Erste graue Strähnen zeigen sich im Haar oder die eigene Haarfarbe nervt. Was tun? Mit Chemiefarben abdecken oder lieber zu Naturhaarfarben greifen? Dieser Artikel beleuchtet die Vielfalt der mittelblonden Naturhaarfarben, von traditionellen Pflanzenhaarfarben bis hin zu modernen, schonenden Alternativen, und gibt Tipps zur richtigen Pflege für ein strahlendes Ergebnis.
Bereits im alten Ägypten färbten sich Menschen ihre ergrauten Haare mit Henna oder Indigo. Pflanzenhaarfarben erfreuen sich auch heute wieder großer Beliebtheit. Doch welche Pflanzen eignen sich zum Haarefärben?
Insgesamt gibt es etwa 150 Pflanzenarten, die Farbstoffe enthalten. Die farbgebenden Bestandteile sitzen in Blüten, Blättern, Wurzeln, Schalen, Früchten, im Holz, in der Rinde, sind Harze oder Gummi. Allerdings eignen sich nicht alle Färberpflanzen zum Färben von Haaren. Zu den bekanntesten Pflanzenhaarfarben zählen Henna, Indigo und Cassia.
Verschiedene Pflanzen, die zum Haarefärben geeignet sind.
Je nach Beimischung anderer Naturfarben reicht das Henna-Farbspektrum von knalligem Rot, strahlendem Kastanienbraun, Maronenbraun über warme Schokoladetöne bis hin zu dunklen und schwarzblauen Farbnuancen. Mit Indigo lassen sich kühle Burgundertöne, beliebig dunkle Haarfarben bis hin zu Schwarz färben. Kamille, Weizen oder Kurkuma liefern Blond- und Goldtöne und Walnussschalen sorgen für Braunnuancen.
Cassia, auch als Senna italica oder neutrales Henna bekannt, verleiht feinem Haar Fülle und Sprungkraft. Es pflegt das Haar und sorgt für einen hellgoldenen bis leicht gelblichen Farbton. Jede Anwendung hellt das Haar auf und verbessert die Struktur der Haare. Cassia bietet sich auch gut als Grundlage für andere Pflanzenhaarfarben an.
Pflanzenhaarfarbe unterstreicht die natürliche Haarfarbe. Das Haar einige Nuancen dunkler zu färben, stellt kein Problem dar, allerdings lassen sich braune Haare nicht blond färben oder schwarze Haare braun. Eine komplette Farbveränderung scheidet aus. Pflanzliche Haarfarbe ergänzt das Haar um Farbpartikel. Das Aufhellen von Haaren funktioniert durch Entziehen von Farbpartikeln, dies gelingt ausschließlich mit chemischen Produkten.
Mit Pflanzenhaarfarbe lässt sich nur ein natürlicher Aufhell-Effekt erzielen. Grauhaarabdeckung mit pflanzlicher Haarfarbe ist gut möglich. Hellblonde Farbtöne lassen sich problemlos erzielen, bei dunkelblond hilft eine Zweifachfärbung und dunklere, intensive Farbtöne erfordern mehrmaliges Färben. Schwarzfärbung auf weißen, pigmentlosen Haaren könnte in Blautönen enden, daher empfiehlt es sich, dies anhand einer Probesträhne zuvor zu kontrollieren.
Graues Haar lässt sich trotzdem auch für dunklere Farbnuancen mit folgender Methode gut abdecken. Henna verbindet sich wesentlich stärker mit dem Haar als Indigo. Daher färbt der Naturfriseur die Haare zunächst mit Henna vor und bringt im zweiten Schritt den gewünschten Braunton ein. Die Indigo-Anteile haften dann besser am Haar.
Besteht gegen einen Inhaltsstoff des Haarfärbemittels eine Allergie, ist von Pflanzenhaarfarben abzuraten.
