Um lästige Härchen zu entfernen, kann man auf verschiedenste Methoden zurückgreifen, die häufigsten sind Epilieren und Rasieren. Allerdings bringen diese Methoden auch einige Nachteile mit sich: Das Ergebnis hält nicht lange an, Epilieren wird von vielen als schmerzhaft empfunden und beim Rasieren besteht zudem auch noch eine gewisse Verletzungsgefahr. Unser Test hat gezeigt, dass man sich mit IPL-Geräten im Vergleich zu den anderen beiden Haarentfernungsmethoden tatsächlich über länger anhaltende, glatte Haut freuen kann.
Allerdings darf man IPL nicht mit der permanenten, wirklich dauerhaften Haarentfernung einer Laserbehandlung verwechseln. Wir haben 18 IPL-Haarentfernungsgeräte mit Preisen zwischen 60 und über 600 Euro getestet, davon sind aktuell 12 Stück noch erhältlich. Dabei waren Modelle der bekannten Hersteller Philips und Braun sowie einige günstige No-Name-Produkte.
Der Nachteil bei den günstigen IPL-Geräten: Sie können nur eine begrenzte Anzahl von Lichtimpulsen abgeben, die Lebensdauer ist daher begrenzt.
Die Abkürzung IPL steht für Intense Pulsed Light. Bei dieser Methode der Haarentfernung werden sanfte Lichtimpulse in Form von Blitzen an die Haut abgegeben und von der Haarwurzel absorbiert. Je heller die Haut ist und desto dunkler die Haarwurzel, desto besser wird das Licht absorbiert. Die Lichtimpulse regen die Haarfollikel an, in die Ruhephase überzugehen, so fällt das Haar auf natürliche Weise aus und der Haarwuchs verringert bzw.
Die IPL-Anwendung ist nur effektiv, wenn das Haar in der Wachstumsphase ist, sodass die Behandlung für ein gutes Ergebnis in regelmäßigen Zeitabständen wiederholt werden muss. Dadurch wird sichergestellt, dass die Haarwurzeln in der richtigen Wachstumsphase getroffen werden.
IPL-Haarentfernungsgeräte können nicht nur zur Haarentfernung an den Beinen, sondern auch im Gesicht unterhalb der Wangenknochen, unter den Achseln und im Intimbereich angewendet werden. Allen voran nutzen Männer IPL-Geräte auch, um starke Behaarung auf der Brust oder beispielsweise auf dem Rücken zu minimieren.
Manche IPL-Geräte haben auch eine Schutzbrille im Lieferumfang, um die Augen vor den Lichtimpulsen zu schützen. Wieder andere IPL-Geräte, wie die getesteten Philips-Modelle, geben die Lichtimpulse nur ab, wenn das IPL-Gerät vollständig auf der Haut liegt.
Bei IPL-Geräten dringen die kurzen Lichtimpulse in die Haarfollikel ein, wo das Licht vom Pigment im Haar in Wärme umgewandelt wird. Diese Wärme versetzt den Haarfollikel in den Ruhezustand. Wendet man das IPL-Gerät nach dem angegebenen Behandlungsplan über mehrere Wochen hinweg an, werden so Haarwuchs und Haardichte verringert. Die IPL-Behandlung sorgt also für ein temporäres Ergebnis, das über wiederholte Behandlungen immer wieder aufgefrischt werden muss.
Im Gegensatz dazu verwenden Lasergeräte statt intensiver Lichtblitze gebündelte Laserstrahlen. Auch hier wird Licht über das Pigment im Haarfollikel in Wärme umgewandelt. Aufgrund der höheren Energie des Lasers werden die Haarfollikel hier aber nicht nur in den Ruhezustand versetzt, sondern dauerhaft zerstört. Die Laserbehandlung ermöglicht also eine permanente Haarentfernung.
Dafür wird bei der IPL-Behandlung das Licht breiter gestreut, als das bei einem Laser der Fall ist, sodass eine größere Fläche gleichzeitig behandelt werden kann.
Im Folgenden erklären wir Ihnen die essenziellen Schritte einer erfolgreichen IPL-Behandlung zuhause. Vor der Verwendung eines IPL-Haarentfernungsgerätes sollten die Haare an der zu behandelnden Stelle zunächst einmal rasiert werden. Dafür liegt bei vielen Modellen gleich ein Rasierer mit bei. Denn die Härchen müssen kurz sein, andernfalls nimmt das Haar zu viel Licht auf und kann zu heiß werden.
