Pilzinfektion der Augenbrauen: Ursachen und Behandlung

Eine Pilzinfektion der Kopfhaut (sowie Augenbrauen, Bartbehaarung oder Wimpern) kann sehr belastend sein. In ausgeprägten Fällen entstehen kahle Stellen (ähnlich wie bei der Alopecia areata), da die Haare abbrechen und erst nachwachsen können, wenn die Infektion beseitigt wurde.

Ursachen für Schuppen in den Augenbrauen

Insgesamt gibt es viele Ursachen, die Schuppen in den Augenbrauen begünstigen, von Hauterkrankungen bis hin zu äußeren Einflüssen. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:

  • Seborrhoisches Ekzem: Das seborrhoische Ekzem betrifft zwischen 1 und 3 % der Bevölkerung. Diese chronische Hauterkrankung wird durch eine Überproduktion von Talg und eine Überbesiedlung mit dem Hefepilz Malassezia verstärkt. Die Erkrankung äußert sich durch fettige, gelbliche Schuppen, oft begleitet von Rötungen und Juckreiz. Stress und hormonelle Veränderungen können Schübe begünstigen.
  • Pilzinfektionen: Hefepilze wie Malassezia können Schuppenbildung verstärken, da sie Talg in reizende Substanzen umwandeln. Dies irritiert die Haut und führt zu Schuppenbildung, die oft fettig und gelblich ist. Pilzinfektionen treten meist in talgdrüsenreichen Bereichen wie den Augenbrauen auf und werden durch eine geschwächte Hautbarriere begünstigt.
  • Trockene Haut: Wenn die Haut der Augenbrauen nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt ist, kann es zu trockenen, weißen Schuppen kommen. Ursachen sind oft kaltes Wetter, trockene Luft oder der Einsatz von aggressiven Pflegeprodukten.
  • Stress und Lebensstil: Stress, Überarbeitung und eine unausgewogene Ernährung beeinträchtigen die Hautgesundheit. Insbesondere Stress erhöht die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol, was Entzündungen fördern und die Hautregeneration stören kann.

Das seborrhoische Ekzem bzw. die seborrhoische Dermatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Haut bei Erwachsenen. Das äußere Erscheinungsbild sieht wie ein Hautausschlag aus und ähnelt dem Kopfgneis bei Säuglingen (seborrhoisches Säuglingsekzem). Im Gegensatz zum Kopfgneis kehrt das seborrhoische Ekzem in Schüben immer wieder und bleibt ein Leben lang bestehen.

Die Krankheit kann ab der Pubertät auftreten. Meist tritt sie um das 40. Lebensjahr auf. Man vermutet heute, dass bei vielen Betroffenen eine erbliche Veranlagung für eine Fehlfunktion des Immunsystems besteht, die das Auftreten der Erkrankung fördert. Hierfür spricht auch, dass Menschen, deren Immunsystem durch eine Erkrankung oder Stress stark geschwächt ist, sehr viel häufiger am seborrhoischen Ekzem erkranken als die Normalbevölkerung.

Typische Symptome des seborrhoischen Ekzems sind meist klar begrenzte Rötungen der Haut, die mit talgigen, weißlich-gelblichen Schuppen oder Krusten bedeckt sind. Die Schuppen fühlen sich oft fettig an und treten meist auf der behaarten Kopfhaut auf. Daher wird diese Form der Dermatitis manchmal auch als „Kopfgneis des Erwachsenen“ beschrieben.

Neben der Kopfhaut können auch das Gesicht betroffen sein. Die mildeste Form ist das seborrhoische Ekzematid. Es ist meist geprägt von einer starken Talg- und häufig auch Schweißproduktion. Die fettig-gelblichen Schuppen sind oft das einzige Anzeichen. Sie bilden sich in erster Linie im Gesicht, oft an den Augenbrauen und um die Nase.

Typisch für das seborrhoische Ekzem sind die roten, entzündeten Hautveränderungen, die mit den charakteristischen Schuppen bedeckt sind. In seltenen Fällen kann es zu einer sehr ausgeprägten Form kommen, die sich über den ganzen Körper verteilt (disseminiert).

