William Shatner ist mehr als nur ein Schauspieler. Er ist eine Ikone der Popkultur, deren Karriere sich über sieben Jahrzehnte erstreckt und jeden Winkel der Unterhaltungsindustrie berührt. Shatner wurde 1931 in Montreal, Kanada, geboren und war schon immer Schauspieler. 1966 schlüpfte er zum ersten Mal in die Captain-Uniform als James T. Kirk in Star Trek. Da wurde er wirklich zu einem bekannten Namen.
Über William Shatners Haar wird seit Jahrzehnten spekuliert. Die Frage, die sich die meisten Menschen stellen: „Ist Shatner tatsächlich kahl?“ Die Wahrheit ist, dass niemand es weiß. Fest steht, dass im Laufe der Jahre mehrere Toupets verloren gingen. Der Mythos, der es umgibt, ist mit der Zeit nur noch gewachsen.
Die oft in den Medien geäußerte Vermutung, der ehemalige US-Präsident Donald Trump sei Toupet-Träger, ist hingegen falsch.
William Shatner im Laufe der Jahre: Mit und ohne Haarteil.
Kurzgefasst: Ein Toupet ist ein Haarteil, das Männer tragen, um kahle Stellen zu kaschieren. Die Toupets werden aus Echthaar oder Kunsthaar gefertigt. Dabei ist auf eine hohe Qualität zu achten, damit das Haarteil so realistisch und natürlich wie möglich aussieht. Heute bezeichnet das Wort “Toupet” eine Halbperücke, ein Haarteil oder Haarersatz für lokal begrenzte kahle Kopfpartien. Sie werden individuell an den Träger angepasst und finden zumeist zum Verbergen von Stirn- oder Halbglatzen Verwendung.
Ursprünglich kommt der Begriff „Toupet“ aus dem Altfranzösischen und ist dem Wort für Haarbüschel, „toup“, entlehnt. So kam die Technik des Toupierens im 18. Jahrhundert als eine Modeerscheinung der Frisierkunst auf, die darin bestand, einzelne Haarsträhnen gegen den Strich zu kämmen. Man konnte mit dieser vorübergehenden Umformungstechnik völlige neue Frisuren entwerfen und fixieren. Auch heute noch wendet man diese Technik an, wenn Bedarf an mehr Volumen und besseren Stand des Haares besteht.
Sie sind im Grunde unsichtbar, denn sie sollen für Außenstehende nicht erkennbar sein. Das ist einer der Gründe, warum Hollywoodstars bis ins hohe Alter keinen Haarausfall zu haben scheinen. Das moderne Toupet ist wie ein Maßanzug millimetergenau auf den Kopf seines Trägers angepasst. Wer Toupet trägt - aus welchen Gründen auch immer - ist in guter Gesellschaft. Auch Prominente schätzen Toupets, insbesondere Männer.
Einer der gegenwärtig berühmtesten Toupet-Träger ist der US-Schauspieler Charlie Sheen, bekannt als Charlie Harper in der Serien-Sitcom „Two and a Half Men“. Auch der Mime des Super-Agenten James Bond alias 007, Sean Connery, oder William Shatner, der Captain Kirk des Raumschiffes Enterprise verkörperte, trugen ein Toupet.
Allgemein betrachtet bezeichnen beide Begriffe eine Form des Zweithaares. Im Gegensatz zur Perücke soll das Toupet immer nur Teile des Kopfes abdecken. Eine weitere gängige Bezeichnung des Toupets ist daher konsequenterweise auch der Fachbegriff „Halbperücke“. Beide dienen grundsätzlich dem Haarersatz, können aber auch aus modisch-kosmetischen Gründen Verwendung finden.
Der augenfälligste Unterschied zwischen Perücken und Toupets besteht in deren Größe. Toupets werden handgefertigt nach der Größe der kahlen Fläche am Kopf seines zukünftigen Trägers, die es zu überdecken soll. Die meisten Toupets für Männer sind also vergleichsweise klein. Die Befestigungsart ist ein weiterer Unterschied zu jener der klassischen Perücke. Wer sie verwenden will, befestigt sie in der Regel mit einem Klebesystem oder kleinen Haarclips am eigenen Haar.
Das bedeutet, dass anders als das Toupet, das in erster Linie fehlendes Eigenhaar durch Zweithaar ergänzen soll, die Perücke vorhandenes Eigenhaar einfach überdeckt. Toupets müssen in vorhandenes Haar integriert werden, damit sie nicht als Fremdkörper erkennbar sind. Männer nutzen diese Form des Haarteils oft, um partielle Haarprobleme zu kaschieren. Das können Halbglatzen, Geheimratsecken oder durch erblichen Haarausfall entstandene kahle Stellen sein.
