Glatte Beine, haarfreie Achseln und eine gepflegte Bikinizone erfordern viel Aufwand. Viele Frauen greifen dabei auf Nassrasierer zurück. Doch welcher Rasierer ist der beste? Die Stiftung Warentest und der F.A.Z. Kaufkompass haben verschiedene Modelle getestet. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und gibt Tipps für den Kauf.
Die Stiftung Warentest hat 14 Systemrasierer mit Wechselklingen und sechs Einwegrasierer für Frauen getestet. Dabei wurden Rasierleistung, Hautschonung und Handhabung untersucht. 50 Frauen im Alter von 16 bis 58 Jahren führten den Praxistest durch. Die Systemrasierer überzeugten im Test mehr, da sie sich durch ihre ergonomische Form besser an die Rundungen der Haut anpassen als einfache Einwegrasierer.
Unsere Tabelle zeigt Bewertungen für 20 Damen-Nassrasierer, unter anderem von Aldi, Amazon, dm, Gillette, Nivea, Rossmann und Wilkinson Sword (Preise: 0,24 bis 9,45 Euro). Preise und Erhältlichkeit der guten Rasierer haben wir im April 2021 aktualisiert.
Testsieger: Ombia Razor 6 Klingen Rasierer von Aldi (Note: 1,6)
Weitere gute Rasierer:
Die einzelnen Bewertungen im Überblick:
Zwei bis sechs Schneiden haben die geprüften Rasierer im Klingenblock. Doch nicht nur sie zählen für das Rasierergebnis. Außer auf die Klingen kommt es auch auf die Form des Damenrasierers und des Rasierkopfs an. So rasiert einer der Testsieger mit drei Klingen einen Hauch besser als etwa die Konkurrenz mit doppelt so vielen.
Besonders mühelos über die Haut glitten zwei Produkte. Ihr Rasierkomfort ist sehr gut. Einwegprodukte sind einfacher gestaltet. Mit ihren sehr kleinen, eckigen Klingenblöcken passen sich die meisten nicht gut an Beinkonturen an. Lediglich zwei Einwegprodukte rasierten ähnlich komfortabel und gründlich wie Systemrasierer.
Obwohl sich Haut und Haarwuchs der 50 Prüffrauen zum Teil deutlich unterschieden, kam es im Damen-Nassrasierer-Test nur sehr vereinzelt zu Schnitten oder Hautrötungen. Alle Rasierer im Test arbeiteten hautschonend. Bestnoten in dieser Disziplin erzielten fünf Modelle mit Wechselklingen. Doch auch für die besten Damenrasierer gilt: Stumpfe oder beschädigte Klingen sollten rechtzeitig ausgewechselt werden.
Systemrasierer für Damen passen sich mit ihren abgerundeten Rasierköpfen besonders gut an Körperkonturen an. Das erleichtert die Rasur an schwer erreichbaren Stellen in der Bikinizone und Achselhöhle. Manche bevorzugen dennoch die eher kantigen Systemrasierer für Männer auch weil die meist schwerer sind als die Frauenmodelle − zum Teil um bis zu 30 Gramm.
Aldi-Rasierer ganz vorne mitmischen ist klar, dass man schon für kleines Geld einen guten Nassrasierer mit Wechselklingen kriegt. Mit 4,49 Euro in der Anschaffung sind die Aldi-Modelle sehr günstigste Rasierer, bei Amazons Solimo, mit seinem Set-Preis (7 Klingen) von unter 11 Euro, herrscht ebenfalls absoluter Schnäppchenalarm. Doch den größten Teil machen die Ersatzklingenpreise aus: Aldi ist hier top mit 1,50 Euro pro Klinge. Amazon ist mit 1,87 Euro aber auch nicht so viel teurer. Gillette verlangt dagegen bis zu 3,65 Euro pro Klinge, Marken-Rasierer sind also beim Zubehör teurer, als ihre Einweg-Kollegen. Jedoch produzieren die Einweggeräte mehr Plastikmüll.
Da hier auch eine gewisse individuelle Komponente mitspielt, führten den Praxistest 50 Frauen im Alter zwischen 16 und 58 Jahren durch. Im Labor wurden die Beine rasiert und Zuhause dann Achselhöhlen sowie Bikinizone. Jedes Produkt kam dabei 150 Mal zum Einsatz, damit wurden rund 1.000 Nassrasierer für den Test eingesetzt.
Die Stiftung Warentest definierte drei Wertungskategorien: Rasierergebnis, Komfort sowie Hautschonung. Rasieren und Hautschonung waren die wichtigsten Wertungspunkte. Dabei wurden Fragen geklärt, wie gründlich die Rasierer generell arbeiten, wie sie sich an kniffligen Stellen wie Knöchel und Knie schlagen und wie komfortabel sich nutzen lassen. Doch Gründlichkeit ist nicht alles. Deshalb bewerteten die Testerinnen auch das Hautgefühl nach der Rasur und protokollierten Schnittverletzungen und Hautreizungen. Der Bereich Handhabung wurde etwas weniger stark gewichtet, hier mussten die Rasierer zeigen, wie gut sie sich an Beinkonturen anpassen können und wie leicht sich Klingen wechseln und reinigen lassen.
Neben dem klassischen Rasieren gibt es natürlich noch einige weitere Methoden zur Haarentfernung.
