Haarausfall durch Haarfarben: Ursachen, Risiken und schonende Alternativen

Haarfärbemittel gehören zu Produkten, die für mehr farbliche Abwechslung auf dem Kopf sorgen, werden aber häufig mit gemischten Gefühlen betrachtet. Insbesondere Allergiker:innen fragen nach der Verträglichkeit der synthetischen Produkte und auch nach natürlichen Alternativen, die als unbedenklichere Färbemittel beworben werden.

Wer die eigene Haarfarbe langweilig empfindet, sie aufpeppen möchte oder radikal auf neue Farbakzente setzt bzw. nur die grauen Strähnen überdecken möchte, dem oder der steht ein großes Produktsortiment mit einer immensen Farbvielfalt zur Verfügung. Ob rot, schwarz, blond oder pink und grün - fast kein Wunsch bleibt offen. Auch die Langlebigkeit der Farbveränderung kann scheinbar frei gewählt werden.

Mit einer Haartönung ist das Ergebnis bereits nach wenigen Haarwäschen wieder weg. Die sogenannten Oxidationshaarfarben sorgen dagegen für eine dauerhafte Farbveränderung, die entweder auswachsen muss und mit einem Haarschnitt behoben wird oder eine erneute Färbung notwendig macht.

Risiken beim Haarefärben

Doch wer färbt, geht auch ein gewisses Risiko ein und muss mit Reizungen und sogar mit Kontaktallergien rechnen, denn die Farbveränderung ist ohne Risiken kaum machbar. Bedenkliche Inhaltsstoffe in den Haarfärbemitteln können die Farbstoffe sein, aber auch Hilfsstoffe wie Resorcin, Wasserstoffperoxid oder Ammoniak, die zwar nicht sensibilisierend sind, aber zum Teil stark reizende Wirkung zeigen.

Das aromatische Amin PPD ist bekannt durch seine hohe Sensibilisierungspotenz, es gehört zu den 10 häufigsten Auslösern einer Kontaktallergie. Der Einsatz dieser Haarfarben-Vorstufe ist in Oxidationsfarben durch die Kosmetikverordnung geregelt und ihre Höchstkonzentration auf 2 % im Anwendungsprodukt begrenzt.

Notwendige Voraussetzung für das Färben mit PPD ist die Anwesenheit einer Kupplersubstanz wie z. B. Resorcin im Produkt. Fehlt hier ein Kuppler, so kann PPD unter oxidativen Bedingungen mit sich selber reagieren zu einer stark sensibilisierenden Verbindung - der sogenannten Bandrowski-Base, die zudem erbgutverändernde Eigenschaften zeigt.

Bei entsprechender Disposition können Oxidationsfarben zu schweren allergischen Reaktionen führen. Nach einer Haarfärbung treten die Symptome im Gesicht und an den Augen auf, die anschwellen und sich schmerzhaft entzünden. Ursache hierfür ist meistens das PPD. Beschrieben sind auch schwere allergische Schocks auf PPD, die zwar sehr selten, aber lebensbedrohlich sein können.

Eine PPD-Kontaktallergie ist wie bereits dargestellt vergleichsweise häufig, der Auslöser muss nicht zwangsläufig die Anwendung von oxidativen Haarfarben sein, auch andere Produkte, die diese Chemikalie enthalten, können eine Sensibilisierung hervorrufen. Para-Phenylendiamin kann beispielsweise in Textilfarben eingesetzt werden, in dunklen Henna-Tattoos oder Henna-Haarfarben.

Außerdem wird PPD in Leder, Pelzen, Textilien, Schuhputzmitteln, Lacken, Gummi, Tinte, Kontrastmitteln, technischen Ölen, Autoreifen und fotografischen Entwicklern eingesetzt. Da eine Kreuzreaktion auf andere Substanzen mit ähnlicher chemischen Struktur möglich ist, wie z. B. auf das para-Toluylendiamin (PTD), p-Aminophenol oder Azofarbstoffe, können auch diese Stoffe beim Hautkontakt eine allergische Reaktion auslösen.

