Starkes Schwitzen unter den Achseln stellt besonders im Sommer unsere Nerven immer wieder auf die Probe. Gerade erst geduscht, ein frisches Shirt übergestreift und kaum hat man das Haus verlassen, bilden sich unschöne Flecken unter den Armen. Das kennen viele.
Dass wir schwitzen und vor allem oft stark unter den Achseln, ist lebensnotwendig und eine gekonnte Taktik unseres Körpers. Hinter der sich Millionen von Schweißzellen verbergen, die uns ganz ohne tropische Temperaturen und Anstrengung täglich bis zu zwei Liter Wasser ausschwitzen lassen.
Doch hilft Rasieren wirklich gegen Schwitzen? Im Folgenden werden wir diese Frage beantworten und weitere Aspekte rund um das Thema Schwitzen beleuchten.
Die Gründe für starkes Schwitzen unter den Achseln sind leider noch ungeklärt, liegen doch an den Handinnenflächen und den Fußsohlen dreimal so viele Schweißdrüsen wie unter den Armen. Als Übeltäter vermutet man jedoch ein hyperaktives Nervensystem in der Nähe der Wirbelsäule. Was genau unsere Schweißdrüsen allerdings so verrückt spielen lässt, ist nicht bekannt.
Allerdings wird der Schweißfluss besonders durch emotionale Reize wie Angst, Stress und Anspannung angeregt. Starkes Schwitzen unter den Achseln kann vielerlei Gründe haben. Neben psychische Ursachen wie Stress und Angst können auch Vererbung und Übergewicht Gründe sein. Ebenfalls können Hormonstörungen, die beispielsweise in der Pubertät und den Wechseljahren auftreten, starkes Schwitzen unter den Achseln hervorrufen. Es kann aber auch eine Reaktion auf scharfes Essen oder Nikotin-, Alkohol- und Koffeegenuss sein.
Gerade unter den Achseln kann starkes Schwitzen sehr unangenehm sein, da sich schnell unschöne Schweißflecken auf deiner Kleidung abzeichnen können. Achselhaare können Gerüche fördern. Daher solltest du diese regelmäßig entfernen. Denn Achselhaare erschweren dir nicht nur den Auftrag deines Deos, sondern lassen auch Bakterien leichter entstehen. Und genau diese gilt es zu vermeiden, denn treffen sie auf Schweiß, entsteht der so unangenehme Körpergeruch.
Tatsächlich haben Achselhaare sogar einen biologischen Sinn:
Der muffige Geruch, den wir kennen, entsteht laut Uta Schlossberger erst dann, wenn der Schweiß durch Bakterien zersetzt wird. Die Bakterien-Besiedlung in einer behaarten Achsel ist eine andere und deutlich stärkere als in einer rasierten Achsel. Daher gilt: „Der Geruch kann tatsächlich intensiver sein, als in einer nicht behaarten Achselhöhle“, sagt Sabine Stangl.
Die Haut unter den Armen lässt sich, laut Sabine Stangl, bei enthaarten Achseln außerdem besser reinigen. Denn im Vergleich zu behaarten Achseln können sich Hautschuppen dann nicht zwischen den Haaren festhalten. Auch kann das Rasieren dazu führen, dass weniger Schweißflecken auf der Kleidung entstehen.
Setz bei starkem Schwitzen unter den Achseln auf Naturfasern. Denn Kunstfasern nehmen zwar den Schweiß unter den Achseln besser auf und transportieren ihn schneller ab, weshalb ihr Einsatz auch besonders beliebt bei Sportbekleidung ist, sind aber auch luftundurchlässiger und lassen dich schneller schwitzen als natürliche Fasern.
Naturfasern wie Baumwolle, Seide und Leinen haben kühlende Eigenschaften, sind luftdurchlässig und angenehm für die Haut.
Als optimales Mittel gegen starkes Schwitzen unter den Achseln haben sich Antitranspirant Deos erwiesen. Diese enthalten unter anderem sogenannte Aluminiumsalze, die das Problem dort bekämpfen, wo es entsteht. Sie verengen die Schweißdrüsen und hemmen somit ihre Schweißproduktion.
