Die Rasse der Tinker-Pferde: Merkmale, Geschichte und Verwendung

Die Tinker, auch bekannt als Irish Cob, Irish Tinker oder in den USA als Gypsy Cob, sind eine beeindruckende Pferderasse, die ihren Ursprung in Irland und Großbritannien hat. Diese hübschen Pferde sind oft gescheckt und mit wunderschönem Behang gesegnet, den sie gern präsentieren.

Steckbrief Tinker

  • Rasse: Irish Cob / Irish Tinker
  • Gruppe: Kaltblut mit Pony- / Warmbluteinschlag
  • Exterieur: auffälliges Langhaar und Behang an den Beinen, robuster Körperbau, kräftiger Kopf, starker Hals, charakteristisches Bärtchen
  • Fellfarbe: überwiegend Schecken
  • Charakter: freundlich, unerschrocken, ruhig und gutmütig
  • Gang: erdgebundene, kraftvolle Bewegungen
  • Ursprung: Irland und Großbritannien
  • Verbreitung: überwiegend Europa
  • Geeignet für: Freizeit- und Fahrpferd, Reittherapie, Dressurreiten

Geschichte und Herkunft

Dort wurden sie als Zug- und Arbeitspferde von Kesselflickern eingesetzt - die damals ebenfalls Tinker genannt wurden. Die Handwerker zogen durch die Gegend und reparierten dabei Kessel und Töpfe in verschiedensten Haushalten. Auch mit dem Verkauf unterschiedlicher Waren, die sie mit sich führten, verdienten die Kesselflicker ihr Geld. Ihre Handelsgüter transportierten sie auf Planwagen, für die sie kräftige Zugpferde benötigten. Die Irish Cobs waren hierfür besonders gut geeignet: Sie hatten nicht nur einen äußerst robusten Körperbau, die Scheckung ihres Fells machte sie darüber hinaus zu einzigartigen und unverwechselbaren Tieren, die man bereits aus der Ferne erkannte.

Diese Vorteile wollte man sich zu Nutzen machen und so begann die Zucht unterschiedlicher Schecken, bei der auch andere, sehr kräftige Kaltblüter wie Clydesdales oder Shire Horses eingekreuzt wurden. In den 1990er Jahren stieg ihr Bekanntheitsgrad auch in anderen Ländern enorm, in Deutschland gelten die Tinker jedoch erst seit 2005 als eigenständige Rasse.

Der Tinker hat sich nicht durch Züchtung entwickelt, sondern ist ein bunter Mix aus verschiedenen Rassen, wie zum Beispiel Clydesdales, Hackney und Draught Horse, um nur einige zu nennen.

Der korrekte Rassebezeichnung, welche sowohl die Rassen Irish Tinker, Tinker, Coulered, Piebalds, Cobs, Tinkers Pony oder Gypsy Cob umschreiben, ist Irish Cob.

In Irland und England wurden die Menschen, die mit ihren Pferdewagen durch die Gegend fuhren, „Tinker“ genannt. Tinker bedeutet Kesselflicker. Die Kutschen dieser Landfahrer wurden von Pferden gezogen.

Ursprünglich verwendeten die Fuhrleute Esel, denen dann aber die gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Planwagen zu schwer wurden. Kräftigere Pferde wurden gebraucht und die fanden die Kesselflicker auf ihren Reisen: Dort kauften sie die Pferde, die sie besonders preisgünstig erwerben konnten.

Für das fahrende Volk hatten die Schecken den Vorteil, dass sie einzigartig waren - schließlich ist kein Schecke wie der andere - und so konnte man jedes Pferd von den anderen unterscheiden. So begann eine Zucht mit ganz unterschiedlichen Schecken.

Seit Ende des 20. Jahrhunderts kamen Tinker vermehrt nach Deutschland und Holland, wo sie schnell Freunde unter den Freizeitreitern fanden. Sie werden in Deutschland von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung seit 2005 auch als Rasse eingetragen, wenn sie nicht größer als 160 cm sind. Größere Pferde werden als Irish Cob bezeichnet.

Durch den Boom in Deutschland wuchs auch das Interesse an den Tinkern in ihrer irischen Heimat, sodass auch dort, ebenso wie in den Niederlanden, ein Zuchtverband gegründet wurde.