Bevor Sie mit der Behandlung loslegen, ist es wichtig, die Haut gründlich zu reinigen. Stellen Sie sicher, dass keine Cremes, Öle oder Deos auf der Haut sind - sie könnten die Wirkung des IPL-Lichts beeinträchtigen. Aber Achtung: Waxen oder Zupfen sollten Sie vorher vermeiden, da das Gerät auf die Haarfollikeln angewiesen ist.
Ein kleiner Tipp: Testen Sie das IPL-Gerät vorher an einer kleinen Stelle, um sicherzugehen, dass Ihre Haut keine unerwünschte Reaktion zeigt. Sobald Sie bereit sind, können Sie das IPL-Gerät einfach auf die Haut aufsetzen und loslegen. Beginnen Sie mit einer niedrigen Intensität und steigern Sie diese, sobald Sie sich sicherer fühlen. Je nachdem, welche Körperpartie Sie behandeln möchten, dauert die Sitzung nur wenige Minuten. Das Beste daran? Es tut nicht weh!
Ein IPL-Gerät sollte nicht in der Nähe von Badewanne oder Dusche verwendet werden, da es nicht nass werden darf. Eine Schutzbrille muss man nicht unbedingt tragen, auch wenn bei manchen Modellen eine mitgeliefert wird. Liegt das Gerät auf der zu behandelnden Hautpartie auf, wird über die Blitztaste ein Lichtimpuls abgegeben.
Bei vielen IPL-Haarentfernungsgeräten kann man aber auch zwischen dem manuellen und dem Automatik-Modus wählen: Entweder gibt man die einzelnen Lichtimpulse selbst über wiederholtes Drücken der Taste ab oder man hält sie dauerhaft gedrückt, sodass das Gerät die Impulse von selbst in einem voreingestellten Zeitabstand aussendet. Dieser Vorgang muss in bestimmten Abständen wiederholt werden. Den genauen Behandlungsplan findet man in der Bedienungsanleitung.
Hier wird angegeben, wie oft und in welchem Abstand das IPL-Gerät verwendet werden muss, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
Nachdem Sie Ihre Behandlung abgeschlossen haben, gönnen Sie Ihrer Haut ein bisschen Aufmerksamkeit. Eine sanfte Feuchtigkeitspflege hilft, die Haut zu beruhigen, besonders, wenn sie nach der Behandlung etwas gereizt oder rot ist. Wichtig ist, dass Sie in den ersten Tagen nach der Behandlung Sonnenstrahlung meiden - also kein Sonnenbaden oder direkte Sonneneinstrahlung auf den behandelten Stellen.
Risiken gibt es nur, wenn bei der Anwendung Fehler gemacht werden. Bei der Nutzung eines IPL-Geräts ist es wichtig, nur auf gesunder, unverletzter Haut zu arbeiten. Hautirritationen, Ausschläge oder andere Hautprobleme sollten vor der Behandlung vollständig abgeklungen sein.
Generell darf die Anwendung nicht zu häufig erfolgen, denn zu kurze Abstände zwischen den Sitzungen können die Haut unnötig reizen und zu Nebenwirkungen führen. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Schutz vor Sonnenlicht: Die Haut sollte vor und nach der Behandlung keiner intensiven Sonnenexposition ausgesetzt werden, da sie durch das IPL lichtempfindlicher wird.
Personen mit bestimmten Kontraindikationen wie einer Schwangerschaft, einem Herzschrittmacher oder der Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente sollten auf die Anwendung verzichten. Obendrein sollten Leberflecke, Muttermale, Sommersprossen und andere Pigmentflecken bei der IPL-Anwendung unbedingt ausgespart oder abgedeckt werden. Diese Hautbereiche enthalten eine höhere Konzentration an Melanin, das das IPL-Licht besonders stark absorbiert. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für Hautreizungen, Verbrennungen oder eine dauerhafte Pigmentveränderung.
Hier ist so viel los, dass wir uns erst einmal sortieren müssen: Das Philips Lumea IPL 9900 Series BRP958/00 bietet etliche Funktionen, Extras, Intensitätsstufen und Aufsätze an. Erst einmal zur Optik: Wir haben hier ein sehr großes IPL-Gerät mit einem schmalen, langen Griff und einem großen Kopf, über den die Blitze ausgelöst werden.
Das Philips Lumea IPL 9900 Series BRP958/00 überzeugt mit vier vielseitigen Aufsätzen für Körper, Gesicht und Bikinizone. Die Bedienung ist dank durchdachtem Design und fünf Intensitätsstufen angenehm flexibel. Besonders praktisch: Die KI-gestützte App bietet individuelle Behandlungspläne und Anwendungstipps.
