Parusan Shampoo gegen Haarausfall im Test: Was hilft wirklich?

Viele freiverkäufliche Mittel versprechen Abhilfe bei Haarausfall. Doch was bringen sie wirklich? Schönes Haar scheint heute weniger eine Gabe der Natur als eine Frage der richtigen Kaufentscheidung zu sein. Tatsächlich sind Shampoos mittlerweile hoch entwickelte Hightech-Produkte mit patentierten Wirkstoffen. Der Shampoo-Markt wächst stetig, die Hersteller werben mit vollmundigen Produktversprechen: Manche Shampoos sollen für ein stärkeres Wachstum sorgen, andere die brüchige Haarstruktur reparieren oder sogar erblich bedingten Haarausfall stoppen.

Etwa hundert Haare verlieren wir täglich, das ist ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Gegen den Kahlschlag auf dem Kopf versprechen viele Mittel Abhilfe. Doch wirklich hilfreich sind nur wenige. Stiftung Warentest hat für stern.de die freiverkäuflichen Präparate unter die Lupe genommen und bewertet. Das ernüchternde Ergebnis: Ohne Einschränkung ist kein Wirkstoff zu empfehlen.

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Haare bestehen aus dem gleichen Material wie Finger- und Fußnägel: aus Horn - also abgestorbenen Zellen. Jedes Haar hat einen Haarschaft und eine Haarwurzel. Der Schaft ist der sichtbare Teil des Haares, der aus der Haut herausragt. Die Wurzel steckt in der Haut und reicht bis in das Unterhautgewebe. Das untere Ende der Haarwurzel ist kugelig verdickt und wird deshalb Haarzwiebel genannt. In der Haarzwiebel werden ständig neue Zellen gebildet, die miteinander verkleben und dabei verhornen. Weil sich von unten immer neue verhornte Zellen an das Haar ankleben, schiebt es sich allmählich aus der Haut heraus.

Wirkstoffe im Fokus

Minoxidil

Am ehesten helfen noch Produkte mit Minoxidil. Der Wirkmechanismus von Minoxidil bei Haarausfall ist nicht genau bekannt. Möglicherweise wird die Haarwurzel besser durchblutet. Denkbar ist auch, dass die Neubildung von Blutgefäßen gefördert wird, wodurch diese durchlässiger werden und mehr Wachstums- Faktoren im Gewebe vorhanden sind. Beides kommt auch dem Wachstum der Haarwurzel zugute.

Frauen sprechen nach diesen Ergebnissen besser auf den Wirkstoff an, bei ihnen genügen schon geringere Mengen an Minoxidil. Minoxidil kann den Haarausfall verlangsamen, sodass sich eine Glatze nur verzögert ausbildet und regt zudem den Haarwuchs wieder an. Ein kosmetisch akzeptables Ergebnis findet sich allerdings nur bei etwa 10 bis 20 von 100 Behandelten. Wird das Mittel weggelassen, setzt der Haarausfall unvermindert wieder ein.

Über eine Langzeitbehandlung (Zeiträume von mehr als einem Jahr) liegen keine aussagekräftigen Daten vor. Bei etwa einem von hundert Behandelten kann die Haut an der Stelle, an der das Mittel aufgetragen wurde, jucken, schuppen, sich röten oder entzünden. Minoxidil kann sich eventuell nachteilig auf Herz und Kreislauf auswirken, was insbesondere bei einer Langzeitbehandlung bedeutsam ist. Wenn das Mittel den Blutdruck senkt und Brustschmerzen, Schwindel, Schwächegefühl auftreten oder sich der Herzschlag beschleunigt, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Bei bis zu einem von 1000 Behandelten können sich auch an anderen Körperstellen vermehrt Haare bilden (zum Beispiel im Gesicht).

Minoxidil darf bei Männern nur im Alter zwischen 18 und 49 Jahren angewendet werden. Minoxidil wird auch als blutdrucksenkendes Mittel eingesetzt. Wenn Sie es dafür bereits angewendet und nicht vertragen haben, sollten Sie es auch als Haarwasser nicht einsetzen.

17-alpha-Estradiol

Wie wirkt der Wirkstoff? 17-alpha-Estradiol gehört zu den Östrogenen, wirkt aber nur sehr schwach hormonell. Es hemmt vielmehr das Enzym 5-alpha-Reduktase. Durch dieses entsteht aus dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron das wirksamere Dihydrotestosteron. Dieses ist bei Männern und Frauen gleichermaßen vorhanden und kann den Haarwuchs an den Haarwurzeln behindern und so Haarausfall fördern. Bisher ist die therapeutische Wirksamkeit von 17-alpha-Estradiol bei Haarausfall aber nicht ausreichend nachgewiesen. Die Mittel mit diesem Wirkstoff sind deshalb wenig geeignet. Der Alkoholanteil in dem Haarwasser kann dazu führen, dass die Kopfhaut sich rötet und brennt. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre sollten Sie die Mittel nicht anwenden.

Parusan Stimulator Shampoo: Eine Alternative?

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das durch viele Faktoren verursacht wird, von hormonellen Ungleichgewichten bis hin zu Klimaveränderungen. Die deutsche Marke Parusan hat ein innovatives Stimulator-Shampoo auf den Markt gebracht, um dieser Plage effektiv entgegenzuwirken.