Toupet vs. Perücke: Die Hauptunterschiede im Überblick.
Wenn Sie sich für ein Toupet entscheiden, ist die Frage grundlegend, ob Sie diesen Haarersatz dauerhaft oder nur zeitweilig tragen möchten. Eine permanente Befestigung sorgt für einen sicheren Halt des Toupets von mindestens einer Woche bis zu mehreren Monaten. Hier kommen hochentwickelte, hautfreundliche Spezialkleber zum Einsatz, die auf die kahlrasierte Stelle des Kopfes aufgetragen werden.
Nach einer kurzen Einwirkdauer platziert und befestigt der Zweithaarspezialist dann das Toupet fachkundig. Eine dauerhafte Befestigung gewährleistet einen sehr zuverlässigen Sitz des Fremdhaares sogar bei relativ starken Belastungen wie Duschen, Schwimmen, Sport oder ähnlichem. Die hochmodernen „Bonding Klebstoffe“ befestigen das Zweithaar dermaßen zuverlässig, dass es sich nicht ohne spezielles Lösungsmittel von der Kopfhaut lösen lässt. Dennoch wird der Halt nach einer gewissen Zeit nachlassen.
So praktisch eine permanente Befestigung auch klingen mag, nachdem man sich im Grunde nur alle paar Wochen um seine Haare kümmern muss, wird der eine oder andere Toupet-Träger sich doch für eine semipermanente Lösung entscheiden müssen. Ausschlaggebend dafür mag eine sehr sensible, stark schwitzende oder allergiegefährdete Kopfhaut sein, die ein regelmäßiges Abnehmen des Haarteiles notwendig macht.
Bei einer nicht dauerhaften Befestigung spielt der Aufwand, das Haarteil abzunehmen und wieder zu befestigen, eine besondere Rolle. Werden dafür Clips verwendet, müssen die eigenen Haare eine entsprechende Länge aufweisen, um daran entweder einzelne Haarsträhnen oder eben ganze Haarersatzteile hinzufügen zu können.
Wenn auch im Grunde eine erhöhte Empfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe eines solchen Spezialklebers oder etwaige Allergien niemals ganz auszuschließen sind, so ist auch hier auf eine enorme technologische Entwicklung hinzuweisen. Die am häufigsten zum Einsatz kommenden Toupet-Klebstoffe beruhen auf Silikonbasis oder weiterentwickelte Kleber auf Grundlage von Cyanoacrylat. Gerade die Silikonkleber zeichnen sich durch besonders hohe Hautverträglichkeit aus, wofür die große Beliebtheit von Silikonimplantaten durchaus als Indiz zu werten ist. Bei der Auswahl des Klebers ist auf eine medizinische Zulassung des Produktes zu achten.
Grundsätzlich möglich ist auch eine nicht-permanente Befestigungsmethode, die allerdings heutzutage dank unvergleichlich besser entwickelter Alternativen kaum mehr nachgefragt wird. Diese Art der Befestigung ist in hohem Maße unzuverlässig. Jeder Windstoß stellt eine echte Gefahr dar, kann das „Geheimnis“ lüften und den Toupet-Träger in eine unerträglich peinliche Situation bringen.
Die hochmoderne technologische Entwicklung erleichtert die Auswahl eines Toupets für Männer keinesfalls leicht. Wäre man früher geneigt gewesen, ohne längeres Nachdenken dem Echthaar den Zuschlag zu erteilen, lassen sich die Vorteile von Kunsthaar längst nicht mehr in Abrede stellen. Sowohl was das Material angeht als auch die entstehenden Kosten. Die zum Einsatz kommenden Hightech-Materialien lassen nämlich auch Kunsthaar hinsichtlich seines Glanzes und seiner Haptik sehr natürlich aussehen. Im Gegensatz zu Echthaar verliert das Kunsthaar auch nicht an Farbe über die Zeit. Ein Nachteil ist allerdings zweifellos, dass Kunsthaar splissanfälliger ist. Die Lebensdauer im Vergleich zu Echthaar ist gerade bei längerem Haar eingeschränkt.
Auch die Entscheidung für ein Echthaar-Toupet ist keineswegs banal, sind bei der Wahl doch eine Reihe von wesentlichen Eigenschaften zu berücksichtigen. So müssen sowohl die Farbe, die Dicke und die Struktur zum Haar des zukünftigen Trägers passen. Sind die eigenen Haare eher dünn, brünett und glatt, wird sich der angehende Toupet-Träger nicht für krauses, dunkelbraunes, sehr dichtes Echthaar entscheiden können.
