Plötzlich weiche Haare: Ursachen und Lösungen

Viele von uns kennen das Problem: Bad-Hair-Days, die sich zu einer ganzen Woche ausweiten können. Die Haare sind zu platt, zu krausig, zu strähnig, zu spröde oder zu dünn. Doch was, wenn sich dieser Zustand nicht bessert und die Haare dauerhaft weicher werden? Veränderungen in der Haarstruktur sind normal, besonders im Alterungsprozess. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die diese Veränderungen beeinflussen können. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Ursachen für plötzlich weiche Haare und gibt Tipps, wie Sie dagegen vorgehen können.

Hormonelle Veränderungen

Hormonelle Veränderungen sind oft die Ursache für Unstimmigkeiten im Körper. Nicht nur um die Periode herum können die Haare anders sein, sondern auch im Laufe des gesamten Lebens können Hormone für reichlich Chaos auf dem Kopf verantwortlich sein. Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft, Menopause oder auch das An- und Absetzen hormoneller Verhütungspräparate - all diese Umstände können zur Veränderung der Haarstruktur beitragen. Im Laufe dieser natürlichen Prozesse werden die Haarfollikel kleiner und verlieren an Dichte. Die Haare dünnen aus, das Wachstum lässt nach und es kommt zu erhöhtem Haarausfall.

Alterungsprozess

Natürlich spielt auch das Alter eine entscheidende Rolle. Mit zunehmendem Alter produzieren wir weniger Kollagen in der Haut, was auch die Kopfhaut betrifft. Die Pigmente in den Haaren enthalten außerdem feuchtigkeitsspendende Moleküle. Verblassen diese, stört das auch den Feuchtigkeitshaushalt. Wichtig ist es jetzt, die Pflege des Haars umzustellen und mehr Feuchtigkeit zuzuführen.

Ernährung

Ein großer Fehler ist, den Einfluss der richtigen Ernährung zu unterschätzen. Denn was wir zu uns nehmen, hat immer auch einen Einfluss auf Haut und Haare. Das Haar braucht eine Menge wichtiger Nährstoffe, um sich richtig reproduzieren zu können. Wer also einen entsprechenden Mangel durch eine einseitige Ernährung hat, kann mit plattem, feinem und sprödem Haar dafür die Quittung bekommen. Wichtig ist demnach eine proteinreiche Ernährung. Neben den üblichen Verdächtigen wie Fisch oder Eiern gelten übrigens auch etliche pflanzliche Nahrungsmittel wie Rosenkohl, Hülsenfrüchte, Chiasamen und Walnüsse als unverzichtbare Eiweiß-Quelle.

Umwelteinflüsse

Ob wir nun in der Großstadt leben, dem Rauch durchs Rauchen ausgesetzt oder viel mit dem Auto unterwegs sind - die Luftverschmutzung kann sich in den Proteinhaushalt unseres Körpers einmischen und damit auch unsere Haarstruktur verändern. Auch unser Leitungswasser kann ein entscheidender Umwelteinfluss sein und die Schäden durch Luftverschmutzung sogar bedingen. Da das Wasser unserer Dusche mit 7,9 einen alkalischeren pH-Wert aufweist als unser Haar mit 5,5, werden die Haarschuppen aufgedrückt und bekommen eine raue, strohige Struktur. Verschmutzungspartikel können so leichter in das Haar eindringen. Stylist Berkovitz rät daher: „Am Ende einer Haarwäsche sollten wir ein pH-Spray oder Anti-Pollution-Mittel nutzen.“ Mit einer Mischung aus Wasser (1L) und Apfelessig (2 EL) zum Ausspülen der Haare beispielsweise, gleicht man diese unterschiedlichen Werte wieder aus und kann die Haare leichter versiegeln.

Produktablagerungen

Es kann nicht oft genug gesagt werden und wird trotzdem viel zu häufig ignoriert: Unsere Haare absorbieren und speichern alle Produktreste. Während der Zeit, in der wir unsere Haare nicht waschen, lagern sich also tote Zellen, Stylingprodukte und Umweltverschmutzungen an. Seltenes Haarewaschen ist trotzallem empfehlenswert, es ist nur notwendig, den Ablagerungen der vielen Produkte und Einflüsse vorzubeugen. Dafür eignet sich generell die Reduktion zu vieler Produkte und eine wöchentliche Reset-Kur, die alle Ablagerungen aus dem Haar lösen kann. Am besten wird dafür ein klärendes Shampoo genutzt, das eine tiefenreinigende Wirkung verspricht. So können Rückstände effektiv gelöst und abgetragen werden.