Seit 2011 gibt es eine Einschränkung der oxidativen Haarfarben für Jugendliche und Kinder, um für diese Personengruppe das Allergierisiko zu minimieren. Das Blondieren mit Wasserstoffperoxid gilt als weniger problematisch, da hier keine sensibilisierenden Substanzen eingesetzt werden. Die Haare werden mit einer Wasserstoffperoxid-Ammoniak-Lösung behandelt.

Die aufhellende Wirkung beruht darauf, dass die Wasserstoffmoleküle in die Haare eindringen und dort die Farbpigmente zerstören. Beide Wirkstoffe haben reizende, irritierende Eigenschaften, die eine empfindliche Kopfhaut belasten und reizen. Vorsichtshalber sollte bei geröteter, entzündeter Kopfhaut auf eine Blondierung verzichtet bzw. eine Besserung des Hautzustandes abgewartet werden.

Wichtig sind hier die Empfehlungen in Bezug auf die Anwendungskonzentration bzw. Anwendungsdauer, sie sollten unbedingt eingehalten werden. Fachgerecht ist das Blondieren beim Friseur.

Schonende Alternativen?

Pflanzenfarben gelten als relativ schonende und besser verträgliche Alternative zu den synthetischen Färbemitteln. Für die Farbveränderung kommen hier folgende Naturstoffe zum Einsatz:

  • Henna
  • Auszüge aus Kamille
  • Rhabarber
  • Indigo- und Kaffeepulver, wobei Henna die weit größte Bedeutung hat.

Beispielsweise ist Färbung mit Henna von Dauer, allerdings kann sich der Farbton mit der Zeit verändern und verblassen. Die Farbvielfalt, die mit den Naturstoffen erreicht werden kann, ist etwas eingeschränkt, doch auch hier ist eine allergische Reaktion nicht ausgeschlossen.

Reine Henna beispielsweise zeigt geringe sensibilisierende Potenz und löst sehr selten eine allergische Reaktion aus. Um mit dem Henna-Farbstoff eine intensivere und dunklere Färbung zu erreichen, wird der Henna para-Phenylendiamin zugesetzt.

Experten weisen darauf hin, dass der Einsatz eines potenten Allergieauslösers wie PPD eine Sensibilisierung gegenüber dem schwachen Allergen in Hennafarben fördern kann.

Als weniger problematisch als die Oxidationsfarben gelten die Tönungen. Hier kommen größere Farbmoleküle zum Einsatz, die schlechter in die Haut eindringen können. Im Unterschied zu dauerhaften Farben dringen die Farbstoffe nicht ins Haarinnere, sondern verbleiben weitgehend auf der Haaroberfläche, von wo sie mit der Haarwäsche nach und nach entfernt werden können.

Allerdings berichten Allergologen auch hier über Reaktionen der Kopf- und Gesichtshaut auf die Inhaltsstoffe der Tönung, die mit jeder Wäsche von der Haaroberfläche mobilisiert werden und auf die Haut gelangen. Auch hier gilt, wer tönen möchte, sollte die Hände mit Handschuhen schützen und die Einwirkzeit unbedingt einhalten.

DAAB-Tipps:

Wer eine Farbveränderung der Haare wünscht, sollte dies sorgfältig abwägen. Gründe, die gegen eine Färbung sprechen, sind beispielsweise Beschwerden wie juckende Entzündung, Hautbläschen oder ein Ausschlag an der Stelle, wo im Urlaub ein Henna-Tattoo angebracht war. Die Ursache sollte nicht bagatellisiert, sondern beim Hautarzt abgeklärt werden.

