Haarausfall ist ein Problem, das viele Menschen betrifft, aber besonders für Frauen kann es eine Quelle von Stress und Sorge sein. Knapp 40 % aller Männer sind davon betroffen. In vielen Fällen steckt das Hormon Testosteron dahinter, doch auch Stress kann zu Haarverlust führen. Die gute Nachricht ist, dass sich stressbedingter Haarausfall meist rückgängig machen lässt und in den meisten Fällen keine Langzeitfolgen hat.
Von diffusem Haarausfall spricht man, wenn sich das Haar auf dem Kopf insgesamt ausdünnt und die Kopfhaut stärker durchschimmert als üblich. Anzeichen dafür ist, dass täglich mehr als 100 Haare ausgehen. Anders als beim anlagebedingten oder kreisrunden Haarausfall, bilden sich beim diffusen Haarausfall üblicherweise keine kahlen Stellen. Es passiert auch nicht, dass die Haare komplett ausfallen.
Meist gibt es ein auslösendes Ereignis. Die Ursachen für den Haarausfall sind sehr verschieden. So können zum Beispiel Hormonveränderungen, bestimmte Erkrankungen, Nährstoffmangel oder die Einnahme einiger Medikamente diffusen Haarausfall auslösen. Manchmal lässt sich auch kein Auslöser finden.
Für gewöhnlich beginnt der Haarausfall zwei bis drei Monate nach dem auslösenden Ereignis. Bis die Haare wieder sichtbar nachgewachsen sind, dauert es zwischen sechs bis zwölf Monaten. Manchmal kann es passieren, dass der Haarausfall vier bis sechs Monate oder länger anhält.
Haare durchlaufen einen Lebenszyklus. Zunächst wachsen sie, dann ruhen sie und schließlich fallen sie aus. Die Haare durchlaufen diese Phasen zu unterschiedlichen Zeiten. Normalerweise befinden sich circa 10 Prozent aller Kopfhaare in der Ruhephase. Beim diffusen Haarausfall betrifft das bis zu 35 Prozent.
Haarausfall durch Stress kann verschiedene Ursachen haben. Stress betrifft nicht nur die Psyche, sondern bedeutet oftmals auch Stress für die Kopfhaut. Auch Frauen haben von Zeit zu Zeit damit zu kämpfen. Ärzte sprechen vom sogenannten diffusen Haarausfall und sehen ihn im Zusammenhang mit Stress häufiger.
Wenn der Körper unter anhaltendem Stress steht, schüttet er vermehrt Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin aus. In normalen Situationen durchläuft jedes Haar eine Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase. Bei stressbedingtem Haarausfall können viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase eintreten und schließlich ausfallen. Stress kann sich durch verschiedene Formen bzw. Muster äußern:
Darüber hinaus kann Stress das Immunsystem schwächen, was zu entzündlichen Reaktionen sowie Juckreiz auf der Kopfhaut führen und das Haarwachstum negativ beeinträchtigen kann. Dauerhafter, chronischer Stress kann sogar genetisch bzw.
Es gibt verschiedene Faktoren, Einflüsse und Erkrankungen, die diffusen Haarausfall auslösen können. Bei einem Teil der betroffenen Menschen ist die Ursache unklar.
Findet man den Auslöser für den diffusen Haarausfall und kann ihn beheben, wachsen die Haare innerhalb eines halben bis ganzen Jahres nach.
Der Haarausfall durch Stress erfolgt in mehreren Phasen:
Der Verlauf und die Symptome von stressbedingtem Haarausfall sind individuell verschieden und hängen u. a. von der Dauer sowie Intensität des Stressfaktors ab. Viele Betroffene empfinden den Haarverlust zusätzlich als belastend, was den Stress weiter verstärken und so zu einem Teufelskreis führen kann. Das Fortschreiten kann über Wochen oder Monate andauern, bis die Haarwurzeln in die Ruhephase übergehen und kein neues Haar nachproduzieren.