Tinker sind aus verschiedenen und auch ganz unterschiedlichen Rassen entstanden und dennoch haben sie fast alle einen eher gemütlichen Charakter.

Da das fahrende Volk zuverlässige und unerschrockene Pferde vor den Kutschen brauchte, wurde bei der Zucht Wert auf gute Nerven und ein gemäßigtes Temperament gelegt. Dabei sind die ruhig wirkenden Pferde durchaus sensibel und schließen sich eng an ihren Menschen an. Tinker sollen nicht aggressiv sein.

Als Begleiter der Sinti und Roma mussten sie teilweise große Strapazen auf sich nehmen und erhielten nur wenig Nahrung, sie entwickelten sich also zu sehr robusten und gesunden Pferden.

Erscheinungsbild

Treue FreundeIhr stark ausgeprägtes Langhaar, insbesondere die wallende Mähne und ihr üppiger Kötenbehang machen die robusten Pferde einzigartig. Typisch für diese Rasse sind auch ihre großen, treuen Augen und das unterschiedlich stark ausgeprägte Bärtchen. Die meisten Tinker sind gescheckt und weisen oft eine breite Blesse auf. Jedoch gibt es etwas seltener auch Tiere mit einfarbigem Fell wie Schimmel, Rappen oder Braune. Insgesamt zeigen sich die irischen Vierbeiner hinsichtlich ihrer äußerlichen Erscheinung durchaus vielfältig und vereinen teilweise auch Merkmale von Warmblütern und Ponys in sich.

Das Erscheinungsbild der Tinker oder Gypsy Cobs ist ziemlich unterschiedlich - und doch erkennt fast jeder einen Tinker: kräftige Ponys oder Kleinpferde mit großer Scheckung und langem Behang, also viel Mähne und Schweif sowie langen Haaren an den Beinen. Es gibt die Tinker aber auch als Schimmel, Rappen oder Braune.

Der Tinker ist leicht zu erkennen: Das Pferd ist mittelgroß, zwischen 135 - 160 cm groß, gescheckt und hat einen kräftigen Kopf. Der Tinker ist kräftig gebaut und hat einen langen Behang. Dazu gehören nicht nur eine lange Mähne und ein üppiger Schweif, sondern auch der typische Fesselbehang, der die Hufe teilweise bedeckt.

Die Scheckung mit den großen Farbflecken nennt man Plattenscheckung und es gibt sie in fast allen Farben. Auch einfarbige Tinker in den üblichen Fellfarben Schwarz, Braun oder Fuchs kommen vor, sind aber fast so selten wie Schimmel.

Typisch wiederum sind große weiße Abzeichen an Kopf und Beinen, manche Pferde haben sogar weiße Flecken am Unterbauch.

Nach dem heutigen Zuchtziel gemäß des Züchterdachverbandes Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V (FN) beträgt das Stockmaß eines Tinker mit mittelschwerem bis schwerem Körperbau zwischen 135 und 160 cm. Ein durchschnittliches Tier bringt ca. 460 - 730 Kilogramm auf die Waage. Seine Größe, die Vererbung von den Elterntieren und die individuelle Muskelmasse des einzelnen Pferdes erzeugen eine große Spannbreite.

Die Bestimmung, ob Warm- oder Kaltblut, ist beim Tinker besonders schwierig. Lange hielt sich die Meinung, er sei ein Kaltblut, doch das ist falsch.

Der häufigste Farbschlag ist Piebald (Schwarzschecken), aber auch Braun- und Rotschecken sind oft vertreten.

Der Tinker hat einen schweren und etwas kräftigen Kopf mit breiter Stirn mit erhabener oder gerader Nasenlinie. Sein Fell ist sehr dicht und das Langhaar überaus kräftig. Im Winter bilden sich lange Grannen aus, der Fesselbehang ist jedoch das ganze Jahr hindurch lang und buschig.

Beingelenke und Knochen sind sehr kräftig ausgebildet, der Röhrbeinumfang beträgt zwischen 22 und 26 cm.

Tinker sind berühmt für ihre blauen Augen. Die Farbe steht mit den bunten Fellvariationen in Zusammenhang und sorgt für einen faszinierenden Ausdruck. In diesen Augen kann man sich verlieren, denn sie spiegeln eine unverbrüchliche Treue und Freundlichkeit wider.