Machen Sie keine Verträglichkeitsprüfung mit den Farbsubstanzen. Allergolog:innen warnen, dass durch die lange Einwirkzeit eine Sensibilisierung entstehen könnte. Da für eine Verträglichkeitstestung die Substanz 24 Stunden auf der Haut verbleiben soll, könnte mit den aggressiven Inhaltsstoffen der Farbmischung eine Irritation bzw. Allergie hervorgerufen werden. Bitte bedenken Sie, dass beim Haarefärben die Farbmischung nur eine kurze Zeit Kontakt mit der Haut und den Haaren haben soll.

Wer zu Hause seine Haare tönen bzw. färben möchte, sollte unbedingt die Hinweise und Empfehlungen des Herstellers beachten. Während der Anwendung sollten die Hände mit Handschuhen geschützt werden, die Anwendungsdauer auf keinen Fall überschritten und die Farbreste sorgfältig ausgespült werden.

Wer akut unter gereizter Kopfhaut leidet, sollte eine Haarfärbung lieber verschieben. Vorteilhaft ist es diese Färbung bei Friseur durchführen zu lassen, so kommt man mit den reaktiven Inhaltsstoffen relativ wenig in Berührung.

Für alle Kontaktallergiker:innen ist es wichtig, dass sie die Inhaltsstoffe der Haarfärbeprodukte auf ihre Allergieauslöser sorgfältig durchgehen.

Haarausfall durch Haare Färben

In letzter Zeit hat sich unsere Liebe zu Farben und Haarveränderungen unglaublich verstärkt. Allerdings können diese Verfahren das empfindliche Haar schwächen und letztlich sogar zu Haarausfall führen. Etwa 33% der Frauen über 18 und 10% der Männer über 40 in Europa färben sich die Haare. Viele von ihnen sind sich allerdings gar nicht darüber im Klaren, was genau eigentlich ihr gewähltes Produkte beinhaltet.

Permanente Coloration kann unserem Haar tatsächlich viele Vorteile bieten, wenn sie richtig angewendet wird. Dieser Farbstoff enthält Pigmente wie Para-Phenylendiamin, Para-Toluoldiamin und Para-Aminophenol, die bekannt sind als die primären Zwischenprodukte. Meistens wird Ammoniak verwendet, um den pH-Wert des Haares zu erhöhen und das Ergebnis zu verbessern.

Bei der Verwendung von permanentem Haarfärbemittel geht man jedoch ein Risiko ein. Durch das Öffnen oder Entfernen der natürlichen Schuppenschicht des Haares kann es zu permanenten Schäden und Austrocknung kommen.

Semipermanente Haarfarbe ist eine Alternative zu den herkömmlichen Haarfärbemitteln. Diese Farbe enthält kein Ammoniak oder Ethanolamin und ist deshalb schonender für das Haar und die Kopfhaut. Semipermanente Haarfarbe enthält auch Wasserstoffperoxid und Parafarbstoffe, allerdings in geringerer Konzentration als herkömmliche Haarfarben.

Dies bedeutet, dass semipermanente Farbe nicht so effektiv bei der Abdeckung von grauem oder weißem Haar ist wie herkömmliche Farben.

Theoretisch ist Haarausfall durch Haare Färben sehr unwahrscheinlich. Wird ein Aufheller mit zu hohem Gehalt an Wasserstoffperoxid verwendet und/oder die Einwirkzeit überschritten, dann ist das Risiko von irreparablen Haarschäden und Haarausfall sehr groß. Es gibt den Aufheller bereits mit einem Wassertstoffperoxidgehalt von 3 %. Am Besten gehst du hierfür jedoch zu deinem Frisör wenn du dir unsicher bist.

Haarverlust kann auch krankheitsbedingte Ursachen haben, Saisonbedingt oder durch Hormone hervorgerufen werden.

Beim Haarefärben gibt es einige Aspekte zu beachten, um ein hervorragendes Ergebnis für deine Haare zu erzielen und Haarausfall vorzubeugen.