Antitranspirant Deos solltest du auf enthaarter, gereinigter und trockener Haut auftragen. Trage sie am besten immer abends bevor du ins Bett gehst auf, da der Körper zum Abend den Stoffwechsel einstellt und somit die Schweißproduktion reduziert wird.
Du hast zwar das Problem, dass du stark unter den Achseln schwitzt, jedoch kannst du es mit einer übertriebenen Körperpflege auch noch verschlimmern. Denn zu häufiges Waschen kann den Schutzmantel deiner Haut beschädigen. Also Wasche deine Haut unter den Achseln gründlich mit einem Duschgel oder Seife. Verwende im Anschluss ein Deo, dass deiner Haut unter den Achseln gibt, was sie benötigt.
Wenn Sie sich für die Haarentfernung entscheiden, ist die Rasur eine gängige Methode. Hier sind einige Tipps und Überlegungen:
Lasern gilt als hautschonende Methode zum Entfernen der Haare - dafür sind aber mehrere Sitzungen notwendig. Zusätzlich: „Die Haare müssen schwarz sein, weil der Laser sonst nicht auf den Farbstoff reagiert, dann wird man sie auch ganz los“, so Uta Schlossberger. Lasern eignet sich vor allem für Menschen mit sensibler Haut, bei denen normales Rasieren zu Rötungen und kleinen Wunden führen kann.
Wovon Uta Schlossberger abrät, ist Epilieren oder Waxing, da die Haut unter der Achsel empfindlich ist und sich schnell entzünden kann. Auch Enthaarungscremes vermeidet man besser, um die Hautbarriere zu schützen.
Rasurbrand ist in der Regel harmlos. Normalerweise beruhigt sich die Haut nach ein paar Tagen wieder und Rötungen oder Pickelchen klingen ab. Im schlimmsten Fall können daraus aber auch Entzündungen entstehen, die sehr groß und schmerzhaft sind.
Ein paar einfache Maßnahmen können dabei helfen, den Rötungen und Pickelchen vorzubeugen:
Auch die richtige Kleidung schont die gestresste Haut. Gut geeignet sind weiche Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide. Materialien wie Polyester oder Mikrofaser dagegen sind in der Regel nicht so atmungsaktiv und können das Abheilen kleiner Verletzungen erschweren.
Erste Hilfe bei Rasurbrand:
Neben der Rasur gibt es noch weitere Maßnahmen, die gegen übermäßiges Schwitzen helfen können:
Bei einer Hyperhidrose handelt es sich um übermäßiges und krankhaftes Schwitzen. Die normale Funktion des systemischen Nervensystems, was die Temperatur unseres Körpers reguliert, ist gestört. Trotz intensiver neurologischer Forschung, ist die Ursache der Hyperhidrose nicht eindeutig geklärt.
Symptome der Hyperhidrose:Mögliche Begleitsymptome können hohes Fieber, Kurzatmigkeit, Leistungsschwäche und Nachtschweiß sein.
Eine entsprechende Therapie wird je nach betroffener Körperregion und Schweregrad der Hyperhidrose eingeleitet. Für gewöhnlich beginnt eine Behandlung mit Salben und Sprays. Weiterführende Verfahren werden schrittweise mit dem behandelnden Arzt besprochen. Eine Operation wird nur sehr selten vorgenommen und auch nur, wenn die bisherigen Behandlungen ausgeschöpft sind und keinen Erfolg zeigen. Achtung: Einige angebotene Methoden gelten als kosmetische Eingriffe und sind privat zu zahlen. Ihre Arztpraxis wird Sie entsprechend informieren und aufklären.
Eine Hyperhidrose ist nicht nur eine körperliche Erkrankung, sondern belastet auch stark die Psyche des Betroffenen. Häufig wird eine Angststörung hervorgerufen und das Selbstbewusstsein gemindert. Folglich schränken erkrankte Personen als Konsequenz soziale Kontakte ein. Eine ambulante Psychotherapie kann bei dieser außerordentlichen psychischen Belastung unterstützen.
tags: #rasieren #gegen #schwitzen #hilft #das #wirklich
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.