Silicea D12 bei Haarausfall: Erfahrungen und Anwendung

Viele Menschen suchen nach Wegen, um Haarausfall zu stoppen und die Gesundheit ihrer Haare zu verbessern. Schüßler-Salze, insbesondere Silicea D12, werden oft als natürliche Unterstützung in Betracht gezogen. Dieser Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe, biochemischen Funktionen und Erfahrungen mit Silicea D12 bei Haarausfall.

Was ist Silicea D12?

Silicea, auch bekannt als Kieselsäure, ist ein wichtiger Mineralstoff für den Körper. Es wird oft als das Mineralsalz für die Schönheit bezeichnet, da es die Festigkeit des Bindegewebes steigert und wichtig für den Aufbau der Haut, der Haare sowie der Fuß- und Fingernägel ist. Silicea ist ein homöopathisches Einzelmittel und wird auch als Silicea terra, Kieselsäure, Kieselerde oder Siliziumdioxid bezeichnet.

Inhaltsstoffe und Biochemie

Eine Tablette Silicea D12 enthält 250 mg Acidum silicicum (hom./anthr.). Silicea ist für den Körper als Bestandteil des Bindegewebes unentbehrlich.

  • Calcium fluoratum D12: Wichtig für das Stütz- und Bindegewebe und verleiht diesem Festigkeit.
  • Natrium chloratum D6: Reguliert den Wasserhaushalt im Körper.
  • Silicea D12: Steigert die Festigkeit des Bindegewebes und ist wichtig für den Aufbau der Haut, der Haare sowie der Fuß- und Fingernägel.

Silicea wird von allen Mineralstoffen am häufigsten im Körper gebraucht. Es findet sich im Bindegewebe, in der Hautoberschicht (Epidermis), in den Haaren, in den Nägeln und in den Knochen.

Anwendungsgebiete von Silicea

Silicea wird in der Homöopathie für viele Anwendungsgebiete empfohlen. Insbesondere bei eitrigen Entzündungen an verschiedenen Körperstellen, aber auch bei Problemen im Bereich von Bindegewebe und Knochen wird Silicea eingesetzt. Menschen, die ständig frieren und zu Erkältungen neigen, soll Silicea ebenfalls helfen können.

  • Abszesse
  • Furunkel
  • Eitrige Mandel-, Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Schlecht heilende Wunden
  • Hautausschläge
  • Akne
  • Eingewachsene Zehennägel
  • Gerstenkörner
  • Erkältungskrankheiten
  • Erkältungsneigung
  • Bronchitis
  • Eingedrungene Fremdkörper, die ausgestoßen werden sollen
  • Bindegewebsschwäche
  • Hämorrhoiden
  • Krampfadern
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Zahnfleischentzündung
  • Verstopfung
  • Nierensteinkoliken
  • Chronische Knocheneiterung
  • Schweißfüße
  • Prüfungsangst
  • Mangelndes Selbstvertrauen

Silicea für Haare und Nägel

Silicea gibt Haaren und Nägeln Festigkeit. Ein Mangel an dem Mineralstoff zeigt sich häufig zuerst durch struppige oder strohige Haare, schreite der Mangel fort, kann es auch zu Haarausfall kommen. Die Einnahme von Silicea kann bei juckender Kopfhaut und Schuppenbildung ebenfalls zu einer Besserung der Symptome führen.

Bei einem Mangel an dem Mineralstoff verändern sich auch die Fingernägel, sie werden weich, instabil, brüchig oder splittern. Nagelbettentzündungen können ebenfalls auftreten.

Silicea und das Bindegewebe

Das Bindegewebe setzt sich aus den Bindegewebszellen und der Interzellularsubstanz zusammen, die Freiräume im Gewebe ausfüllt und für eine straffe und glatte Haut sorgt. Bei einem Mangel an Silicea entstehen im Bindegewebe Risse, besonders während der Schwangerschaft, wenn sich das Gewebe dehnt.

Im Gesicht können Falten entstehen, wenn die Haut bei einem Mangel nicht mehr elastisch ausgefüllt wird. Sie kann dann problemlos zusammengeschoben werden und wirkt knitterig beziehungsweise ist mit zahlreichen kleinen Knitterfältchen übersät.

