Raupen mit schwarzen Haaren bestimmen: Eine umfassende Anleitung

Raupen sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems und in jedem Garten anzutreffen. Es gibt unzählige verschiedene Raupenarten, und die Bestimmung und Erkennung von Raupen ist sehr wichtig, denn nicht alle schaden Ihren Pflanzen oder Ihrer Ernte. Schmetterlingsraupen gibt es in vielerlei Farben und Größen. Ob braun, schwarz, gelb oder grün, ob mit oder ohne Horn - Schmetterlingsraupen lassen sich an äußerlichen Merkmalen meist ziemlich genau erkennen. Auch die Behaarung hilft dabei.

Auffällig viele heimische Arten haben allerdings schwarze Raupen. Bei einigen Arten zeigt sich die schwarze Färbung nur in einem bestimmten Raupenstadium. Unterschiedlichste Schmetterlingsarten haben schwarz gefärbte Raupen. Raupen innerhalb einer bestimmten Schmetterlingsfamilie müssen zwar nicht die gleiche Farbe haben, können jedoch ähnliche Merkmale haben.

Dieser Artikel soll Ihnen helfen, Raupen mit schwarzen Haaren zu bestimmen und die potenziellen Gefahren, die von einigen Arten ausgehen, besser einzuschätzen.

Vorsicht bei behaarten Raupen

Bei behaarten Raupen ist Vorsicht geboten! Denn die Haare mancher Arten sind mit kleinen Widerhaken versehen, die bei Mensch und Tier allergische Reaktionen auslösen können. Zu Ihrem Schutz sollten Sie sich an ggf. ausgesprochene Betretungsverbote halten und Warnschilder beachten.

Haarige Raupen sind mit äußerst kleinen Widerhaken ausgestattet, die zu allergischen Reaktionen führen könnten.

Während bei den meisten behaarten Raupen die Gefahr von den Brennhaaren ausgeht, enthalten Widderchen Gifte. Nur wenige sind giftig.

Im Vergleich zur Behaarung können dornige Fortsätze nicht giftig sein. Dornige Fortsätze dienen allein dazu Fressfeinde abzuschrecken.

Aber auch Raupen mit Stachel sehen bedrohlich aus. Diese sind für den Menschen allerdings nicht gefährlich.

Eichenprozessionsspinner Raupe

Gefährliche Arten in Deutschland

Hierzulande geht von den haarigen Raupen von Eichenprozessionsspinner, Goldafter und Schwammspinner die größte Gesundheitsgefahr aus. Diese Raupe mit Haaren breitet sich vermehrt in Deutschland aus. Sie ist weniger wegen des Fressschadens ein Problem, sondern weil Sie eine für den Menschen gefährliche Raupe ist: Die Brennhaare dieser Raupe sind giftig und können sogar einen allergischen Schock auslösen.

Der Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist das bekannteste Beispiel. Er siedelt sich bevorzugt in Eichenwäldern an, ist aber auch im urbanen Bereich in Parks zu finden. Der Eichenprozessionsspinner vermehrt sich schnell und kann großen Schaden anrichten. Nicht nur für Bäume, sondern auch für Menschen kann er gefährlich sein. Hat sich diese Raupenart angesiedelt, wird die Umgebung häufig abgesperrt und gekennzeichnet.

Laut Lungenärzten können die Brennhaare bei Hautkontakt oder beim Einatmen zu allergischen Reaktionen, wie Hautausschlägen und im schlimmeren Fall, sogar zu Asthmaanfällen führen oder einen anaphylaktischen Schock auslösen.

Auch wenn es für den Eichenprozessionsspinner keine gesetzliche Meldepflicht gibt, sollten Sie nicht zögern, einen Befall bei den zuständigen Behörden, z.B. der Gemeinde, zu melden.

Schwammspinner und das Esparsetten-Widderchen

Zu den giftigen Raupen mit Haaren zählen auch der Schwammspinner und das Esparsetten-Widderchen. Diese sind aufgrund ihrer Optik sehr auffällig und signalisieren bereits Gefahr. Sie sollten diese Raupen auf keinen Fall anfassen und Hautkontakt vermeiden.

Ungefährliche Raupenarten

Nicht alle Raupen mit Haaren sind giftig oder gar gefährlich. Hier sind einige Beispiele für Raupenarten, die für den Menschen als ungefährlich gelten:

  • Buchsbaumzünsler: Die Raupen sind grün, haben schwarze Streifen, Punkte und weiße Haare. Sie könnten diese in Ihren Buchsbaumhecken vorfinden.
  • Distelfalter: Die Raupen sind grün bis schwarz, mit gelben Punkten und gelblichen und orange gefärbten Haaren. Sie siedeln sich auf oder in der Nähe von Disteln an.
  • Kleiner Fuchs Raupe: Die Raupen sind grünschwarz und haben gelbe Punkte. Die Haare sind schwarz. Im Gegensatz zu den meisten anderen Raupen, sind diese häufig willkommen, denn sie fressen Brennnesseln, die von den vielen Menschen als unliebsames Unkraut betrachtet werden.

Was tun bei Kontakt zu einer behaarten Raupe?