Permanent-Färbemittel gibt es erst seit 1875. Die Oxidationshaarfarben erlauben jeden gewünschten Farbton. Beim Färbeprozess entstehen durch die Mischung von Farbentwickler und Farbkoppler unauflösliche Farbpigmente. Mit dieser Erfindung rückten die jahrhundertealten natürlichen Haarfärbemittel in den Hintergrund.
Allerdings verlangt dieser Färbevorgang einen hohen Gesundheitspreis. Zum einen stehen die verwendeten Chemikalien im Verdacht, krebserregend zu sein, zum anderen zerstören sie die Haarstruktur. Die Haarpracht verliert an Glanz, wird stumpf und brüchig.
Im Vergleich zu den Chemiefarben punkten Naturhaarfarben mit ihrer natürlichen Pflegewirkung. Nach dem Färben glänzt das Haar und ist ganz ohne Silikone und Chemie weich und besitzt Volumen. Die pflanzliche Haarfarbe basiert auf der Ausgangsfarbe der Haare. Damit ist sie individuell und wirkt besonders natürlich.
Naturhaarfarben zählen zu den sogenannten semipermanenten Haarfarben. Diese halten je nach Haarbeschaffenheit zwischen 15 und 24 Haarwäschen. Damit handelt es sich nicht um permanente Haarfarben, sondern um Tönungen.
In den letzten Jahrzehnten erfolgte eine Wiederbelebung der natürlichen Pflanzenhaarfarbe. Der Trend zu einer nachhaltigeren und umweltbewussteren Lebensweise machte auch vor der Haarfärbung nicht halt. Und Gesundheitsaspekte rückten gezielt in den Fokus der Verbraucher.
Nicht alle auf dem Markt erhältlichen Pflanzenhaarfarben enthalten 100 % pflanzliche Inhaltsstoffe. Bereits 2011 untersuchte das Verbrauchermagazin „Öko-Test“ insgesamt 33 Pflanzenhaarfarben. Dabei bestanden 18 Produkte den Test mit Bravour, der Rest fiel gnadenlos durch. Denn zahlreiche Hersteller von Haar-Colorationen tarnen ganz konventionelle Produkte mit Zusätzen wie „Henna“, „Bio“ oder „Natur“.
Um dieser fraglichen Praxis zu entgehen, lohnt sich ein Blick auf die Zertifizierung. Dabei ist auf das vom Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) vergebene BDIH-Siegel Verlass. Verbraucher können darauf vertrauen, dass es sich um kontrollierte Naturkosmetik handelt, die auf ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Aspekten basiert.
Für viele Kunden erhebt sich die Frage: „Ist ein Wechsel von chemisch gefärbtem Haar zu Naturprodukten möglich?“ Die Antwort darauf lautet selbstverständlich ja, allerdings gilt es einiges dabei zu beachten. Befindet sich von der Haarpflege oder -wäsche noch Silikon im Haar, liefert das Färben mit pflanzlicher Haarfarbe nicht das gewünschte Resultat.
Wer umsteigen möchte, sollte daher im Vorfeld auf silikonhaltige Produkte verzichten. Für Neukundinnen kann daher der erste Termin im Friseursalon, in einer kostenlosen Beratung enden, denn die Umstellung der Haarfärbemethode ist beratungsintensiv. Um Fehlfärbungen zu vermeiden, empfiehlt sich zu Beginn eventuell nur eine Probesträhne zu färben. Gerade beim Umstieg können zwei bis drei Nachbehandlungen erforderlich sein, da die Pflanzenfarbe anfangs möglicherweise nicht so gut hält.
Vor dem ersten Färben mit Naturkosmetik fragen sich viele Frauen, ob sie mit Pflanzenhaarfarbe auch chemisch gefärbte Haare färben können. Ja, das können Sie ohne Probleme machen. Wichtig ist nur, dass Sie zwischen den beiden Färbeschritten Ihren Haare ein bisschen Pause gönnen, da eine chemische Behandlung die Haare stark angreift.
