Metformin ist ein Medikament, das häufig zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und dem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) eingesetzt wird. Einige Anwender berichten jedoch über Haarausfall während der Einnahme von Metformin. In diesem Artikel werden die möglichen Ursachen für diesen Zusammenhang untersucht und Behandlungsansätze aufgezeigt.
Mögliche Ursachen für Haarausfall bei Metformin-Einnahme
Obwohl Metformin selbst nicht direkt als Ursache für Haarausfall bekannt ist, gibt es indirekte Zusammenhänge und Begleitumstände, die zu diesem Problem führen können:
- PCO-Syndrom: Das Polyzystische Ovarialsyndrom kann bei Frauen zu Symptomen wie Zyklusstörungen, Haarausfall und Unfruchtbarkeit führen. Die Haare auf dem Kopf fallen aus, dafür wachsen sie an unliebsamen Stellen, der Körper wird männlicher, Akne kommt hinzu, der Kinderwunsch bleibt unerfüllt. PCO-Syndrom ist eine der häufigsten Ursachen von Unfruchtbarkeit.
- Hormonelle Veränderungen: Beim PCO-Syndrom handelt es sich um eine Störung im hormonellen Regelkreis von Frauen.
- Insulinresistenz: Die meisten Frauen, auch die normalgewichtigen, leiden zudem an einer Insulinresistenz: Ihre Zellen reagieren nicht mehr auf das hormonelle Signal des Insulins, den Zucker aus dem Blut aufzunehmen - der Blutzuckerspiegel steigt. Der Körper produziert daraufhin immer mehr Insulin. Deswegen haben Frauen mit PCO-Syndrom ein erhöhtes Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Die Insulinresistenz begünstigt wiederum Übergewicht, weil das Hormon den Körper veranlasst, immer mehr Energie zu speichern, zudem fördert es die Produktion männlicher Hormone - ein Teufelskreis.
- Nährstoffmangel: Metformin kann die Aufnahme bestimmter Nährstoffe beeinträchtigen, was indirekt zu Haarausfall führen kann.
- Stress und psychische Belastung: Die körperlichen Beschwerden haben häufig deutliche Auswirkungen auf die Psyche der Betroffenen.
Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer
Diagnose und Untersuchung
Um die Ursache für Haarausfall zu ermitteln, sind verschiedene Untersuchungen notwendig:
- Ärztliche Beratung: Wegen dem Haarausfall sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden, der nach den Ursachen forscht, könnte nat. alles mögliche sein. Im schlimmsten Fall evtl. kreisrunder Haarausfall also ich rate zu einem Arztbesuch.
- Krankengeschichte und körperliche Untersuchung: Die Gynäkologin oder der Gynäkologe wird die Krankengeschichte erfragen, eine körperliche Untersuchung mit Beurteilung der Haut und der Körperbehaarung vornehmen und die Eierstöcke im Ultraschall untersuchen.
- Blutuntersuchungen: Um den Hormonstatus festzustellen und Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse und der Nebenniere auszuschließen, sind umfangreiche Blutuntersuchungen notwendig: auf männliche Hormone, weibliche (Zyklus-)Hormone und das Anti-Müller-Hormon, das bei Betroffenen häufig erhöht ist. Weil mit dem PCO-Syndrom tiefgreifendere Stoffwechselveränderungen verbunden sind, werden auch die Blutfettwerte bestimmt und gegebenenfalls ein Glukose-Toleranz-Test (oGTT) gemacht. Zudem ist eine Untersuchung der Schilddrüsenhormone angeraten, da etwa jede dritte Betroffene auch an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse leidet, der sogenannten Hashimoto-Thyreoditis.
Behandlungsansätze
Auch wenn sich die Krankheit nicht heilen lässt, können die Symptome doch deutlich gemildert werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Haarausfall zu behandeln oder zu mildern:
- Anpassung der Ernährung: Eine Veränderung des Lebensstils und der Ernährungsgewohnheiten hilft, den gestörten Hormonhaushalt wieder zu regulieren. Denn wenn die Muskeln aktiv sind und insbesondere das hormonproduzierende Bauchfett schmilzt, reagieren die Zellen besser auf Insulin, der Blutzuckerspiegel sinkt - und damit auch die Produktion männlicher Hormone. Daher sollten vor allem Weißmehlprodukte und Süßigkeiten möglichst gemieden werden.
- Gewichtsabnahme: Bei Übergewicht bewirkt die Gewichtsabnahme allein oft eine deutliche Besserung.
- Medikamentöse Behandlung: Falls eine Insulinresistenz nachgewiesen ist, kann begleitend zur Ernährungstherapie zumindest vorübergehend auch eine Therapie mit oralen Diabetes-Medikamenten wie Metformin angezeigt sein. Bei unerfülltem Kinderwunsch kann der Arzt zusätzlich Medikamente verordnen, die die Eierstöcke stimulieren und den Eisprung fördern (Clomifen). Besteht kein Kinderwunsch, kann dagegen der Zyklus mithilfe der Antibabypille stabilisiert werden.
- Psychologische Unterstützung: Viel schwerer noch als die körperlichen Probleme wiegen für viele Betroffenen ihre seelischen Nöte.
Zusammenhang zwischen Genen und PCO-Syndrom
Wie die Krankheit entsteht, ist nicht geklärt. Sicher ist, dass die Gene mitentscheiden: Frauen, die betroffen sind, haben oft Mütter mit PCO-Syndrom oder Väter, die hormonell bedingt früh eine Glatze bekommen haben. Außerdem ist der Zusammenhang des Syndroms mit dem Körpergewicht auffällig: Drei von vier Betroffenen sind übergewichtig.
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