Haarausfall, auch Alopezie genannt, ist ein Zustand, der bei verschiedenen Tierarten auftreten kann, einschließlich Rehwild. Er kann verschiedene Ursachen haben, von genetischen Faktoren über Krankheiten bis hin zu Umweltbedingungen. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Ursachen für Haarausfall bei Rehen und deren Auswirkungen auf die Tiere.
Eine Alopezie (auch Atrichia, Atrichosis oder Alopecia) ist ein bei allen Haustierarten beschriebenes regionales oder vollständiges Fehlen der Behaarung oder Befiederung. Diese Missbildung kann entweder als Erbfehler oder durch schädigende Einflüsse auf die ungeborene Frucht oder auch erst nach der Geburt aus unterschiedlichen Gründen (Krankheiten, hormonelle oder nervale Störungen, Fütterungsfehler, Pilzerkrankungen, Vergiftungen) auftreten.
Bei Wildtieren wird Haar- oder Federlosigkeit nur sehr selten beobachtet, vermutlich auch deshalb, weil solche Tiere in freier Wildbahn wesentlich geringere Überlebenschancen haben als Haustiere in menschlicher Pflege.
Es ist wichtig zu beachten, dass an der Hautoberfläche oder in flachen Tunneln lebende männliche Milben, weibliche Milben Bohrgänge unter der Epidermis anlegen, in denen auch die Eiablage erfolgt.
Verschiedene Faktoren können zum Haarausfall bei Rehen beitragen. Dazu gehören:
Im gegenständlichen Falle wurde keine Hautprobe gezogen, womit eine weiterführende Untersuchung (zum Beispiel eine histologische Untersuchung mit einer Beurteilung der Haarfollikel) nicht möglich war. Im vorliegenden Falle wäre besonders eine Untersuchung aus dem Übergangsbereich des haarlosen Bereichs zu den behaarten Körperstellen interessant gewesen.
Die seltene Minderbehaarung (Hypotrichosis) bei Rindern ist überwiegend erblich bedingt.
Eine scheinbare Haarlosigkeit ist bei der sogenannten „Haarseuche“ zu beobachten, bei der es Juckreiz-bedingt, verursacht durch hochgradigen Befall mit Lausfliegen und Haarlingen, zu einem Haarverlust kommt.
Alopecia Areata beim Menschen
Ein wichtiger Aspekt bei Haarausfall bei Rehen ist der Befall mit Ektoparasiten, insbesondere Haarlingen und Hirschlausfliegen.
Die letztlich für mich sinnfälligste Erklärung liefern Deutz, A. und Messner, C. in [3] und [4] durch die Beschreibung massenhaften Befalls mit bestimmten Ektoparasiten (Haarlinge, Hirschlausfliegen).
Das stimmt mit unseren Beobachtungen überein - die Stücke saßen „steif voll“ damit, besonders in den Achselhöhlen. Die Folge: Juckreiz und ständiges Kratzen mit den Hinterläufen an Träger und Haupt, zum Teil bis auf die blanke Haut. Durch die ständige Unruhe sind die Stücke stark beeinträchtigt und kommen ab.
Wenn man berücksichtigt, dass es in den letzten Jahren keine richtigen Winter mehr gegeben hat, ist leicht nachvollziehbar, dass es schnell zu einem Massenbefall kommen kann - der aber eben keine „Seuche“ im eigentlichen Sinn ist.
Haarlinge sind häufige Außenparasiten beim Reh. Sie leben von Hautschuppen, Haarteilen und Blut. Meist sind Haarlinge in Nestern vor allem an den Kniegelenken, im Sommer auch in der Brustbeingegend nachzuweisen.
Starker Haarlingsbefall, meist bei auffallend schwachen Stücken, ist fast immer ein Hinweis auf andere Krankheiten, wie z.B. einen hochgradigen Befall mit Innenparasiten. Die Schadwirkung von Haarlingen besteht vor allem in der ständigen Beunruhigung der Rehe.
Die 5 bis 7 mm großen Hirschlausfliegen befallen auch Rehe. Weibchen sind lebendgebärend, legen also bereits verpuppungsreife Larven. Aus den Puppen schlüpfen im Herbst die Lausfliegen, die, wenn sie einen entsprechenden Wirt gefunden haben, ihre Flügel verlieren und auf diesem Wirt überwintern.
Ein Beispiel für den Umgang mit Haarausfall ist die Geschichte von Birgit Reh, einer Frau, die an Alopecia Areata leidet. Rehs Geschichte beginnt in ihrer Kindheit. Ende der 1970er-Jahre, sie ist etwa zehn Jahre alt, bemerkt sie zum ersten Mal den Haarausfall. Auf ihrem Kopf haben sich kahle Stellen in der Größe eines Fünfmarkstückes gebildet.