Offensichtlich wird diese Problematik durch die Tatsache, dass das meiste zur Verfügung stehende Echthaar aus asiatischen Ländern wie in erster Linie China oder Indien geliefert wird. Die zur Verarbeitung verfügbaren Haare sind also zumeist dunkel und in der Regel viel stärker als europäisches Haar. Asiatisches Haar muss daher in den meisten Fällen vorbehandelt werden, um es mit dem europäischen Haar kompatibel zu machen. Bedauerlicherweise führen solche Behandlungstechniken zu einer geringeren Haltbarkeit, als diese ein Haarteil aus europäischem Haar gewähren würde. Das unbehandelte europäische Haar hält bis zu dreimal länger, ist wesentlich pflegefreundlicher, aber auch unvergleichlich teurer.
Eine Montur ist das Grundgerüst einer Perücke oder eines Toupets. Gemeint ist das feinmaschige Netz, auf das die Haare entweder von Hand einzeln oder in kleinen Strähnen geknüpft oder maschinell eingewebt werden. Ist erst einmal die Entscheidung für das Haar gefallen, tut sich die Frage auf, wie es denn nun zum Echthaar-Toupet montiert werden soll. Auch hier gibt es verschiedene Auswahlmöglichkeiten, mit welchen Materialien diese Montur gefertigt sein soll. Die Entscheidung wirkt sich einmal mehr auf die Haltbarkeit des Haarersatzes aus und hat nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden des Trägers. Je nach Massivität der Montur zeigt dies Effekte auf den möglichen Diskretionsgehalt des allgemeinen Erscheinungsbildes.
Eine Montur-Variante ist eine maschinelle Verarbeitung des Haares auf Stoff. Diese Haarteile, auch Tressentoupets genannt, sind im Vergleich zu anderen Montagen recht widerstandsfähig. Leider lassen sie zugleich den Haarersatz ungewöhnlich dick erscheinen. Der Tragekomfort ist sehr eingeschränkt, Männer, die mit dieser Montur ihr Toupet tragen, geraten sehr leicht ins Schwitzen. Zu bedenken ist außerdem, dass die Aussichten auf ein natürliches Erscheinungsbild recht überschaubar sind. Ein misstrauischer Blick wird rasch das Geheimnis um die wiedererstarkte Haarfülle zu lüften.
Die zweite Montur-Variante ist ein Unterbau mit einem zumeist handgeknüpften feinen Netz. Unter Anwendung dieser Technik entsteht ein sogenanntes Monofilament-Toupet oder auch Lace-Toupet, das wesentlich dünner, jedoch durch den hohen Anteil an Handarbeit allerdings auch wesentlich teurer ist. Hier lässt sich auch am Haaransatz ein recht natürliches Erscheinungsbild erzeugen. Der Tragekomfort ist durch die hervorragende Luftdurchlässigkeit zur vorgenannten Variante unvergleichlich besser.
Schließlich gibt es noch die Unterbauvariante mit einer Folie, die zumeist hautfarben oder farblos ist. In sie sticht der Zweithaar-Experte die Fremdhaare zumeist ein, um ein möglichst natürliches Fallen der Haare zu bewirken. Dies wäre durch die Methode des Verknüpfens nicht möglich. Sehr empfindliche oder leicht schwitzende Menschen können ihre „Skins“ auch mit zusätzlichen Luftlöchern versehen lassen, um den Tragekomfort weiter zu erhöhen. Diese Haarhäute können mitunter dermaßen dünn sein, dass es auch aus nächster Nähe so aussieht, als würden die Haare direkt aus der Kopfhaut sprießen. Je dünner die Folie ist, desto geringer ist allerdings auch ihre Haltbarkeit. Die nicht verknüpften Haare gehen leichter aus und sehr dünne Folien reißen auch schneller.
Bei den Haarverdichtungsmethoden muss eine gewisse Länge an Eigenhaar vorhanden sein, ehe der Zweithaarexperte darangeht, Haarsträhnen oder sogenannte Extension daran zu kleben. Auch Toupets können auf diese Weise an Eigenhaar geklebt werden. Zuletzt genannte Methode ist allerdings nur für das kurzfristige Tragen eines Haarersatzes von maximal einem Tag geeignet. Nachdem die Haare rasch verkleben, muss außerdem schon der allererste Klebeversuch zielführend sein. Zudem ist beim Ankleben eines Haarteils an das Eigenhaar das Maß an Diskretion doch sehr gering.
