Niedriger Ferritinwert und Haarausfall: Ursachen und Lösungen

Volles, gesundes Haar gilt als äußeres Zeichen von Schönheit und Gesundheit.

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Nur was tun, wenn die volle Haarpracht schwindet? Eine der möglichen Ursachen von Haarausfall könnte ein Eisenmangel sein - so zeigen Untersuchungen. Haarausfall kann sehr belastend sein und das Selbstwertgefühl sowie das persönliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen.

Mangelerscheinungen verbindet man mit der Dritten Welt - aber auch in Deutschland ist die weltweit häufigste Mangelerscheinung, der Eisenmangel, weit verbreitet. Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall. Das Spurenelement ist für den Sauerstofftransport zu den Haarfollikeln verantwortlich, es stärkt und nährt die Haarwurzeln.

Im folgenden Beitrag beleuchten wir Ursachen für den Haarausfall durch Eisenmangel, wen es häufig betrifft und was dagegen getan werden kann. Bei Fragen nehmen Sie bitte direkt Kontakt auf.

Was ist Eisen und warum ist es wichtig?

Im Körper eines erwachsenen Menschen befinden sich etwa drei bis vier Gramm Eisen. Es gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Das meiste davon, etwa zwei Drittel, liegt in Form von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen vor. Auch Muskeln, Enzyme und Proteine enthalten Eisen. Der Rest ist in Organen wie Leber, Milz und Knochenmark gespeichert.

Eisen ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der in zahlreichen biologischen Prozessen eine wichtige Rolle spielt. Der Mensch muss Eisen mit der Nahrung aufnehmen. Eine ausgewogene Ernährung enthält meistens ausreichend Eisen, um den Tagesbedarf von 10 bis 15 Milligramm zu decken. Doch der Körper kann über die Zellen im Darm nur fünf bis zehn Prozent des Eisens aus der Nahrung resorbieren. Der Rest wird mit dem Stuhl ausgeschieden.

Über abgestorbene Haut- und Schleimhautzellen, Urin, Stuhl und Schweiß verliert der Körper jeden Tag ein bis zwei Milligramm Eisen. Um das auszugleichen, muss er aber etwa 15 Milligramm täglich aufnehmen - denn nur ein kleiner Teil gelangt wirklich über den Magen-Darm-Trakt bis in den Körper.

Eine oft unterschätzte, aber bedeutende Ursache für diffusen Haarausfall ist Eisenmangel. Wenn im Körper ein Eisenmangel herrscht, wird das Eisen zuerst den "unwichtigen" Körperteilen wie Haaren und Nägeln vorenthalten - zugunsten lebenswichtiger Organe und Organfunktionen.

Wie Eisenmangel zu Haarausfall führt

Unsere Haarfollikel sind jedoch sehr aktive Zellen, die eine hohe Stoffwechselaktivität aufweisen. Unser Haar wächst ständig - und dafür sind ausreichend Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente notwendig. Diese werden für viele verschiedene Enzyme der DNA-Synthese benötigt. Eines davon ist zum Beispiel die Ribonucleotid-Reduktase, die für ihre Funktion genügend Eisen benötigt. Sind die Haarfollikel nicht ausreichend mit Eisen versorgt, können sie sich nicht vermehren und sterben ab.

Die genauen Mechanismen, die dazu führen, dass ein Eisenmangel Haarausfall verursacht, sind noch nicht geklärt. Es werden aber verschiedene Theorien diskutiert. Haarfollikelzellen, die Zellen, die die Haare an der Wurzel bilden, gehören zu den Zellen des Körpers, die sich am schnellsten vermehren, wodurch die Haare wachsen. Entsprechend wichtig sind Prozesse wie z.B. die DNA-Synthese in diesen Zellen. Für die DNA-Synthese werden verschiedene Enzyme benötigt. Eines von diesen Enzymen ist die Ribonucleotid-Reduktase, die für ihre Funktion Eisen benötigt.

Studien zufolge kann Eisenmangel unterschiedliche Formen des Haarausfalls begünstigen: Anlagebedingten Haarausfall, kreisrunden Haarausfall, diffusen Haarausfall oder telogenes Effluvium (zu frühes Eintreten der Ruhephase). Denn Haarzellen benötigen das Eisen für die DNA-Synthese und für ein ungestörtes Haarwachstum.

