbedingter Haarausfall | Fellausfall- und veränderungen | Abwarten, bürsten, hochwertiges Futter |
| Milben | Schuppige, haarlose Hautstellen, starker Haarausfall | Tierarzt aufsuchen, Immunsystem stärken, Ernährung anpassen |
| Flöhe | Fellverlust | Floh Test, Flohpräparate, gründlich putzen und desinfizieren |
| Läuse | Fellverlust | Läusemittel z.B. Neemöl, Neem Shampoo, Kokosöl Umgebung desinfizieren |
| Allergie | Stumpfes & glanzloses Fell, Haarausfall | Allergietest, Ausschlussdiät |
| Nährstoffmangel | Glanzloses, stumpfes Fell und Haarverlust | Hochwertiges Alleinfuttermittel |
Es ist wichtig, einen Tierarzt zu konsultieren, um die genaue Ursache für den Haarausfall bei Ihrer säugenden Hündin zu ermitteln und die geeignete Behandlung einzuleiten.
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