Ikonische Romy Schneider Frisuren und die Hairstylisten, die die Welt veränderten

Kleider machen Leute, aber „die richtige Frisur kann eine einfache Frau schön, und eine schöne Frau unvergesslich machen“, so Sophia Loren. Ikonische Styles und Schnitte sind mitnichten eine Erfindung der Neuzeit.

Dieser Artikel beleuchtet die Frisuren von Romy Schneider und die einflussreichsten Hairstylisten, die Trends gesetzt und die Schönheitsideale geprägt haben. Von klassischen Looks bis zu modernen Interpretationen - eine Reise durch die Welt der Haarmode.

Die Ära der Celebrity-Hairstylisten

Die Ära der Celebrity-Hairstylisten sollte erst später anbrechen, in den Fünfzigerjahren, als der Jetset unermüdlich durch Europa tourte und Fürstenhäuser mit Hollywood verschmolzen.

Louis Alexandre Raimon: Der Haute Coiffeur

Louis Alexandre Raimon, wie später Supermodels nur bei seinem Vornamen Alexandre genannt, wird mit Menjou-Bärtchen, Diskretion und flinken Fingern zum ersten Haute Coiffeur. Seine Kundinnen kommen, wie Beatrix der Niederlande und die Duchess of Windsor, aus dem Hochadel. Elizabeth Taylor ist ihm treu ergeben.

Selbst aus dem Krankenlager lässt sie Alexandre aus Paris nach London einfliegen, um ihren Artichoke Cut, einen raffinierten, mehr­lagigen Kurzhaarschnitt, und ihr Wohlbefinden zu verbessern. Audrey Hepburn, Catherine Deneuve, Sophia Loren, Maria Callas und Romy Schneider vertrauen dem maître coiffeur ebenso wie die bekanntesten Couture-Häuser von Chanel bis Yves Saint Laurent, für die er bis in die Neunzigerjahre bei den Schauen schneidet, stylt und steckt.

Sein Marken­zeichen: neben dem klassischen Chignon vor allem kunstvolle Hochsteckfrisuren, bei denen er Schmuckstücke und Kämme einarbeitet, für die das Haus Alexandre de Paris bis heute bekannt ist.

Yves Saint Laurent und Romy Schneider

Als Freund des Kinos und der Stars hat Yves Saint Laurent viele Kostüme entworfen, die von den berühmtesten Schauspielerinnen getragen wurden. Darunter auch die bezaubernde Romy Schneider, die in zahlreichen Filmen die Kreationen des begehrten Designers getragen hat.

Berühmt ist auch der schwarze Lackleder-Trenchcoat mit Gürtel und einer runden Schnalle. In dem Film "Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen" von Claude Chabrol aus dem Jahr 1975 trägt der Star ein umwerfendes weißes langes Kleid im Empire-Stil mit tiefem Dekolleté und enthüllten Schultern.

Weitere einflussreiche Hairstylisten

  • Kenneth Battelle: Er frisierte sowohl Jackie Kennedy als auch Marilyn Monroe.
  • Vidal Sassoon: Er definierte mit seinen geometrischen Schnitten ein neues Sexy und schuf ikonische Looks wie den Bob und den 5 Point Cut.
  • Gerhard Meir: Er wurde mit seinem Glamour-Punk-Styling für Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis zum Darling der Münchener Schickeria.
  • Chris McMillan: Er schuf den weltbekannten Rachel Cut für Jennifer Aniston in der Serie „Friends“.
  • Frédéric Fekkai: Er steht für gesundes, bewegtes Haar und kreiert lässige, unkomplizierte Looks.
  • Odile Gilbert: Sie ist bekannt für ihren messy chignon und arbeitet mit Fashion-Designern und Fotografen zusammen.
  • Jen Atkin: Sie wurde durch ihre Arbeit mit den Kardashians bekannt und gilt als einflussreichste Hairstylistin der Welt.
  • Jenny Cho: Sie zelebriert Softbob-Varianten und steht für einen entspannten Red-Carpet-Look.
  • Dafne Evangelista: Sie macht den Sleek Look der späten Achtziger gerade wieder populär.

