Kurze Haare sind etwas Wunderschönes, würden sie doch nur nicht so schnell nachwachsen. Um stets in Form zu bleiben, müssen sie alle paar Wochen nachgeschnitten werden. Der ständige Besuch im Friseursalon kann auf Dauer allerdings ganz schön ins Geld gehen.
Ein Dilemma, das viele kennen und für das wir eine wunderbare Lösung haben: Werde zu deinem eigenen Friseur oder der Friseurin deines Freundes. Du fragst dich „Wie schneide ich meinem Mann die Haare?“ Mit professionellem Werkzeug, den richtigen Techniken und ein paar wichtigen Tipps vom Profi, kannst du tolle Frisuren kreieren.
Ein wichtiger Hinweis jedoch gleich vorweg: Vom Haare selbst schneiden, rät dir eigentlich jeder Profi - wie auch ich selbst als gelernter Friseur - ab, denn wenn die Haare erst einmal ab sind, dann sind sie ab. Aber sie wachsen ja bei Kurzhaarfrisuren zum Glück schneller wieder nach. Nicht wahr?
Warum solltest du dir die Mühe machen, dir die Haare selbst zu schneiden, wenn es doch so viele Friseurläden gibt? Aus den folgenden Gründen kann es eine gute Idee sein, sich als Mann die Haare selbst zu schneiden:
Es mag auf den ersten Blick beängstigend erscheinen, aber nachdem du unseren Ratgeber gelesen hast, wirst du feststellen, dass das Haareschneiden zu Hause mit ein wenig Übung gar nicht so schwierig ist!
Neben Handfeger und Kehrblech oder einem Staubsauger, um die geschnittenen Haare nicht in deiner gesamten Wohnung zu verteilen, benötigt man folgendes Profi-Werkzeug um Männern einen Kurzhaarschnitt zu schneiden:
Auch wenn du bereits erprobt bist im Haare selber schneiden, weil du dir mit einer Haarschneideschere (bitte niemals, aber wirklich niemals Bastel- oder Nagelscheren verwenden) den Pony oder ganze Frisuren selbst geschnitten hast, solltest du bei Kurzhaarfrisuren unbedingt zur Haarschneidemaschine greifen. Es erleichtert dir die Arbeit ungemein und führt zu schönen Ergebnissen.
Das richtige Werkzeug ist wichtiger als du denkst. Denn am Ende wird der Haarschnitt nur maximal so gut, wie die Haarschneidemaschine, die du dafür verwendest. Es wird sich also mehr als lohnen, das vom deinen ausfallenden Friseurbesuchen gesparte Geld, direkt in einen Profi-Haarschneider zu investieren.
Hier eine Auswahl an Haarschneidemaschinen:
Achte darauf, dass das Gerät mehrere Aufsätze hat. So kannst du mit unterschiedlichen Längen arbeiten.
Ihre Haare sollten frisch gewaschen und getrocknet sein. Es sei denn, Sie haben Locken, dann können Sie diese noch leicht anfeuchten, um sie besser schneiden zu können. Sauberes, trockenes Haar verhält sich anders als fettiges oder ungewaschenes. Wenn Sie nasses Haar schneiden, achten Sie darauf nicht zu zu viel zu kürzen, da nasses Haar sich nach dem Trocknen zusammenzieht. Mit einem Handtuch und eventuell mit einem Föhn antrocknen, bevor Sie mit dem Schneiden beginnen. Nehmen Sie sich Zeit für diesen Schritt, denn ein schlechter Ausgangszustand kann das gesamte Ergebnis beeinträchtigen.
Für den Haarschnitt selbst gibt es eine wichtige Grundregel, die du unbedingt im Hinterkopf haben solltest: Je kürzer die Haare und je weniger Übergänge die Frisur hat, desto einfacher ist das Haare selber schneiden. Wir erklären dir in unserer Anleitung für einen Herrenhaarschnitt (als auch Fassonschnitt bekannt) Schritt für Schritt, wie du zu einem tollen Ergebnis gelangst.
