Pickel auf der Kopfhaut: Ursachen, Behandlung und Pflege

Pickel auf der Kopfhaut sind keine Seltenheit. Meist werden sie durch die Haare verdeckt, wodurch sie seltener wahrgenommen werden als Pickel am Rücken oder im Gesicht. Zwar sind Pickel am Hinterkopf, Kopf oder Haaransatz in der Regel ungefährlich, können sich aber negativ auf das Wohlbefinden von Betroffenen auswirken.

Wie Akne an anderen Körperstellen, können Pickel auf der Kopfhaut durch verschiedene Faktoren entstehen. Dazu gehören:

  • Übermäßige Talgproduktion (Seborrhö)
  • Ein ungesunder Lebensstil
  • Körperliche Ursachen wie Hormonschwankungen

Darüber hinaus können unregelmäßiges Haarewaschen, abgestorbene Hautzellen oder Reste von Haarpflegeprodukten dazu führen, dass die Poren auf der Kopfhaut verstopfen und sich Pickel bilden. Auch eine falsche Haarpflege - wie der Gebrauch von zu vielen Haarprodukten - oder eine Empfindlichkeit gegenüber Inhaltsstoffen kann eine Pickelbildung begünstigen. In manchen Fällen sind Pickel auf der Kopfhaut auf eine Hauterkrankung zurückzuführen.

Sind die Pickel auf eine Hautirritation oder Unverträglichkeit zurückzuführen, werden sie oft von unangenehmem Juckreiz und Spannungsgefühlen begleitet. Achtung: Sollten die Pickel nässen, wende dich in jedem Fall an ärztliches Fachpersonal und lasse sie untersuchen.

Unreine Haut im Gesicht ist schon schlimm genug - umso gemeiner, wenn auch noch akneanfällige Haut auf der Kopfhaut und Unreinheiten entlang des Haaransatzes auftauchen. Aber lass dich nicht entmutigen: Es gibt einfache Tricks und bewährte Lösungen, um diese lästigen Ausbrüche auf der Kopfhaut und Beulen auf der Stirn zu verhindern.

Überraschung: Ein Grund für Unreinheiten und Pickel an Rücken, Nacken, Brust und Haaransatz können die Haarpflegeprodukte sein, die du verwendest. Einige Inhaltsstoffe in Shampoos und Pflegespülungen, etwa Weichmacher, Quaternium, Acrylate und wachsähnliche Verdickungsmittel, sind so konzipiert, dass sie an den Haaren haften, was toll ist. Das Problem ist, dass sie auch auf der Haut haften können, was die Poren verstopfen kann.

Dieselbe Haarpflegeprodukte, die Pickel und verstopfte Poren an der Stirn und am Haaransatz auslösen, können auch an der Kopfhaut Probleme verursachen. Aber Unreinheiten auf der Kopfhaut sind knifflig.

Was hilft gegen Pickel auf der Kopfhaut?

Allgemeine Tipps:

  • Wasche deine Haare regelmäßig, aber nicht täglich.
  • Besonders nach sportlichen Aktivitäten solltest du die Poren deiner Kopfhaut von Schweiß und Verschmutzungen befreien.
  • Nutze ein schonendes, unparfümiertes Shampoo ohne Mikroplastik und spüle das Produkt vollständig aus.
  • Im Laufe des Tages solltest du deine Haare so wenig wie möglich mit den Händen berühren.
  • Außerdem solltest du deine Haare gründlich kämmen.
  • Achte darauf, dass die Bürste oder der Kamm deine Kopfhaut erreicht.
  • Bürste deine Haare vorsichtig, wenn du Pickel auf dem Kopf entdeckst, um deine Kopfhaut zu schonen.
  • Geh bestenfalls sparsam mit Hitze um und verzichte darauf, deine Haare zu föhnen, zu locken oder zu glätten, wenn es nicht zwingend notwendig ist.
  • Auch den Gebrauch von Styling-Produkten solltest du reduzieren oder für eine Weile aussetzen, um deinen Poren eine Pause zu geben.

Pickel auf der Kopfhaut? Das könnte die Gründe sein

Produktwahl und Inhaltsstoffe:

  • Treten Juckreiz und die Entstehung von Pickeln nach der Verwendung eines neuen Haarpflegeprodukts auf, kann dies ein Zeichen für eine Unverträglichkeit sein.
  • Insbesondere Parabene und Duftstoffe neigen dazu, Hautreizungen auszulösen.
  • Auch auf Pflegeprodukte mit Silikonen sollte bestenfalls verzichtet werden, da diese die Poren auf der Kopfhaut verstopfen können.