Nicht alle behaarten Raupen führen zu einer allergischen Reaktion. Konnten Sie die Raupe noch nicht eindeutig bestimmen, waschen Sie die betroffene Stelle ab und beobachten sie. Kommt es zu einer heftigen Reaktion, suchen Sie den Arzt auf.

Einfach Raupe nehmen und am Hals oder an anderen empfindlichen Stellen reiben...Ist es doch chrysorrhoea weißt Du es binnen 30 Sekunden...

Weitere Merkmale und Verhaltensweisen von Raupen

Futterpflanzen

Viele Raupenarten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Hier eine Auswahl verschiedener Futterpflanzen:

  • Futterpflanzen: in feuchten Laubwäldern v.a.
  • Futterpflanzen: Sauerampfer, Brennnessel, Beerensträucher (v.a.
  • Futterpflanzen: v.a.
  • Futterpflanzen: v.a.
  • Futterpflanzen: Laubbäume, z.B.
  • Futterpflanzen: v.a.
  • Futterpflanzen: v.a.
  • Futterpflanzen: v.a.
  • Futterpflanzen: u.a.
  • Futterpflanzen: v.a. Süßgräser, z.B.
  • Futterpflanzen: v.a. Schmetterlings-blütler, z.B.

Auftreten in Gruppen

Ja, die Raupen etwa vom Tagpfauenauge können in großen Gruppen auftreten. Bei einer Überwinterung im Raupenstadium bilden manche Arten ebenfalls Nester zusammen.

Raupenbefall

Schadbild

Die schädlichsten Raupen fressen entweder komplette Pflanzenteile runter oder lassen nur ein Skelett übrig.

Bekämpfung von Raupen

Beim Auftreten der ersten Fraßspuren oder Erkennen erster Jungraupen an den Blättern sollten Sie bei bekannten Schädlingen unverzüglich mit den empfohlenen Produkten behandeln. Aber auch andere Maßnahmen können helfen.

  • Raupen sammeln: Die wohl schonendste, aber auch aufwendigste Methode: Raupen von den Blättern pflücken. Da diese oft nachts futtern, ist eine Taschenlampe hilfreich.
  • Raupen natürlich bekämpfen: Mit einem Bakterium können Raupen des Buchsbaumzünslers, des Kohlweißlings und weitere natürlich bekämpfen, wie etwa in SUBSTRAL® Naturen® Bio Zünsler & Raupenfrei XenTari. Achten Sie auf eine vollständige Benetzung der Pflanze. Auch Mittel auf der Basis von Neem sind erfolgreich bei Raupen, wie etwa SUBSTRAL® Naturen® Bio Schädlingsfrei Neem.
  • Raupen chemisch bekämpfen: Spritzungen mit einem geeigneten Insektizid können langanhaltenden Schutz bieten. Gegen Buchsbaumzünsler-Raupen und Co. können Sie auf Zierpflanzen z. B. SUBSTRAL® Celaflor® Schädlingsfrei CAREO Konzentrat für Zierpflanzen einsetzen.

Die Vielfalt der Schmetterlingsfamilien und ihre Raupen

Innerhalb der Schmetterlingsfamilie der Glucken (Lasiocampidae) sind viele Farben bei den Raupen vertreten. Neben schwarzen Exemplaren gibt es auch braune oder bunte Raupen mit türkisen Streifen. Glucken haben ihren Namen, weil die erwachsenen Falter in der Schlafposition so aussehen, wie Hühner, die unter sich die Küken schützen. Sie sind dämmerungs- bzw. nachtaktiv und gut im künstlichen Licht zu beobachten.

Die Edelfalter (Nymphalidae) gehören zu den Tagfaltern. Die Raupen der Edelfalter haben in der Regel eine Behaarung oder sogar dornige bzw.

Innerhalb der Familie der Eulenfalter (Erebidae) gibt es sowohl bei den Schmetterlingen als auch bei den Raupen eine große Vielfalt.

Namensgebend für die Familie der Spanner (Geometridae) ist die Fortbewegungsform der Raupen. Die Raupen des Heidelbeer-Palpenspanner spinnen tagsüber Triebspitzen bzw.

Beispiele für Raupenbestimmung

Die schwarze Raupe ist in anfangs gelb und braun und dunkelt erst mit dem Alter nach. Die Raupen des Großen und des Kleinen Kohlweißlings haben es auf Kohlsorten abgesehen und können Ihre Ernte erheblichen schaden.

Diese gelbe bis grüne Raupe hat eine schwarze Kopfkapsel sowie dunkle und weiße Streifen entlang des Rückens. Die Raupe der Gespinstmotte kann Gehölze komplett kahl fressen und richtet gerade bei Obstbäumen einen großen Schaden an. Bei einem starken Befall wird der ganze Baum mit weißen Gespinsten überzogen.

Die dunkelgrüne bis braune Raupe hat an den Seiten jedes Segments einen schwarzen Punkt, auch der Kopf ist schwarz.

Es lassen sich längst nicht alle Raupen bestimmen. Auch junge Raupenstadien sind optisch oft schwer zu erkennen.

Schmetterlinge legen ihre Eier oft auf ganz spezifischen Pflanzen ab.

Infografik Raupenbestimmung

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