Dein Hautarzt erkennt das seborrhoische Ekzem in erster Linie am Aussehen der Hautveränderungen und daran, wo diese am Körper auftreten. Wichtig bei der Diagnose ist, sie von anderen Erkrankungen der Haut zu unterscheiden. So kann insbesondere die Schuppenflechte (Psoriasis) zu ähnlichen Symptomen führen.

Es gibt jedoch eine Reihe von Unterscheidungsmerkmalen, die bei der Diagnose helfen, andere Hauterkrankungen auszuschließen. Während die Schuppen beim seborrhoischen Ekzem eher gelblich-fettig sind, sehen sie bei Psoriasis eher silbrig-weiß und trocken aus. Auch die betroffenen Hautstellen helfen bei der Unterscheidung: So zeigen sich bei der Psoriasis die schuppenden Hautareale neben der Kopfhaut häufig auch an Körperregionen, die für das seborrhoische Ekzem untypisch sind, etwa den Knien oder Ellenbogen. An den behaarten Bereichen der Kopfhaut geht das seborrhoische Ekzem im Gegensatz zur Psoriasis in den meisten Fällen nicht über die Haargrenze an der Stirn hinaus.

Die genauen Ursachen und Risikofaktoren des seborrhoischen Ekzems sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass mehrere Aspekte, die sich gegenseitig beeinflussen, bei der Entstehung eine Rolle spielen. Bei der Hauterkrankung ist der Erneuerungsprozess der Haut gestört. Das Immunsystem wird beim seborrhoischen Ekzem zu den Ursachen gezählt. Auch eine Fehlfunktion der Talgdrüsen wird als eine der Ursachen diskutiert.

Malassezia-Hefepilze gehören zur normalen Hautflora und ernähren sich vom Talg der Haut. Bei Menschen mit seborrhoischem Ekzem kann die übermäßige Talgproduktion zu einer vermehrten Besiedelung von Malassezia-Hefepilzen führen. Viele Menschen mit seborrhoischem Ekzem stellen fest, dass sich die Erkrankung bei Stress verschlechtert. Auch das Klima kann sich offenbar auf das seborrhoische Ekzem auswirken. Auch der genetischen Veranlagung wird eine Rolle beim seborrhoischen Ekzem zugeschrieben.

Ein seborrhoisches Ekzem ist meist harmlos und nicht ansteckend. Die Hauterkrankung ist jedoch häufig wiederkehrend und kann durch den sichtbaren Hautausschlag im Gesicht und an der Kopfhaut sehr belastend sein. Mit einer wirksamen Behandlung kann es gelingen, die lästigen Symptome des seborrhoischen Ekzems auch langfristig in Schach zu halten.

Behandlung von Schuppen in den Augenbrauen

Wie das seborrhoische Ekzem genau behandelt wird, richtet sich nach der Ausprägung der Hauterkrankung und danach, welche Beschwerden im Vordergrund stehen. Wenn du mit der Behandlung deines seborrhoischen Ekzems beginnst, denke daran, dass es häufig ein wenig Geduld braucht, bis alle Beschwerden zurückgehen.

Durch die Entfernung der Schuppen (Keratolyse), wird das Hautbild verbessert. Das ist besonders dann wichtig, wenn die Schuppen an gut sichtbaren Stellen, wie dem Gesicht, der Kopfhaut oder den Händen auftreten. Die sichtbaren Schuppen des seborrhoischen Ekzems werden - neben möglichem Juckreiz - oft als besonders unangenehm empfunden, können zu Scham führen und sehr belastend sein. Die Haut von den lästigen Schuppen zu befreien, trägt dazu bei, sich wieder wohl in seiner Haut zu fühlen.