Nicht unerwähnt bleiben soll die Technik der Haarintegration, die sich als Methode der Haarverdichtung bei schütterem Haar anbietet. Diese Methode kann allerdings nur Anwendung finden, wenn noch Eigenhaar vorhanden ist. Als Befestigungsvariante kommt hier die Technik des Weaving infrage. Hairweaving bedeutet, dass der Experte den Haarersatz am noch vorhandenen Eigenhaar in Form von sehr feinen Zöpfen, sogenannten Cornrows, einwebt. Auf diese Zöpfe befestigt er schließlich Echthaartressen, also Haare, die auf ein Band genäht wurden. Nachdem das noch vorhandene Eigenhaar weiterwächst, lockert sich das Weaving mit der Zeit. Der Zweithaarexperte wird es daher in einem Rhythmus von ungefähr sechs bis acht Wochen immer wieder hochsetzen müssen.
Experten raten allerdings von einer längeren Gesamttragezeit als höchstens einem halben Jahr ab. Das Fremdhaar übt auf das noch vorhandene Eigenhaar permanenten Zug aus, der seinerseits zum Ausfall des Resthaares führen kann.
Haarersatz findet sich heutzutage auch für andere Körper- und Gesichtspartien, die infolge einer Stoffwechselerkrankung oder im Zuge einer Chemotherapie von Haarausfall betroffen sind. Ähnlich wie bei Toupets und Haarteilen für Herren.
Haarausfall, dünner werdendes Haar oder einfach der Wunsch nach Abwechslung - es gibt viele Gründe, warum Stars Haarteile, Toupets oder Perücken tragen. Wer ständig im Rampenlicht steht, möchte sich schließlich von seiner besten Seite zeigen.
Bei manchen Prominenten ist es ja bewiesen, dass sie in Filmen Toupets trugen. Bei Hans Albers und Sean Connery zum Beispiel. Aber glaubt man den Gerüchten, wird eigentlich so ziemlich jedem Prominenten mit vollem Haar nachgesagt, er habe ein Toupet getragen: Peter Alexander, Lex Barker, Heinz Rühmann, Cary Grant, James Stewart, Stewart Granger, Joachim Fuchsberger, William Shatner, Frank Sinatra, Dean Martin, Elvis Presley, Heino, Roger Moore, usw. Ihnen allen wird nachgesagt, sie hätten Toupets getragen.
John Travolta war in Saturday Night Fever die Stilikone mit der perfekten Föhnwelle. In den 90ern wurde sein Haar sichtbar dünner, und er begann, Toupets zu tragen. Mal erschien er mit vollem Haaransatz, mal mit sehr kurzem Schnitt. 2019 postete er dann ein Selfie auf Instagram - erstmals komplett ohne Haarteil. Fans liebten den Look und feierten seinen Mut, sich so natürlich zu zeigen.
Elton John ist nicht nur für seine Musik, sondern auch für seinen Humor bekannt. In den 70ern scherzte er öffentlich über seine missglückten Haartransplantationen und machte aus seinem Haarverlust kein Geheimnis. Heute trägt er maßgeschneiderte Haarteile, die perfekt zu seinen bunten Outfits passen.
Ende der 90er war Matthew McConaugheys Stirn deutlich höher geworden. Doch einige Jahre später tauchte er mit vollem Haar auf - und die Gerüchteküche brodelte. War es eine Haartransplantation, ein Haarteil oder einfach ein gutes Haarwuchsmittel? McConaughey selbst sagt, er habe mit einem speziellen Serum nachgeholfen.
Nicolas Cage ist berüchtigt für seine extremen Rollen - und seine wechselnden Frisuren. In Con Air trug er langes Haar, in Lord of War einen dichten Business-Haarschnitt, und in anderen Filmen eine fast komplett zurückgegangene Haarlinie.
Die wenigsten wissen, dass Sean Connery schon mit Mitte 30 stark lichtes Haar hatte. Ab James Bond - Liebesgrüße aus Moskau trug er ein Toupet, das so perfekt angepasst war, dass es kaum jemandem auffiel.
Mit dem richtigen Haarsystem kannst du nicht nur dein Aussehen verändern, sondern auch dein Selbstvertrauen stärken - genau wie die Promis, die wir oben erwähnt haben.
Stars mit Haarersatz: Ein Vorher-Nachher-Vergleich.
Shatners Toupet-Geschichten sind mehr als nur eine skurrile Fußnote in seiner Karriere. Sie sind ein Beweis dafür, wie wichtig Aussehen in Hollywood ist und wie weit Menschen gehen, um ein bestimmtes Image aufrechtzuerhalten.
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