Ob beim Gespräch mit Freunden oder im Bewerbungsgespräch - wir sagen oft mehr, als uns bewusst ist. Mimik und Gestik sind wichtige Bestandteile der nonverbalen Kommunikation und spielen eine wichtige Rolle dabei, wie wir auf andere wirken. Mimik bezeichnet Bewegungen und Veränderungen im Gesicht, während Gestik sich auf die Bewegungen des Körpers bezieht, wie zum Beispiel eine Kopfbewegung. Um Mimik und Gestik besser zu verstehen und für sich zu nutzen, lohnt sich ein genauerer Blick.
Die Mimik zeigt sich im Gesicht und verrät oft, was jemand wirklich denkt oder fühlt. Im beruflichen Setting haben Mimik und Gestik einen großen Einfluss auf den Eindruck, den du hinterlässt. Sie können deine Worte unterstützen oder deine Botschaft in eine ganz andere Richtung lenken. Positive Mimik und Gestik zeigen angenehme und offene Signale, wie ein Lächeln oder ein freundlicher Blick, während negative Mimik und Gestik unangenehme oder ablehnende Signale zeigen, wie Stirnrunzeln oder verschränkte Arme.
Beispiele:
Das Hochziehen der Augenbrauen kann verschiedene Bedeutungen haben, abhängig vom Kontext und den begleitenden Signalen.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Bedeutung von Mimik und Gestik nicht überall gleich ist. Mimik und Gestik sind oft unbewusst, aber mit etwas Übung kannst du sie jedoch gezielt einsetzen, um in stressigen Situationen wie Vorstellungsgesprächen selbstbewusster aufzutreten.
Wer andere überzeugen möchte, dabei aber nonverbale Signale von Angst zeigt, die inkongruent zur eigentlichen Aussage sind, wirkt inkompetent und niedriger im Status. Durch die Falten im Zentrum der Stirn, die beim Hoch- und Zusammenziehen der Augenbrauen entstehen, wird dieses Signal häufig mit Trauer verwechselt. Angst vs. Angst erweitert unsere Wahrnehmungsfähigkeit, Ekel schränkt sie ein. Sind wir ängstlich, verfügen wir über ein subjektiv größeres Sichtfeld, bewegen die Augen schneller und können schneller mehr Luft durch die Nase einatmen. Bei Ekel ist es umgekehrt. Der Hintergrund dessen liegt in der Evolution.
Der Eyebrow-Flash: zucken die Augenbrauen nur kurz nach oben (sog. Bevor Sie lernen, woran Sie das Augenbrauen Hochziehen erkennen, möchte ich Ihnen eine kleine Übung mitgeben, um Ihre mimische Ausdrucksflexibilität zu trainieren. Vielleicht kennen Sie die ikonische Flirtmimik von Tom Sellek in seiner Rolle als Thomas Magnum. Er zieht dazu zweimal schnell hintereinander die Augenbrauen hoch. HIER können Sie sich die Bewegung anschauen. Versuchen Sie doch einmal ebenfalls so schnell wie möglich hintereinander Ihre Augenbrauen hochzuziehen. Weiter oben im Text habe ich bereits den Eyebrow-Flash kurz erwähnt. Er steht für ein sehr kurzes Hochziehen der Augenbrauen. Der Eyebrow-Flash, meist kombiniert mit einem Lächeln und einem abschließenden leichten Nicken, wird auch Augenbrauen-Gruß genannt und kulturübergreifend als Zeichen der Kontaktaufnahme erkannt. Das Gegenteil ist übrigens der Eyebrow-Raise, das Anheben der Augenbrauen in „normalem“ Tempo.
Um also unwiderstehlich zu sein, sollte frau möglichst viele dieser Signale aussenden. Psychologen der Texas State University haben dazu Folgendes herausgefunden: Wenn eine Frau so um die 35 Flirtsignale pro Stunde aussendet, dann, ja genau dann, wird sie von mindestens vier Männern angesprochen. Das ist doch mal eine recht erfreuliche Statistik. Mehr noch, die Forscher haben herausgefunden, dass die Beurteilung der Attraktivität einer Frau mit der Anzahl der Signale zusammenhängt. Jetzt verstehen Sie vielleicht, warum es manchen Frauen gelingt, immer wieder die tollsten Männer anzuziehen, während die anderen allein zurückbleiben.
Das erste Signal ist meist ein Lachen, also ein akustisches Signal. „Ein Mann ignoriert niemals eine lächelnde Frau“. Es folgt ein kurzer Augenkontakt, ca. 3 Sekunden. Zählen Sie ruhig mit, denn wenn Sie zu flüchtig hinschauen, dann könnte es sein, dass er dieses Signal nicht kapiert! Schließlich werden Sie sich durch die Haare fahren, so als ob Sie scheinbar ganz zufällig die Haare aus dem Gesicht oder hinter die Ohren streichen. Dies ist ein ganz klassisches Flirtsignal. Jetzt geht es weiter, indem Sie dezent die Lippen mit der Zunge befeuchten.
In der folgenden Phase werfen Sie ihm immer wieder kurze Blicke zu und schenken ihm ein schüchternes Lächeln. So geben Sie ihm ganz deutlich zu verstehen, dass Sie ein „anständiges Mädchen" sind, eben nicht eine, die mit jedem mitgeht. Dies erhöht nicht nur Ihren Wert, sondern auch seinen Wunsch, um Sie zu werben und Sie zu beschützen.