Besonders stolz sind Tinker-Züchter auf den schweren Fesselbehang, auch Federn genannt. Tinker sind Arbeitstiere und waren daher früher bei Wind und Wetter draußen. Ein starker Fesselbehang wurde angezüchtet, um die Beine vor Feuchtigkeit bei Regen zu schützen, da die Haare das Wasser gen Boden ableiten. Bei starker Nässe muss der Behang aber getrocknet oder gekürzt werden. Sonst kann die Haut der Tiere aufweichen und wird empfindlich gegenüber Infektionen.

Klassisch für den Tinker ist seine gescheckte Färbung mit breiter, heller Blesse. Doch das ist kein Muss: Man findet die Tiere auch in Schwarz, Weiß, Dunkelbraun, Palomino oder Cremello.

Einfarbigkeit war früher ein Kriterium für edle Rassepferde des Adels. Der Tinker hat sich parallel dazu in einfachen Gesellschaftsschichten etabliert und sich dabei explizit durch seine Buntheit von seinen aristokratischen Verwandten abgehoben. Traditionell bevorzugt man daher den Tinker heute noch als Schecke.

Tinker gibt es in sehr unterschiedlichen Größen, die nach sogenannten Sektionen sortiert werden. Kleine Tiere mit einem Stockmaß von 128 bis 148 Zentimetern fallen in die „Sektion C“. Mittlere Tinker mit einem Stockmaß zwischen 149 und 159 Zentimetern gehören zur „Sektion B“. Hierunter fallen wohl die meisten Pferde. Sehr große Exemplare mit einem Stockmaß jenseits der üblichen 160 Zentimeter werden der „Sektion A“ zugerechnet und heißen auch Irish Cob.

Charakter und Wesen

Dass das fahrende Volk auf soziale Pferde setzte, hat sich auch im heutigen Tier niedergeschlagen. Er ist besonders lieb und ausgeglichen. Als Arbeitstier musste diese Rasse auch besonders fleißig, verlässlich und willig sein, darüber hinaus sanft und freundlich.

Tinker zeichnen sich nämlich durch Intelligenz, Menschenbezogenheit und einen ausgeglichenen Charakter aus. Nichts bringt die kleinen Kaltblüter so schnell aus der Ruhe, weshalb sie für viele Reiter so zuverlässige Begleiter sind. Gleichzeitig sind sie sehr loyal: Hat man einmal das Herz eines Gypsy Cobs erobert, darf man sich seiner lebenslangen Treue erfreuen. Aufgrund ihres sanften Wesens werden die gutmütigen Tiere darüber hinaus auch in der Reittheraphie sehr geschätzt.

Tinker sind äußerst beliebte Freizeitpferde, deren Reiter und Besitzer ihr angenehmes Temperament schätzen. Dabei eignen sie sich hervorragend zum Wanderreiten, da sie meist über einen guten Schritt verfügen. Als typische Kutschpferde, die sie ursprünglich waren, ist ihr Galopp nicht immer so gut gesprungen, aber der Trab ist meist fleißig. Ihr Talent liegt eher selten in den klassischen Disziplinen Dressur und Springen.

Tinker binden sich eng an ihre Bezugspersonen und gelten als sensibel.

Tinker sind aufgrund ihrer Intelligenz sehr lernfähige Pferde, die Erziehung muss jedoch konsequent durchgezogen werden, da die meisten Importe keine entsprechende Schulung genossen haben. Sie benötigen dazu oft viel Zeit und Erfahrung und vor allem eine Bezugsperson, zu der sie Vertrauen fassen können.

Tinker sind aus verschiedenen und auch ganz unterschiedlichen Rassen entstanden und dennoch haben sie fast alle einen eher gemütlichen Charakter. Da das fahrende Volk zuverlässige und unerschrockene Pferde vor den Kutschen brauchte, wurde bei der Zucht Wert auf gute Nerven und ein gemäßigtes Temperament gelegt. Dabei sind die ruhig wirkenden Pferde durchaus sensibel und schließen sich eng an ihren Menschen an. Tinker sollen nicht aggressiv sein.

Bunt gescheckt und mit wallender Mähne legt der Tinker einen starken Auftritt hin. Sein Wesen ist allerdings ein völlig anderes. Tinker gelten als ausgeglichen, ruhig und nervenstark. Sie lassen sich sehr gut trainieren und zeigen viel Geduld mit unerfahrenen oder gehandicapten Reitern.

Tinker sind im Allgemeinen gelehrig und intelligent. Sie haben den Ruf, auf dem Platz und im Gelände eher „zu bummeln“ als fleißig voranzugehen. Ihr Temperament lässt sich wohl eher als gemütlich und unermüdlich, denn als feurig beschreiben. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel!

Wegen ihres unkomplizierten und treuen Charakters gelten Irish Tinker als hervorragende Pferde für Reitanfänger. Sie sind sehr sensibel, stellen sich gut auf ihre Reiter ein und sehen einen Mangel an Führungskraft verzeihend nach. Auch als sanftmütige Therapiepferde haben sie sich daher bewährt.

Dabei haben Tinker durchaus ihren eigenen Kopf. Ein Grashalm sieht verlockend aus? Da könnte man doch mal kurz anhalten … Doch es braucht nicht viel, um den Tinker wieder auf den richtigen Weg zu lenken. Er ist nicht nachtragend und versucht im Allgemeinen, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen.

Tinker bauen starke Bindungen zu ihren Reitern auf.

Der Tinker ist ein unerschrockenes und intelligentes Freizeitpferd mit einer guten Konstitution. Die sensiblen Tiere möchten eine tiefe, lebenslange Bindung zu seinem Menschen eingehen und danken es ihm mit unerschütterlicher Treue.

Eignung und Verwendung

Heute werden Tinker gern als Arbeits- und Zugpferde eingesetzt. Doch auch als Freizeitpferd und Sportpartner erfreuen sie sich mittlerweile großer Beliebtheit.

Ihr ausgeglichener und ruhiger Charakter macht Irish Tinker für Anfänger und therapeutische Einsätze zur ersten Wahl. Für die hohe Schule und als edles Showpferd eignen sie sich weniger - der Körperbau steht dem im Wege.

Wenngleich ein Tinker nicht die Eleganz eines spanischen Warmbluts mitbringt, so hat der irische Verwandte durchaus Vorzüge, die ihn zu einem guten Pferd für diese Disziplin machen. Die Ruhe und Intelligenz der Tinker lassen sie schnell lernen und die Figuren präzise und bedacht ausführen. Hektik, Schreckhaftigkeit und Unruhe sind diesen Pferden fremd und es ist daher sehr angenehm, sie auszubilden.

Der Tinker ist ein unkompliziertes Pferd. Weder verlangt er danach, ständig auf höchstem Niveau gefordert zu werden, noch schreckt er vor Belastung zurück. Als Freizeitpferd hat er Freude an Ausritten, der Arbeit auf dem Platz und Übungen aus dem Horsemanship. Mit einem Tinker unter dem Sattel müssen Sie im Gelände keine Angst vor Traktoren und Mülltonnen haben. Auch gegenüber Kindern und Anfängern zeigt er sich nachsichtig und unterstützend.

Für Therapiepferde ist es besonders wichtig, dass sie ruhig, zuverlässig, berechenbar und mit einer guten Portion Einfühlungsvermögen ausgestattet sind. All diese Voraussetzungen bringt der Tinker mit. Der Fokus innerhalb der Therapiesitzung kann somit beim Patienten und dessen Problem bleiben, ohne dass das Pferd unnötige Kapazitäten für sich beansprucht. Tinker sind so sensibel, dass sie die Stimmungen der Reiter wahrnehmen und innerhalb ihrer Beziehung die Arbeit des Therapeuten zusätzlich unterstützen.

Am besten eignet sich der Tinker als Kutschpferd, er macht aber auch dem Freizeit- oder Western- und Geländereiter Freude. Dressurarbeit und kleine Sprünge sind ebenfalls möglich - allerdings immer in Übereinstimmung mit den körperlichen Voraussetzungen.

Die Rücken sind oft weich, nicht stabil bemuskelt und nicht sehr tragfähig. Die Versammlung fällt ihnen unter anderem wegen der hohen Aufrichtung von Kopf und Hals schwer. Wer einen Tinker kauft, muss ihn ordentlich gymnastizieren, um seine Tragfähigkeit zu stärken und ihn gesund zu erhalten.

Früher wurden die Pferde gezielt als Arbeits- und Zugtiere eingesetzt. Daher ist allerdings auch die Tragfähigkeit seines Rückens eher begrenzt. Sie sollten daher keine allzu schweren Reiter tragen müssen. Achtet man auf diesen Aspekt sind Tinker aufgrund ihres ausgeglichenen Charakters beliebte Freizeitpferde, eignen sich aber auch hervorragend als Therapiepferde.

Haltung und Pflege

Am liebsten leben Tinker mit Artgenossen in Offenställen, wobei man bei der Fütterung aber darauf achten muss, dass die auf gute Futterverwertung gezüchteten Schecken mit zu viel nahrhaftem Weidegras und zu viel Getreide oder synthetischen Futterzusätzen Probleme bekommen. Unproblematisch sind stattdessen meist die Hufe der Tinker. Sie haben eine gute Hornqualität und viele Tinker können beim Freizeitreiten barfuß geritten werden.

Einen Tinker artgerecht zu halten, stellt meist keine große Herausforderung dar. Seine Mischung aus Kalt- und Warmblut macht ihn sehr robust und widerstandsfähig. Er kann ganzjährig im Offenstall gehalten werden, legt dabei aber viel Wert auf eine passende Gesellschaft. Im Winter bildet er ein dichtes Winterfell aus und scheut somit auch niedrige Temperaturen nicht.

Tinker fühlen sich in der Herde besonders wohl, da sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten besitzen.

Ihre Zucht mit dem Ziel ein genügsames Arbeitspferd hervorzubringen, war so ausgerichtet, dass die Tiere trotz kargem Futter viel leisten konnten. Dann wird reines Gras fast schon zu Kraftfutter.

Weil Tinker einen sensiblen Stoffwechsel haben, können sie auf Kohlenhydrate wie Stärke und Zucker, wie sie in Getreide und Müslis reichlich vorhanden sind, empfindlich reagieren.

Wegen ihres starken Behangs können Tinker eine Neigung zur Mauke entwickeln. In aller Regel entstehen diese Themen aber erst bei falscher Haltung und / oder Fütterung. Vorbeugen kann man mit einer regelmäßigen Pflege des Langhaars und mit der Optimierung der Haltung: Matschpaddocks und Bodennässe sind im Winter fast schon eine Garantie, dass die fiese Hautkrankheit zuschlägt.

Hinzu kommen klassische Haltungsfehler: Zu wenig Bewegung in Kombination mit zu viel nahrhaftem Futter machen Tinker krank - Stoffwechselprobleme entwickeln sich und bringen das gesamte körperliche Gleichgewicht durcheinander.

Vorbeugen kann man mit einer regelmäßigen Pflege des Langhaars und mit der Optimierung der Haltung: Matschpaddocks und Bodennässe sind im Winter fast schon eine Garantie, dass die fiese Hautkrankheit zuschlägt.

Regelmäßige Pflege des Langhaars ist wichtig, um Hauterkrankungen vorzubeugen.

Gesundheit

Als Reine Spanische Rasse unterliegen Andalusier speziellen Normen. Mähne und Schweif üppig und lang. wachen Augen. geschmeidigen Gänge und beachtliche Erhabenheit.

Nicht wenige Tinker neigen zu Mauke, einer juckenden Hauterkrankung im Fesselbereich. Der üppige Fesselbehang schafft ein ideales Milieu für die Erreger der Krankheit und so sieht man viele Tinker regelmäßig mit den Füßen aufstampfen und sich mit dem Maul oder an Gegenständen an den Beinen kratzen. Leider muss man daher chronische Mauke zu den typischen Erkrankungen dieser Rasse zählen. Um sie zu vermeiden, sollte gerade bei Tinkern viel Wert auf die gründliche Pflege des Behangs gelegt werden.

Durch den stark ausgeprägten Behang rund um die Fesseln ist die Pferderasse anfällig für Hautkrankheiten. Insbesondere Mauke kann sich schnell unter dem dichten Haarkleid entwickeln, weswegen auf die sorgfältige Pflege des Behangs viel Wert gelegt werden muss.

Der Tinker ist durch seine Heimat auf den britischen Inseln geprägt worden. Die robusten Pferde kommen daher gut mit widrigen Witterungsverhältnissen und kargem Futter klar. Landen Tinker jedoch in einem warmen Stall mit reichlich Nahrungsangebot, kann das ihre Gesundheit negativ beeinträchtigen.

Von den irischen Weiden ist der Tinker eher karge Böden gewöhnt. Sein Stoffwechsel arbeitet daher sehr effizient und ist mit einem hohen Angebot an Nährstoffen schnell überfordert. Die Folge ist, dass er auf unseren heimischen Wiesen zu Stoffansatz, Fettleibigkeit und Übergewicht neigt. Ein kontrollierter Nahrungsplan und ein ständiges Auge auf das Gewicht des Pferdes sind daher unerlässlich.

Die Folge von artfremder Fütterung mit zu hochkalorischem Futter können Koliken, Kotwasser, Hufrehe und Allergien sein. Ausreichend Heu, Stroh und ein niederkalorisches Mineralienfutter sind für diese Pferde absolut ausreichend.

Bei starker Feuchtigkeit sollten das Fell und die langen Fesselbehänge zusätzliche Aufmerksamkeit bekommen. Im Zweifelsfall ist ein vorübergehendes Kürzen unerlässlich. Die empfindliche Haut der Tiere neigt bei anhaltender Feuchtigkeit zu Entzündungen, die Mauke genannt wird. Man erkennt diese schnell, da das starke Jucken die gepeinigten Tinker zum Stampfen und Schubbern der Fesseln bringt. Um dem vorzubeugen, sollte der Boden mit Paddockplatten oder ausreichend saugfähiger Einstreu trocken gehalten werden.

Grundsätzlich gilt, dass der Körperbau des Tinkers und sein Kaltblutanteil dafür sorgen, dass er ein kräftiges Zugtier ist. Als Reitpferd eignet er sich aber trotzdem nur bedingt, da die Tragfähigkeit des Rückens im Verhältnis zur Massigkeit des Tieres eher gering ausfällt. Schwere Personen sollten daher eher Abstand vom Tinker als Reitpferd nehmen.

Speziell bei kleinen Exemplaren mit einem Stockmaß bis 145 Zentimetern sollten die Regeln für Ponys berücksichtigt und darauf geachtet werden, dass der Rücken mit nur maximal 60 Kilogramm belastet wird.

Fragen & Antworten zu Tinker

Sind Tinker Reitpferde?

Tinker sind kräftige, verlässliche und arbeitswillige Pferde, die früher als auch heute gern als Arbeits- und Zugpferde eingesetzt. Daher ist allerdings auch die Tragfähigkeit seines Rückens eher begrenzt. Sie sollten daher keine allzu schweren Reiter tragen müssen. Achtet man auf diesen Aspekt sind Tinker aufgrund ihres ausgeglichenen Charakters beliebte Freizeitpferde, eignen sich aber auch hervorragend als Therapiepferde.

Wie sehen Tinker aus?

Typisch für den kräftig gebauten, muskulösen Tinker ist das ausgeprägte Langhaar, die üppige Mähne und der volle Schweif. Ein besonderes Merkmal ist die lange, dichte Fesselbehaarung und das unterschiedlich stark ausgeprägte Bärtchen auf der Oberlippe.

Welche Farbe haben Tinker?

Die meisten Tinker sind gescheckt. Die häufigste Variante sind die Schwarzschecken, aber auch braun- und Rotschecken sind häufig vertreten. Es wird genetisch in Overo-Scheckung (Scheckung am Körper seitlich) und die Tobiano-Scheckung (Das Weiße kreuzt die Rückenlinie) unterschieden. Es gibt aber auch Rappen, Schimmel oder Braune.

Woher stammt der Name Tinker?

Tinker haben ihren Ursprung in Irland und Großbritannien, wo sie als Arbeitstiere verwendet wurden. Sie wurden von dem fahrenden Volk (in Irland damals abwertend als "Tinker" bezeichnet, deutsch: Kesselflicker) als Zug- und Arbeitspferde eingesetzt. Die Kesselflicker reisten mit den Pferden übers Land und führten dabei ihre Arbeitsuntensilien und ihren gesamten Hausrat mit, welche von den Tinkern gezogen wurden.

Tabelle: Tinker-Pferde im Überblick

Merkmal Beschreibung
Ursprung Irland und Großbritannien
Größe 135-160 cm
Gewicht 460-730 kg
Farbe Überwiegend Schecken, aber auch einfarbig
Charakter Freundlich, ruhig, intelligent
Einsatz Freizeit, Therapie, Fahren

Tinker sind Pferde zweiter Klasse – Kein Verständnis für diesen Tierarzt

tags: #pferd #rasse #lange #haare #beine

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