Das Lumea IPL 9900 Series liegt gut in der Hand, wobei wir erwähnen möchten, dass es ziemlich schwer ist. Dafür bringt es aber auch einiges an Leistung mit sich. Obendrein wird es mit vier Aufsätzen geliefert und ist somit für Gesicht, Körper, Bikinizone und Achselhöhlen geeignet - also für eigentlich alles.
Was für einige Nutzerinnen und Nutzer spannend sein könnte: die dazu passende App, die KI-gesteuert beim Behandeln unterstützen soll. Beim Testen konnten wir feststellen, dass die Extra-Funktion nett und hilfreich ist, aber kein nötiges Muss. Über die App kann etwa ein individueller Behandlungsplan erstellt werden. Dieser soll dabei helfen, ein perfektes Ergebnis zu erzielen und natürlich dabei, keine Sitzungen zu verpassen. Wie gesagt: nett, aber nicht zwingend nötig. Schön finden wir tatsächlich, dass wir uns in der App noch einmal vollumfänglich über den richtigen Einsatz von einem IPL-Gerät informieren können.
Wenn man sich einen Moment mit dem Lumea IPL 9900 Series befasst hat, lässt es sich gut bedienen. Auf den vier Aufsätzen sind kleine Zeichnungen, sodass wir direkt erkennen können, welcher in welchem Bereich zum Einsatz kommt. Insgesamt liegt das IPL-Gerät gut auf, und die Aufsätze erleichtern die Anwendung. Dennoch: Gerade in der Bikinizone ist es dann am Ende eben doch nicht so easy. Einfach, weil das Gerät selbst sehr groß und auch recht schwer ist.
Super finden wir, dass wir das Lumea IPL mit oder auch ohne Kabel nutzen können. Die Akku-Funktion macht das Handling noch unkomplizierter, weil wir uns so frei bewegen können. Wir haben ein gutes Gefühl bei der Anwendung. Der SmartSkin-Sensor analysiert per Knopfdruck den Hautton und schlägt entsprechend die optimale Lichtintensität vor. Wir haben uns am Ende an den Beinen auf Stufe Drei eingeschossen - und sind damit absolut zufrieden. Das Gefühl ist angenehm, und unsere Haut reagiert nicht gereizt.
Wenn der Flasher durchgehend gedrückt wird, sendet er regelmäßig Lichtimpulse aus. Für das Handling vergeben wir einen Pluspunkt, weil der Knopf super angebracht ist und ganz einfach beim Anwenden auf der Haut betätigt werden kann. Der Preis ist natürlich happig, das muss man sagen. Und tatsächlich haben wir IPL-Geräte im Test, die mehr Lichtimpulse abgeben können. Philips liegt hier bei 450.000.
Der Braun Silk-expert Pro 5 kommt in einem recht großen, edlen, rosafarbenen Koffer daher. Er hat neben drei Aufsätzen unter anderem einen Präzisionsaufsatz, auch drei verschiedene Modi für die Intensität zu bieten und kann sowohl im manuellen als auch im Automatik-Modus genutzt werden.
Der Braun Silk-expert Pro 5 kommt in einem recht großen, edlen, rosafarbenen Koffer daher. Er bietet neben drei Aufsätzen auch drei verschiedene Modi für die Intensität und kann sowohl im manuellen als auch im Automatik-Modus genutzt werden. Das Haarentfernungsgerät von Braun hat zwar anders als die Philips-Modelle keine Pistolenform, lässt sich aber trotzdem angenehm halten. Zudem ist das mitgelieferte Netzkabel schön lang.
Im Lieferumfang findet sich ein recht großer, heller Koffer, der Platz für das IPL-Gerät samt Zubehör bietet. Das Silk-expert Pro 5 kann in drei verschiedenen Modi verwendet werden: extra sanft, sanft und Standard. Die je ausgewählte Stufe wird über drei Leuchten auf dem IPL-Gerät angezeigt.
Auch dieses IPL-Gerät lässt sich im manuellen oder im Automatik-Modus nutzen. So kann man die Blitztaste entweder mehrfach betätigen, sodass einzelne Lichtimpulse abgegeben werden. Auch bei diesem IPL-Gerät mit seinen verschiedenen Energiestufen wird das Licht automatisch an den Hautton angepasst, der integrierte Sensor heißt hier SensoAdapt. Er liest den Hautton kontinuierlich und passt die Intensität der Lichtimpulse entsprechend an. Insgesamt gibt es für die Intensität zehn Stufe, die jeweils eingestellte wird über einen Lichtstreifen seitlich am Gerät angezeigt.