Die erste Phase ist die Wachstumsphase, bei der die Haare im Haarfollikel gebildet werden und dann länger und dicker werden. Es folgt die Übergangsphase. In der Haarwurzel findet keine Zellteilung mehr statt, sie wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und das Haarwachstum endet. Dann beginnt der Haarzyklus von neuem und lässt ein neues Haar aus dem Follikel wachsen. Ist der Haarzyklus gestört, zum Beispiel durch eine verkürzte Wachstumsphase, kann es zu Haarausfall kommen.

Wenn dem Körper Eisen fehlt, haben die Haarzellen nicht genug Energie, um sich zu teilen und neues Haar zu bilden. Dies führt dazu, dass mehr Haare in die Telogenphase übergehen, was als Telogenes Effluvium bekannt ist. Man kann sich das wie bei einer Pflanze vorstellen: Ohne genügend Nährstoffe im Boden wächst sie nicht richtig nach, wenn sie einmal verblüht ist.

Haarausfall bei Eisenmangel ist eine spezielle Form des Haarausfalls, die unter dem Begriff telogenes Effluvium bekannt ist. Dabei wechseln viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase und fallen schließlich vermehrt aus.

Normalerweise fallen jeden Tag bis zu 100 Haare aus. Hat man den Eindruck, ungewöhnlich viele Haare zu verlieren, kann ein Trichogramm Aufschluss geben. Dazu werden 50 bis 100 Haare aus dem vorderen (frontalen) und hinteren (okzipitalen) Bereich des Kopfs entfernt und untersucht. Man kann damit Aussagen über das Wachstumsverhalten der Haare treffen und über die Intensität des Haarausfalls, aber nicht über seine Ursachen.

Symptome von Eisenmangel

Es dauert meist eine Weile, bis ein Eisenmangel symptomatisch wird. Solange nur das Speichereisen abnimmt, aber noch genügend Eisen für den akuten Verbrauch zu Verfügung steht, merkt man nichts davon. Typische Symptome eines Eisenmangels sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit und verminderte Belastbarkeit. Die Anämie, die der Eisenmangel verursacht, kann in schwereren Fällen zu Blässe der Haut und der Bindehäute am Auge, Herzrasen (Tachykardie) und zu niedrigem Blutdruck führen. Weitere dermatologische Symptome sind neben dem Haarausfall dünne Fingernägel und eingerissene Mundwinkel.

Typische Symptome: Dazu gehören trockene Haut, Juckreiz, Schmerzen auf der Zunge, Schmerzen beim Schlucken oder rissige Mundwinkel.

Ein niedriger Hämoglobinwert bedeutet, dass die Haarwurzeln schlechter mit Sauerstoff versorgt werden. Das kann die Haarproduktion verlangsamen und zu vermehrtem Ausfall führen.

Ein Eisenmangel kann sich auf verschiedene Weisen bemerkbar machen. Haarausfall zählt dabei zu den häufigsten und auffälligsten Symptomen, insbesondere bei Frauen. Wenn der Körper nicht ausreichend Eisen zur Verfügung hat, sinkt der Hämoglobinwert, was die Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln beeinträchtigt. Doch Haarausfall bei Eisenmangel tritt meist nicht allein auf.

Ursachen für Eisenmangel

Eisenmangel kann sehr vielfältige Ursachen haben. Grundsätzlich kann das Problem an drei Stellen liegen: Entweder es wird zu wenig Eisen zugeführt, das zugeführte Eisen wird vom Körper nicht adäquat aufgenommen oder der Körper verliert zu viel Eisen.

Eine zu geringe Eisenzufuhr liegt meistens an einer vegetarischen oder veganen Ernährung. Eisen ist vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch enthalten. Es gibt auch eisenreiche pflanzliche Nahrungsmittel, insbesondere Hülsenfrüchte wie Linsen, Sojabohnen oder Kichererbsen und Blattgemüse wie Mangold oder Fenchel. Der menschliche Magen-Darm-Trakt kann das Eisen daraus jedoch schlechter aufnehmen als aus tierischen Nahrungsmitteln.

Eine mangelnde Eisenzufuhr ist deshalb am häufigsten bei vegetarischer oder veganer Ernährung zu erwarten.

