Ob gerade geschnitten, fransig, seitlich oder Micro - der Pony ist ein echtes Statement und kann einen Look im Handumdrehen verändern. Doch so sehr wir den Pony auch lieben, er hat auch seine Tücken: Morgens steht er in alle Richtungen, wirkt platt oder macht einfach nicht das, was er soll. Damit dein Pony nicht zur täglichen Styling-Krise wird, haben wir hier richtig gute Tipps von Friseur:innen recherchiert - easy umzusetzen und perfekt für deinen Alltag.
Bevor es überhaupt ans Styling geht, muss die Grundlage stimmen. Ein Pony sollte immer typgerecht geschnitten sein - das heißt: Gesichtsform, Haarstruktur und persönlicher Style spielen eine große Rolle. Ein gerader, voller Pony steht besonders gut bei ovalen oder länglichen Gesichtern. Bei runderen Gesichtern kann ein softer, seitlich fallender Pony streckend wirken. Und für alle mit feinem Haar ist ein fransiger Schnitt perfekt - er wirkt luftig und beschwert das Gesicht nicht zusätzlich.
Profis empfehlen, den Pony regelmäßig nachschneiden zu lassen - alle 3-4 Wochen. Das ist wichtig, damit er in Form bleibt und nicht in die Augen hängt oder seinen Schwung verliert.
Jede Frau kann Stirnfransen tragen. Entscheidend ist dabei jedoch, wie der Pony geschnitten wird. Hier ist eine Übersicht, welcher Pony zu welcher Gesichtsform passt:
“Ein Pony steht Ihnen dann besonders gut, wenn Ihre Stirn mindestens ein Drittel Ihres Gesichts einnimmt. Ist sie kleiner, sollten Sie besser auf einen Pony verzichten. Welche Pony-Art Ihnen steht, verrät Ihnen Ihre Gesichtsform. Bedenken Sie ausserdem, dass Sie Ihre Stirnfransen täglich in Form bringen müssen - auch an Tagen, an denen Sie Ihre Haare nicht waschen. In diesem Fall kann Trockenshampoo helfen.
Die größte Herausforderung ist oft der Morgen. Nach dem Schlafen steht der Pony oft ab, ist platt gedrückt oder hat eine komische Welle. Keine Panik - mit ein paar Handgriffen ist das easy wieder hinzukriegen.
Tipp Nummer eins: Der Pony sollte möglichst nicht über Nacht mitgeschwitzt oder zerdrückt werden. Also am besten nicht mit nassen Haaren schlafen gehen. Wer will, kann sich nachts ein dünnes Seidentuch um den Kopf binden - das verhindert Reibung und Frizz.
Tipp Nummer zwei: Am nächsten Morgen einfach den Pony leicht anfeuchten - mit einem Wasserspray oder unter dem Wasserhahn - und mit einer Rundbürste und Föhn in Form bringen. Die meisten Friseur:innen empfehlen, den Föhn von oben nach unten zu halten, damit die Haare nicht abstehen und schön glänzen.
Klar, ganz ohne Hilfsmittel geht es nicht. Aber du brauchst auch kein Profi-Equipment für den perfekten Pony. Eine kleine Rundbürste (Durchmesser je nach Länge des Ponys), ein Hitzeschutzspray, ein guter Föhn mit Aufsatz und eventuell ein Glätteisen - das reicht schon. Wer seinen Pony oft glättet, sollte immer ein Hitzeschutzspray verwenden, sonst wird das Haar auf Dauer trocken und spröde. Ein Glätteisen kann besonders praktisch sein, wenn der Pony sehr kurz oder fransig ist - damit kommt man besser an die einzelnen Strähnen ran. Für mehr Halt reicht meist ein Spritzer leichtes Haarspray oder ein bisschen Trockenshampoo. Letzteres hat gleich zwei Vorteile: Es gibt Volumen und hilft bei leicht fettigem Ansatz - ein häufiger Pony-Struggle.
Ponyträger:innen kennen das: Während der Rest der Haare noch gut aussieht, sieht der Pony schon nachmittags leicht strähnig aus. Das liegt daran, dass die Stirn schneller fettet und der Pony eng an der Haut liegt. Aber auch hier gibt’s Abhilfe.
