Haare spielen eine wichtige Rolle als soziales Kommunikationsmittel und stehen für Vitalität, Jugend und Gesundheit. Haarausfall kann daher für viele Betroffene mehr als nur ein kosmetisches Problem darstellen.
Dauerhafter Haarverlust kann für das eigene Wohlbefinden und Selbstbewusstsein der Patienten sehr belastend sein - als erprobte und erfolgreiche Methode zur Wiedererlangung der Haarfülle steht die Haartransplantation zur Verfügung.
Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben:
In jedem Fall ist es ratsam, die genauen Ursachen zu erforschen.
Bei der Haarverpflanzung entnimmt der Arzt einzelne Haarwurzeln von dichteren Haarbereichen am Hinterkopf und verpflanzt diese auf die kahlen oder ausgedünnten Stellen.
Für eine erfolgreiche Haartransplantation sind vor dem Eingriff eine genaue Voruntersuchung und Planung durch den Haarspezialisten erforderlich. Es wird der Bedarf an Haaren sowie die verfügbare Menge an eigenen Spenderhaaren beurteilt. Dazu werden bestimmte Parameter wie Haardichte und Haardicke ermittelt.
FUE-Methode der Haartransplantation
Die FUE-Methode ist etwas zeitaufwendiger, hinterlässt aber kaum sichtbare Mikronarben.
Der Eingriff geschieht ambulant und unter örtlicher Betäubung. Für ein natürliches Ergebnis werden nur einzelne Haare bzw. kleinste follikuläre Einheiten mit 1 - 3 Haaren mittels mikrochirurgischer Technik in mikroskopisch kleinste Öffnungen am Vorder- und Oberkopf verpflanzt.
Um die natürliche Haarverteilung möglichst gut zu imitieren, werden die verpflanzten Haare zudem nicht einfach nebeneinander, sondern unregelmäßig gesetzt, um eine sogenannte irreguläre versetzte Anordnung zu erzeugen. Wichtige Kriterien der ärztlichen Kunst sind Tiefe, Größe, Winkel, Richtung, Verteilung und Mischung zur Verdichtung und Imitation der Originalhaare.
PRP-Therapie zur Anregung der Haar- und Stammzellen
Die Patienten erhalten auf Wunsch spezielle Haarmedikamente und -stimulanzien sowie eine PRP-Eigenblutplättchen-Therapie zur Anregung der Haar- und Stammzellen. Durch eine zielgerichtete medikamentöse Behandlung kann in den meisten Fällen ein weiterer Verlust der Resthaare verhindert werden.
Bis sich der endgültige Erfolg nach einer Haartransplantation einstellt, können aber einige Monate vergehen, weshalb hier die Geduld der Patienten gefragt ist. Auch kann es passieren, dass die verpflanzten Haare zunächst, etwa vier Wochen nach dem Eingriff, ausfallen - aus den transplantierten Haarwurzeln wachsen dann nach etwa 3 - 4 Monaten neue Haare, welche dauerhaft bleiben.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff, kann es auch bei der Haartransplantation zu Komplikationen kommen. Dazu gehören nach dem Eingriff vorübergehende Gefühlsstörungen, Schwellungen oder Rötungen der behandelten Bezirke auf der Kopfhaut. Diese Symptome und Erscheinungen klingen jedoch nach einiger Zeit wieder ab. Kleinere Verkrustungen verschwinden nach etwa zwei Wochen.
Die Krusten auf der Kopfhaut verschwinden nach 2 Wochen, Rötungen sind etwas länger sichtbar. Sie können in dieser Zeit Kopfbedeckungen tragen.
Die Qualität Ihrer Nachsorge bestimmt in der Regel, wie lange die Rötung nach einer Haartransplantation anhält.
Es gibt offen sichtbare Entzündungen der Kopfhaut, die zu Haarausfall führen (z.B. mit Rötung, Schuppung und Juckreiz, Seborrhoische Dermatitis), aber auch weniger sichtbare Entzündungen, die die Abläufe im Körper stören.
Ärzte können örtliche oder orale Antibiotika verschreiben, um die für Infektionen verantwortlichen Bakterien zu bekämpfen. Chirurgen können Patienten raten, antibakterielle Shampoos zu verwenden, oder sie können Eiter aus Abszessen ablassen, um die Heilung zu fördern.
Mangelnde Hygiene ist der Hauptgrund dafür, dass manche Patienten nach einer Haartransplantation eine Infektion entwickeln. Die Spender- und Empfängerstellen sollten gründlich gereinigt werden, um das Risiko zu minimieren, und die Behandlungsräume müssen sterilisiert werden.
Schwellungen, übermäßige Rötungen und Unbehagen sind 3 der offensichtlichsten Symptome einer Infektion nach der Transplantation. Wenn sich die Nebenwirkungen des Eingriffs nach einigen Tagen verschlimmern, anstatt sich zu bessern, ist es möglich, dass die Kopfhaut infiziert ist.
Damit der Heilungsprozess nach der Haarverpflanzung für Sie so angenehm wie möglich wird, müssen Sie auf Ihr Verhalten nach der Haartransplantation achten. Halten Sie sich unbedingt an die Vorgaben des Arztes, vermeiden Sie Alkohol und Zigaretten sowie schweißtreibende Aktivitäten. Außerdem sollten Sie auf Sauna, Solarium und Schwimmbäder nach einer Haartransplantation verzichten.
Ist bereits eine Entzündung entstanden, gehören entzündungshemmende Wirkstoffe zu den Behandlungsmöglichkeiten. Sie können Bestandteil spezieller Shampoos und Lotionen sein oder in selteneren Fällen auch eingenommen werden. Konnte ein Krankheitserreger identifiziert worden, können antibiotische Zusätze sinnvoll sein.
Die moderne mikrochirurgische Haartransplantation ist die wirksamste Methode zur dauerhaften Wiederherstellung einer verbesserten Haardichte.
| Infektionsart | Ursache | Auswirkung auf den Haarausfall | Behandlung |
|---|---|---|---|
| Follikulitis | Bakterielle Infektion der Haarfollikel | Entzündung und möglicher Haarausfall im betroffenen Bereich | Antibiotika (topisch oder oral) |
| Tinea capitis (Kopfhautpilz) | Pilzinfektion | Haarausfall, Schuppenbildung und Entzündung | Antimykotische Medikamente |
| Seborrhoische Dermatitis | Chronische Hauterkrankung | Indirekter Haarausfall durch starkes Kratzen und Reizung | Spezielle Shampoos und Cremes |
| Pediculosis capitis (Kopfläuse) | Parasitenbefall | Indirekter Haarausfall durch Kratzen und Reizung | Läusemittel |
Wenn Sie Interesse an einer Haartransplantation haben und sich weiter informieren möchten, berät Sie ein erfahrener Haarchirurg gerne.
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