Sobald sich Ihre Haare davon erholt haben (ca. 3-4 Wochen), steht dem Färben mit Pflanzenhaarfarbe nichts mehr im Wege. Bitte beachten Sie: Chemisch stark beanspruchte Haare nehmen Pflanzenhaarfarbe sehr unterschiedlich auf, wodurch es zu unterschiedlichen Farbergebnissen kommen kann.
Bevor Sie Ihre Haare mit Pflanzenhaarfarbe färben ist es wichtig Sie über einen gewissen Zeitraum von konventionellen Haarprodukten zu befreien, d.h. keine konventionellen Shampoos mehr benutzen und auch keine konventionellen Stylingprodukte. Für ein besseres Farbergebnis können Sie Ihre Haare z.B. mit einer Khadi-Detox-Haarmaske verwöhnen.
Verrühren Sie das Farbpulver mit 50°-90°C warmem Wasser. Je heißer das Wasser dabei ist, desto intensiver wird das Farbergebnis. Für einen noch intensiveren Rot-Ton können Sie 25% des Wassers durch Apfelessig ersetzen. Verrühren Sie die benötigte Menge an Farbpulver mit 50°C warmem Wasser zu einer joghurtähnlichen Paste. Bei dunklen Farben können Sie die Intensität erhöhen, indem Sie die Farbe mit Schwarzem Tee anrühren und einen TL Salz (auf 50g Pulver) hinzufügen. Achten Sie bitte darauf, dass das Wasser oder der Tee nicht kühler als 50°C sind und während des Auftragens nicht abkühlen. Stellen Sie den Behälter mit der angerührten Farbe ggf. ins Wasserbad.
Viele Pflanzenhaarfarben, wie z.B. Pflanzenhaarfarbe von Khadi oder Radico, verfügen über eine sehr gute Grauhaarabdeckung. Vielen Anwenderinnen gelingt es mit einer einzigen Färbung aus dem Braun-Bereich Ihre grauen Haare abzudecken. Sollte eine erste Färbung nicht ausreichen, können Sie natürlich noch einen zweiten Vorgang anschließen.
Bitte beachten Sie, dass es je nach Haarstruktur und Ausgangshaarfarbe bei ergrautem und blondem Haar zu Farbergebnissen mit Grün- und Blautönen kommen kann. Besonders bei Farben mit einem hohem Indigo-Anteil besteht dieses Gefahr. Je höher der Unterschied zwischen Ausgangshaarfarbe und Pflanzenhaarfarbe, desto wichtiger wird die 2-Phasen-Färbung.
Ebenso wie bei ergrauten Haaren kann Pflanzenhaarfarbe grundsätzlich auch auf blonden und blondierten Haaren angewendet werden. Bei blondierten Haaren ist jedoch besondere Vorsicht geboten, da eine Blondierung die Haare stark schädigt. Die geschädigte Haarstruktur nimmt die Farbe sehr unterschiedlich auf, was zu einem fleckigen Farbergebnis führen kann. Eine dunklere Haarfarbe lässt sich deshalb besser mit mehreren leichten Färbungen erreichen als mit einer kräftigen.
Da blondierte Haare stark geschädigt sind, reagieren sie noch schneller mit einem Grünstich als ergraute Haare. Für ein schönes Farbergebnis empfehlen wir bei ergrauten und blonden als auch blondierten Haaren eine Färbung in 2 Schritten durchzuführen. Dafür färben Sie Ihre Haare zuerst mit reinem roten Henna oder dem Khadi Color Prep und oder einer anderen Haarfarbe mit einem sehr hohen Henna Anteil (Rot-Anteil). Im zweiten Schritt können Sie nun mit der dunkleren Nuance färben. Dazu können Sie nach dem Auswaschen direkt wieder mit der Farbe auf die noch feuchten Haare gehen. Ein Waschen mit Shampoo zwischendurch ist nicht notwendig.
