Die Organisation des Handwerks hat eine lange Tradition, die mit den Zünften ihren Anfang nahm. Die Innungen bilden den Zusammenschluss der einzelnen Handwerksberufe. Durch die Innungen werden vor allem die berufsspezifischen Belange vertreten und gemeinsame gewerblichen Interessen der Innungs-Mitglieder gefördert.
Die Friseur-Innung Göppingen, wie jede andere Innung, spielt eine zentrale Rolle in der Förderung und Unterstützung des Handwerks. Ihre Aufgaben sind vielfältig und tragen dazu bei, die Qualität und das Ansehen des Friseurhandwerks zu sichern.
Ein Friseursalon-Schild
Aufgabe der Handwerksinnungen ist es, die gemeinsamen gewerblichen Interessen selbständiger Handwerker des gleichen Handwerks oder solcher Handwerke, die sich fachlich oder wirtschaftlich nahestehen, zu fördern und zu unterstützen. Seit jeher erfüllen sie die Aufgabe, die Gemeinschaft der selbständigen Handwerksmeister in einer Berufsgruppe zu stärken, das Genossenschaftswesen zu fördern, den Gemeingeist und die Berufsehre zu pflegen.
Nach der Handwerksordnung haben die Innungen noch weitere wichtige Aufgaben, wie die Beratung ihrer Mitglieder in arbeits-, tarif- und sozialrechtlichen Fragen. Die Innungen bzw. deren Zusammenschlüsse auf Landes- und Bundesebene (Fachverbände), können Tarifverträge abschließen.
Christine Messer-Stadlmann vom Salon Coiffeur Christine in Göppingen ist Vorsitzende der Friseur-Innung Göppingen.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Bekämpfung der Schwarzarbeit. Der baden-württembergische Landesinnungsverband Friseurhandwerk (LIV) hat ein umfangreiches Programm zur Bekämpfung der Schwarzarbeit beschlossen. Es wurde ein Ausschuss gewählt, der die Aktivitäten koordinieren soll.
Die Umsetzung wichtiger Zukunftsaufgaben wie die Energie- und Mobilitätswende, energieeffiziente Sanierungen, Neubauten von Gebäuden sowie Smart-Home- und E-Health-Projekte werden dringend gebraucht.
Die Friseur-Innung Göppingen legt großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung im Friseurhandwerk. Dies zeigt sich auch in der Unterstützung von Wettbewerben wie dem „Azubi des Jahres“ in Schwäbisch Gmünd, der von Friseurmeisterin Jenny Hägele organisiert wird.
Chef im Nacken: Friseur-Azubi Denise versucht, ruhig zu bleiben | Azubi Storys | S01/E02 | WDR
Bedingung für die Teilnahme ist eine Berufsschulnote, die im praktischen Teil bei 2,5 oder besser liegen muss. „Wir wollen mit unserem Wettbewerb alle Auszubildenden anspornen, ihre Praxisnote zu verbessern“, so die Spraitbacher Friseurin.
Die Erstplatzierten aus dem ersten und zweiten Lehrjahr erhalten ein Preisgeld in Höhe von 150 beziehungsweise 250 Euro sowie eine Urkunde. Für alle Teilnehmenden gibt es Geschenktaschen mit Kämmen, Pflegeprodukten und mehr, die von Friseurfirmen gesponsert werden.
Die Mitglieder der Fachjury sind Praktikerinnen aus verschiedenen Salons und der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd.
Die Handwerksrolle ist ein Verzeichnis, in dem sämtliche selbstständigen Handwerker des Kammerbezirks mit dem von ihnen betriebenen Handwerk eingetragen werden. Alle zulassungspflichtigen Handwerksbetriebe müssen - unabhängig von ihrer Rechtsform - in die Handwerksrolle eingetragen werden. Voraussetzung für die Selbstständigkeit im zulassungspflichtigen Handwerk ist der Nachweis der entsprechenden Eintragungsqualifikation (z.B. der Meisterbrief).
Ob Ihr Beruf den Meisterbrief zur Unternehmensgründung und Eintragung in die Handwerksrolle erfordert, hängt davon ab, ob er nach der Handwerksordnung (HwO) der Anlage A oder Anlage B zugeordnet ist:
Im Rahmen der Antragsberatung fasste der Verbandstag noch weitere Beschlüsse zur Bildungspolitik: So fordern die baden-württembergischen Friseure eine Änderung der Prüfungsordnung mit dem Ziel, die Qualität der Berichtshefte der Lehrlinge in die Benotung einfließen zu lassen. Ferner soll der landeseigene Wettbewerb um das beste Berichtsheft aktiviert werden, bei dem unter den innungsbesten Lehrlingen alljährlich der Landessieger gekürt werden soll.
Schließlich muhte der LIV den Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) dazu bewegen, ein neues bundeseinheitliches Berichtsheft zu erarbeiten, mit dem sich zeitgemäß und effektiv arbeiten lässt und das kostengünstiger ist als das heutige ZV-Berichtsheft.
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