Du hast ein seborrhoisches Ekzem? Zur Keratolyse eignet sich LOYON® sehr gut. Es entfernt die Schuppen wirksam und schonend, auf rein physikalische Weise, wobei es weder klebt noch unangenehm riecht. LOYON® wird einfach in die betroffenen Hautareale einmassiert, wo es mindestens drei Stunden verbleiben sollte. Auch zur Behandlung der Kopfhaut, die beim seborrhoischen Ekzem meist betroffen ist, ist es gut geeignet. LOYON® kann beispielsweise abends gegen die Kopfschuppen aufgetragen und am nächsten Morgen mit einem milden Shampoo ausgewaschen werden.

Weitere Mittel, die ebenfalls zur Keratolyse auf betroffenen Hautpartien verwendet werden können, sind z. B. Shampoos oder Cremes mit Harnstoff oder Salicylsäure. Auch auf Hausmittel, z. B. Apfelessig greifen manche Menschen zurück. Sie sind jedoch nicht für jeden geeignet. So kann etwa Harnstoff auf der Haut Rötungen und Brennen verursachen oder der Geruch von Apfelessig als unangenehm empfunden werden. Salicylsäure darf bei eingeschränkter Nieren oder Leber-Funktion nicht angewendet werden, da der Wirkstoff sich im Körper ansammeln und zu Vergiftungen führen kann. Außerdem sollte Salicylsäure auch bei gesunden Menschen nicht großflächig über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Um das Wachstum der am seborrhoischen Ekzem beteiligten Malassezia-Pilze zu hemmen, werden zur Therapie meist Cremes oder Shampoos mit speziellen Wirkstoffen wie z. B. Ketoconazol und Ciclopirox verwendet. Darüber hinaus eignen sich auch Shampoos mit Zinkpyrithion oder Seleniumsulfid.

Zur Linderung der Entzündungen, die mit dem seborrhoischen Ekzem einhergeht, können Kortisonpräparate eingesetzt werden. Auf der behaarten Kopfhaut werden sie als Shampoo oder Schaum aufgetragen, auf der übrigen Haut in Form von Cremes oder Salben. Bei längerer Anwendung können Kortikoide zu einem Ausdünnen der Haut führen. Gerade im Gesicht sollten daher alternativ Wirkstoffe aus der Gruppe der Calcineurin-Inhibitoren eingesetzt werden (z. B. Pimecrolimus, Tacrolimus). Da diese Wirkstoffe bspw.

Weitere Behandlungsempfehlungen

Die enthaltenen Wirkstoffe bekämpfen den Hefepilz und reduzieren Entzündungen. Tragen Sie die Creme nach der Gesichtsreinigung direkt auf die betroffenen Stellen auf und folgen Sie den Anwendungshinweisen des Produkts.

Bei der Reinigung unterstützt ein antimikrobielles Anti-Schuppen-Shampoo wie KELUAL DS. Dieses können Sie sanft in die Augenbrauen einmassieren, um hartnäckige Schuppen zu lösen. Zugleich werden Symptome wie Rötungen und Juckreiz gelindert.

Hausmittel gegen Schuppen in den Augenbrauen

Neben medizinischen und kosmetischen Produkten können Hausmittel Ihre Haut auf natürliche Weise unterstützen:

  • Teebaumöl: Dieses ätherische Öl wirkt pilz- und entzündungshemmend. Mischen Sie wenige Tropfen mit einem Trägeröl (z. B. Kokosöl) und tragen Sie die Mischung vorsichtig auf.
  • Aloe vera: Die Heilpflanze spendet Feuchtigkeit und beruhigt gereizte Haut. Tragen Sie das Gel direkt auf die Augenbrauen auf und lassen Sie es einziehen.
  • Kokosöl: Kokosöl versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und kann trockene, schuppige Hautpartien regenerieren.

Ganz gleich, welches Hausmittel Sie ausprobieren: Testen Sie dieses immer zuerst an einer kleinen Hautstelle, um allergische Reaktionen auszuschließen.

Hautpilz natürliche Behandelung / Pilz mit Hausmittel ( Essig ) entfernen / behandeln - Anleitung

Hygienetipps zur Vorbeugung

Reinigen Sie Ihre Augenbrauen und die umliegende Haut regelmäßig, um überschüssigen Talg und Schmutz zu entfernen. Denn beides kann die Schuppenbildung begünstigen. Verwenden Sie milde Reinigungsprodukte, die die Haut nicht austrocknen.

