Prolia (Wirkstoff: Denosumab) ist ein modernes Medikament zur Behandlung einer ausgeprägten Osteoporose. Es hemmt gezielt den Knochenabbau und senkt das Risiko für Knochenbrüche. Da es nur alle sechs Monate als Injektion verabreicht wird, gilt es als besonders anwenderfreundlich. Bei Lumedis in Frankfurt beraten wir Sie individuell zu Wirkung, Anwendung und möglichen Nebenwirkungen von Prolia - und finden die optimale Therapie für gesunde, stabile Knochen.
Hierbei handelt es sich um eine Medikamentengruppe der neueren Generation, ein sogenanntes Biological bzw. ein monoklonaler Antikörper. Es wirkt, indem es ein Protein hemmt, dass den Knochenabbau begünstigt. Dadurch wird der Knochenabbau gebremst und der Knochenaufbau überwiegt.
Das Medikament sollte bei Menschen eingesetzt werden, bei denen eine starke Osteoporose diagnostiziert wurde und/oder bei denen es schon aufgrund einer Osteoporose zu Knochenbrüchen gekommen ist.
Prolia / Denosumab wird als Fertigspritze in das Unterhautfettgewebe in Oberarm, Oberschenkel oder Bauchdecke verabreicht.
Das Medikament bindet an einen Bereich des Stoffwechsels, der die sogenannten Osteoklasten aktiviert. Osteoklasten sind Zellen, die den Knochen abbauen. Nach Applikation von Prolia / Denosumab ist zu erwarten, dass der Knochen nicht mehr abgebaut wird.
Bei den Nebenwirkungen unter Prolia / Denosumab wären vor allem Muskel-, Gelenk-, und auch Knochenschmerzen zu nennen. In manchen Fällen kann es auch zu einer erhöhten Infektanfälligkeit der oberen Atemwege kommen. In einigen Fällen wurde auch als Nebenwirkung eine Gewichtszunahme unter Prolia / Denosumab beschrieben. In manchen Fällen wird auch von Patienten Haarausfall berichtet.
Prolia kann zu Zahnschmerzen und auch zur Lockerung der Zähne führen. Auch kann es zu einem Knochenrückgang oder aber zu einer sogenannten Knochennekrose im Kiefer kommen.
Das Medikament wirkt zwar ab der ersten Einnahme, eine Besserung der Beschwerden oder eine Änderung der Befunde sollte aber erst nach Ende der zweiten Spritze erwartet und beurteilt werden. Sollte auch nach einem Jahr keinerlei Besserung der Beschwerden aufgetreten sein, sollte die Behandlung abgebrochen werden.
Alternativen zu Prolia / Denosumab wären vor allem das Osteoporosemedikament der ersten Generation mit dem Namen Alendronat. Dieses Medikament sollte einmal in der Woche eingenommen werden. Aufgrund der Nebenwirkungen des Medikamentes sollten aber einige Anwendungseinschränkungen beachtet werden. So sollte es nur im Sitzen eingenommen werden.
Weitere Medikamente zur Behandlung von Osteoporose sind Raloxifen und Teriparatid. Sie werden aber nur dann eingesetzt, wenn Bisphosponate nicht infrage kommen.
Bestimmte Medikamente, die Bisphosphonate, können die Knochen stärken und Knochenbrüche teilweise vermeiden. Diese Medikamente hemmen Zellen, die für den Abbau von Knochensubstanz zuständig sind (Osteoklasten).
Sie können als Tabletten eingenommen oder als Infusion in eine Vene gegeben werden. Die Tabletten werden morgens nach dem Aufstehen mit einem Glas Wasser (200 ml, kein stark kalziumhaltiges Mineralwasser) geschluckt.
Die meisten Menschen vertragen Bisphosphonate gut. Mögliche Nebenwirkungen hängen vor allem davon ab, ob sie als Tablette eingenommen oder als Infusion gegeben werden.
Vor einer Behandlung mit Bisphosphonaten prüft die Ärztin oder der Arzt, ob medizinisch etwas dagegenspricht. Dazu fragt sie oder er zum Beispiel nach anderen Erkrankungen und Medikamenten sowie nach der Kiefer- und Zahngesundheit. Außerdem werden verschiedene Blutwerte bestimmt, um sicherzustellen, dass die Nieren gut funktionieren und keine anderen Gründe gegen eine Behandlung sprechen.
Es ist normalerweise nicht nötig, während der Behandlung die Knochendichte zu überprüfen. Zum einen hängt der Schutz der Medikamente nicht nur von der Knochendichte ab. Zum anderen bedeuten Knochendichtemessungen eine Strahlenbelastung.
Ob man bei Osteoporose einem Knochenbruch mit Medikamenten vorbeugen möchte oder nicht, ist eine individuelle Entscheidung. Das persönliche Risiko für einen Knochenbruch spielt dabei eine wichtige Rolle. Es hängt unter anderem von der Knochendichte, dem Alter und weiteren Risikofaktoren ab - zum Beispiel davon, ob andere Erkrankungen bestehen, die Knochenbrüche wahrscheinlicher machen.
Bei Osteoporose Medikamente einzunehmen oder nicht, ist eine persönliche Abwägung: Manche Menschen möchten unbedingt einen Knochenbruch vermeiden und entscheiden sich für Medikamente. Andere entscheiden sich dagegen, weil sie sich nicht mit der regelmäßigen Anwendung der Mittel und möglichen Nebenwirkungen belasten möchten.
Das gemeinsame Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt kann helfen, die Vor- und Nachteile einer Behandlung in Ruhe abzuwägen. Die Hausärztin oder der Hausarzt kennt die persönliche und medizinische Situation und ist eine geeignete erste Anlaufstelle.
Auch sogenannte Risikorechner können die Abwägung unterstützen: spezielle Computerprogramme, die anhand persönlicher Risikofaktoren abschätzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit man in den nächsten Jahren einen Knochenbruch haben wird. Ein aussagekräftiger Risikorechner gibt dies als Zahl an - und unterstützt damit eine sorgfältige Abwägung.
| Medikament | Anwendung | Häufigkeit | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Prolia (Denosumab) | Injektion | Alle 6 Monate | Einfache Anwendung, auch bei Nierenschwäche | Mögliche Nebenwirkungen, Risiko von Kiefernekrose, Haarausfall |
| Alendronat | Tablette | Einmal wöchentlich | Gut etabliert | Anwendungseinschränkungen, Magen-Darm-Probleme |
| Raloxifen | Tablette | Selten eingesetzt | - | Erhöhtes Risiko für Thrombosen und Schlaganfälle |
| Teriparatid | Injektion | Selten eingesetzt | - | Nicht nachgewiesene Wirksamkeit bei Hüftfrakturen, begrenzte Anwendungsdauer |
| Bisphosphonate | Tablette oder Infusion | Variiert je nach Präparat | Stärkt die Knochen, vermeidet Knochenbrüche | Magen-Darm-Beschwerden, Kiefernekrose (selten) |
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