Koralleninsel Schuppen: Ein Paradies im Wandel

Koralleninseln sind einzigartige und vielfältige Ökosysteme, die eine wichtige Rolle im globalen Ökosystem spielen. Sie bieten Lebensraum für unzählige Arten und sind gleichzeitig anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige bemerkenswerte Beispiele und die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen.

Ein Zeichen der Hoffnung: Wisdom, der Albatros

Ein bemerkenswertes Beispiel für die Widerstandsfähigkeit des Lebens in diesen fragilen Umgebungen ist Wisdom, ein 74-jähriger Laysan-Albatros. Wisdom ist der älteste bekannte Wildvogel der Welt. Jetzt hat er auf dem Midway-Atoll ein Ei gelegt. Wissenschaftlern zufolge könnte es sich um Wisdoms 60. Ei handeln und es ist das erste seit vier Jahren, berichtet der „Guardian".

Seit 2006 kehrt Wisdom jedes Jahr auf das Atoll zurück. Wisdom wird seit 1956 beringt und hat etwa 30 Küken aufgezogen. Ihr langjähriger Partner Akeakamai wurde seit einigen Jahren nicht mehr gesehen. „Jetzt hat sich Wisdom einem anderen Männchen zugewandt. Wir sind zuversichtlich, dass das Junge schlüpfen wird“, sagt ein Biologe auf dem Midway-Atoll. Albatrosse wechseln sich sieben Monate lang mit dem Brüten ab. Nach dem Schlüpfen fliegen die Küken nach fünf bis sechs Monaten ins Meer hinaus.

Laysan Albatrosse beim Nestbau

Die Florida Keys: Ein Paradies für Wassersportler

Die Florida Keys & Key West bestehen aus mehreren hundert Koralleninseln, die sich einer Perlenkette gleich vom südlichsten Ende Floridas aus über 250 Kilometer ins offene Meer erstrecken. Die wichtigsten Inseln sind über Brücken miteinander verbunden und bilden so die „schönste Sackgasse der Welt“. Auch gelten die Keys mit ihren feinen Sandstränden und dem drittgrößten Korallenriff der Welt als ein Paradies für Wassersportler, Naturbegeisterte und Lebenskünstler.

Das tropische Klima garantiert in den fünf Regionen Key Largo, Islamorada, Marathon, Big Pine Key und Key West ganzjährig angenehm warme (Bade-)Temperaturen.

Luftaufnahme der Florida Keys

Robbie's auf Islamorada: Begegnung mit dem Atlantischen Tarpun

Auf Islamorada tummeln sich bei Robbie’s zahlreiche Tarpune direkt am Pier der Marina. Wer sich traut, kann die Tiere sogar füttern. Für ein paar US-Dollar lässt sich dazu ein Becher mit kleinen Fischen erwerben. Es kostet zunächst etwas Überwindung, den urzeitlichen Meeresriesen ein „Leckerli“ hinzuhalten, doch lässt sich schnell feststellen, dass sie den Besuchern im wahrsten Sinne des Wortes aus der Hand fressen.

Vor rund 20 Jahren bargen Robbie und seine Frau Mona einen Tarpun, der am Maul verletzt war. Mit Hilfe eines Arztes, der die Wunde mit Nadel und Faden zunähte, gelang es ihnen, den Fisch, den sie mittlerweile liebevoll „Scarface“ nannten, wieder aufzupäppeln und in die Freiheit zu entlassen. Anschließend kehrte er immer häufiger sowie in Begleitung zahlreicher Artgenossen zu Robbie und Mona zurück.

Auch abseits der Tarpune ist Robbie’s ein beliebtes Ausflugsziel auf Islamorada, das Besuchern vielfältige Möglichkeiten für Wassersport präsentiert. Gäste, die lieber dem Treiben zusehen und dabei ein gutes Essen genießen möchten, stöbern in dem kleinen Laden und nehmen anschließend im Restaurant „Hungry Tarpon“ Platz.

Kakadu Nationalpark: Australiens Garten Eden

171 Kilometer südöstlich von Darwin liegt Australiens Garten Eden: Kakadu. Doch anders als Adam und Eva in der Bibel wurden die ersten Menschen hier nie vertrieben. Seit mehr als 40.000 Jahren leben sie im Schatten des mächtigen steilen Sandsteinkliffs, das sich quer durch die Heimat der Gagadju zieht, von den Weißen verballhornt zu „Kakadu“.

Dieses 20.000 Quadratkilometer große Gebiet, das fast den gesamten Einzugsbereich des South Alligator River umfasst, bildet Australiens größten und bedeutendsten Nationalpark. Seit 1984 gehört er zum UNESCO-Welterbe. Geschützt wird nicht nur seine einzigartige Natur, die alle Habitate des Top End umfasst, sondern auch die Jahrtausende alte Kultur der Region.