Ja, hochwertige Farben für die Haare sind oft teurer. Jedoch können Haarschäden durch Färbeprodukte selten wieder rückgängig gemacht werden. Im schlimmsten Fall muss die Länge deiner Haare um einiges gekürzt werden und dann hilft nur noch warten, bis sie wieder nachwachsen.

Tipps zur Vorbeugung von Haarschäden beim Färben:

  • Trage vor dem Färben die Haarfarbe an einer unauffälligen Stelle auf, um zu sehen, ob du allergisch reagierst.
  • Trage Handschuhe, während du das Färbemittel aufträgst, um Hautreizungen zu vermeiden. Und vor allem, um deine Hände nicht mit einzufärben.
  • Folge der Gebrauchsanweisung des Färbemittels sorgfältig, denn auch wenn du es schon oft angewendet hast, kann es immer wieder Änderungen geben.
  • Für ein langanhaltendes und glänzendes Ergebnis, solltest Du ein hochwertiges (Farbpflege-)Produkt verwenden. Dies hilft, die Farbe länger zu erhalten und die Haare gesund zu halten. Dies ist auch allgemein ein wichtiger Aspekt für deine Haargesundheit und gegen Haarausfall.
  • Töne deine Haare maximal alle 4 bis 6 Wochen, damit sich deine Haare zwischen den Anwendungen etwas erholen können.
  • Lass dir in regelmäßigen Abständen bei einem Friseurbesuch die Spitzen schneiden. Kaputtes und brüchiges Haar wie bei Spliss zieht sich nämlich nach oben. Indem du die kaputten Spitzen abschneiden lässt, setzt du dem ein Ende.

Wenn die Farbe deiner Haare ändern möchtest, aber Haarschäden oder sogar Haarausfall vermeiden möchtest, dann achte auf eine hochwertige Qualität der Inhaltsstoffe. Sowohl bei der Auswahl der Färbemittel, als auch auf die Pflegeprodukte.

Haarverlust durch Haare färben ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber deine Haare können durchaus Schaden davontragen.

Nach dem Haarefärben fallen die Haare oftmals aus. Dies liegt an folgenden Ursachen:

  • Der Haarausfall wird durch die aggressiven Inhaltsstoffe der Haarfarbe ausgelöst. So enthält die meiste Haarfarbe Ammoniak. Dieser Inhaltsstoff sorgt dafür, dass die Farbe ideal von dem Haar aufgenommen wird.
  • Durch das Haarefärben wird die Haarstruktur stark angegriffen, wodurch Ihre Haare zudem schnell abbrechen.
  • Die Haarfarbe enthält außerdem Bestandteile, die dafür sorgen, dass die Durchblutung Ihrer Kopfhaut sich verschlechtert.

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Um zu verhindern, dass Ihre Haare nach dem Färben ausfallen, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Verzichten Sie so gut es geht auf das Haarefärben, wenn Ihre Haare bereits spröde sind und vermehrt ausfallen. Das Färben verschlimmert diese Probleme nur weiter.
  • Achten Sie darauf, wenn Sie Ihre dennoch selbst färben möchten, dass die verwendete Haarfarbe eine gute Qualität hat. Sie sollte weder Ammoniak noch Resorcin oder Amine enthalten.
  • Zum schonenden Färben der Haare eignet sich pflanzliche Haarfarbe ideal.
  • Oft empfehlen die Anleitungen der Haarfarbe, die Haare vor dem Färben zu waschen.
  • Um trockene Haare und Haarbruch zu vermeiden, sollten Sie außerdem auf eine reichhaltige Pflege setzen. Verwenden Sie dafür bei jeder Haarwäsche einen feuchtigkeitsspendenden Conditioner und benutzen Sie einmal wöchentlich eine Haarmaske.

Die Haare, die Du nach dem Waschen verlierst, sind nicht an der Wurzel ausgegangen, wie es z.B. bei anlagebedingtem Haarausfall vorkommt, sondern an der Stelle abgebrochen, wo sich das Färben bzw. Haarfarben enthalten aggressive Inhaltsstoffe,besonders Blondiermittel greifen das Haar an. Die Chemikalien verändern die Haarstruktur,so dass das Haar nach der Behandlung dünner wirken kann als zuvor.