  • stärkt geschwächte Haarfollikel
  • versorgt die Kopfhaut mit Vitaminen und Mineralien
  • schützt Locken vor schädlichen Umwelteinflüssen
  • enthält L-Arginin, Biotin und Vitamin E, die das Haarwachstum beschleunigen
  • fördert die Regeneration beschädigter Strähnen
  • macht Locken elastisch und glänzend
  • geeignet für die tägliche Anwendung

Anwendung: Auf das befeuchtete Haar und die Kopfhaut auftragen, 2-3 Minuten einwirken lassen und gründlich mit warmem Wasser ausspülen. Für die tägliche Anwendung geeignet.

Inhaltsstoffe des Parusan Stimulator Shampoos

Parusan Stimulator Shampoo ist ein Konzentrat von Substanzen zur Ernährung der Haarwurzeln. Unter den vielen wertvollen Komponenten (Biotin, L-Arginin, Vitamin E) enthält das Shampoo einen speziellen Extrakt, der den Haarausfall reduziert und das Wachstum der Haare beschleunigt.

Inhaltsstoffe: Aqua, Mipa-Laureth Sulfat, PEG-4 Rapeseedamide, Glycerin, Cocamidopropyl Betain, PEG-40 hydriertes Rizinusöl, Propylenglykol, Betain, Stärke Hydroxypropyltrimonium Chlorid, hydrolysiert Weizen Protein, Arginin, Coco-glucosid, Niacinamid, Hydroxypropyl Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride, Olea Europaea Fruit Oil, Harnstoff, Pisum Sativum (Erbse) sprießen Extrakt, Biotin, Natriumchlorid, Natrium Laktat, Tocopherol, Humulus Lupulus Kegel-Extrakt, Chamomilla Recutita Flower Extract, Calendula Officinalis Flower Extrakt, Ocimum Basilicum Blume/Blatt/Stammzellen Extrakt, Acanthopanax Senticosus Wurzel-Extrakt, Achillea Millefolium Extract, Parfum, Phenoxyethanol, Benzylalkohol, Kaliumsorbat, Natriumbenzoat, Benzoesäure, Zitronensäure, Milchsäure, Linalool, Citronellol, Butylphenyl Methylpropional, Hexyl Cinnamal, Geraniol, Limonen.

Weitere Faktoren, die Haarausfall beeinflussen können

Die Produktion von Haarfasern kann durch Medikamente, hormonelle Veränderungen, Krankheiten oder Mangelernährung beeinflusst werden. In der Regel ist es aber das ständige Föhnen, Rubbeln und Bürsten, das die Haare schädigt.

Eine Vielzahl von Faktoren kann Haarausfall auslösen: Wissenschaftlich anerkannt sind Vergiftungen, Pilzinfektionen der Kopfhaut, chronische Erkrankungen und die Einnahme bestimmter Medikamente. Dauerwellen, Colorationen, häufige Nutzung eines Glätteisens, starke UV-Strahlung sowie Chlor- und Salzwasser sind außerdem enorme Strapazen für Haare und Kopfhaut.

Ein Haarverlust von etwa 100 Haaren pro Tag ist völlig normal. Wer deutlich mehr Haare verliert, sollte sich ärztlich untersuchen lassen. Rund 100.000 Haare haben die Menschen durchschnittlich auf dem Kopf.

"Repair"-Shampoos: Was können sie wirklich?

"Ultimate Repair", "Structure Repair", "Total Repair" - die Produktversprechen von Shampoos und Spülungen verheißen viel, halten aber meist wenig. Denn brüchige und strapazierte Haare lassen sich nicht einfach mit einem Shampoo "reparieren". Repair-Shampoos bilden also nur eine Schicht um die Fasern, sodass das Haar glatter erscheint. Dieser Effekt hält nur bei regelmäßiger Anwendung an.

"Fördert das Wachstum von 100 Prozent stärkerem Haar" - so wirbt ein Hersteller auf der Verpackung seines Shampoos. Experten zweifeln derartige Werbesprechen stark an: "Ein Haar hat einen Wachstumszyklus, der bei jedem Menschen unterschiedlich, ungefähr zwischen drei und sechs Jahren liegt, und den wird ein Shampoo nicht verändern können." Das Haar könne außerdem durch ein Shampoo oder eine Spülung nicht zum Wachstum angeregt werden, da es aus seiner Wurzel herauswächst, die unter der Hautoberfläche liegt. "An diese Stelle kommt so ein Präparat gar nicht heran," erklärt die Dermatologin.

Wissenschaftliche Studien: In-vitro vs. In-vivo

Die Hersteller werben gerne mit wissenschaftlich belegter Wirksamkeit ihres Produkts - meist mit dem Zusatz "In-vitro-Studie". "In vitro" bedeutet, dass unter Laborbedingungen getestet wurde. Das Gegenteil davon sei eine In-vivo-Studie an echten Probanden, erklärt Dermatologin Dr. Julia Maerker-Stroemer. "In einer In-vitro-Studie werden Zellkulturen in eine Nährlösung gelegt und dann mit einer Substanz wie zum Beispiel Koffein über eine längere Zeit zusammengebracht. Tatsächlich ist es so, dass diese Zellen durch Koffein in ihrem Wachstum angeregt werden." Aber das spiegele nicht die Realität wider. "Shampoos haben beim Waschen eine Kontaktzeit von etwa 30 Sekunden auf der Kopfhaut.

Hormonelle Ursachen und genetische Veranlagung

Hormonelle Veränderungen im Körper, beispielsweise nach Schwangerschaften oder in den Wechseljahren, können zu Haarausfall führen. Das Haar regeneriert sich in diesen Fällen aber meistens von selbst, wenn sich der Hormonspiegel wieder normalisiert. Auch die männliche Glatze zählt in der Regel nicht zu den Haarkrankheiten. Sie ist genetisch bedingt und eher ein kosmetisches Problem.

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