Feine Haare: Pflege & Tipps für mehr Volumen

Dünner werdendes Haar

Dünne Haare sind oft ein Zeichen des Älterwerdens. Viele Menschen verbinden graues und weißes Haar mit natürlicher Haaralterung. Allerdings beginnen unsere Haare schon viel früher zu altern. Vielen ist nur die Hautalterung ein Begriff, die mit dem ersten Auftreten von Fältchen im Gesicht sichtbar wird. Unser Kopfhaar ist allerdings ebenfalls von unserer Haut abhängig und altert in gleicher Weise mit. Im Alter verlangsamt sich die Regeneration unserer Zellen und das Ökosystem unserer Kopfhaut verschlechtert sich. Die Durchblutung am Kopf nimmt ab und es gelangen weniger Nährstoffe, wie Vitamine und Spurenelemente, an die Haarwurzel. Die Folge ist feines, trockenes und stumpfes Haar. Das Haarwachstum verlangsamt sich und auch die Qualität der Haare sowie ihr Durchmesser nehmen ab. Das Haar hat keine Kraft mehr und verliert nach und nach an Volumen.

Überpflegte Haare

Weiches und gummiartiges Haar fehlt die Stabilität, die Locke oder Welle zu halten. Proteine in der Haarpflege helfen genau dabei. Schließlich bestehen unsere Haare aus Proteinen. Daher nutze vermehrt Produkte, welche viel Proteine enthalten. Am besten Produkte, welche du im Haar lässt und nicht wieder auswäschst. Du kannst aber auch eine Proteinkur machen. Wenn deine Haare überpflegt sind, hilft es, wenn du erstmal auf Pflegeprodukte wie Haarspülungen, Masken und Leave-In Cremes komplett verzichtest. Wasche deine Haare und nutze nur, wenn du Knoten hast, eine Spülung zum entwirren. Aber vermutlich brauchst du nur sehr wenig Produkt. Wasche die Spülung wieder komplett aus. Nutze danach nur ein Haargel zum stylen. Arbeite das auch nur im feuchten Haar und nicht im klatschnassen Haar ein. Benutze keine weiteren Produkte.

Tipps und Tricks für mehr Griffigkeit

  • Shampoo ohne Silikone verwenden: Silikone können das Haar auf Dauer beschweren und weicher machen.
  • Essigspülung: Eine Spülung mit Essigwasser kann helfen, den pH-Wert der Haare auszugleichen und sie griffiger zu machen.
  • Proteinkur: Proteine stärken das Haar und geben ihm mehr Struktur.
  • Tiefenreinigung: Ein klärendes Shampoo kann Produktablagerungen entfernen und das Haar von unnötigem Ballast befreien.
  • Leichte Produkte verwenden: Vermeiden Sie reichhaltige Öle und Butter in den ersten Inhaltsstofflisten von Shampoos und Conditionern, besonders wenn Sie feines Haar haben.

Zusammenfassung

Plötzlich weiche Haare können verschiedene Ursachen haben, von hormonellen Veränderungen über falsche Ernährung bis hin zu Umwelteinflüssen und übermäßiger Produktverwendung. Indem Sie die möglichen Ursachen identifizieren und Ihre Haarpflege entsprechend anpassen, können Sie die Balance Ihrer Haare wiederherstellen und ihnen mehr Griffigkeit und Volumen verleihen.

Ursache Lösung
Hormonelle Veränderungen Hormonelle Therapien oder angepasste Haarpflege
Alterung Feuchtigkeitsspendende und kollagenfördernde Produkte
Ernährungsmangel Proteinreiche Ernährung mit essentiellen Nährstoffen
Umweltverschmutzung Anti-Pollution-Produkte und pH-ausgleichende Spülungen
Produktablagerungen Regelmäßige Tiefenreinigung
Überpflegung Verzicht auf reichhaltige Produkte, Proteinkuren

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