Weitere Tipps für die richtige Haarpflege:
  • Richtig waschen: Die Anwendung reichhaltiger Spülungen, Kuren oder Öle.
  • Richtig trocknen: Trockne Dein frisch gewaschenes Haar vorsichtig mit einem weichen Mikrofasertuch. Binde dabei Dein Haar nicht zum typischen „Turban“. So minimierst Du Haarbruch. Wenn Du keine Zeit hast, die Haare schonend zu trocknen, föhne mit wenig Hitze. Außerdem solltest Du darauf achten, die Haare nicht im nassen Zustand zu Bürsten.
  • Richtige Ernährung: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist notwendig, denn was für Deinen Körper gut ist, hilft auch dem Haar. Vor allem Biotin.
  • Deine Kopfhaut kannst Du gesund pflegen indem Du milde Shampoos und feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukte anwendest.

Haare färben oder tönen?

Um diese Frage zu beantworten, möchten wir Dir zunächst einmal die drei verschiedenen Optionen der Haarcoloration vorstellen. Hier unterscheidet man zwischen Tönungen, Intensivtönungen und permanenten Colorationen. Doch welche Methode ist nun für meine Haare und meine Wünsche die Richtige?

  • Tönung: Eine einfache Tönung eignet sich hauptsächlich, um den Haaren mehr Glanz zu verleihen. Allerdings können hier bezüglich der Haarfarbe keine großen Veränderungen vorgenommen werden. Denn eine Tönung dringt nicht in das Haar rein, sondern legt sich lediglich wie eine Art Film um die Haare herum. Deshalb ist die Tönung zwar die schonendste Art des Haarefärbens, jedoch ist diese nach ca. 8-10 Haarwäschen auch schon wieder verschwunden. Eine Tönung eignet sich also nicht, um eine neue Haarfarbe zu erlangen oder um graue Haare oder den Ansatz ausreichen zu kaschieren. Der Vorteil einer Tönung: Wenn man den Haaren einen Frischekick verleihen möchte, eignen sich Tönungen perfekt. Außerdem entsteht kein lästiger Ansatz, da die Coloration nach einigen Wochen bereits wieder verschwunden ist.
  • Intensivtönung: Anders als bei einer normalen Tönung, dringt eine Intensivtönung durch chemische Inhaltsstoffe auch in die Haarstruktur ein, wodurch die Coloration länger anhält. Zwar wäscht sich auch hier die Farbe von Zeit zu Zeit raus, bis sie vollständig verschwunden ist, dauert es allerdings bis zu 30 Haarwäschen, gegebenenfalls sogar etwas mehr. Durch die künstliche Pigmentierung können die Haare sogar leicht aufgehellt werden - für einen Wandel von braun zu blond wird es allerdings nicht reichen.
  • Permanente Coloration: Die permanente Haarfarbe eignet sich auch zur extremen Veränderung der Haarfarbe, sowie zur Überdeckung von weißen oder grauen Haaren. Die Farbe dringt in die Haarstruktur ein und lässt sich nicht herauswaschen. Da durch die Oxidationsmittel in der Haarfarbe die Haare sehr geschädigt werden, sollte man diese dann ganz besonders pflegen. Dazu gibt es auch spezielle Produkte, die zur Pflege von coloriertem Haar ausgelegt sind. Um bereits gefärbtes oder auch sehr dunkles Haar aufzuhellen, benötigt es eine Blondierung. Aber aufgepasst: Diese ist sehr schädlich für die Haare!

Bevor man sich also für eine neue Haarfarbe entscheidet, sollte man sich sehr sicher sein, besonders wenn man sich für eine permanente Coloration entscheidet, und auch die nicht zu vermeidende Schädigung der Haarstruktur im Hinterkopf behalten. Dabei ist es egal, ob Intensivtönung oder permanente Haarfärbung. Auch Tönungen wirken sich auf die Haarstruktur aus, sind dabei jedoch nicht so schädigend wie eine permanente Färbung.