Der Einfluss von Udo Walz

Star-Friseur Udo Walz ist am Freitagmittag (20. November) mit 76 Jahren „friedlich eingeschlafen“, wie sein Ehemann Carsten Thamm-Walz kurz darauf BILD mitteilte. Ein Schock für Fans - und Prominenz! Denn der Friseur ist über die Jahre zu einer wahren Institution geworden.

Er durfte bei den ganz großen Damen an die Haare. Dabei liest sich die Liste seiner hochkarätigen Kundinnen wie das Who is who der Filmindustrie. Sein Geheimnis: gute Frisuren und Diskretion! Walz hütete die Details seiner Kundinnen wie Staatsgeheimnisse.

Einige seiner berühmten Kundinnen

  1. Romy Schneider: Die „Sissi“-Darstellerin war eine Zeit lang Stammgast bei Walz. Meist kam sie samstags in seinen Laden, als sie noch für ihren letzten Film drehte. Im Salon von Walz genoss sie ihre kleine Auszeit vor den Paparazzi.
  2. Marlene Dietrich: Nach seiner Ausbildung ging Walz in die Schweiz und durfte als „Monsieur Boris“ in einem kleinen Salon in St. Moritz Haare schneiden. Wie es der Zufall wollte, bekam er dort die Gelegenheit, Schauspiel-Ikone Marlene Dietrich zu frisieren.
  3. Claudia Schiffer: In den 90ern war Claudia Schiffer eines der bekanntesten und begehrtesten Topmodels der Welt. Und Walz durfte ihr ans blonde Haar!
  4. Demi Moore: Sie war mit ihrem damaligen Mann Bruce Willis wegen eines Konzerts in Berlin gewesen und orderte Walz in ihr Hotelzimmer.
  5. Sophia Loren: „Zu den unvergesslichsten Begegnungen zählt Sophia Loren. Ich durfte ihr die Haare machen, bevor sie am Abend im Theater des Westens zu einer Aufführung eingeladen war."
  6. Angela Merkel: Nicht nur Filmstars fühlten sich bei Walz wohl, sondern auch die mächtigste Frau Deutschlands.

Französische Schönheit und lässige Frisuren

Mit dem Begriff der sogenannten „typisch französischen Schönheit“ verbindet man eine klassische Eleganz, die sich aufgrund kaum greifbarer Attribute zugleich als sinnlich wie lässig beschreiben lässt, von Ikonen wie Jane Birkin, Caroline de Maigret und Charlotte Casiraghi sowie Pariser Traditionshäusern wie Chanel oder Givenchy geprägt wurde und bis heute zu den wohl meist nachgeahmten Looks weltweit zählt.

Mehr noch als der Lippenstift und die ungeschminkte Haut sorgt gerade diese Nachlässigkeit der Frisur für einen überraschenden Kontrast und verpasst dem gesamten Look umgehend eine wunderbar unaufgeregte Lässigkeit.

Frisuren-Trick: So gelingt ein lässiges Haarstyling à la française

Der bewusste Mix von klassischer Eleganz mit moderner (Nach-)Lässigkeit ist ein zeitlos wirkungsvolles Stilmittel und begeistert als solches auch immer wieder bei den Runway-Looks.

Der Trick: dem Haar mit einem mattierendem Wachs oder Trockenshampoo zu mehr Griffigkeit verhelfen und nicht wie gewohnt mit Kamm, Bürste und Glätteisen, sondern mit nichts als den bloßen Fingern stylen. Dazu offenes Haar einmal über Kopf ausschütteln, nach hinten werfen und (unter Vernachlässigung des Scheitels) nach Belieben zurechtzupfen; Ponytails, Flechtfrisuren und Updos zunächst wie gewohnt stylen, dann aber mit den Fingern wieder auflockern und hier und da einzelne Strähnchen aus der Frisur zupfen.

Tipps für lässige Frisuren

  • Verwenden Sie Trockenshampoo im feuchten Haar für mehr Griffigkeit.
  • Stylen Sie das Haar mit den Fingern statt mit Kamm oder Bürste.
  • Lockern Sie Ponytails und Updos auf, indem Sie einzelne Strähnchen herauszupfen.

tags: #Romy #Schneider #Frisuren #Stile

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen