Permanent Make-up verspricht dauerhafte Schönheit, birgt aber auch gewisse Risiken. Hier erfahren Sie, wie Sie Entzündungen erkennen, behandeln und vermeiden können, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Wie bei anderen Prozeduren gibt es auch beim Permanent Make-up Kontraindikationen. Deshalb ist es wichtig, sich zu vergewissern, dass das Verfahren für Sie sicher ist. Es gibt eine Reihe von Einschränkungen, Bedingungen oder Krankheiten, bei denen eine Behandlung vermieden werden sollte. Man unterscheidet zwischen absoluten und vorübergehenden Kontraindikationen.
Sie werden vor der eigentlichen Behandlung darüber aufgeklärt, welche vorübergehenden unangenehmen Begleiterscheinungen in den ersten Stunden bzw. Tagen auftreten können.
Der Heilungsprozess von Permanent Make-up verläuft in den allermeisten Fällen ganz normal. Permanent Make-up ist immer eine Irritation der Haut, die Zeit für die Heilung braucht. Wer zum ersten Mal ein Permanent Make-up bekommen hat, hat schnell viele Fragen.
Beim Permanent Make-up handelt es sich um eine sanfte Pigmentierung, bei der Farbpigmente sorgfältig in die oberste Hautschicht eingebracht werden. Es ist wichtig zu verstehen, dass dieser Prozess (obwohl hautschonend) gewisse natürliche Hautreaktionen hervorrufen kann. So kann die Haut als Antwort auf die Behandlung leichte Verletzungen aufweisen, was zur Bildung von Schorf führt, und die behandelte Stelle durchläuft einen normalen Heilungsprozess.
Es ist jedoch hervorzuheben, dass die Intensität dieser Reaktionen von Person zu Person variieren kann. Bei vielen Klienten sind die sichtbaren Reaktionen besonders minimal, insbesondere im Bereich der Augenbrauen. Sie können eine leichte Rötung oder minimale Schwellung erfahren, und es kann auch nur zu sehr geringer Schuppenbildung kommen. Dies liegt daran, dass die Farbpigmente besonders oberflächlich eingearbeitet werden, um die Haut so wenig wie möglich zu belasten.
Halten Sie durch, bis die ersten 45 Tage vorbei sind. Erst jetzt können wir wirklich beurteilen, wie die Erstbehandlung verlaufen ist und was bei der zweiten Behandlung getan werden muss.
Obwohl Permanent Make-up viele Vorteile bietet, können auch unerwünschte Reaktionen auftreten.
Wie bei jedem Produkt oder Lebensmittel kann jeder Inhaltsstoff und jede Zutat potentiell eine allergische Reaktion hervorrufen. Im Rahmen einer Permanent Make Up Behandlung ist es bislang selbst bei Nickel-Allergikern zu keinen allergischen Reaktionen gekommen, selbst leichte Reaktionen (wie zum Beispiel eine Hautreizung) sind sehr selten.
Die am weitesten verbreiteten Nebenwirkungen sind photoallergische Dermatitis und allergische Kontaktdermatitis. Beide entwickeln roten Hautausschlag, Entzündungen und die Haut kann trocken und schuppig werden. Aber nicht jede Schuppung der Haut bedeutet eine Unverträglichkeit oder Allergie. Wenn beispielsweise eine PMU Lippenpigmentierung eine Schuppenbildung auf der Lippe zur Folge hat, zeigt dies, dass der Körper heilt. Dieser Heilungsprozess dauert in der Regel einige Tage und da jeder Körper anders heilt dauert es auch individuell unterschiedlich lang.
Im Rahmen von Permanent Make Up Behandlungen kann es zu allergischen Reaktionen mit Symptomen wie rissiger Haut, Blutungen, Schwellungen, Beulen oder auch Blasen kommen. In diesem Falle sofort ein Arzt/Dermatologe zu Rate gezogen werden.
Insbesonders bei Allergikern sollten auch die Inhaltsstoffe der verwendeten Vorzeichenstifte überprüft werden, denn diese verbleiben während der Pigmentierung auf der Haut und feine Farbpartikel können über die Nadeleinstiche in die Haut gelangen.
Bei bekannten Allergien überprüfen wir immer den Allergiepass und gleichen diesen mit allen (!), auch nur in Spuren enthaltenen Inhaltsstoffen ab und informieren den Kunden / die Kundin entsprechend vor der Behandlung.
Kunden, die im Laufe ihres Lebens ein- oder mehrmals Lippenbläschen (Herpes Simplex) hatten, können wenige Tage nach der Behandlung Herpes am Mund und drum herum bekommen. Die Erkrankung ist weit verbreitet. Mehr als 90 Prozent aller Erwachsenen haben Antikörper gegen den Herpes-Simplex-Virus, der an den Lippen auftritt, im Blut. Jeder, der Antikörper gebildet hat, war schon einmal in Kontakt mit dem Virus.
Die Aktivierung kann durch verschiedene Ursachen provoziert werden. So können übermäßige Anstrengungen und Stress in jeder Form, Menstruation, die Geburt eines Kindes, UV-Strahlung (Urlaubssonne oder UV-Lampe) Erkältung oder fieberhafte Infekte der Auslöser sein.
Das Auftreten von Lippenherpes kann vor der Behandlung durch das Einnehmen von vorbeugend wirkenden Tabletten gemildert werden. Wenn jemand einmal in seinem Leben eine Herpes Infektion durchgemacht hat, so bedeutet das für die Zukunft leider keine Immunisierung oder Schutz.
Eine befriedigende Therapie der Herpes Infektion gibt es bis heute nicht. Die Medizin hat bisher auch keine Möglichkeit gefunden, das im Körper ruhende Virus endgültig zu vernichten. Aus diesem Grund können bei einer Herpes Infektion an den Lippen nur die Symptome behandelt werden.
Auch Infektionen mit Staphylokokken, Streptokokken, Hepatitis und HIV nach einer Permanent-Make-up-Behandlung seien bereits dokumentiert, so Messmer. Eine mögliche Ursache sei unhygienisches Arbeiten.
Entzündungen nach der Behandlung können Pigmente verschieben und das Farbbild unregelmäßig machen. Hier sind einige Tipps, was Sie tun können:
Für alle Permanent-Make-up-Behandlungen gilt, dass die frische Zeichnung 3 bis 5 Tage lang etwa eine Farbstufe intensiver aussieht, als man vor der Behandlung gemeinsam festgelegt hat. Erst wenn sich nach rund einer Woche eine neue Hornschicht über den eingelagerten Pigmenten gebildet hat, schimmern die Farben dezent durch die Haut und entfalten so ein Maximum an natürlicher Farbwirkung.
Die pigmentierten Hautareale sollten aus hygienischen Gründen in der ersten Woche nach der Behandlung nicht geschminkt und nicht mit normalen kosmetischen Produkten behandelt werden.
In der Regel werden die Pigmentier-Zonen von dir direkt nach der Anwendung, zwei Tage lang (zur Anleitung), regelmäßig mit klarem Wasser zügig gereinigt und nur hauchdünn mit der empfohlenen Permanent Make-up Creme versorgt. Der Hautschutz soll dabei nicht aufweichen, sondern nur geschmeidig gehalten werden.
| Phase | Dauer | Merkmale | Pflegehinweise |
|---|---|---|---|
| Erste Phase | 1-14 Tage | Dunklere Farbe, Krustenbildung, Rötungen, Schwellungen | Regelmäßig mit klarem Wasser reinigen, dünn mit empfohlener Creme versorgen |
| Zweite Phase | 15-28 Tage | Oberflächenheilung, Farbveränderungen, Schwellungen im Untergewebe | Geduld haben, keine zusätzlichen Produkte verwenden |
| Dritte Phase | 29-45 Tage | Heilung im Untergewebe, endgültige Farbanpassung | Abwarten, bis vollständige Heilung abgeschlossen ist |
Der früheste Zeitpunkt für eine Nachbehandlung mit Permanent-Make-up ist 45 Tage nach der ersten Behandlung. Die Heilung muss vollständig abgeschlossen sein, sonst lässt sich das neue Permanent-Make-up nicht beurteilen. Die maximale Zeitspanne für die zweite Behandlung beträgt 150 Tage.
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