Das sind die wichtigsten Schritte fürs Haare selber schneiden bei deinem Mann, Freund, Kind, Mitbewohner & Co.:
Tipp vorweg: Achte darauf, dass der Kopf stets gerade gehalten wird. Beim Haare selber schneiden solltest du am Besten im Nacken beginnen. Welche Länge soll das Ergebnis haben? Für einen klassischen Kurzhaarschnitt gilt es, den Nacken schön kurz zu gestalten. Am besten stellst du deine Haarschneidemaschine also auf 6mm oder 9mm ein.
Einmal richtig eingestellt, kannst du damit beginnen, den Nacken auszurasieren. Wichtig: Die Haare werden immer gegen ihre Wuchsrichtung gekürzt, also ziehst du den Haar-Trimmer von unten nach oben durch die Haare. Beim Nachobenziehen hebst du die Maschine in einer leichten Bewegung aus den Haaren heraus in deine Richtung. Arbeite dich bis über den Atlasknochen, dieser markiert seine Stopplinie.
Kleiner Tipp: Die Haarschneidemaschine verrät dir mit ihrem „Sound“, ob du noch Haare abschneidest oder die Partie bereits gekürzt ist.
Hier gilt: Klapp den oberen Ohrmuschelrand immer mit der nicht schneidenden Hand ein wenig nach unten, oder bitte deinen Freund, dass er es mit den Fingern gedrückt hält. So geht ihr der Gefahr aus dem Weg, in das Ohr zu schneiden, bzw. zu rasieren.
Einige dich auch hier zuvor auf einen Maschinenaufsatz mit der gewünschten Millimetereinstellung. Setz die Maschine ähnlich wie im Nacken nun auch an den Seiten an und arbeite dich sowohl von Gesichtskontur zu Gesichtskontur als auch von unten nach oben. Deine Stopplinie ist die sogenannte Hutlinie, sie markiert die weiteste Stelle des Kopfes. So garantierst du eine ausgeglichene Kopfform und eine schöne Frisuren-Silhouette.
Hier ist das Haar typischerweise am längsten. Darum solltest du den größtmöglichen Aufsatz deiner Haarschneidemaschine wählen und das Deckhaar anschließend kürzen, fertig! Sollte das Deckhaar länger sein, kannst du hier zur Haarschneideschere greifen.
Hierbei arbeitest du dich von der hinteren Kopfrundung nach vorne zur Stirn und kürzt dabei das Haar um die gewünschte Länge. Fang mit weniger Zentimetern an und schneide lieber noch einmal nach, wenn es zu lang sein sollte. Wichtig beim Haare selber schneiden mit der Schere ist, dass du die zuvor geschnittene Haarpartie mit in die neue noch ungeschnittene aufnimmst. Sie wird so zu deine sogenannten Führungslinie und zeigt dir an, wie weit du das Haar kürzen darfst. Ein Schritt, den du natürlich auch mit dem Haartrimmer machen kannst, den du an Stelle der Schere über den Kamm führst.
Dickes oder lockiges Haar kannst du mit einer Effilier- oder Modellierschere noch zusätzlich ausdünnen.
Da die meisten Haarschnitte aus mehr als eine Haarlänge bestehen, geht es nun darum, einen fließenden Übergang von dem Konturen- und Nackenbereich zum Deckhaar zu schaffen. Da kommt die Frage auf, wie man Haare mit einem Übergang schneidet. Es ist einer der kniffligsten Schritte, der anfänglich auch jedem Friseur-Auszubildenden mit größter Wahrscheinlichkeit den letzten Nerv raubt (Ich spreche da aus eigener Erfahrung). Aber keine Sorge, das wird klappen.
Sollte es dein Mann, Freund oder Kind mögen, ist die einfachste Version ein harter Cut zwischen Seiten- und Deckhaar. Ein Haarschnitt, der vielen steht und einfach wieder nachgeschnitten werden kann.
