Wie entstehen graue Haare aus biologischer Sicht?
Haare erhalten ihre Farbe durch Pigmente (genauer gesagt: Melanine), die von spezialisierten Zellen namens Melanozyten produziert werden. Diese Zellen befinden sich im Haarfollikel, dem Bereich der Haut, der das Haar bildet. Werden die Zellen der Haarwurzel jedoch älter, stellen sie nicht mehr ausreichend Melanin her - später stellen sie die Produktion ganz ein. Dann werden keine Pigmente mehr in den Hornschaft der Haare eingelagert, sondern winzige Luftbläschen.
Die Geschwindigkeit und das Alter, in dem Haare ergrauen, werden stark durch die Gene beeinflusst. Wenn Eltern oder Großeltern frühzeitig graue Haare bekommen haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dies auch bei ihren Nachkommen der Fall ist. Die Wissenschaft hat mehrere Gene identifiziert, die mit der Haarpigmentierung in Verbindung stehen. Darüber hinaus spielen auch ethnische Unterschiede eine Rolle: Menschen asiatischer oder afrikanischer Herkunft bekommen oft später graue Haare als Menschen europäischer Abstammung. Diese Unterschiede können ebenfalls auf genetische Variationen zurückgeführt werden.
Chronischer Stress kann die Melanozytenstammzellen im Haarfollikel schädigen und das Ergrauen beschleunigen. Bei Stress wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet. Hält das über einen längeren Zeitraum an, kann es zu einem Rückgang des p53-Proteins kommen. Dieses schützt normalerweise das Erbgut vor Anomalien und Schädigungen. Chronischer Stress kann so die Entstehung von grauen Haaren durch die Veränderung der DNA fördern. Zusätzlich führt Stress zu einer mangelnden Energieversorgung der Melanozyten, welche für die Farbe unserer Haare verantwortlich sind.
Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, wie Vitamin B12, Eisen, Kupfer und Zink, kann die Gesundheit der Haarfollikel beeinträchtigen. Diese Nährstoffe sind entscheidend für die Melaninproduktion und die Zellgesundheit. Eine weitere mögliche Ursache ist ein Mangel an Tyrosin, der Aminosäure, die für die Melaninproduktion notwendig ist.
Freie Radikale wie Wasserstoffperoxid, die durch Stoffwechselprozesse und Umweltfaktoren entstehen, können die Melanozyten schädigen. Zugleich beeinträchtigen sie die Melaninproduktion, weil sie die Produktion des Enzyms Tyrosinase hemmen.Auch Wasserstoffperoxid kann der Grund für graue Haare sein: Wasserstoffperoxid ist für seine bleichende Wirkung bekannt und wird daher vor allem auch beim Blondieren und Haare färben eingesetzt. Wasserstoffperoxid entsteht auch in unserem Stoffwechsel dauerhaft. Mit zunehmendem Alter wird es für den Körper allerdings immer schwieriger, den Stoff in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen. Das dann vorhandene Wasserstoffperoxid kann die Aminosäuren angreifen, die für die Bildung von Melanin notwendig sind. Die Folge kann der Verlust der Haarpigmente sein und somit graues Haar.
Das schrittweise Ergrauen der Haare wird von Menschen unterschiedlich wahrgenommen. In vielen Kulturen werden graue Haare mit Weisheit, Erfahrung und Reife assoziiert. Andere hingegen empfinden graue Haare als unerwünschtes Zeichen des Alterns und greifen zu permanenten Colorationen oder Tönungen, um ihr ursprüngliches Aussehen beizubehalten.
Viele fragen sich, ob graue Haare ihre Farbe zurückbekommen können. Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz eindeutig. Hat die Zelle altersbedingt einmal die Produktion von Melanin eingestellt, gibt es kein Zurück mehr. Der Prozess ist unumkehrbar. In einigen Fällen, etwa wenn das Ergrauen durch Nährstoffmangel oder gesundheitliche Probleme verursacht wurde, kann die Haarfarbe jedoch teilweise zurückkehren, wenn die Ursache behandelt wird.
Zum Glück werden nicht alle Haare gleichzeitig und über Nacht grau. Aber immerhin 50% der Frauen, wollen etwas gegen ihre grauen Haare tun.
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Unsere Farbshampoos und Farbconditioner bieten nicht nur eine Möglichkeit, die Haarfarbe aufzufrischen, ohne sie zu färben, sondern versorgen das Haar gleichzeitig mit wertvoller Pflege. Besonders bei braunen bis dunklen Haaren erzielen sie optimale Ergebnisse, da sie auf den jeweiligen Haarunterton abgestimmt sind:
Graue Haare sind in der Regel kein medizinisches Problem, manche empfinden sie jedoch ästhetisch als störend: Zumindest früh ergraute Haare werden vielfach immer noch als Anzeichen für vorzeitiges Altern und eine ungesunde Lebensweise wahrgenommen.
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