Kopfpilz: Symptome und Behandlung

Um einen Pilz am Kopf richtig behandeln zu können, musst du zunächst feststellen, ob es sich überhaupt um eine Infektion handelt oder nicht. Beispielsweise können Schuppen auf der Kopfhaut zwar auf einen Pilz hinweisen - es ist aber auch möglich, dass die Kopfhaut schlicht zu trocken ist. Folgende Symptome treten bei einer Pilzerkrankung der Kopfhaut auf:

  • Rote, runde Flecken auf der Kopfhaut (sogenannte Hexenringe)
  • Trockene Schuppen auf den betroffenen Stellen
  • Ausfallende Haare
  • Evtl. Entzündungen und Juckreiz

Diese Anzeichen treten meist nicht nur auf der Kopfhaut, sondern auch im Nacken auf. Auch der Bart kann vom Hautpilz betroffen sein. Wenn du die Infektion nicht oder nicht ausreichend behandelst, können die Erreger noch tiefer eindringen. In der Folge kommt es zu Hautveränderungen, eitrigen Abszessen, rundlichen Bläschen und einer Verdickung der Haut. Auch allgemeine Symptome wie Schmerzen, anschwellende Lymphknoten oder Fieber können auftreten. Außerdem kann es passieren, dass deine Haarwurzeln nachhaltig geschädigt werden, sodass keine Haare mehr nachwachsen können - schnelles Handeln ist bei Kopfhautpilz daher dringend ratsam.

Behandlung von Kopfpilz

Sind die Symptome eindeutig und es ist klar, dass es sich um einen Pilzbefall der Kopfhaut handelt, solltest du also unbedingt zeitig tätig werden. Da stellt sich schnell die Frage: Kopfpilz? Was kann ich dagegen tun? Da sich die Therapie, genauer gesagt das richtige Mittel gegen Kopfhautpilz, danach richtet, welcher Erreger verantwortlich ist, solltest du bei einer Infektion in jedem Fall zuerst eine ärztliche Praxis aufsuchen. Dort kann untersucht werden, um welche Pilzart es sich handelt.

Abhängig vom Erreger, deinem Alter und je nachdem, ob du noch andere Medikamente einnimmst, kann das medizinische Fachpersonal das passende Mittel gegen Kopfpilz auswählen. Bei Kindern spielt auch das Körpergewicht eine Rolle.

Grundsätzlich erfolgt die Behandlung auf zwei Wegen: Zum einen muss die Infektion mit Tabletten behandelt werden. Bewährte Antipilzmittel für Erwachsene sind zum Beispiel Itraconazol, Griseofulvin, Terbinafin und Fluconazol. Bei dieser systemischen Therapie musst du für etwa eine Woche täglich eine Tablette einnehmen, im Anschluss reicht eine Tablette pro Woche. Diese Behandlung alleine reicht aber noch nicht aus.

Den Kopfhautpilz musst du zeitgleich auch noch von außen behandeln - zum Beispiel mit einer Creme, einem Shampoo oder einem Spray. Effektive Wirkstoffe sind insbesondere Bifonazol, Clotrimazol, Ketoconazol, Selensulfid, oder Selendisulfid.

Diese topische (äußerliche) Behandlung dauert etwa zwei bis vier Wochen, genauer gesagt so lange, bis du keine Symptome mehr hast und der Pilzerreger im Labortest nicht mehr nachgewiesen werden kann. Auf Hausmittel gegen Hautpilz solltest du verzichten, da du den Pilz damit nicht loswirst, stattdessen aber sogar deine Symptome verschlimmern kannst.

Wirksame Mittel gegen Pilz auf der Kopfhaut: Canesten® EXTRA Produkte

Zur äußerlichen Behandlung von Kopfpilz sind sowohl die Creme als auch das praktische Spray von Canesten® EXTRA geeignet. Beide enthalten den Wirkstoff Bifonazol, der eine Breitbandwirkung gegen eine Vielzahl von Erregern hat - auch gegen T. tonsurans, den Erreger des Kopfpilzes vom Friseur.