Manche Erkrankungen führen dazu, dass der Körper das Eisen nicht mehr oder zumindest nicht ausreichend resorbieren kann. Eisen wird im oberen Dünndarm, vor allem im Zwölffingerdarm (Duodenum) aufgenommen. Ist dieser Darmabschnitt in seiner Funktion beeinträchtigt, z.B. durch eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, kann er dieser Aufgabe nicht mehr nachkommen.

Für eine verminderte Eisenaufnahme können verschiedene Medikamente, Nahrungsmittel und Erkrankungen sorgen. Sowohl Tee, Kaffee und Milch vermindern die Eisenresorption im Darm als auch manche Medikamente gegen Sodbrennen oder Parkinson. Bei Krankheiten der Darmschleimhaut wie Zöliakie oder chronischem Durchfall kann die Eisenaufnahme ebenfalls vermindert sein.

Blutverluste bei schwerer Verletzung, nach Operationen oder während der Entbindung führen ebenfalls zu einem Eisenmangel. Eine weitere Form ist der Eisenmangel bei chronischem Blutverlust. Hierbei ist eine genaue Diagnostik wichtig, um die Ursache zu finden. Eine Anämie kann Hinweis auf ein Magengeschwür oder eine Tumorerkrankung wie z.B. Darmkrebs sein.

Ein zu hoher Verlust von Eisen liegt meistens an einem Blutverlust. Insbesondere Frauen mit einer langen, häufigen oder sehr starken Regelblutung können relevante Mengen an Eisen verlieren. Aber auch über einen chronischen Blutverlust, zum Beispiel durch Tumore im Magen oder Darm, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder einem Magengeschwür kann viel Eisen verloren gehen.

Insbesondere Frauen leiden oft an Eisenmangel, was sich auf das Haarwachstum negativ auswirken kann. Etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung sind von einer Eisenmangelanämie betroffen. Aufgrund eines Mangels an Eisen kann der Körper nicht ausreichend roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) herstellen.

Diagnose von Eisenmangel

Um einen Eisenmangel festzustellen, reicht eine Blutabnahme aus. Darin werden verschiedene Parameter bestimmt, die ein Abbild des Eisenhaushalts geben. Man bestimmt die Anzahl und Größe der roten Blutkörperchen und deren Gehalt am Blutfarbstoff Hämoglobin. Zusätzlich kann man schauen, ob die Bildung der Blutkörperchen funktioniert und die Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen, die Retikulozyten, ausreichend gebildet werden.

Bei Verdacht auf Eisenmangel wird die Hausärztin oder der Hausarzt eine Klärung der Ursachen einleiten. Wichtig ist vor allem die ausführliche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) mit Dokumentation der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme. Eine definitive Aussage über den Eisenhaushalt liefert eine Blutuntersuchung.

Wenn du Haarausfall durch Eisenmangel vermutest, ist ein Bluttest zur Bestimmung des Ferritinwertes sinnvoll. Insbesondere den Ferritinwert, da dieser die Eisenspeicher im Körper widerspiegelt.

Ein Abbild über das Speichereisen gibt das Ferritin - es kann jedoch zum Beispiel bei chronischen Krankheiten oder akuten Infekten trotz Eisenmangel erhöht sein. Über das Transferrin und die Transferrinsättigung lässt sich ablesen, ob der Körper seine Rezeptoren zur Eisenaufnahme hochgefahren hat.

Bei einem Eisenmangel leert der Körper zunächst seine Eisenspeicher. Ein verringerter Ferritinwert ist der wichtigste Hinweis auf eine Eisenmangelanämie. Steht ein Eisenmangel fest, gilt es, die Ursache zu finden. Außerdem sollte der Urin auf Blut untersucht werden und bei Frauen eventuell auch eine gynäkologische Untersuchung erfolgen. Auch eine Untersuchung durch den Hals-Nasen-Ohrenarzt kann Teil der Diagnostik sein, um die Ursache des chronischen Blutverlustes zu finden, etwa die Gefäßkrankheit bei Morbus Osler.