Anwendung und Dosierung

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt bzw. Heilpraktiker diese nicht anders verordnet hat. Bei Beschwerden sollten Sie von DHU Schüßler-Salz Nummer 11 Silicea D12 Tabletten 1-3 mal täglich je 1 Tablette einnehmen. Zur nachfolgenden Behandlung oder in chronischen Fällen sollten Sie mit Ihrem Therapeuten Rücksprache halten.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen

  • Erwachsene: Bei Beschwerden 1-3 mal täglich je 1 Tablette.
  • Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr: Nach Rücksprache mit einem Arzt ein Drittel der Erwachsenendosis.
  • Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr: Die Hälfte der Erwachsenendosis.
  • Kinder zwischen 6. und 12. Lebensjahr: Zwei Drittel der Erwachsenendosis.

Sie sollten die Tabletten DHU Schüßler-Salz Nummer 11 Silicea D12 Tabletten eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen einnehmen und sie vorzugsweise langsam im Munde zergehen lassen oder in Wasser aufgelöst schluckweise zu trinken.

Behandlungsempfehlungen bei spezifischen Beschwerden

  • Haare und Nägel: Mindestens 6-12 Wochen lang täglich mindestens 30 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen.
  • Haut und Schleimhäute: Mindestens 6-12 Monate lang täglich mindestens 30 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen.
  • Knochen und Gelenke (Arthrose): Mindestens 6-12 Monate lang täglich mindestens 30 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen.
  • Bindegewebsschwäche: Mindestens 6-12 Monate lang täglich mindestens 30 Tabletten von den Schüßler-Salzen Nr. 11 und Nr. 1 einnehmen.

Die Gaben idealerweise gleichmäßig über den Tag verteilen, beispielsweise 6-mal 5 Tabletten.

Ergänzende Salze und Behandlungen

  • Akute Entzündungsphasen: Zusätzlich 7-10 Tage lang 1-bis 2-mal täglich eine „Heiße 3“ anwenden.
  • Juckreiz: Zusätzlich 4 Wochen lang 1-bis 2-mal täglich eine „Heiße 7“ anwenden.
  • Schlanke, grazile, magere oder alte Menschen: Zusätzlich mindestens 12 Wochen lang 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 einnehmen.
  • Ausgeprägtes Schwitzen (Klimakterium): Zusätzlich 1- bis 2-mal täglich eine „Heiße 8“ anwenden.
  • Nachtschweiß: Zusätzlich 4 Wochen lang das homöopathische Mittel Acidum phosphoricum in der Potenz D 12 einnehmen, 3-mal täglich 5 Globuli.

Eine gute Ergänzung zum Schüßler-Salz Nr. 11 ist das Schüßler-Salz Nr. 1 (Komplementärmittel), die Nr. 2 bei sehr schlanken Menschen, die Nr. 3 in Entzündungsphasen, die Nr. 8 bei extremer Trockenheit sowie Nr. 9 und Nr. 10 bei Übersäuerung und Übergewicht.

Fallbeispiel: Neurodermitis bei einem Kind

Ein 11-jähriges Mädchen leidet seit seiner Geburt unter Neurodermitis. Stark ausgeprägt sind die Ekzeme in den Ellenbeugen, sie sind dort etwa so groß wie die Hand einer erwachsenen Frau. Am stärksten betroffen ist der Mund. Der Hautausschlag zieht sich um den Mund herum, der gesamte Bereich ist rot-entzündlich. Die Lippen sind extrem blass. Das Mädchen kratzt sich den ganzen Tag, an manchen Tagen ist der Juckreiz so stark, dass sie die Haut blutig kratzt. Sie wiegt bei einer Größe von 142 cm nur 32 kg, das Untergewicht ist auch deutlich zu sehen. Sie ist trotz dessen aber insgesamt leistungsfähig. Die offensichtliche Hauterkrankung belastet sie seelisch sehr, denn sie kommt in die Pubertät. Sie hat zwar noch wenig Interesse an Jungs, die Mutter bemerkt aber eine größer werdende Angst.