Tinea capitis: Pilzinfektion der Kopfhaut

Die Scherpilzflechte ist eine Pilzinfektion der Kopfhaut, die häufig bei Kindern auftritt.

Definition

Tinea bedeutet Pilz, capitis bezieht sich auf den Kopf. Die Scherpilzflechte oder Tinea capitis ist also eine Pilzinfektion der Kopfhaut. Dabei infizieren bestimmte Pilzorganismen, sog. Dermatophyten, die behaarte Kopfhaut, Wimpern und Augenbrauen und lösen schuppige, kahle Stellen mit oder ohne Entzündung aus.

Symptome

Die Erkrankung beginnt als kleines rötliches Knötchen um ein Haar. Im Laufe einiger Tage wird das rote Knötchen blasser und schuppig, und das Haar wird spröde und es bricht. Die Stelle breitet sich aus und bildet weitere Knötchen mit einer typischen Ringform. Einzelne Stellen können nach und nach miteinander verschmelzen. Meist besteht nur geringer Juckreiz, bei einigen Patient*innen kann der Juckreiz jedoch stark ausgeprägt sein. Tinea capitis führt stellenweise zu Haarausfall. Die Infektion führt zu unterschiedlich schweren Entzündungen.

Tinea capitis profunda oder Kerion Celsi ist die Maximalform der Tinea capitis, bei der sich eine stark entzündete, eiternde, bienenwabenartige Stelle auf der Kopfhaut bildet.

Ursachen

Die für Tinea capitis verantwortlichen Pilzarten werden meist durch Katzen, Hunde, Pferde, Affen und Kaninchen übertragen. Die Scherpilzflechte wird aber auch von Menschen selbst weitergegeben, z. B. durch direkten Kontakt oder über Mützen, Haarbürsten, Bettwäsche oder Kleidung. Da die Erkrankung ansteckend ist, können in Kindergärten und Schulen kleinere Epidemien auftreten.

Kälberflechte ist eine Infektion mit einem bestimmten Pilz bei Rindern und Kälbern, die vor allem bei Landwirt*innen auftritt und schwer verlaufen kann. Seltener wird sie auch durch Hunde, Schweine, Schafe, Katzen, Ziegen oder Pferde übertragen.

Häufigkeit

Tinea capitis ist die weltweit häufigste Pilzinfektion bei Kindern. Sie tritt meist bei Kindern unter 10 Jahren auf. Bei Erwachsenen ist sie seltener, die Tendenz nimmt aber zu.

Ein Kind mit juckender Kopfhaut, schuppigem Ausschlag und Haarausfall sollte ärztlich untersucht werden, ob eine Pilzinfektion vorliegt.

Dabei sollten andere Hautkrankheiten wie Schuppenflechte ausgeschlossen werden.

Die Diagnose kann oft anhand des charakteristischen Aussehens gestellt werden.

Hautabschabungen, Haare und Gewebeproben können entnommen werden und mikroskopisch untersucht werden.

Zur Sicherung der Diagnose wird versucht, aus den entnommenen Gewebeproben die verursachenden Pilze im Labor nachwachsen zu lassen.

Eine Untersuchung von entnommenem Genmaterial ist meist genauer und schneller.

Familienmitglieder und andere Menschen, die engen Kontakt zu der infizierten Person hatten, sollten ebenfalls auf eine Pilzinfektion untersucht werden.

Behandlung

Ziel der Behandlung ist es, die Pilzinfektion zu entfernen und Rückfälle zu verhindern.

Eine Scherpilzflechte wird in der Regel medikamentös mit Tabletten und in Kombination mit einer Antipilzcreme oder einem Antipilzshampoo behandelt.

Die Behandlung sollte bis zur vollständigen Heilung fortgesetzt werden. Ab der 4. Behandlungswoche sollte 14-tägig eine Untersuchung erfolgen und die Therapie ggf. verlängert werden. Dies kann je nach Pilzart 1-3 Monate dauern.

