Das Augenbrauenpiercing ist ein beliebter Körperschmuck, der den individuellen Stil unterstreicht. Es hatte seinen absoluten Trend-Höhepunkt in den 90er Jahren, zählt aber auch heute noch zu einem beliebten Körperschmuck. Viele Interessierte haben jedoch Fragen zu Schmerzen, Heilung, Pflege und möglichen Risiken. Hier findest du alle wichtigen Informationen rund um das Augenbrauenpiercing.
Das klassische Augenbrauenpiercing, das sich im äußeren Rand der Augenbraue befindet, kennt fast jeder. Doch wusstest du, dass das Augenbrauenpiercing zum Beispiel auch waagerecht gestochen werden kann? Hier ein Überblick über die gängigsten Varianten:
Wichtig: Egal, um welches Piercing es sich handelt, du solltest immer darauf achten, ein professionelles Piercingstudio und einen erfahrenen Piercer zu wählen.
Bevor es ans eigentliche Stechen geht, wird zunächst die gewünschte Stichstelle, sowie das umliegende Gewebe gründlich desinfiziert und anschließend die Ein- und Austrittsstelle mit einem Stift markiert. Danach wird die Augenbraue mit einer Klemmzange fixiert und das Piercing mit einer Spezialkanüle durchstochen. Direkt nach dem Stechen schwillt die Haut um die Augenbraue in der Regel an. Aufgrund der Schwellungen ist es wichtig, dass der Piercer als Erstschmuck ein etwas längeres Piercing einsetzt. Gleichzeitig sollte das Schmuckstück aber auch nicht zu locker sitzen, um ein ständiges Hängenbleiben zu verhindern.
Die Schmerzen eines Augenbrauenpiercings hängen natürlich ganz davon ab, wie stark das eigene Schmerzempfinden ist. Da der Stichkanal allerdings nicht tief unterhalb der Haut verläuft und keinerlei Knorpel durchstochen werden, wird das Durchstechen meist als weniger schmerzhaft empfunden. Jedoch ist neben der Desinfektion eine zusätzliche Betäubung der Stelle nicht notwendig.
Die Kosten für ein Augenbrauenpiercings variieren von Studio zu Studio und Region zu Region. Für ein klassische Eyebrow Piercing müsst ihr in der Regel mit etwa 40 bis 80 Euro rechnen. Neben dem eigentlichen Stechen ist oftmals auch schon der Erstschmuck, sowie die Piercingpflege im Preis enthalten.
Auch ein Piercing an der Augenbraue ist nicht ganz ungefährlich - besonders wenn es recht nah an der Nasenwurzel gesetzt wird. Im vorderen Bereich der Braue befinden sich nämlich Ausläufer des Trigermusnerves. Dieser ist maßgeblich für die Gesichtsmuskulatur, also für die Mimik verantwortlich. Das größte Risiko für körperliche Beeinträchtigungen besteht allerdings beim Stich in den ersten zwei Dritteln der Augenbraue. Hier können wichtige Gesichtsnerven getroffen werden. Im schlimmsten Fall kann eine Verletzung der Gesichtsnerven zu einer Gesichtslähmung führen. Auch im letzten Drittel der Augenbraue besteht die Gefahr, Ausläufer des Trigeminusnervs zu treffen.
Ein Augenbrauenpiercing kann sich natürlich auch entzünden, zum Beispiel, wenn das Piercing starkem Druck oder Reibung ausgesetzt ist oder du häufig am Schmuck hängen bleibst. Während der Heilungsphase von bis zu 3 Monaten sollte komplett auf Make-up und Haarsprays verzichtet werden, die in die Wunde gelangen können. Hat sich ein Augenbrauenpiercing entzündet, hat dies größtenteils den falschen Umgang mit Kosmetikprodukten als Ursache. Werden die Beschwerden nach zwei Tagen nicht besser, solltest du das Piercingstudio oder einen Arzt aufsuchen.
Weitere Risiken:
Ein Augenbrauenpiercing ist in der Regel bereits nach vier bis acht Wochen verheilt. In manchen Fällen kann es aber auch länger dauern. Eine gute Pflege ist essenziell für eine problemlose Heilung.
Dein neues Piercing ist eine offene Wunde. Die Abheilung erfolgt für gewöhnlich innerhalb von 4 bis 6 Wochen.
Allgemeine Pflegetipps:
Was du vermeiden solltest:
Prontolind Spray reinigt selbst schwer zugängliche Areale und dringt durch die niedrige Oberflächenspannung selbstständig in den Stichkanal ein.
Was tun bei einer Entzündung?
Falls dein Piercing Anzeichen einer Entzündung zeigt (z. B.
Wenn du dir nicht sicher bist, bitte uns fragen!
Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich der Information und ersetzen keine Diagnose beim Arzt.
Für ein klassisches Augenbrauenpiercing wird in der Regel als Piercingschmuck ein Curved Barbell (Banane) verwendet. Die Standartlänge bei Augenbrauenpiercings beträgt in der Regel 8 mm, es gibt aber auch längere oder kürzere Schmuckstücke. Die Dicke der Kugel misst meist 3 bis 4 mm.
Neben Barbells gibt es zudem den Ball Closure Ring. Empfohlen wird außerdem ein Schmuckstück aus Bioflex (PTFE) oder Titan. Barbells und Piercingringe gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Es gibt zum Beispiel Piercings mit farbigen oder glitzernden Schmuckkugeln, sowie solche in ausgefallen Formen, wie Spiralen.
Allgemeine Hinweise zum Schmuck:
Was tun, wenn das Piercing herauswächst?
Es besteht die Gefahr, dass der Schmuck vom Körper abgewiesen wird und über einen längeren Zeitraum hinweg herauswächst. Um eine große Narbe zu vermeiden, sollte das Piercing vorher rausgenommen werden.
Tabelle: Heilungsdauer und Pflegehinweise für verschiedene Piercingarten
| Piercingart | Abheilungszeit | Besondere Pflegehinweise |
|---|---|---|
| Ohrläppchen | 4-6 Wochen | Regelmäßige Reinigung mit antiseptischem Pflegemittel |
| Ohrknorpel (z.B. Tragus, Helix) | 4-6 Monate | Längere Heilungsdauer, sorgfältige Reinigung |
| Septum | 2-4 Monate | Regelmäßige Reinigung mit antiseptischem Pflegemittel |
| Zungenpiercing | 4-6 Wochen | Regelmäßiges Spülen mit antibakteriellem Mundwasser, Verzicht auf bestimmte Lebensmittel |
| Lippenpiercing | 2-4 Wochen | Regelmäßiges Spülen mit antibakteriellem Mundwasser, Verzicht auf bestimmte Lebensmittel |
| Augenbrauenpiercing | 6-8 Wochen | Vorsicht bei Kosmetikprodukten, Vermeidung von Druck und Reibung |
Wir wünschen dir viel Spaß mit deinem Piercing!
tags: #Augenbrauenpiercing #Risiken #und #Pflege
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