Ein Dermatologe stellt fest, dass sie an Alopecia Areata leidet. Die Ursache für diese Erkrankung ist bis heute nicht geklärt, aber Mediziner gehen davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Das Immunsystem richtet sich gegen den eigenen Körper, im Fall von Birgit Reh gegen die Zellen der Haarwurzel.
Rehs Haarausfall verläuft schubweise und verschwindet auch zum Teil; sie kaschiert kleine Stellen im dunklen Haar mit Kosmetika. „Damals hätte ich nie gedacht, dass das einmal so ausufern wird“, erinnert sie sich. Es gibt immer Lichtblicke. Als sie mit 21 Jahren heiratet, sind die Haare nachgewachsen.
Durch den Hormonschub in ihrer Schwangerschaft wird ihr Haar sogar richtig voll. Doch leider ist dieser Zustand nicht von Dauer. Nach der Geburt ihres Kindes fallen die Haare büschelweise aus. Jetzt sind große, kahle Stellen auf dem Kopf zu sehen. „Da habe ich schon die Panik bekommen“, räumt sie ein.
Schließlich landet sie im Wartezimmer einer Immunologin in Erfurt. Sie sitzt einer jungen Frau mit zwei kleinen Kindern gegenüber. Reh erfährt: Die Frau hat unheilbaren Krebs im Endstadium. „Dagegen war mein Problem plötzlich winzig. Da denkst Du ganz anders darüber nach. Es sind bei mir nur die Haare“, sagt sie.
Als Reh selbst zur Untersuchung kommt, sagt die Ärztin, dass durch die jahrelange Einnahme von Medikamenten ihre Leber und ihre Nieren geschädigt seien. „Die Ärztin meinte, wenn ich so weitermache, bin ich eines Tages an der Dialyse.“ Es macht klick im Kopf, Reh setzt die Mittel ab.
Jetzt gehen die Haare erneut extrem aus. „Ich habe ausgesehen, wie nach einer Chemotherapie.“ Dennoch, sie beschließt, ihre Glatze zu akzeptieren. Ihre Familie und ihre Freunde unterstützen sie bei dem Prozess.
Egal, ob Haare oder nicht, es ändere nichts am Charakter oder am Menschen. „Wer mich so nicht akzeptiert, der soll eben weiterlaufen.“ Zunächst trägt sie Tücher und andere Kopfbedeckungen, später auch Perücken.
Die wenigen weißen Haare, die nachwachsen, werden jeden zweiten Tag unter der Dusche abrasiert. Birgit Reh möchte anderen Menschen mit ihrer Geschichte Mut machen. Wichtig seien die Ausstrahlung und der Charakter eines Menschen.
Auf keinen Fall sollte man sich zu Hause verkriechen und verstecken. Sondern offen mit der Krankheit umgehen und seinen Lebensmut behalten. Wer sich selbst annehme, werde auch von anderen angenommen. Davon ist sie überzeugt.
Es gibt auch andere Beobachtungen und Faktoren, die im Zusammenhang mit Haarausfall bei Rehen stehen:
Es ist wichtig, die genannten Faktoren zu berücksichtigen, um die Ursachen für Haarausfall bei Rehen besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.
Haarlinge auf Rehwild
Um einem Parasitenbefall vorzubeugen und die Gesundheit der Rehe zu erhalten, sind verschiedene Maßnahmen möglich:
Es ist ratsam, bei Verdacht auf einen Parasitenbefall einen Tierarzt oder Wildexperten zu konsultieren, um eine genaue Diagnose und geeignete Behandlungsmaßnahmen zu erhalten.
Das Video gibt einen Überblick über die Haarerkrankungen bei Rehwild und deren Behandlung.
Zecken können eine Vielzahl von Krankheitserregern übertragen, die für Wildtiere und Menschen gefährlich sein können. Zu den von Zecken übertragenen Erregern gehören u. a. Babesia spp., Borrelia burgdorferi sensu latu, Acanthocheilonema (Dipetalonema) spp., Bartonellaspp., Ehrlichiaspp., Anaplasma phagocytophilum, A. platys, Rickettsia spp., Flaviviren und andere.
Hier ist eine Tabelle, die die Zeckengebiete und die Risikogebiete für durch Zecken übertragene Krankheiten in Deutschland zeigt:
| Gebiet | Zeckenart | Übertragene Krankheiten |
|---|---|---|
| Deutschlandweit | Ixodes ricinus (Gemeiner Holzbock) | Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Babesiose, Anaplasmose |
| Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg) | Ixodes ricinus | FSME (Risikogebiete) |
| Regional (z.B. Sachsen, Thüringen) | Dermacentor reticulatus (Auwaldzecke) | Babesiose |
Es ist wichtig, sich vor Zeckenstichen zu schützen und Zecken so schnell wie möglich zu entfernen, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.
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