Selbst färben oder doch lieber zum Friseur?

Hier dritteln sich die Präferenzen tatsächlich: etwa ein Drittel aller Personen, die sich regelmäßig die Haare färbt, geht dazu zum Friseur, ein Drittel macht es lieber selbst und das letzte Drittel wechselt regelmäßig zwischen beiden Optionen. Bei der Entscheidung gilt es vor allem, einen wichtigen Punkt zu beachten: Fühle ich mich sicher genug, meine Haare selbst zu färben?

Bereitet einem der Gedanke, die Haare selbst zu färben, ein flaues Gefühl im Magen, sollte die Coloration in jedem Fall von einem Profi durchgeführt werden, um möglichen Farbunfällen vorzubeugen. Wenn Du Dich doch dafür entscheidest, die Haare selbst oder zuhause von einer Freundin oder einem Freund färben zu lassen, solltest Du folgendes beachten:

  • Es sollte nicht versucht werden, eine extreme Typveränderung durchzuführen! Das Aufhellen oder Verdunkeln der Haare um bis zu 2 Nuancen kann auch gut von einem Laien durchgeführt werden.
  • Soll sich die Haarfarbe allerdings stärker verändern, zum Beispiel von schwarz zu blond oder umgekehrt, sollte auf jeden Fall ein Profi aufgesucht werden.

Die richtige Pflege für coloriertes Haar

Gefärbte Haare brauchen sehr viel Pflege, da sie durch die chemischen Inhaltsstoffe in der Haarfarbe enorm geschädigt wurden. Dazu gibt es bestimmte Shampoos, sowie Pflegespülungen und Masken, speziell zur Pflege von coloriertem Haar entworfen.

Bei der Haarwäsche sollte zum Beispiel Folgendes beachtet werden:

  • In den ersten 48 Stunden nach der Färbung sollten die Haare zunächst einmal nicht gewaschen werden, da sich in diesem Zeitraum die Farbe noch in der Haarsturktur festsetzt.
  • Generell sollten zu häufige Haarwäschen vermieden und das Haar auch nicht zu heiß gewaschen werden, da sonst das Haar noch zusätzlich strapaziert wird.

Auch beim Haare trocknen, sollten die Haare schonend behandeln werden, sprich: kein starkes Trockenrubbeln mit dem Handtuch und wenn möglich die Haare auch gerne an der Luft trocknen trocknen lassen.

Haarausfall durch falsche Pflege

Egal ob aus Gründen des Stylings oder um die ersten grauen Ansätze zu verdecken, immer mehr Menschen greifen zu Haarfarben. Der Haarausfall durch falsche Pflege ist unter anderem auch auf die falschen Produkte zurückzuführen. Verwenden Sie also nach Möglichkeit eher natürliche Färbemittel, wenn das Haar einen anderen Farbton bekommen soll.

Henna ist ein Naturfarbmittel, dass aus der Pflanze Lawsonia Inermis gewonnen wird. Zum größten Teil besteht Henna aus dem Pigment Lawson, welches verantwortlich für den Farbton ist. Mit Hilfe von Henna lassen sich Haare dauerhaft färben. Das extrahierte Pulver wird mit heißem Wasser vermengt und anschließend zu einem Brei verührt. In der Regel löst Henna keinen Haarausfall aus, da der enthaltene Farbstoff als unbedenklich eingestuft wird.

Allgemein geht bei natürlichen Haarfarben ein deutlich geringeres Risiko aus als bei Haarfarben mit chemischer Basis.

Auch Hitze kann zu einem Problem für die Haare und auch für die Kopfhaut werden. In diesen Fällen ist der Haarausfall durch falsche Pflege beinahe unvermeidlich.