Entscheidest du dich für weiche Übergänge, verläuft dieser Schritt ähnlich wie der Nacken. Auch hier hebst du die Haarschneidemaschine nach und nach etwas mehr an und ziehst sie dabei aus den Haaren heraus. Alternativ kürzt du zuerst eine untere Stelle mit einem kleineren Aufsatz. Danach wählst du einen größeren Aufsatz und lässt zwischen der ersten und zweiten Haarpartie Platz für eine dritte. Nachdem du die längeren Haare nun auch etwas gekürzt hast, kannst du die ausgelassenen Stellen zwischen den beiden Haarpartien an die obere und untere anpassen. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.
Tipp: Arbeite vorsichtig, langsam und geduldig, so erhältst du das beste Ergebnis.
Ganz zum Schluss widmest du dich den Feinheiten deines Haarschnittes: Den Konturen und dem Nacken. Damit diese frei von kleinen Härchen sind und eine schöne saubere Linie ergeben, greifst du hier am Besten zu einer Konturenmaschine. Alternativ kannst du selbstverständlich auch deine Haarschneidemaschine ohne Aufsatz hierfür einsetzen.
Am Haaransatz und den Seiten des Nackens kannst du die Maschine angewinkelt direkt mit ihren Klingen ansetzen und nur an dieser Stelle kurz halten. Mit dem sogenannten Abstecken arbeitest du dich in einer schönen Linie bis zu den Ohren hoch. Um hier kein Dreieck oder Zick-Zack-Muster zu kreieren (außer es ist gewünscht), musst du die Maschine seitlich halten und einen Bogen zu den Koteletten zeichnen. Diese kannst du im Anschluss ebenfalls auf gleiche „Höhe“ bringen.
Nachdem du nun alle Vorteile kennengelernt hast, fragst du dich wahrscheinlich zurecht: „Na aber, wie kann ich mir denn jetzt meine Haare selber schneiden?“ Männer, keine Sorge, hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für alle Männer, die Ihre Haare selber schneiden möchten:
Der Buzz Cut ist eine zeitlose und pflegeleichte Frisur, die Selbstbewusstsein ausstrahlt. Befolge diese Schritte, um einen sauberen und stilvollen Buzz-Cut zu erzielen, und lerne, wie du am besten deine Haare schneidest. Mit einer Maschine fürs Haare schneiden gelingt der Haarschnitt leicht und unkompliziert.
Der Undercut ist eine trendige und vielseitige Frisur, die einen Kontrast zwischen längerem Oberhaar und kürzeren Seiten ermöglicht. Befolge diese Schritte, um einen präzisen und modernen Undercut zu erzielen:
Der Seitenscheitel ist eine klassische und raffinierte Frisur, die jedem Look einen Hauch von Eleganz verleiht. Befolge diese Schritte, um einen präzisen Seitenscheitel zu erhalten:
Nach dem Schneiden ist vor dem Styling - denn selbst der präziseste Haarschnitt entfaltet seine volle Wirkung erst mit dem richtigen Finish. Gerade bei Kurzhaarfrisuren entscheidet das Styling darüber, ob der Look einem wirklich passt und gepflegt ist. Wer sich die Haare selbst schneidet, sollte sich deshalb bereits davor mit ein paar grundlegenden Stylingtechniken vertraut machen. Wichtig ist vor allem, dass Sie Ihre neue Frisur strukturieren und Volumen an den richtigen Stellen.
Produkte: Matte Paste, Pomade, Haarspray
Matte Pasten sorgen für einen natürlichen Look ohne Glanz, während Pomaden eher für klassische Styles mit Glanz geeignet sind. Haarspray gibt dem Finish extra Halt. Achten Sie auf die richtige Dosierung: lieber sparsam auftragen und langsam steigern.
Beim Haareschneiden zu Hause passieren selbst den Erfahrensten gelegentlich Patzer. Das ist völlig normal und keine Panik, Haare wachsen ja zum Glück schnell wieder nach. Damit wir Sie aber davor bewahren, den Kopf zu verlieren, warnen wir Sie vorab vor den häufigsten Fehlern. So können Sie bereits im Vorhinein einfach mehr darauf achten und sich besser vorbereiten. Zu den häufigsten Fehlern gehören:
Hier sind einige zusätzliche Tipps, die dir den Einstieg erleichtern:
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