Da die Kopfhaut häufig im Kontakt mit Kissenbezügen und Mützen ist, kann die Irritation ebenfalls durch Waschmittel hervorgerufen werden.

Auch eine ungesunde Lebensweise kann die Bildung von Pickeln am Kopf begünstigen. Achte deshalb auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung und reduziere Stress soweit es dir möglich ist.

Wichtig: Pickel auf der Kopfhaut ausdrücken sollte vermieden werden. Andernfalls können sich Entzündungen verschlimmern und im schlimmsten Fall Narben bilden.

Spezielle Shampoos für verschiedene Kopfhauttypen

Jede Kopfhaut hat ihre eigenen Bedürfnisse. Um das Risiko von Kopfhautakne zu reduzieren, solltest du darauf achten, für die Haarpflege Produkte zu benutzen, die auf deine Kopfhaut abgestimmt sind.

Bei Schuppenbildung:

  • Neigt deine Kopfhaut zu Schuppenbildung, können ihre Poren verstopfen und die Pickelbildung begünstigen.
  • Mit dem milden DermoCapillaire Anti-Schuppen Gel Shampoo kannst du deine Kopfhaut sanft und effektiv von fettigen Schuppen befreien.
  • Es reinigt die Kopfhaut gründlich von Schuppen, reduziert deren Neuentstehung und verleiht den Haaren einen gesunden Glanz.
  • Für die Kopfhautreinigung bei trockenen Schuppen eignet sich das DermoCapillaire Anti-Schuppen Creme Shampoo.
  • Neben der wirksamen Reduzierung von Schuppen trägt das Shampoo dazu bei, das natürliche Gleichgewicht trockener Kopfhaut wiederherzustellen.

Bei sensibler Kopfhaut:

  • Bei sensibler, leicht reizbarer Kopfhaut ist oftmals Fingerspitzengefühl gefragt.
  • Um die Bildung von Kopfhautakne durch Unverträglichkeiten zu vermeiden, solltest du deshalb zu besonders milden Produkten wie dem DermoCapillaire Hypertolerant Shampoo greifen.
  • Das Shampoo wurde speziell für die Bedürfnisse sehr empfindlicher Kopfhaut entwickelt.
  • Die milde Formel lindert Reizungen, Juckreiz und Spannungsgefühle effektiv und reinigt gleichzeitig Kopfhaut und Haare.
  • Auch das Eucerin DermoCapillaire Urea Kopfhautberuhigende Shampoo kann zur sanften Reinigung von Kopfhaut und Haaren verwendet werden.
  • Das feuchtigkeitsspendende Shampoo beruhigt trockene Kopfhaut und lindert trockenheitsbedingten Juckreiz.

Hausmittel gegen juckende Kopfhaut

Sind die Pickel allergischen Reaktionen oder Hautirritationen zu verschulden, kannst du deine Kopfhaut mit einer Kamille-Spülung beruhigen. Brühe hierzu 2-3 Teelöffel Kamilleblüten mit heißem Wasser auf. Nach 10 Minuten kannst du die Blüten mithilfe eines Siebs von der Flüssigkeit trennen und den Tee auf eine lauwarme Temperatur abkühlen lassen.

Apfelessig gilt als antioxidativ und antimikrobiell (wirksam gegen Bakterien, Schimmel und Pilze) und wird als Hausmittel gegen Juckreiz und Ausschläge eingesetzt. Laut Empfehlung der National Psoriasis Foundation in Amerika, die sich für Menschen mit Schuppenflechte einsetzt, kann eine Lösung aus Wasser und Bioapfelessig im Verhältnis 1:1 auch gegen eine juckende Kopfhaut helfen. Wenden Sie die Mischung mehrmals pro Woche an und spülen Sie die Kopfhaut nach Auftragen der Lösung gründlich ab.

Kokosnussöl werden antimykotische (wirksam gegen Pilzinfektionen) und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Das Kokosnussfett besteht fast zur Hälfte aus Laurinsäure, einer gesättigten Fettsäure. Daher nimmt die Haut Kokosnussöl gut auf. Bei trockener, juckender Kopfhaut kann das wohltuend wirken. Verwenden Sie Öl in Bioqualität.

Pfefferminzöl kann bei Juckreiz helfen, wie eine Studie ergeben hat. Die Teilnehmenden haben dafür das Öl zweimal täglich für zwei Wochen aufgetragen. Am besten ist es, das Pfefferminzöl mit einem anderen Öl wie Olivenöl zu mischen und vor der Haarwäsche in die Kopfhaut einzumassieren.