Erstens: So oft wie möglich vermeiden, sich mit den Fingern durch den Pony zu fahren. Die Hände sind oft fettiger, als man denkt, und übertragen das aufs Haar.
Zweitens: Ein kleines Fläschchen Trockenshampoo in der Tasche kann Wunder wirken. Einfach in den Ansatz sprühen, kurz einmassieren, ausbürsten - und der Pony sieht wieder wie frisch gewaschen aus.
Keine Sorge, auch der Übergang lässt sich stylish meistern. Der Trick ist, den Pony Stück für Stück seitlich einzuföhnen - so entsteht ein Curtain-Bang-Effekt. Mit ein bisschen Geduld und Styling wird aus dem herauswachsenden Pony ein neuer Look, ohne dass man sich gleich komplett umgewöhnen muss.
"Kurz und fransig macht jünger" heißt ein ungeschriebenes Hairstylisten-Gesetz, seit Audrey Hepburn in den Sechzigern "Sabrina" spielte. Bis zur Mitte der Stirn und gerade geschnitten wirkt er dagegen wie ein (etwas unangepasstes) Statement. Mit Seitenscheitel über die Stirn aus dem Gesicht gestrichen, lässt der Pony ein kantiges Gesicht harmonischer erscheinen. Und hinter einer dichten Fransenhecke steckt oft ein kluger Kopf, denn so lassen sich auf elegante Art kleine Pickel und Fältchen verbergen - oder ein sehr hoher Haaransatz.
Und wenn mal Luft an die Haut soll? Kein Problem: Insbesondere lange Ponys werden mit einer Handumdrehung und zwei Haarklemmen nach oben wie zur Tolle gesteckt. Denken Sie nur mal an Elfriede Jelinek!
Idealerweise endet ein Pony - "frange" auf Französisch, " fringe" oder "bang" im englischsprachigen Raum - etwa drei Millimeter über der Augenbraue und ist damit der größte Schmeichler, den Friseure erschaffen können, noch vor den blonden Strähnchen.
Was aber tun, wenn der Pony zu kurz geraten ist (das passiert leider sogar schon mal beim Profi)? Erstens: tief durchatmen. Zweitens: keine Panik kriegen, denn nach zwei Wochen ist der Spuk vorbei und einen knappen Zentimeter länger. Bis dahin bringen Sie einfach so viel Bewegung wie möglich ins Haar: mit etwas Wachs oder durch Toupieren. Und streichen Sie die Enden mit den Fingerspitzen öfter zur Seite, aus dem Gesicht.
Tritt der Kurzschnitt-Unfall nach dem Sommer auf, verkehrt sich der eigentliche Vorteil des natürlichen haarigen Sonnenschutzes in einen Nachteil: helle Stirn zu brauner Nase. Die Rettung kommt als dunkler Bronzerpuder. Von den Schläfen aus Richtung Stirnmitte pinseln und mit dem Rest an Farbe über die Wangen gehen. Das gleicht die Hautpartien farblich besser und natürlicher an als zum Beispiel ein Make-up.
Viele Friseure schneiden zwischen zwei Terminen den Pony kostenlos nach. Für den Fall, dass Sie das Angebot nicht wahrnehmen können und ausnahmsweise selbst Hand anlegen wollen, hier die wichtigsten Regeln:
Sehr lange Ponys, die bis über die Brauen gehen, setzen ausdrucksvolle Augen in den Mittelpunkt. So ein XXL-Pony ist aber sehr nachschneideintensiv. Jede Woche sollten ein paar Millimeter fallen, sonst piksen die Fransen. Ein langer Pony neigt außerdem dazu, sich zu teilen wie eine altmodische Fenstergardine.
Pony ja oder nein: Diese sieben Fragen sollten dich der Entscheidung etwas nähergebracht haben. Am besten, du besprichst deine Überlegungen nochmal mit dem Profi - Friseure haben ein gutes Auge dafür, was harmonisch wirken wird. Übrigens: Mit ein paar Strähnchen wirkt ein Pony noch moderner!
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