Meist kannst du Parabene in Kosmetik leicht auf der Liste der Inhaltsstoffe erkennen. Sie enden auf -paraben: Die häufigsten sind Ethylparaben, Methylparaben, Propyl- und Butylparaben.
Parabene stehen in der Kritik, weil ihre Struktur der des Hormons Östrogen ähnelt. Darauf, wie schädlich sie wirklich für unsere Haut und Gesundheit sein können, weisen verschiedene Studien hin.
Wir verzichten in unserer veganen Clean Beauty Kosmetik ganz bewusst auf den Einsatz von Parabenen.
Beim Durchblättern der Inhaltsstofflisten Eurer Kosmetikprodukte seid Ihr sicherlich schon des Öfteren über einen bestimmten Begriff gestolpert: Parabene.
Parabene sind eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die vorrangig als Konservierungsmittel verwendet werden. Sie helfen, Produkte vor dem Verderb durch Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze zu schützen. Diese Schutzwirkung ist besonders wichtig in Produkten, die Wasser enthalten, da Wasser ein idealer Nährboden für mikrobielles Wachstum ist.
Chemisch betrachtet gehören Parabene zur Familie der Para-Hydroxybenzoesäureester. Sie sind charakterisiert durch eine Para-Hydroxybenzoesäuregruppe und eine variable Alkylgruppe. Diese Struktur ermöglicht es Parabenen, gegen ein breites Spektrum an Mikroorganismen wirksam zu sein.
Um ein tieferes Verständnis für die verschiedenen Arten von Parabenen zu erhalten, hier eine detaillierte Parabene-Liste. Die gängigsten verwendeten Parabene sind Methyl- und Ethylparaben. Weniger häufig werden Butyl- und Propylparaben eingesetzt. Auf die nur noch sehr selten verwendeten Stoffe Isopropyl-, Isobutyl-, Phenyl- und Pentylparaben wird inzwischen weitestgehend verzichtet.
Laut einer Verschärfung der EU-Kosmetikrichtlinie 2015 und Einschätzungen des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2011 sind Propylparaben und Butylparaben in nicht-abwaschbaren Kinderkosmetika (Beispiel Wundschutzcreme) verboten. Die Konzentration in Duschgelen, Bodylotion etc. für Erwachsene wurde auf 0,14 Prozent gesenkt.
Wenn ihr euch die Zutatenlisten eurer täglichen Produkte anschaut, werdet ihr häufig auf Parabene stoßen. Diese Konservierungsmittel sind nicht nur in der Kosmetikindustrie unverzichtbar, sondern auch in anderen Bereichen präsent.
Parabene sind in vielen alltäglichen Produkten enthalten, wie in Hautpflegeprodukten, Make-up, Haarpflegeprodukten und manchmal auch in Lebensmitteln.
Kosmetik ist der häufigste Berührungspunkt zwischen dem menschlichen Körper und Parabenen [1]. Doch in der Wissenschaft sind noch einige Fragen offen. Sicher sind folgende Punkte:
Parabene können das hormonelle Gleichgewicht im menschlichen Körper beeinflussen und u.a. mit Unfruchtbarkeit im Zusammenhang stehen.
Parabene stehen mit folgenden Punkten in Verbindung [1, 4]:
Gerade bei Frauen mit Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft wird die potentiell hormonelle Wirkung von Parabenen besonders kritisch beurteilt.
Wusstest du, dass Parabene Einfluss auf den Kollagen- und Hyalurongehalt unserer Haut nehmen können? Japanische Wissenschaftler*innen untersuchten die Effekte von Kosmetikformulierungen mit Methylparaben auf die menschliche Haut. Die Teilnehmer*innen verwendeten einen Monat lang täglich eine paraben-haltige Lotion auf ihrem Unterarm an. Messungen zeigten anschließend [6]:
Parabene können dazu führen, dass die Haut schneller altert.
Die Studienlage zeigt deutlich: Es gibt Hinweise darauf, dass Parabene unserer Gesundheit schaden können. Trotzdem gibt es noch Lücken in den wissenschaftlichen Daten zu ihrer Auswirkung beim Menschen. Wir setzen in unserer Kosmetik keine Parabene ein.
Möchtest du Parabene bei Shampoos & Co. auf der Liste der Inhaltsstoffe von Kosmetika erkennen, merke dir die häufigsten Parabene:
In der EU ist die Verwendung der Parabene Isopropylparaben und Isobutylparaben in Kosmetik schon seit 2015 nicht mehr erlaubt. Gleiches gilt für Phenylparaben, Pentylparaben und Benzylparaben. Für andere Parabene gelten Höchstgrenzen.
Für Verbraucher, die auf der Suche nach parabenfreien Alternativen sind, bietet Naturkosmetik eine breite Palette an Produkten.
Anhand der Liste der Inhaltsstoffe kannst du ganz einfach Kosmetik ohne Parabene erkennen. Sie haben die Endung -paraben gemeinsam, zB Methylparaben, Ethylparaben und Propylparaben. Mit Clean Beauty Skincare bist du in der Regel auf der sicheren Seite. Sie enthält keine Inhaltsstoffe, die als bedenklich für Gesundheit und Umwelt gelten.
Tatsache ist: Da es immer noch viele Kosmetikhersteller gibt, die Parabene in ihren Produkten verwenden, landen Rückstände dieser Inhaltsstoffe letztlich auch in der Umwelt. Eine portugiesische Studie aus dem Jahr 2022 weist darauf hin, dass Abwasser oft Parabene in hohen Konzentrationen enthält [7]. Da manchen Kläranlagen die Technologien fehlen, um diese vollständig herauszufiltern, gelangen sie wieder in unserem Wasserkreislauf [8].