Die wichtigsten Parameter bei der Diagnose sind:

  • Hämatokritwert (Hkt): Dieser beziffert den Anteil der festen Bestandteile oder Zellen des Blutes am Blutvolumen. Da die meisten Zellen des Blutes Erythrozyten sind, gibt der Hämatokrit indirekt auch Auskunft über die Menge an roten Blutkörperchen. Allerdings beeinflussen ihn auch Änderungen des Flüssigkeitshaushaltes entscheidend.
  • Mittleres Erythrozytenvolumen (MCV): Das MCV beziffert das Volumen der einzelnen roten Blutkörperchen.
  • Mittleres Erythrozytenhämoglobin (MCH): Der MCH-Wert besagt, wie viel roter Blutfarbstoff durchschnittlich in einem Erythrozyten vorhanden ist.
  • Retikulozyten: Retikulozyten sind unreife Vorstufen der roten Blutkörperchen im Blut. Um einen Mangel an Erythrozyten zu beheben, setzt der Körper rote Blutkörperchen aus seinen Reserven im Knochenmark frei. Stehen dort nicht genügend reife Zellen zur Verfügung, werden auch die nicht ganz ausgereiften Vorstufen, die Retikulozyten ins Blut entlassen. Eine hohe Zahl an Retikulozyten im Blut weist also darauf hin, dass viele rote Blutkörperchen verloren gehen und der Körper versucht, sie schnell nachzubilden.
  • Transferrin/Transferrinsättigung: Transferrin ist ein Transport-Eiweiß für Eisen. Es bringt Eisen von den Enterozyten, die für die Eisenaufnahme aus dem Darm zuständig sind, zu den im Körper vorhandenen Speichern.
  • Löslicher Transferrinrezeptor (sTfR): Das an Transferrin gebundene Eisen im Blut wird über spezielle Rezeptoren, die Transferrinrezeptoren, über die Zellwand in die roten Blutkörperchen aufgenommen.
  • Ferritin (Speicher-Eisen): Dieses wasserlösliche Eiweiß speichert das Eisen und schützt die Zellen vor der schädigenden Wirkung des freien Eisens. Es befindet sich vor allem in den Zellen der Leber, im Knochenmark, der Milz, aber auch in anderen Geweben wie der Muskulatur. Das im Blut gemessene Ferritin zeigt an, wie gut die Eisenspeicher des Körpers befüllt sind.

Behandlung von Eisenmangel

Die Therapie eines Eisenmangels hängt entscheidend von seiner Ursache ab. Entsprechend liegt der Schlüssel zur Therapie auch meist in der Ursachenbeseitigung. Wenn es sich um einen ernährungsbedingten Mangel handelt, kann die Einnahme von Eisenpräparaten helfen. Auch nach kleineren Blutverlusten, zum Beispiel durch die Monatsblutung bei Frauen, können Eisenpräparate helfen. Liegt dem Mangel jedoch eine Resorptionsstörung zu Grunde oder sind die Eisenverluste zu groß (nach schwerem Blutverlust nach einer Operation, einer Geburt oder bei besonders starken Regelblutungen), hilft die Einnahme solcher Präparate nichts bzw. ist sie nicht ausreichend.

Liegt eine körperliche Erkrankung zugrunde, steht deren Behandlung im Vordergrund. Wenn zum Beispiel durch einen Tumor oder eine Darmerkrankung die Aufnahme von Eisen in den Körper gestört ist, bringt auch eine erhöhte Zufuhr über die Nahrung nichts. Erst durch eine Behandlung der Grunderkrankung ist eine Besserung zu erwarten.

Reicht eine Umstellung der Ernährung nicht aus und liegt bereits eine Anämie vor, muss eine Behandlung mit Eisendragees oder Eisentabletten erfolgen. Eisenpräparate sollten täglich oder jeden zweiten Tag auf nüchternen Magen mit Wasser oder Fruchtsaft eingenommen werden. Die Einnahme der Präparate mit fester Nahrung, Tee oder Kaffee verringert die Aufnahme des Eisens aus dem Darm.

Bei einer Eisenmangelanämie tritt bei der Gabe von Eisenpräparaten eine rasche Besserung ein: Schon eine Woche nach Beginn der Einnahme steigen die Zahl der Retikulozyten und der Hämoglobinwert. Bis ein Ferritin-Wert von etwa 100 Mikrogramm pro Liter erreicht ist, dauert die Behandlung circa sechs Monate. Nebenwirkungen der Eisenpräparate können vor allem Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfälle und auch eine Schwarzfärbung des Stuhls sein. Bei schweren Nebenwirkungen oder einer Unverträglichkeit gegenüber oralen Eisenpräparaten kann Eisen auch über die Vene (intravenös) verabreicht werden.