Die Stiftung Warentest hat noch weitere Rasierer von Rossmann (Isana), dm (Balea), Wilkinson Sword, Nivea und Müller (Aveo) getestet. Echte Verlierer im Test gibt es nicht, die Ergebnisse liegen sehr nah zusammen, 1,6 bis 1,8 bei den Rasierern mit Wechselklinge, sowie 1,8 bis 2,7 bei den Einwegrasierern. Insgesamt sind 17 Rasierer gut und 3 befriedigend. Das bedeutet aber auch, es gibt kein Spitzenmodell, dass die anderen schlecht aussehen lässt. Dafür haben wir eine riesige Auswahl an guten Nassrasierern, sowohl von Discountern als auch von Markenanbietern.
Die Systemrasierer mit Wechselklingen begleiten uns über viele Jahre. Je nach Bedarf wird nur die Klinge getauscht. Das macht wenig Müll. Das Kontrastprogramm dazu sind Einwegrasierer. Die Klinge ist dabei fest mit dem Rasierer verbunden. Ist sie stumpf, wandert alles in den Müll und man greift zum nächsten Einwegmodell. Auf diese Weise erzeugt man mehr Plastikmüll als nötig, ökologisch gesehen ist also die Wechselklinge besser. Doch es gibt noch andere Argumente für Systemrasierer: Sie bieten ergonomisch geformte Griffe sowie abgerundete Schwingköpfe. Das bedeutet, sie liegen beim Rasieren gut in der Hand und passen sich optimal an die Hautkonturen an. Einwegmodelle sind hier einfacher gehalten und erreichen nicht die Gründlichkeit der Wechselmodelle. Außerdem sind die Systemrasierer hautschonender.
Wechselklinge oder Einwegmodell, diese Entscheidung müsst ihr grundsätzlich treffen. Ansonsten gibt es nicht viele Stolperfallen, denn es gibt viele gute Modelle zu kaufen. Achtet beim Preis nicht nur auf die Anschaffung, sondern auch auf Kosten für Wechselklingen. Einwegrasierer sparen Geld, machen aber auch mehr Müll und haben die oben genannten Nachteile bei Rasurergebnis und Hautschonung. Trotzdem gibt es gute Modelle. Bei den Systemrasierern mit Wechselklinge liegen Discounter und Marken gleich auf.
Auch wenn es banal klingt, ein Nassrasierer braucht nasse Haut, ansonsten riskiert ihr Schnittwunden. Verwendet am besten Rasiergel, zur Not geht auch Duschgel. Viel Druck brauchen die Klingen nicht, sie sollten geschmeidig über die Haut gleiten. Haare und Schaum zwischendrin immer wieder ausspülen. Ausklopfen solltet ihr vermeiden, denn das kann dazu führen, dass Klingen brechen. Nach der Rasur die Haut unbedingt mit einer pflegenden Lotion eincremen, so vermeidet ihr Rasurbrand und nervige Pickel.
Der F.A.Z. Kaufkompass hat 28 Epilierer getestet. Unter den Markengeräten dominieren die Modelle von Braun, Philips und Panasonic. Im Billigbereich tummeln sich diverse andere Anbieter, die Qualität der Geräte schwankt stark.
Testsieger: Braun Silk-épil 9
Weitere empfohlene Epilierer:
Epilierer unterscheiden sich hauptsächlich in zwei Punkten voneinander: Zum einen gibt es neben simplen Trocken-Epilierern auch Nass-Trocken-Epilierer für den Einsatz in Dusche und Bad. Zum anderen haben Sie die Wahl zwischen Geräten mit Netzkabel und Akku-Modellen.
Je mehr Pinzetten im Epilier-Kopf arbeiten, meist zwischen 40 und 60, desto gründlicher und schneller gelingt die Haarentfernung. Das ist jedoch auch schmerzhafter, speziell zu Beginn. Für empfindliche Körperstellen wie das Gesicht, die Achselhöhlen und den Intimbereich ist daher eine schonendere Haarentfernung mit weniger Pinzetten, beispielsweise 20, von Vorteil.
Um beim Epilieren keine feinen Härchen zu übersehen, ist eine integrierte Beleuchtung hilfreich. Bei teureren Geräten ist ein LED-Licht üblicherweise vorhanden, bei günstigeren Modellen nicht. Hier muss die Badezimmerbeleuchtung ausreichen.
Um das Epilieren zu erleichtern, sollten Sie vorher ein Hautpeeling vornehmen. Damit entfernen Sie Hautschuppen und verringern das Risiko von eingewachsenen Haaren. Für eine effektive Epilation müssen die Haare außerdem kurz genug sein, etwa 2 bis 5 Millimeter lang.
Nach dem Epilieren bietet sich das Aufbringen einer feuchtigkeitsspendenden Lotion an. Von einer anfangs womöglich schmerzhaften Prozedur sollten Sie sich nicht abschrecken lassen. Epilieren Sie regelmäßig, gewöhnt sich der Körper daran. Außerdem sind die nachwachsenden Haare feiner und lassen sich dadurch einfacher entfernen.
Neben Nassrasierern und Epilierern gibt es noch weitere Methoden zur Haarentfernung:
Die Wahl der Methode hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab.
| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Nassrasur | Schnell, günstig | Kurze Haltbarkeit, Verletzungsrisiko |
| Epilieren | Langanhaltend, feine nachwachsende Haare | Schmerzhaft, eingewachsene Haare möglich |
| Waxing | Langanhaltend | Schmerzhaft, erfordert gewisse Haarlänge |
| IPL | Langfristige Reduzierung des Haarwachstums | Teuer, erfordert mehrere Behandlungen |
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