Dass Parabene auch das Hormonsystem von Tieren beeinflussen, gilt als sicher. Dass sie im Körper von Meerestieren nachweisbar sind, auch [9]. Aber: Was sie auf die Dauer genau im Ökosystem anrichten, ist noch nicht in Langzeitstudien untersucht worden.
Parabene können in die Umwelt gelangen und dort potenziell negative Auswirkungen haben.
Im Zuge der zunehmenden Bedenken hinsichtlich der Verwendung von Parabenen in Kosmetikprodukten, hat sich der Fokus der Industrie und der Verbraucher auf alternative Konservierungsmittel und zukunftsorientierte Lösungen verlagert.
Angesichts der Debatte um Parabene haben Hersteller begonnen, nach anderen Wegen zu suchen, um ihre Produkte haltbar zu machen.
Bei zertifizierter Naturkosmetik, die das BDIH-Siegel trägt, muss sogar kenntlich gemacht sein, womit genau das Produkt konserviert wurde. Ein Aufdruck „konserviert mit …“ muss sich auf der Verpackung befinden.
Als Ersatz für Parabene werden Naturkosmetik häufig Stoffe in einer Konzentration, die bis zu 10 mal höher ist, beigefügt.
Die Kosmetikindustrie ist stets im Wandel, und die Verwendung von Parabenen sowie deren Alternativen ist ein Bereich, der ständiger Überprüfung und Innovation unterliegt. Zudem wird die Forschung an neuen Konservierungsmethoden, die sowohl sicher als auch wirksam sind, intensiviert.
Was sind Parabene in der Kosmetik?
Parabene wie zB Methylparaben werden aufgrund ihrer antibakteriellen Wirkung als Konservierungsstoffe in Kosmetik eingesetzt. Sie stehen in der Kritik, weil den Hormonhaushalt beeinflussen können und mit Brustkrebs in Verbindung gebracht werden.
Sind Parabene schädlich für die Haut und Gesundheit?
Ja - zu diesem Schluss kommen eine ganze Reihe verschiedener Studien. Diese weisen sowohl Einflüsse auf den Hormonhaushalt als auch auf den Hautstoffwechsel nach. Als gesichert gilt außerdem, dass Parabene sich im Körper ansammeln. Welche zusätzlichen gesundheitlichen Risiken das langfristig nach sich zieht, ist noch schwer abzuschätzen.
In welchen Produkten sind Parabene enthalten?
Parabene in Kosmetik können in Haarpflegeprodukten wie Shampoo und Conditioner vorkommen. Auch in Gesichtspflege (zB Cremes und Seren), Body Lotion und dekorativer Kosmetik wie Mascara sind zum Teil Parabene enthalten. Entscheide dich bewusst für Clean Beauty Kosmetik, wenn du kritische Inhaltsstoffe wie Parabene vermeiden möchtest.
Welche Creme hat keine Parabene?
Anhand der Liste der Inhaltsstoffe kannst du ganz einfach Kosmetik ohne Parabene erkennen. Sie haben die Endung -paraben gemeinsam, zB Methylparaben, Ethylparaben und Propylparaben. Mit Clean Beauty Skincare bist du in der Regel auf der sicheren Seite. Sie enthält keine Inhaltsstoffe, die als bedenklich für Gesundheit und Umwelt gelten.
| Paraben | Verwendung | Bedenken |
|---|---|---|
| Methylparaben | Häufig in Kosmetika | Geringe Sensibilisierungsrate, gute Hautverträglichkeit |
| Ethylparaben | Ähnlich wie Methylparaben | Wirksamer gegen Bakterien und Pilze |
| Propylparaben | Stärkere antimikrobielle Aktivität | Insbesondere gegen Schimmel und Hefe |
| Butylparaben | Weniger häufig verwendet | Ähnliche Eigenschaften wie Propylparaben |
| Isopropylparaben und Isobutylparaben | Strukturell ähnlich wie Butyl- und Propylparabene | Verwendung in der EU seit 2015 verboten |
[1] Hager, Emily et al. “Minireview: Parabens Exposure and Breast Cancer.” International journal of environmental research and public health vol. 19,3 1873. 8 Feb. 2022, doi:10.3390/ijerph19031873
[2] Darbre, P D et al. “Concentrations of parabens in human breast tumours.” Journal of applied toxicology : JAT vol. 24,1 (2004): 5-13. doi:10.1002/jat.958
[3] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Verwendung von Parabenen in kosmetischen Mitteln, Stellungnahme Nr. 009/2011 des BfR vom 28. Januar 2011
[4] Lincho J, Martins RC, Gomes J. Paraben Compounds-Part I: An Overview of Their Characteristics, Detection, and Impacts. Applied Sciences. 2021; 11(5):2307.
[5] population: NHANES 2005-2006.” Environmental health perspectives vol. 118,5 (2010): 679-85. doi:10.1289/ehp.0901560
[6] Ishiwatari, S et al. “Effects of methyl paraben on skin keratinocytes.” Journal of applied toxicology : JAT vol. 27,1 (2007): 1-9. doi:10.1002/jat.1176
[7] Wei, Fang et al. “Parabens as chemicals of emerging concern in the environment and humans: A review.” The Science of the total environment vol. 778 (2021): 146150. doi:10.1016/j.scitotenv.2021.146150
[8] Dorota Błędzka, Jolanta Gromadzińska, Wojciech Wąsowicz, Parabens.
[9] Jingchuan Xue, et al. Elevated Accumulation of Parabens and their Metabolites in Marine Mammals from the United States Coastal Waters in: Environmental Science & Technology 2015 49 (20), 12071-12079 DOI: 10.1021/acs.est.5b03601
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