Nach der zwölfwöchigen Erstbehandlung lässt sich bereits ein deutlich verminderter Haarwuchs feststellen. Um dieses Ergebnis zu halten oder den Haarwuchs noch weiter zu verringern, kann man dann in die Nachbehandlung übergehen. Nicht nur optisch macht der Braun Silk-expert Pro 5 PL5347 in seinem edlen Aufbewahrungs-Case etwas her, die Bedienung ist dank SensoAdapt-Sensor auch denkbar einfach.
Dass K-Beauty sich inzwischen auch in Deutschland etabliert hat, beweist der koreanische Hersteller Ulike mit seinem stylishen und vor allem effektiven IPL-Gerät zum vergleichsweise kleinen Preis. Bereits nach wenigen Monaten regelmäßiger und gewissenhafter Anwendung geht das Haarwachstum drastisch zurück und wir zweifeln nicht daran, dass bei Fortführung der Laser-Behandlung bald so gut wie gar kein Haar mehr nachsprießen wird.
Mit einem gewaltigen Vorrat an Blitzen (eine ganze Million!) hat man mit dem IPL Hair Removal des koreanischen Herstellers Ulike lebenslang ausgesorgt. Das IPL-Gerät kommt in einer schlichten, aber schönen, mintgrünen Verpackung ohne viel Plastik an. Die Box mit grünem Leder lässt sich wunderbar als Reisebox verwenden und nimmt nicht allzu viel Platz weg.
Auch wenn die deutsche Übersetzung der ausführlichen und detaillierten Gebrauchsanleitung nicht allzu gut ist, lassen sich die darin enthaltenen Anweisungen problemlos umsetzen. Mit zum Lieferumfang gehört ein etwas unhandlicher Systemrasierer, eine Schutzbrille, die die Augen super schützt, sowie ein Netzteil mit Stromkabel. Der Hair Removal selbst macht auf uns einen sehr hochwertigen, robusten und vor allem stabilen Eindruck, sodass er nicht gleich zerbricht, wenn er einmal auf den Boden fallen sollte. Als Material wurde hochwertiges Metall verwendet, und er weist keinerlei Gebrauchsspuren oder gar Kratzer auf.
Die Bedienung läuft wie von selbst. Angeboten werden fünf Intensitätsstufen, die alle angenehm sind und keine Schmerzen bei der Behandlung verursachen. Die beiden Knöpfe regulieren einmal das Ein- und Ausschalten sowie das Einstellen der gewünschten Intensitätsstufe und wiederum einmal, um den Lichtimpuls auszulösen. Die Sicherheit ist dem koreanischen Hersteller ein wichtiges Anliegen, denn der Lichtimpuls kann erst dann ausgelöst werden, wenn das Gerät vollständig mit der Haut in Berührung kommt. Es ziept dank der integrierten Saphire-Kühlfunktion selten während der Anwendung, sodass die Behandlung mit dem IPL-Gerät uns echte Freude bereitet.
Der Hersteller empfiehlt in den ersten ein bis zwei Wochen eine dreimal wöchentliche, in den nächsten drei bis fünf Wochen eine zweimal wöchentliche und nach fünf Wochen eine einmal halb- bis monatliche Anwendung. Nach den ersten vier Wochen zeigte die Behandlung erste Resultate: Das Haarwachstum verlangsamte sich deutlich. Wir sind daher voller Hoffnung, dass Ulike Wort hält und die ersten Härchen sich bei Fortführung der Behandlung erst wieder in einem halben Jahr zeigen werden. Zudem muss man sich mit einer ganzen Million Lichtimpulse keinerlei Gedanken mehr machen, welches IPL-Gerät denn nachfolgt, sobald das aktuelle den Geist aufgibt.
Auch wenn das Ulike Hair Removal noch immer kein Schnäppchen ist, so ist es doch - vor allem auf lange Sicht - deutlich günstiger als unsere restlichen Empfehlungen und büßt dabei überhaupt nichts an Effektivität, sauberer Verarbeitung und spielerischer Bedienung ein.
Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Funktionen und Eigenschaften der getesteten IPL-Geräte:
| Gerät | Anzahl Lichtimpulse | Aufsätze | Besondere Funktionen |
|---|---|---|---|
| Philips Lumea IPL 9900 Series BRP958/00 | 450.000 | 4 (Körper, Gesicht, Bikinizone, Achseln) | KI-gestützte App, SmartSkin-Sensor, Akkubetrieb |
| Braun Silk-expert Pro 5 PL5347 | Unbekannt | 3 (Standard, Präzision) | SensoAdapt-Sensor, Automatik-Modus |
| Ulike IPL Hair Removal | 1.000.000 | Keine zusätzlichen | Saphir-Kühlfunktion |
tags: #rasierer #damen #laser #test
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