Verordnung: Für die nächsten 4 Wochen tagsüber stündlich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen. Wenn eine stündliche Einnahme nicht möglich ist (zum Beispiel während der Schule), dann soll das Mädchen zumindest 20 Tabletten täglich einnehmen. Zusätzlich am Morgen eine „Heiße 3“ und am Abend „Heiße 7“ anwenden.

4 Woche später: Die akute Entzündung im Mundbereich ist deutlich zurückgegangen, die Haut dort ist insgesamt nur noch blassrot. Die Ekzeme in den Ellenbeugen sind nach wie vor groß, aber ebenfalls nicht mehr hochentzündlich. Es sind teilweise trockene Stellen zu erkennen.

Weitere Verordnung: Einnahme des Schüßler-Salzes Nr. 11 weiter wie bisher, die „Heiße 3“ und „Heiße 7“ pausieren und stattdessen am Morgen eine „Heiße 8“ und zusätzlich 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 einnehmen.

Nach 3 Monaten: Von dem Ekzem im Mundbereich ist nur noch ein blassroter Rand um den Mund herum übrig, die Lippen sind deutlich rosiger. Das Mädchen hat 3 kg zugenommen und fühlt sich deutlich wohler. Die entzündlichen Areale in den Ellenbeugen sind nur noch münzgroß.

Weitere Verordnung: Das Schüßler-Salz Nr. 11 soll sie mindestens noch weitere 6 Monate einnehmen, die Dosis jedoch auf 10 Tabletten täglich reduzieren. Das Schüßler-Salz Nr. 2 soll für das Mädchen für wenigstens ein Jahr einnehmen, während Wachstumsschüben kann die Dosis auf 5-mal täglich 2 Tabletten erhöht werden. Die „Heiße 8“, „Heiße 3“ und „Heiße 7“ nur noch bei Bedarf anwenden, wenn Trockenheit (Nr. 8), akute Entzündungen (Nr. 3) oder starkes Jucken (Nr. 7) auftreten.

Zusätzliche Schüßler-Salze bei Haarausfall

Neben Silicea gibt es noch weitere Schüßler-Salze, die bei Haarausfall eingesetzt werden können:

  • Nr. 1 Calcium fluoratum: Kräftigt die Haarwurzeln und versorgt den Körper mit Calcium.
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum: Kann bei Haarausfall helfen, der durch Verdauungsprobleme und/oder Stress verursacht wird.
  • Nr. 9 Natrium phosphoricum: Soll die Haare stärken.
  • Nr. 21 Zincum chloratum: Kann ebenfalls die Haare kräftigen.

Es gibt auch ein biochemisches Haar-Schema, das bei Haarausfall angewendet werden kann:

  • Vor dem Frühstück: zwei Tabletten von Nr. 21 Zincum chloratum D6
  • Vormittags: drei bis fünf Tabletten von Nr. 11 Silicea D3
  • Nachmittags: drei bis fünf Tabletten von Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12

Die Wirkung dieser Schüßler-Salze gegen Haarausfall soll sich noch steigern lassen, wenn Sie bei den Salzen Nr. 3 und Nr. 11 öfters die Potenz wechseln - zum Beispiel jeweils zwei Wochen lang D6, dann D3 und schließlich D12 einnehmen.

Wichtige Hinweise

Die Wirkung eines homöopathischen Mittels kann durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden. Falls Sie sonst Medikamente einnehmen, fragen Sie bitte Ihren Arzt.

Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandene Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung). In diesem Fall oder bei anhaltenden, unklaren bzw. neu auftretenden Beschwerden sollten Sie das Arzneimittel absetzen und sich an Ihren Arzt oder Heilpraktiker wenden.

Silicea hat die Eigenschaft, Fremdkörper aus dem Körper auszutreiben. Das macht man sich beispielsweise bei Splittern zu Nutze. Bei Implantaten, Herzschrittmachern oder der Spirale zur Empfängnisverhütung besteht durch die Silicea-Wirkung die Gefahr der Abstoßung. In diesen Fällen wird von der Verwendung von homöopathischem Silicea abgeraten.

Hinweis: Das Konzept der Schüßler-Salze und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt. Die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich der Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.

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