Die 2-Phasen-Färbung ist zwingend erforderlich, wenn Sie sehr helle Haare haben und eine Pflanzenhaarfarbe mit hohem Indigoanteil verwenden möchten. Ohne eine Vorpigmentierung mit Henna oder dem Khadi Color Prep würden Sie auf jeden Fall grüne bzw. Wichtig: Die Vorpigmentierung können Sie nicht umgehen indem Sie einfach Henna unter die dunklere Haarfarbe mischen.
Damit Sie lange Freude an Ihren natürlich gefärbten Haaren haben, können Sie die Farbe mit einem Haaröl von Khadi fixieren. dies machen Sie am besten nach dem Färben und vor dem ersten Waschen der frisch gefärbten Haare. Feuchten Sie Ihre Hände etwas an, geben Sie ein paar Tropfen Haaröl darauf und verteilen Sie dieses vom Ansatz bis in die Spitzen. Lassen Sie das Haaröl mindestens 30 Minuten einwirken, besser aber über Nacht.
Am nächsten Morgen waschen Sie das Haaröl einfach mit einem milden Shampoo wieder aus. Eine regelmäßige Anwendung vor den Wäschen hilft Ihre Farbe zu fixieren und erhält die Intensität Ihrer Haarfarbe.
Es gibt unendlich viele Nuancen von blondem Haar - von golden-warm bis eisig-kühl, und gerade, wenn man denkt, dass man jeden Blondton gesehen hat, kommt eine neue Trendfarbe hinzu. Techniken wie Ombré oder Balayage runden die Blond-Palette ab.
Hier ist eine Zusammenstellung der beliebtesten Blondtöne:
Blond ist zwar eine der begehrtesten Haarfarben, aber die Pflege, um die Haare strahlen zu lassen, ist anspruchsvoll. Um Messingtöne zu neutralisieren, ist es wichtig, die richtigen Pflegeprodukte für blondes Haar zuhause zu verwenden.
Hier sind einige empfohlene Pflegeprodukte:
Ebenso unkompliziert wie die Haarfarbe selbst sind auch die Frisuren, die zu ihr passen. Kurzhaarfrisuren sind mutig, modern und wirken bei mittelblondem Haar besonders frisch und jugendlich. Von raspelkurzem Pixie Cut über akkurate Bob-Schnitte bis hin zu strukturierten Undercuts - die Möglichkeiten sind endlos.
Der Long Bob ist ein beliebter Klassiker unter den halblangen Frisuren. Kein Wunder, denn im Grunde passt der Haarschnitt zu jedem Typ und zu jeder Haarfarbe - auch zu Mittelblond. Ein Long Bob wirkt glatt gestylt besonders elegant, mit leichten Wellen lässig und verführerisch.
Auch bei langen Haaren funktioniert Mittelblond ganz wunderbar. Wenn Sie von Natur aus glattes Haar haben und etwas Schwung in Ihren Look bringen möchten, können Sie zum Beispiel Ihre Haare mit leichten Beach Waves stylen. Diese betonen die schönen Farbreflexe.
Mittelblonde Haare mit lässigen Beach Waves.
Viele Frauen und Männer, die sich die Haare färben, legen Wert auf natürliche Inhaltsstoffe und schonende Produkte. Vegane Haarfarbe in Pulverform enthält nur natürliche pflanzliche Inhaltsstoffe wie Kokosnussöl, Weizenproteine, Kräuter und ätherische Öle. Naturhaarfarbe färbt auf Henna-, Indigo- oder Walnussbasis und ist frei von Ammoniak und PPD.
Wer eine pflanzliche Naturhaarfarbe wählt, kann sich sicher sein, dass die natürliche Haarfarbe ohne Chemie unbedenklich für den eigenen Körper sowie für die Natur ist. Naturhaarfarbe ist nachhaltig, umweltfreundlich und vegan ohne Tierversuche in der Entwicklung und Herstellung.
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