Haarmaske selber machen: Natürliche Pflege für jeden Haartyp

Eine Haarmaske zum Selbermachen schenkt deinem Haar unwiderstehlichen Glanz und Geschmeidigkeit, ganz gleich, ob bei trockenem, feinem oder geschädigtem Haar. Denn Avocado, Joghurt und Olivenöl versorgen es mit Nährstoffen und Feuchtigkeit.

Und das Beste: Deine Haarkur mit Hausmitteln ist im Handumdrehen selber gemacht. Hier sind einige Rezepte und Tipps, wie du deine eigene, natürliche Haarpflege herstellen kannst.

Haarkur selber machen: 2 Rezepte für glänzend gepflegte Haare

Haarmasken für verschiedene Haartypen

Die Auswahl der Zutaten für eine Haarmaske hängt stark von deinem Haartyp und deinen Bedürfnissen ab. Hier sind einige spezifische Empfehlungen:

  • Feines Haar: Feines Haar stärkst du mit einer proteinreichen Haarmaske aus Ei oder Joghurt. Denn die darin enthaltenen Eiweiße machen es widerstandsfähiger und griffiger, ganz ohne es zu beschweren.
  • Trockenes Haar: Eine Avocado-Haarmaske eignet sich bei trockenen Längen und Spitzen. Der Grund: Avocado verfügt über zahlreiche ungesättigte Fettsäuren, die wertvolle Feuchtigkeit an dein Haar abgeben.
  • Beschädigtes Haar: Vor allem bei beschädigten Spitzen und Spliss sind intensive Öl-Masken eine geeignete Wahl. Kokosnussöl und Olivenöl legen sich wie ein Film um das Haar und versiegeln es. Auch eine Joghurt-Maske wirkt wahre Wunder.
  • Alle Haartypen: Eine Maske mit Aloe Vera eignet sich generell für jeden Haartyp.

Avocado-Haarmaske

Du willst trockenes, glanzloses Haar zum Strahlen bringen? Dann empfehlen wir dir, eine Feuchtigkeitsmaske mit Avocado für deine Haare selber zu machen. Die Frucht ist ein echtes Superfood - auch für deine Mähne. Denn sie enthält viele ungesättigte Fettsäuren, Antioxidantien und Vitamine, die dein Haar mit jeder Menge Feuchtigkeit versorgen.

Olivenöl macht die Mixtur geschmeidig, sodass du sie leicht auftragen kannst. Außerdem beugt das Öl trockenem Haar vor. Denn es legt sich wie ein Schutzfilm um seine Oberfläche und hält so die Feuchtigkeit im Haar. Kombiniert mit Zitronensaft, sorgt die selbstgemachte Maske für eine extra Portion Glanz. Der Grund: Der saure Saft schließt die Schuppenschicht des Haares und kann dabei zusätzlich glättend wirken.

Zutaten:

  • ½ reife Avocado
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Zitronensaft

Anleitung:

  1. Schneide eine Avocado auf und entferne den Kern. Verwende eine möglichst reife Avocado, sie lässt sich leichter verarbeiten.
  2. Löse das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel heraus und zerdrücke es mit Hilfe einer Gabel, bis es cremig ist.
  3. Gib anschließend das Öl und den Zitronensaft hinzu und verrühre die Zutaten miteinander.
  4. Wenn die Konsistenz streichfähig ist, ist deine selbstgemachte Avocado-Haarmaske fertig. Gib sie auf die trockenen Längen und Spitzen deiner Haare und massiere sie sanft ein. Spare den Haaransatz und deine Kopfhaut dabei aus. Diese Partien sind durch deine natürliche Talgproduktion meist schon gut durchfeuchtet und sehen durch den hohen Ölgehalt der Maske schnell fettig aus.

Aloe Vera-Haarmaske

Das Gel der Aloe Vera Pflanze verfügt über mehr als zweihundert bekannte Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Salizylsäure und die Vitamine A, C und E. Damit ist die Pflanze ein echter Booster für dein Haar. Aufgrund der antibakteriellen Eigenschaften der Salizylsäure wirkt eine Haarmaske mit Aloe Vera beruhigend und kann Hautirritationen vorbeugen. Außerdem regt sie die Durchblutung an und spendet jede Menge Feuchtigkeit. Damit eignet sich Aloe Vera für alle Haartypen, aber vor allem auch für trockenes Haar sowie für sensible Kopfhaut.