Um diffusen Haarausfall festzustellen, sind ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung wichtig. Bei Menschen, die natürlicherweise fülliges Haar haben, ist ein diffuser Haarausfall häufig nicht zu erkennen. Es kann daher hilfreich sein, zum Besuch bei der Ärztin oder dem Arzt Vorher-Nachher-Fotos mitzunehmen.
Ärztliches Gespräch: Im Gespräch wird die Ärztin oder der Arzt verschiedene Fragen zur Lebenssituation, Ernährungsgewohnheiten und zur Krankengeschichte stellen. Dabei geht es zum Beispiel darum herauszufinden, ob man:
Körperliche Untersuchung und Blut-Tests: Die Ärztin oder der Arzt untersucht die Haare, die Kopfhaut und die Nägel. Außerdem prüft sie oder er eventuell mit einem Zupftest, ob es sich um einen aktiven Haarausfall handelt. Zusätzlich lässt sich mit einem Trichogramm bestimmen, wie viele Haare sich im Ausfall-Stadium befinden.
Besteht der Verdacht, dass ein Mangel an Mineralstoffen wie Eisen oder eine Schilddrüsen-Erkrankung den Haarausfall ausgelöst hat, helfen Blutuntersuchungen weiter.
Möchte der Arzt oder die Ärztin den Haarausfall von anderen Formen abgrenzen, kann eine Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskop) sinnvoll sein.
Ist trotz eines ausführlichen Gesprächs und einer genauen Untersuchung der Kopfhaut die Diagnose unklar, kann die Entnahme von Gewebe (Biopsie) manchmal weiterhelfen.
Um diffusen Haarausfall behandeln zu können, ist es wichtig, den Auslöser zu finden und zu beseitigen. Welche Therapie zum Einsatz kommt, richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache:
Es gibt keinen Schuh, der für alle passt. Wichtig ist, dass ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt wird - das machen zum Beispiel die Fachärzte der Psychosomatischen Medizin. Es muss von Fall zu Fall geguckt werden, was denn das eigentliche Problem ist, und dann gibt es für das Problem in der Regel auch immer etwas, was es verbessert.
Der Haarausfall ist ein Indikator, eine Aufforderung, nach der Ursache zu suchen und gegebenenfalls etwas gegen den Stress zu tun. Symptome sind immer dazu da, uns auf Baustellen aufmerksam zu machen. Wenn es sich um Stress handelt, sollten Betroffene zunächst überlegen, um welche Art von Stress es sich handelt.
Je nach zugrundeliegendem Problem gibt es unterschiedliche Ebenen, auf denen der Stress bearbeitet werden kann. Die Therapieoptionen reichen von dem Erlernen einer Entspannungstechnik über Konfliktbewältigungstechniken und Verhaltenstherapie bis hin zur tiefenpsychologischen Therapie und Psychoanalyse.
Unabhängig von der spezifischen Ursache des Haarausfalls gibt es mehrere Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können, um das Haarwachstum zu fördern und den Haarausfall zu reduzieren:
Hier sind einige Tipps, die sich nachweislich positiv auf das Stresslevel auswirken:
Stressbedingter Haarausfall ist prinzipiell reversibel. Die gestressten Haarwurzeln sind meistens nicht unwiederbringlich geschädigt, sondern nur in einem Ruhezustand. Es kann aber vorkommen, dass die Haare nicht mehr vollständig so wachsen wie früher.
Wenn die Ursache des Haarausfalls behoben wurde, das Haarwachstum wieder normal abläuft, aber trotzdem über einen längeren Zeitraum Lücken im Haar bleiben, können diese mit einer Haartransplantation wieder aufgefüllt werden.
Wenn Sie unter stressbedingtem Haarausfall leiden, wenden Sie sich frühzeitig an einen Spezialisten für Haarausfall-Behandlungen.
Reza P. Azar ist einer der Pioniere innovativer Haarausfallbehandlungen und der modernen Haarchirurgie.
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