In vielen Fällen ist der Haarverlust nicht dauerhaft, sondern lässt nach, wenn Sie auf die falsche Pflege verzichten. Doch vor allem bei einer Schädigung der Haar-Follikel kann es schnell so problematisch werden, dass die Haare nicht oder nur noch schwer oder langsam nachwachsen. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass Kopfhaut und Haarwurzeln wieder sicher und umfassend mit Nährstoffen versorgt werden.

Nur so kann sich das Haar in Teilen erholen und auch wieder nachwachsen. Doch leider passiert es ebenfalls, dass die Haare nicht mehr nachwachsen. Das ist bei Frauen und Männern gleichermaßen ein Problem.

Besuche beim Friseur können das Haar gesünder aussehen lassen. Die brüchigen Spitzen der Haare werden entfernt und sorgen für eine schönere Optik. Früher ist man davon ausgegangen, dass das Schneiden der Spitzen für dickere und gesündere Haare sorgt.

Vorsichtig müssen Sie jedoch bei Stylingmethoden sein, bei denen die Haare intensiv strapaziert werden. Ein Beispiel dafür wäre die Glättungsmethode „Brazilian Blow Out“. Die Haare werden zwar zuverlässig geglättet aber gleichzeitig auch immensen Strapazen ausgesetzt.

Haarpflege Tipps

Für jedes Haarproblem gibt es die passenden Haarpflege Tipps. Doch was ist die richtige Haarpflege bei Haarausfall für den Mann? Achten Sie darauf vitaminreiche Ernährung zu sich zu nehmen und verzichten Sie auf übermäßigen Verzehr von Fastfood.

Die Haare müssen regelmäßig gepflegt werden damit Haarausfall, Spliss, Haarbruch, Glanzlosigkeit etc. nicht zum Problem werden.

Die optimale Haarpflege bei Haarausfall für eine Frau besteht darin, die Haare nicht übermäßig zu belasten. Vermeiden Sie häufiges Glätten und Föhnen der Haare. Haaröle und Haarkuren können das Haar mit wichtigen Nährstoffen versorgen und die Gesundheit der Haare fördern.

Kommt es zum Haarausfall und die Haare bleiben fern, sollten Sie zunächst einmal von einem Fachmann abklären lassen, wo die Gründe für den Haarausfall zu finden sind. Es gilt auszuschließen, dass eine schwerwiegende Erkrankung für den Haarverlust verantwortlich sein kann.

Sie können unter anderem auf die Möglichkeit der Eigenhaarverpflanzung zurückgreifen, um wieder über volles Haar zu verfügen. Das ist ein durchaus komplexes Verfahren, welches von erfahrenen Experten durchgeführt werden sollte.

Es benötigt zwar einige Zeit, bis die Haare wieder vollständig nachgewachsen sind, dann aber erhalten Sie eine Frisur, wie Sie diese vor dem Haarverlust hatten.

Ein Haarverlust durch falsche Pflege wird immer wahrscheinlicher, auch weil immer mehr Menschen die Haare im Alltag zu stark strapazieren. Wenn Sie die von uns hier genannten Punkte der falschen Pflege auch bei sich bemerken, sollten Sie aktiv werden.

Verzichten Sie zudem auf zu große Hitze mit dem Glätteisen oder dem Fön und Sie können bereits aktiv gegen den drohenden Haarverlust ankämpfen. Ist dieser schon eingetreten, kann er in einigen Fällen rückgängig gemacht werden.

Behandeln Sie Ihr Haar und Ihre Kopfhaut entsprechend gut und bleiben Sie stets positiv.

Kehrt der Haarwuchs nicht auf natürliche Weise zurück, können Sie per Eigenhaarverpflanzung ebenfalls die vollen Haare zurückerhalten. Diesen Eingriff sollten Sie allerdings nur nach einer umfassenden Beratung und durch erfahrene Experten durchführen lassen.

tags: #haarausfall #durch #haarfarben

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