Bei Kindern wird die Scherpilzflechte häufig in Zusammenarbeit mit Spezialist*innen für Hauterkrankungen behandelt.

Kinder, die eine geeignete Behandlung erhalten, können die Schule oder den Kindergarten besuchen, bei bestimmten Pilzarten nach einer Unterbrechung von 1 Woche.

Bürsten und Kämme müssen entsorgt werden. Bettwäsche, Mützen und dergleichen sind zu waschen.

Die Haare abzurasieren oder zu kürzen, kann die Behandlungsdauer erheblich verkürzen.

Die übertragenden Tiere, etwa bei der Kälberflechte, sind zu identifizieren und möglichst mitzubehandeln.

Auch bekannt als: Grindflechte; Tinea capillitii; Kerion Celsi; Trichophytia capillitii; Tinea capitis (sensu stricto)

5 Fakten über Tinea capitis

  • Die Pilzinfektion findet meistens im Kindesalter statt
  • Wird eingeteilt in oberflächliche und tiefe Tinea capitis
  • Zur Therapie der oberflächlichen Tinea gibt es spezielle Shampoos
  • Bei der tiefen Tinea kommen als Symptome zum Ausschlag auch noch Fieber und Abgeschlagenheit hinzu
  • Ist ansteckend und kann von Menschen oder auch Tieren übertragen werden

Symptome von Hautpilz auf der Kopfhaut

Unterschieden wird zwischen einer oberflächlichen und einer tiefen Tinea capitis. Das bedeutet, dass die Pilzerreger entweder nur oberflächlich die Haut infizieren, oder in die Tiefe eindringen und die Entzündung in den unteren Hautschichten stattfindet.

Auf dem Kopf bilden sich kreisrunde, scharf begrenzte, haarlose Areale (ähnlich wie bei der Alopezia Areata). Durch die Pilzinfektion kann ein trockener, schuppiger und juckender Ausschlag entstehen. Bei tiefen Kopfpilzinfektionen kommt es zu schweren Entzündungsreaktionen. Die Betroffenen leiden häufiger zusätzlich zu den Hautveränderungen unter Fieber und Abgeschlagenheit. Die Herde am Kopf sind stark entzündet und es kann zur Ausbildung von Abszessen (= Eiteransammlungen) kommen.

In der Fachsprache werden die schmerzhaften, entzündeten und geschwollenen Knoten auf der Kopfhaut im Rahmen einer tiefen Infektion als Kerion bezeichnet.

Komplikationen

In der Regel ist die Tinea capitis ungefährlich und heilt nach medikamentöser Behandlung folgenlos wieder ab. Jedoch können bei einer tief liegenden Infektion, die lange nicht behandelt wurde, Narben entstehen. An diesen Arealen können dann keine neuen Haare mehr wachsen und es entstehen kahle Stellen.

Therapie gegen Tinea capitis

Die Behandlung der Tinea capitis beinhaltet ein Antimykotikum (= Antipilzmittel), das je nach Ausprägung eine topische Behandlung erforderlich macht. Dabei wird eine Creme oder Salbe auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Eine systemische Therapie kann ggf. notwendig sein. Hierbei werden Tabletten eingenommen.

Beginnende oberflächliche und unkomplizierte Infektionen können mit einem Antimykotikum in einer Creme und im Shampoo gut behandelt werden. Die ausführliche Hygiene ist Grundlage für einen schnellen Therapieerfolg. Dabei muss darauf geachtet werden, dass Bettwäsche, Handtücher und Bekleidung bei 60 Grad gewaschen werden. So werden auch Kontaktpersonen geschützt.

Bei einer stark ausgeprägten Tinea capitis (z. B. eine tiefe Tinea capitis) wird das Antimykotikum als Tablette eingenommen. Hier sind vorherige Blutuntersuchungen wichtig, da die Tabletten einige Blutwerte verändern können. Bestehen Schmerzen und leichtes Fieber, können Schmerz- oder fiebersenkende Mittel eingenommen werden.

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