Teebaumöl wirkt ebenfalls antimikrobiell und entzündungshemmend. Verwenden Sie es nur sparsam und mit Wasser verdünnt und testen Sie die Mischung erst vorsichtig. Sie können entweder 10 bis 20 Tropfen Teebaumöl für die Haarwäsche mit dem Shampoo mischen oder Sie massieren es direkt in Ihre Kopfhaut ein. Dann sollten Sie es mit Olivenöl verdünnen.

Wichtig zu wissen: Sowohl Teebaumöl als auch Apfelessig und Pfefferminzöl können die Haut allerdings auch reizen. Seien Sie also vorsichtig bei der Anwendung.

Was können Sie gegen juckende Kopfhaut tun?

  • Gereizte, trockene und juckende Kopfhaut braucht Schutz und die richtige Pflege.
  • Vermeiden Sie alles, was für die Haut eine zusätzliche Belastung darstellen könnte.
  • Bei akutem Juckreiz gilt: Nicht kratzen!
  • Wenn Sie es nicht aushalten, klopfen Sie leicht mit den Fingern auf die Kopfhaut.
  • Außerdem trägt Kälte dazu bei, den Juckreiz auf der Kopfhaut zu lindern.
  • Legen Sie sich ein feuchtes Handtuch oder ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Kühlpad auf den Kopf.

Ein weiterer Tipp: Spezielle medizinische Shampoos können helfen, die Beschwerden zu lindern. Sie enthalten Inhaltsstoffe, die antimykotisch, juckreizlindernd oder entzündungshemmend wirken. Idealerweise lassen Sie sich vor dem Einsatz eines solchen Shampoos ärztlich beraten.

Gesunde Kopfhaut: Was langfristig gegen Juckreiz hilft

Diese Tipps tragen zu einer gesunden Kopfhaut bei und helfen langfristig gegen Juckreiz:

  • Verwenden Sie ein mildes, pH-neutrales Shampoo, möglichst ohne Duft- und Konservierungsstoffe.
  • Je nach Hauttyp sind spezielle Anti-Schuppen-Shampoos oder rückfettende Produkte eine gute Wahl.
  • Fragen Sie gegebenenfalls einen Dermatologen oder eine Dermatologin oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welches Produkt sich für Ihre Kopfhaut eignet.
  • Waschen Sie Ihr Haar nicht täglich - bei akuten Problemen idealerweise maximal zweimal pro Woche.
  • Denn: Jede Wäsche verringert die natürliche Schutzbarriere der Haut und macht die Kopfhaut empfindlicher.
  • Waschen Sie Ihre Haare nicht mit heißem, sondern mit lauwarmem Wasser.
  • Lassen Sie das Haar nach Möglichkeit an der Luft trocknen oder föhnen Sie es nur kurz und nicht zu heiß.
  • Verzichten Sie weitestgehend auf Haarfärbeprodukte.
  • Vermeiden Sie sehr enge Kopfbedeckungen und tragen Sie vorzugsweise Mützen aus Baumwolle.
  • Schützen Sie Ihren Kopf gegen starke Sonneneinstrahlung, zum Beispiel durch einen locker sitzenden Sonnenhut.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Körper alle Nährstoffe erhält, die er braucht, sowie genug Feuchtigkeit.
  • Davon profitiert auch die Gesundheit der Kopfhaut.
  • Essen Sie viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte, wenig mageres Fleisch und Fisch.
  • Außerdem sollten Sie täglich mindestens anderthalb Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
  • Stress und Anspannung können die Kopfhaut negativ beeinflussen.
  • Versuchen Sie, Stress abzubauen.
  • Dabei können Meditation, Yoga oder Progressive Muskelentspannung helfen.

Wann sollten Sie zum Arzt oder zur Ärztin gehen?

  • Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können.
  • Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.

Außerdem gut zu wissen: Auch Parasiten und viele andere Krankheiten können hinter den Symptomen stecken, zum Beispiel:

  • Schuppenflechte: Bei etwa der Hälfte der Menschen mit Plaque-Psoriasis greift die Schuppenflechte irgendwann auf die Kopfhaut über.
  • Neurodermitis: Das Ekzem, auch als atopische Dermatitis (AD) bezeichnet, kann an sämtlichen Körperstellen auftreten. Es äußert sich durch Rötungen und Schuppen, die Haut juckt und brennt.
  • Kopfläuse: Die winzigen Insekten graben sich in die oberste Kopfhautschicht ein und legen ihre Eier an den Haaren ab. Kopfläuse werden Sie nur durch eine Behandlung mit speziellen Anti-Läuse-Mitteln los, die Insektizide oder Silikonöl enthalten.

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