Wenn der Eisenmangel behoben ist (je nach Ursache durch eine Ernährungsumstellung, Medikamente etc.) kann den Haarwurzeln noch direkt geholfen werden: Durch eine begleitende PRP Behandlung. Bei einer PRP Behandlung wird Blut des Patienten entnommen und in die einzelnen Bestandteile zerlegt: Erythrozyten, Thrombozytenarmes Plasma, Thrombozytenreiches Plasma sowie PRP (Platelet Rich Plasma). In PRP sind besonders viele Blutplättchen und Nährstoffe enthalten. Die Verabreichung von PRP erfolgt in das subkutane Hautgewebe der betroffenen Bereiche und wird mithilfe einer kleinen Injektionsnadel oder durch eine Mesopistole injiziert.

Der Eisenmangel kann jedoch auch einen irreparablen Schaden auf Haarwurzeln haben. Sollte der Eisenmangel lange anhalten und schwerwiegend sein, können sich oft nicht mehr alle Haarwurzeln erholen. Wenn sich das Haarwachstum nicht mehr einsetzen sollte, können diese Bereiche mit einer Haartransplantation wieder aufgefüllt werden. Hierbei werden einzelne Haarfollikel aus einem geeigneten Spenderareal entnommen und in den betroffenen Regionen wieder eingesetzt.

Ernährung bei Eisenmangel

Liegt der Eisenmangel an der Ernährung, kann eine Ernährungsumstellung helfen. Insbesondere Fleisch enthält viel Eisen, vor allem Hirsch, Rind oder Schwein. Ganz oben auf der Liste stehen aber tierische Innereien: In 100 Gramm Entenleber sind 30 Milligramm Eisen enthalten! Für wen Fleisch oder Innereien keine Option sind, der kann sich zum Beispiel an Haferflocken oder Weizenkleie halten. Zum Mittagessen kommen Sojabohnen oder Quinoa als Eisenlieferanten infrage. Da der menschliche Körper Eisen aus pflanzlichen Quellen schlechter verwerten kann als aus tierischen Quellen, muss eine entsprechend höhere Menge davon gegessen werden.

Ein ausgewogener Speiseplan mit einem hohen Eisengehalt ist entscheidend für gesunde, kräftige Haare. Besonders bei Haarausfall durch Eisenmangel. Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel. Fehlt es, werden die Haare dünn, spröde und fallen vermehrt aus.

Der Körper kann Eisen nicht selbst produzieren. Er ist vollständig darauf angewiesen, es über die Nahrung aufzunehmen.

Tierische Produkte wie rotes Fleisch (z.B. Pflanzliche Produkte wie Spinat, Linsen und Quinoa enthalten Nicht-Häm-Eisen, das der Körper weniger effizient aufnehmen kann. Dennoch sind pflanzliche Produkte wichtige Eisenquellen, insbesondere für eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise.

Das im Fleisch enthaltene Häm-Eisen kann der Körper dabei besser aufnehmen als Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Gemüse, Kräuter und Obst enthalten insgesamt weniger Eisen.

Es gibt Inhaltsstoffe, die die Eisenaufnahme fördern, und andere, die sie erschweren. Phytinsäure, die beispielsweise in den Randschichten von rohem Getreide oder in unverarbeiteten Sojabohnen vorkommt, und Oxalsäure (etwa in Rhabarber, aber auch in vielen eisenreichen Lebensmitteln wie Mangold, Mandeln, Spinat, Weizenkleie) können das Eisen so stark binden, dass es kaum vom Körper aufgenommen werden kann.

Gerbstoffe (etwa in Kaffee, Kakao, Grün- und Schwarztee, Rotwein) behindern die Eisenaufnahme im Verdauungsweg ebenfalls, sodass diese Getränke besser 30 Minuten vor oder mindestens zwei Stunden nach einer Mahlzeit genossen werden sollen, wenn man die Eisenaufnahme optimieren möchte. Vitamin C hingegen verbessert die Aufnahme von Eisen.

Vor allem bei pflanzlichem Eisen ist für eine optimale Aufnahme die Kombination mit Vitamin C reichen Lebensmitteln (z.B. Paprika, Zitrusfrüchte, Tomaten) wichtig. Zusätzlich sollten bestimmte Lebensmittel in Kombination mit eisenreichen Lebensmitteln vermieden werden, da bestimmte Stoffe die Eisenaufnahme hemmen. Dazu gehören z.B. Kaffee und calciumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte. Achte hier auf einen ausreichenden Abstand (ca.