Nourlangie Rock im Kakadu-Nationalpark

Felsmalereien: Eine Freiluftgalerie der Vorzeit

Bis in die jüngste Zeit wohnten die Ureinwohner Australiens hier in Höhlen und Grotten, fanden ihre Nahrung im Busch und in den Billabongs und malten Menschen, Tiere und Geister mit gelbem und rotem Ocker, Kohle und Kreide auf geschützte Felswände. Gespenstisch leuchtet der Namarrkon, der Blitzmann, zwischen dem Blättergrün des Nourlangie Rock hervor, klapperdürr wie ein Skelett, doch unendlich kraftvoll.

Die Bilder, über Jahrtausende an Felswände, Höhlen und Überhänge gemalt, bilden eine einmalige Freiluftgalerie von der Vorzeit bis zur Gegenwart. Mehr als 7.000 Felszeichnungen wurden in Kakadu entdeckt; die ältesten sind bis zu 30.000 Jahre alt.

Umso ausführlicher erklären Aborigines-Guides auf geführten Touren die berühmtesten Fels-Galerien im Park: Nourlangie, Nanguluwur und Ubirr, wo unter den Felsüberhängen der Main Gallery neben typischen Beutetieren wie Catfish, Waran und Wallaby auch ein Beispiel der „contact art“ zu sehen ist: ein Europäer in Stiefeln, die Hände in den Hosentaschen.

Die Vielfalt der Natur

1.700 Pflanzenarten, 275 Vogelarten, 117 Reptiliengattungen, 53 verschiedene Fische, 25 unterschiedliche Frösche und nicht zu vergessen die 10.000, allgegenwärtigen Insektenarten haben in den ursprünglichen Landschaften von Kakadu ihre Heimat.

Die Wasserlöcher - billabongs - und Flutebenen von Kakadu verändern sich je nach Jahreszeit und bilden nach den gewaltigen Gewittern des Monsuns (November/Dezember) und der tropischen Sommerregen (Januar/Februar) ein Hunderte von Quadratkilometern großes Binnenmeer, von dem die Natur den gesamten Winter über zehren muss.

Wenn die Wasserläufe in der Trockenzeit allmählich versiegen, ziehen sich viele Tiere auf den ganzjährig Wasser führenden Flusslauf „Yellow Waters“ zurück. Oft steht sein Wasser so still, dass sich die Umgebung darin perfekt spiegelt: Weißbauchseeadler, Kormorane, Brolga-Kraniche und Jabiru-Störche, grasende Wasserbüffel und dichte Teppiche aus Lotuslilien bilden besonders im Licht der auf- oder untergehenden Sonne eine spektakuläre, fast unwirkliche Kulisse.

Krokodilland Kakadu

Zwischen den Luftwurzeln der Mangroven, die wie umgedrehte Regenschirme die Ufer säumen, verstecken sich die berühmtesten Bewohner von Yellow Water: „Salties“, Salzwasserkrokodile. Kakadu ist Krokodilland - weshalb 1986 der Kultfilm „Crocodile Dundee“ auch gerade hier gedreht wurde.

Salzwasserkrokodil im Kakadu Nationalpark

Der Klimawandel fordert sein erstes Opfer

Bramble Cay ist eine winzige Koralleninsel im äußersten Norden des Great Barrier Reefs, und für die ruhelose Menschheit hat sie lange nur insofern eine Rolle gespielt, als eine nach ihre benannte Route durch die Torres-Straße zwischen dem nordöstlichen Zipfel Australiens und der Südküste Neuguineas führt.

Vor wenigen Tagen hat die australische Regierung die Mosaikschwanzratten für ausgestorben erklärt und die Suche nach Überlebenden eingestellt. Die Melomys, wie sie in Australien heißen, haben den Weg des Dodo beschritten. Prekär war die Robinsonade ihrer Existenz schon immer, nun aber sind sie für alle Zeit die erste Tierart, die offiziell der Klimakrise zum Opfer fällt.

Denn das sehr kleine Reich der Melomys ist buchstäblich untergegangen. Die Seevögel und Schildkröten, die sich das Inselchen mit ihnen teilten, haben sich fliegend und schwimmend irgendwie retten können, die letzte Bramble-Cay-Ratte aber hat ein Sturm zu viel ins Meer gespült.

Die Gefahr, die der Menschheit auf ihrem Weg in die Zukunft drohe, so hat es der berühmte Ameisenforscher Edward O. Wilson gesagt, sei die „Erfüllung der höchsten Ironie der organischen Evolution“: Dass nämlich das Leben „in dem Augenblick, da es durch den Geist des Menschen zur Selbsterkenntnis“ gelange, seine Schöpfungen dem Untergang weiht.

Sind KORALLENRIFFE noch zu retten? Der Schatz der Meere in GEFAHR - Prof Dr Christian Wild

Dieser Artikel hat einige Beispiele für die Vielfalt und die Herausforderungen von Koralleninseln beleuchtet. Es ist wichtig, dass wir uns der Bedeutung dieser Ökosysteme bewusst werden und Maßnahmen ergreifen, um sie zu schützen.

tags: #Koralleninsel #Schuppen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen