Nico Rosberg Rasierer Test: Nachhaltige Rasur im Fokus

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt der Gründershow "Die Höhle der Löwen", insbesondere während der Nachhaltigkeitswoche. In dieser Themenwoche dreht sich jedes vorgestellte Produkt um Nachhaltigkeit. Ein großes Thema sind Nassrasierer, wie sie von Armin Lutz Seidel und Romy Lindenberg mit ihrer Firma Shavent präsentiert werden.

Das Problem mit herkömmlichen Nassrasierern

Die meisten Nassrasierer bestehen aus austauschbaren Klingensets mit Plastik, Gummi und Metall. Diese landen oft im Müll und sind somit nicht besonders nachhaltig.

Shavent: Eine nachhaltige Lösung

Bei "Shavent" ist der Rasierer komplett aus Metall gefertigt, und die Klingen lassen sich einfach austauschen.

Nico Rosberg ist begeistert

Nico Rosberg zeigte sich begeistert von Shavent: Ein Rasierer, der tatsächlich rasiert. Romy Lindenberg und ihr Vater Armin Lutz Seidel ist aufgefallen, dass die Wechselköpfe für Nassrasierer riesige Müllberge produzieren.

Diese Wechselköpfe seien nämlich nicht recyclebar, weil sie aus einem Mix aus Metall, Plastik und Gummi bestehen. Deshalb hat Maschinenbauingenieur Seidel mithilfe eines 3-D-Druckers einen "plastikfreien Swingkopfrasierer" entwickelt und mit seiner Tochter dafür das Unternehmen Shavent gegründet.

Nun soll der Vertrieb mit Hilfe von Investorengeld ausgebaut werden, "um der Bestellungen Herr zu werden". Die "Löwen" sind begeistert, Ralf Dümmel und Nico Rosberg unterziehen den Rasierer sogar einem punktuellen Praxistest an ihren Beinen: "Das funktioniert mega", urteilt Rosberg ein bisschen zu begeistert darüber, dass der Rasierer die Mindestanforderung erfüllt und tatsächlich rasiert.

Carsten Maschmeyer findet ebenfalls Gefallen an dem Produkt, investieren möchte er aber trotzdem nicht, da ihm die Unternehmensbewertung zu hoch ist. Aber er hat auch noch einen anderen Grund: "Da ich nun schon immer Trockenrasierer bin, scheide ich aus."

Offenbar will Carsten Maschmeyer in nichts investieren, was er nicht selbst nutzt. Angesichts dessen, dass er in der Vergangenheit bereits in einen elektrischen Rollator, eine Gaming-Maus und in eine Desksharing-Plattform investieren wollte, eine eher merkwürdige Begründung.

Die anderen "Löwen" haben weniger Berührungsängste mit Trockenrasierern. "Das Produkt ist der absolute Wahnsinn", meint Dümmel und wirbt um die Gründer. Das machen aber auch Judith Williams und Rosberg mit einem Kombiangebot. Und dem geben Vater und Tochter am Ende ihr Jawort.

In Zukunft könnte also der Berg an Wechselköpfen tatsächlich kleiner werden. Kleiner werden soll auch die Menge an Wasser, die man so im Laufe des Tages verbraucht.

Weitere nachhaltige Produkte aus "Die Höhle der Löwen"

Neben Shavent gab es weitere innovative Ideen in der Sendung, die auf Nachhaltigkeit abzielen:

  • Bluegreen: Ein Duschaufsatz zur Wassereinsparung. Der Aufsatz wird zwischen Armatur und Schlauch angebracht und erhält so den Wasserdruck aufrecht. So lässt sich viel Wasser sparen und damit natürlich auch Geld.
  • MyTaag: Eine digitale Visitenkarte, um Papier zu sparen. Dort kann man aber nicht nur Name, Telefonnummer und Adresse hinterlegen, sondern zum Beispiel auch Social-Media-Profile. Das Übertragen der Daten funktioniert schnell und kontaktlos.

Weitere Start-ups in der Sendung

Die sechste Folge der 12. Staffel hält einige interessante Gründungsstorys und viele spannende Produkte bereit. Neben SilkslidePro stellen sich zudem diese weiteren Start-ups den Investor*innen: MEMOBILD, Campus Held, Catrub und ichó, die sich mit Hundeexperte Martin Rütter prominente Unterstützung an ihre Seite holen.

Wenn es auf der Welt von etwas zu viel gibt, dann ist das Müll. Und wenn es von etwas bald zu wenig gibt, dann sind das Ressourcen. An diesem Montagabend kämpfen in der "Höhle der Löwen" auffällig viele Gründer gegen eines der beiden Probleme.

"Die Welt schreit nach Nachhaltigkeit und wir rufen mit. Nachhaltigkeit ja - aber eben nur, wenn auch ein "Business Case" drin ist. Dass es mit dem "Wir rufen mit" bei "Die Höhle der Löwen" in diesem Fall nicht so weit her ist, kann man auch relativ gut erkennen, wenn man einmal durch die Liste der "Business Cases" geht, die es bisher so in der Show gab und sich fragt, was von all den Sachen man denn wirklich braucht. Nachhaltigkeit ist ja auch, wenn man einfach mal nichts kauft.

Nein, Vox geht es bei "Die Höhle der Löwen" nicht um Nachhaltigkeit, sondern um eine Show. Und für die ist erst einmal nur wichtig, dass es zumindest hin und wieder einen "Business Case" gibt. Wenn der auch noch irgendwie unter das Label "Nachhaltigkeit" fällt, wird das gerne in Kauf genommen. Doch was für Vox gilt, muss natürlich nicht für die Gründer gelten. Denn unter denen, das muss man auch erwähnen, sind immer wieder Menschen, die die Welt wirklich besser machen wollen. Oder zumindest weniger schlecht.

Weitere Details zu Shavent

Das Vater-Tochter-Gespann Armin Lutz Seidel und Romy Lindenberg widmet sich seit vielen Jahren voller Leidenschaft dem Thema nachhaltige Körperpflege. Da sie besonders bei der Rasur noch großes Potenzial erkannten, entwickelten sie ihren Schwingkopf-Rasierer SHAVENT. Der soll Plastikmüll vermeiden und dennoch den altbekannten Komfort bieten. Denn allein in Deutschland landen pro Jahr bis zu 500 Millionen Stück der Rasur-Wechselköpfe im Müll.

Nachdem die ersten Tests im Familienkreis bestanden wurden, meldeten sie die Idee zum Patent an, gründeten ihr Familienunternehmen und brachten SHAVENT auf den Markt. Nun möchten die beiden Gründer mit ihrem innovativen Rasierer international durchstarten, benötigen dafür 220.000 Euro und würden acht Prozent des Unternehmens abgeben. Doch wie begeistert ist die Jury bei DHDL von dem Produkt?

Schon nach den ersten Sekunden des Pitchs von SHAVENT wird klar, dass die Löwen von DHDL in diesem Produkt großes Potenzial sehen. Das liegt zum einen am Nachhaltigkeitsfaktor, aber auch am Design und der Handhabung des Rasierers. Als dann auch sogar noch die bisherigen Umsätze stimmen, möchte der Investor Ralf Dümmel unbedingt einsteigen. Aber auch Judith Williams und Nico Rosberg sind interessiert, sie bieten 220.000 Euro für 16 Prozent der Anteile.

Weitere Deals in "Die Höhle der Löwen"

Auch andere Gründer konnten Deals abschließen:

  • Löwenkind: Simone Hilble entwickelte einen Body mit integrierten Kräuterpads für Babys. Dagmar Wöhrl investierte 130.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile.
  • MyTaag: Davis Zöllner und Berkay Cankiran entwickelten eine App, die Visitenkarten aus Papier überflüssig machen soll. Carsten Maschmeyer investierte 50.000 Euro für 30 Prozent der Unternehmensanteile.
  • Bluegreen: Karsten Gaedke und Alexander Schulze entwickelten einen Filter, der den Durchfluss von Wasser in Hahn und Brause um die Hälfte reduzieren soll. Ralf Dümmel investierte 100.000 Euro für 25 Prozent der Anteile.

Die Präsentation interessiert ihn nicht, er findet das Produkt "sensationell". Er hätte aber gerne 30 Prozent. Auch Wöhrl wäre dabei, mit 25 Prozent.

Das Vater-Tochter-Gespann schafft es, Williams-Rosberg auf 7,5 Prozent zu drücken.

130.000 Euro hätte Hilble gerne für 20 Prozent. Dagmar Wöhrl (67) und Nils Glagau (45) interessieren sich für ein Investment. Allerdings nicht im Duo, sondern als Konkurrenten. Beide fordern 25 Prozent. Hilble telefoniert mit ihrem Vater. Wöhrl schwant Schlimmes: "Immer, wenn die Kandidaten telefonieren, verliere ich, da die Männer sie zu Männern lenken". Doch diesmal liegt sie falsch.

Firmenanteile geben die Junglöwen gerne ab, sie bieten 30 Prozent für 50.000 Euro. Nachhaltigkeit geht immer, deshalb werben die Gründer auch mit dem Sparen von Papier. Für Judith Williams kein großer Umweltfaktor, da man sich einen Plastik-Chip aufs Smartphone kleben muss. Auch die anderen Löwen steigen aus. Bis auf Maschmeyer. Der wäre gerne ein "Gründervater" und bietet sich als Mentor an.

100.000 Euro sollen es für 20 Prozent Firmenanteile sein. Der bisherige Umsatz seit 2017 ist für Georg Kofler (64) "ein bisschen wenig", dafür dass "Blue Green" das Duschen revolutionieren will, haben sie erst 550 Stück verkauft. Auch Maschmeyer ist entsetzt darüber, dass sie mit so niedrigen Zahlen ankommen. Die beiden haben ihr Produkt eben nur so nebenbei vertrieben. Maschmeyer, ehrlich empört: "Was ist denn das für eine Gründer-Einstellung?". Den "Hintern retten" will er den beiden nicht. Auch Kofler hält das Angebot für eine "mittlere Zumutung", die Performance der beiden für "lauwarm". Doch Ralf Dümmel rettet ihnen den Hintern.

Ein "haariges" Problem und seine Lösung

Ein weiteres Produkt, das in der "Höhle der Löwen" vorgestellt wurde, ist der SilkslidePro, ein Nasenhaarrasierer. Alexander Weese präsentierte seine Lösung für ein Problem, das viele Menschen betrifft.

Alexander Weese gab eine vielversprechende Laufbahn im Produktmanagement von Konsumgüterherstellern auf, um sich mit seiner eigenen Gründung „SilkslidePro“ selbstständig zu machen. Der zweifache Familienvater verzichtete auf ein gutes Gehalt und gab Sicherheiten auf, um sich dem Kampf zu stellen - gegen lästige Nasenhaare. Kann er die Investorinnen und Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ überzeugen?

Tatsächlich spricht er damit ein Thema an, das nicht nur Männern zu schaffen macht. Auch Frauen entfernen unangenehme Härchen, sprechen allerdings noch weniger darüber. Alexander Weese liebt Offenheit. Und er weiß, dass seine Entwicklung, ein einfach zu bedienender Nasenhaarrasierer, der eigentlich in keinem Kulturbeutel fehlen sollte, nicht gerade aufregend ist. Aber eben äußerst praktisch.

„Es ist kein sexy Produkt - machen wir uns nichts vor“, sagt der Mann, der die Dinge beim Namen nennt. Deswegen sagt er aber auch: „Ich habe ein feines Näschen für gute Ideen.“

Was ihn an herkömmlichen Nasenhaarrasierern nervt: Die Geräte sind oft unhandlich - und im wichtigen Moment fehlt dann meist doch eine Batterie. Alternativen wie Zupfen kommen für ihn nicht infrage. Doch eine Lösung musste her.

„Als Mann, der auf ein gepflegtes Äußeres achtet, bin ich seit jeher davon genervt, wie die Methode der Nasenhaarentfernung heute ist“, sagte Alexander.

Als Alternative hat er einen Nassrasierer erfunden, mit dem man die vorn aus der Nase stehenden Haare sanft, sicher und gründlich entfernen kann. Das Geheimnis ist ein acht Zentimeter langer Kunststoffkörper mit zwei eingelassenen Solingen-Schneiden. Sie sind hinter einem Klingenschutz verborgen, „sodass man die empfindliche Nasenschleimhaut auch nicht verletzen kann“, erklärte Alexander.

Es folgte eine Vorstellung, die so gut wie keine Fragen offen ließ. Im Gegenteil: Der 42-Jährige war uneitel genug, um die Nutzung seines „Nasierers“ im Studio live vorzuführen - auch wenn das keine sehr ästhetischen Fernsehbilder abgab. „Das ist ein intimer Moment, das macht man normal nicht vor der Kamera.“ Allerdings imponierte sein Mut den Löwen, sogar Judith Williams probierte das praktische Ding gleich aus. „Jungs, wir müssen da durch“, sagte sie. „Wenn der Alexander das macht, dann machen wir das auch.“

Besonders eifrig bei der Sache war Carsten Maschmeyer, der schon zuvor private Nasenhaarprobleme „gebeichtet“ hatte. „An der Nase habe ich das Gefühl, sie wachsen schneller als früher“, sagte er über ungewollten Haarwuchs im etwas reiferen Alter. Jetzt zeigte er sich rasch überzeugt: „Super“, jubelte Maschmeyer nach der „Nasur“. Auch Nico Rosberg stimmte ins allgemeine Loblied ein: „Es funktioniert gut.“

Dem Starinvestor Maschmeyer gefiel vor allem die clevere Marketingstrategie mit den witzigen „Nasur“-Wortspielen, die sich der Gründer auch in kluger Vorausschau hat schützen lassen. „Du bist ein toller Mann“, lobte Maschmeyer Alexander Weese. „Ein toller unternehmerischer Spirit!“

Ähnlich begeistert zeigte sich Judith Williams: „Dein Auftritt ist Wahnsinn“, jubelte sie. „Du bringst alles mit.“ Ebenso wie Maschmeyer imponierte ihr vor allem die Entschlossenheit des Gründers, der sich ganz einer Idee verschrieben hat. Und dann ließ sie auch die Katze aus dem Sack: Judith Williams wollte unbedingt mit Alexander Weeses Rasierlösung handelseinig werden. Sie ließ sich auch passgenau auf die Wunschvorstellungen des Gründers ein und stellte in Aussicht, dass sie die geforderten 250.000 Euro - für 20 Prozent der Firmenanteile - auch bereitwillig zahlen würde.

Allerdings: Auch Ralf Dümmel, dessen Verkäuferkarriere vor mehr als 20 Jahren angeblich auch schon mit Nasenhaarschneidern begonnen hatte, zeigte sich wild entschlossen zu einem Deal. Der Vertriebsexperte weiß, wie groß der Markt für das „unsexy Produkt“ ist. Wieder einmal kehrte sich das Werben auf der Studiobühne um. Plötzlich buhlten die Löwen um einen Gründer!

Schnell wurde es auch emotional: „Ich mache ungewöhnlicherweise mein Buch zu, weil ich jetzt von Herzen spreche“, sagte Dümmel. „Du bist ein geiler Typ“, jubelte der Investor. „Ich liebe so was. Ich hätte so viel Bock, mit dir zusammenzuarbeiten.“ Auch Ralf Dümmel ließ sich ohne Abstriche auf die Finanzbedingungen von Alexander ein. „Ich gehe mit dir durchs Feuer“, sagte er und flehte den Gründer fast an: „Hoffentlich findest du mich geil.“

Dann ging es dann doch alles ganz schnell: Mister Nasur zog sich noch mal kurz zum Nachdenken zurück und brachte die völlige Schubumkehr der üblichen Pitchsituation erneut in deutlichen Worten zum Ausdruck. „Vor dieser Situation habe ich mich gefürchtet, von diesen zwei Löwen ein Angebot zu bekommen“, sagte er zu Judith Williams und Ralf Dümmel. „Ich wollte sie beide.“ Doch dann macht Alexander es kurz: Er geht mit Dümmel. Was für ein Deal!

„Ein intimer Moment, das macht man normal nicht vor der Kamera.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Die Höhle der Löwen" nicht nur eine Plattform für innovative Geschäftsideen ist, sondern auch ein Spiegelbild des wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

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