Eisen wird vom Körper am besten als zweiwertiges Eisen aufgenommen. Dieses ist vor allem in tierischen Produkten, insbesondere Fleisch, enthalten.

Eisen bei Haarausfall ist essentiell, doch nicht jede Eisenquelle wirkt gleich stark. Tierische Produkte enthalten Hämeisen, das der Körper besser aufnimmt. Pflanzliches Eisen benötigt zur besseren Verwertung Vitamin C. Daher ist die Kombination z. B.

Hier ist eine Tabelle mit einigen eisenreichen Lebensmitteln:

LebensmittelEisengehalt (pro 100g)
Entenleber30 mg
Rindfleisch2-3 mg
Spinat4 mg
Linsen3.3 mg
Quinoa1.5 mg

Wann zum Arzt?

Falls Sie Eisenmangelsymptome bei sich bemerken, scheuen Sie sich nicht, einen Arzt aufzusuchen. Schon ein einfaches Blutbild kann Aufschluss geben und ermöglicht Ihnen, den Symptomen entgegenzuwirken. Eisenmangel ist leicht behandelbar - so können Sie sich schnell wieder wohl und schön fühlen.

Wenn du unter diffusem Haarausfall leidest, solltest du unbedingt deinen Eisenstatus prüfen lassen. Insbesondere den Ferritinwert, da dieser die Eisenspeicher im Körper widerspiegelt.

Ob ein Eisenmangel für den Haarausfall verantwortlich sein kann, sollte man zunächst durch eine Blutuntersuchung ärztlich abklären lassen.

Eisenpräparate: Ja oder Nein?

Wer seinen Eisenbedarf nicht alleine über die Ernährung decken kann, für den kommen Eisentabletten infrage. Diese sind zwar frei verkäuflich, sollten aber trotzdem nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Und sie werden leider nicht selten schlecht vertragen: Sie können zu Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall führen.

Nein, dies ist aus mehreren Gründen nicht ratsam. Zum einen ist Eisenmangel nicht die häufigste Ursache für Haarausfall. Zum anderen kann zu viel Eisen dem Körper schaden. Die Einnahme von Eisenpräparaten sollte nur nach Nachweis eines Eisenmangels erfolgen.

Die prophylaktische Einnahme von Eisen ist nicht sinnvoll, um einem Haarausfall durch Eisenmangel vorzubeugen. Es gibt viele andere und häufigere Gründe für Haarausfall wie eine genetische Veranlagung, hormonelle Störungen, Stress, Vitaminmangel oder fehlerhafte Schilddrüsenfunktion.

Bei einem starken, nachgewiesenen Mangel können Eisenpräparate notwendig sein. Typische Dosierungen liegen hier bei 30-60 mg elementarem Eisen, also tatsächlich im Präparat verfügbares Eisen pro Tag. Im Alltag, bei leichtem Mangel, reichen meist schon niedrigere Dosierungen aus, um einen guten Eisenspiegel zu erreichen oder zu halten. Achte also immer auch präventiv auf deine Eisenzufuhr.

Eisenpräparate sind frei verkäuflich. Trotzdem sollen größere Mengen Eisen ohne medizinischen Grund nicht als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, denn der Körper kann überschüssiges Eisen nicht ausscheiden und speichert es in den Organen. Sind die Speicher überfüllt, kommt es zu Organschäden, vor allem an Herz, Leber, Augen und Bauchspeicheldrüse.

Regelmäßige Blutuntersuchungen können helfen, Defizite frühzeitig zu erkennen und Überdosierungen zu vermeiden.

Kann man Haarausfall durch Eisenmangel vorbeugen?

Damit es erst gar nicht so weit kommt und Haarausfall frühzeitig vorgebeugt werden kann, ist ein frühes Erkennen von Eisenmangel wichtig.

Achte also immer auch präventiv auf deine Eisenzufuhr. Hilft Eisen gegen Haarausfall? Ja - insbesondere dann, wenn Eisenmangel die Ursache ist.

Eisenmangel ist eine häufige, aber oft übersehene Ursache für Haarausfall, insbesondere bei Frauen. Haarausfall durch Eisenmangel ist in den meisten Fällen reversibel, sofern die Ursache rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt wird.

Fazit

Hilft Eisen bei Haarausfall? Ja, wenn Eisenmangel die Ursache ist. In diesem Fall sind gezielte Maßnahmen wie Ernährung und ggf.

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