Jetzt kommt ein ganz wichtiges Signal: Sie neigen den Kopf leicht zur Seite (also Richtung Schulter). Den Kopf zur Seite neigen ist eine ganz klassische Unterwerfungsgeste aus dem Tierreich und signalisiert ihm, dass Sie nicht mit ihm bzw. gegen ihn kämpfen wollen. (Natürlich wissen Sie längst, dass dies nur eine Scheinunterwerfung ist.)
Mit dem liebevollen Streicheln eines Gegenstandes, dies kann zum Beispiel ein Glas sein, lenken Sie jetzt seine Gedanken, denn er wird sich auf das Sehnlichste wünschen: „Lass mich dieses Glas sein." In der nächsten Phase kommt es häufig vor, dass Frauen an Ihrer Kleidung rumzupfen oder sich irgendwie mit Ihrer Kleidung beschäftigen, was seine Aufmerksamkeit auf Ihren Körper lenkt.
All diese Signale werden immer wieder unterstützt durch eine Vielzahl kurzer Blicke, die Sie ihm zuwerfen. Übrigens: Jetzt erst, wo er beginnt, Sie intensiv zu beobachten, spitzen sich Ihre Lippen (es wird ein vielversprechender Kussmund angedeutet) und ziehen kurz die Augenbrauen hoch. Das Hochziehen der Augenbrauen ist wohl das bekannteste Willkommenssignal, wenn es um die Mimik geht, denn es gibt dem anderen eindeutig zu verstehen, dass er willkommen ist.
Der Trick bei dieser Taktik ist, dass die Frau nicht selbst die Initiative ergreift, sondern subtile Signale aussendet, sodass der Mann der festen Meinung ist, er hätte den ersten Schritt gewagt.
Für Singles ist es zum Üben am einfachsten, wenn Sie sich jene Männer herauspicken, die nicht Ihre erste Wahl sind, denn bei denen sind Sie von Anfang an mutiger. Und wenn einer Sie tatsächlich anspricht und so gar nicht Ihrem Geschmack entspricht, dann sollten Sie sich dennoch immer höflich verhalten, denn es hat auch diesen Mann viel Mut gekostet, den Schritt zu wagen. Schroff und abweisend zu sein, ist keine Kunst, doch wenn es Ihnen gelingt, eine Absage zu erteilen, ohne dass der andere sein Gesicht verliert, dann, ja erst dann, sind Sie richtig gut!
Für all jene unter Ihnen, die schon einen netten Mann gefunden haben, gilt: Das klappt auch mit dem eigenen Mann!
Ob jemand sauer, traurig oder glücklich ist, erkennen wir an seinem Gesichtsausdruck. Jede Art von Körperhaltung sendet ein Signal - unsere Körpersprache lügt nicht. Arme verschränken, Augenbrauen hochziehen oder Stirnrunzeln. Das alles wird von deinem Gegenüber interpretiert. „Mir geht es gut“ - Auf den ersten Blick wirkt dieser Satz grundsätzlich positiv. Spricht dein Gegenüber ihn mit gesenktem Kopf und verschränkten Armen, weißt du direkt, dass das nicht stimmt und er sein Gefühl mithilfe von Worten ausdrücken will, aber sein Körper etwas anderes sagt.
Unsere Körpersprache und die Körperhaltung verraten mehr darüber, wie es uns geht und was wir fühlen, als unsere Worte. Nonverbale Kommunikation findet ununterbrochen statt. Selbst wenn wir uns nicht bewegen und stumm im Raum stehen, kommunizieren wir. Es bedarf also nichtmal einem Gespräch, um wirklich zu kommunizieren.
Die nonverbale Kommunikation ist sowohl im Alltag, als auch in der Partnerschaft von großer Bedeutung. In Vorstellungsgesprächen hilft uns unsere Körpersprache und eine bewusst gesteuerte nonverbale Kommunikation dabei, ein bestimmtes Bild von uns zu vermitteln. Der Faktor der Fremdwahrnehmung spielt eine große Rolle. Wie möchten wir von anderen Menschen wahrgenommen werden? Entsprechend unserer Vorstellung versuchen wir, uns zu präsentieren und unsere Körperhaltung entsprechend anzupassen, um positive Signale zu senden.
An dem Blick in die Augen unseres Gesprächspartners lassen sich seine Wünsche und Bedürfnisse oft ablesen. Die Augen stellen einen großen Punkt der nonverbalen Kommunikation dar. Sie verraten, ob wir müde oder hellwach sind, ob wir verärgert oder verängstigt sind oder ob wir nervös oder selbstsicher im Gespräch sind. Dieser Spruch kommt dir sicherlich bekannt vor - nicht nur die Augen verraten unseren Gemütszustand. Ein echtes Lächeln sendet ein positives Signal an unseren Gesprächspartner. Aber ein Lächeln kann ebenso negative Signale senden: Ist das Lächeln kurz uns mit einem angestrengten Gesichtsausdruck verbunden, wird er von unserem Gesprächspartner als arrogant wahrgenommen.
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