Schneide ein großes Blatt einer Aloe-Vera-Pflanze ab. Wenn du selbst keine Pflanze hast, findest du die frischen Blätter auch in einem gut sortierten Bioladen oder du kaufst das Gel direkt. Verwendest du die Pflanze, extrahierst du ihr Gel zunächst. Entferne dafür mit einem Messer die dicke grüne Schale des Blatts vollständig. Was dann zurückbleibt, ist das gewünschte Gel. Gemeinsam mit Kokosnussöl und Honig gibst du es in einen Mixer. Alternativ kannst du die Zutaten auch mit einem Pürierstab zerkleinern, bis eine zähflüssige Masse entsteht.

Verteile deine Aloe-Vera-Haarkur auf deinen Haaren. Da besonders gereizte oder schuppige Kopfhaut von der beruhigenden Wirkung profitiert, kannst du sie bei Bedarf auch dort sanft einmassieren. Spüle die Haarmaske nach etwa zwanzig Minuten Einwirkzeit mit ein wenig Shampoo aus.

Öl-Haarmaske mit Kokos- und Olivenöl

Deine Haare wirken trocken und strohig? Dann probiere die nährende Wirkung einer intensiven Haarmaske zum Selbermachen. Kokos- und Olivenöl nähren kaputtes Haar und schenken ihm neue Kraft. Das liegt an dem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren, die deinem Haar wertvolle Feuchtigkeit spenden. Darüber hinaus umschließt ihr Fett jedes einzelne Haar. Diese Schutzhülle sorgt sofort für ein weiches, geschmeidiges und glattes Gefühl. Mit ihrem hohen Gehalt an Antioxidantien fördern Kokos- und Olivenöl den Eigenschutz deines Haares gegen Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung und Luftverschmutzung.

Pur oder als Haarkur zum Selbermachen - Kokosöl und Olivenöl pflegen dein Haar in nur wenigen Minuten. Erwärme das Kokosnussöl in einem Wasserbad oder in der Mikrowelle, bis es flüssig ist. Gib dann den Honig dazu und lasse ihn ebenfalls kurz warm werden. Rühre dann das Olivenöl unter und lass alles kurz abkühlen. Alternativ kannst du auch auf den Honig verzichten und ausschließlich geschmolzenes Kokosöl oder Olivenöl in die Längen und Spitzen deiner Haare geben.

Ganz gleich für welche Option du dich entscheidest - spare den Ansatz deiner Haare bei dieser Haarmaske im DIY-Style besser aus. Er kann sonst schnell fettig wirken. Lass die Kur mindestens fünfzehn Minuten oder als besonders intensive Leave-in-Pflege sogar über Nacht einwirken.

Joghurt-Haarmaske

Ist dein Haar trocken und brüchig, helfen Proteine, es wieder aufzubauen und zu stärken. Keratin ist beispielsweise ein Protein, das maßgeblich für kräftiges Haar verantwortlich ist und sich daher in zahlreichen Pflegeprodukten findet. Das in Joghurt enthaltene Milcheiweiß ähnelt Keratin besonders und ist daher eine geeignete Basis für eine Haarmaske zum Selbermachen. Seine Wirkung: Es kann die Haarstruktur kräftigen und kleinere Schäden reparieren. Darüber hinaus enthält Joghurt zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, die dein Haar pflegen.

Eine proteinreiche Haarkur mit Joghurt und Olivenöl machst du ganz einfach selbst. Mische dafür den Joghurt mit den restlichen Zutaten, also dem Olivenöl und einem Teelöffel Honig. Die cremige Mischung gibst du nun auf dein Haar und massierst sie sanft ein. Nach etwa zwanzig Minuten Einwirkzeit spülst du sie mit ein wenig Shampoo aus.

Achtung: Meide vor allem im Sommer direkte Sonneneinstrahlung, während du deine Maske aufgetragen hast.

Ei-Haarmaske

Eine Haarmaske mit Ei selber zu machen, mag zunächst ungewöhnlich wirken, aber sie bietet vor allem feinem und beanspruchtem Haar eine starke Pflegewirkung. Denn Eigelb hat einen hohen Fettgehalt. Daher versorgt es dein Haar mit jeder Menge Feuchtigkeit. Das enthaltene Lecithin wirkt rückfettend und schützt es zudem vor dem Austrocknen. Vitamin A kräftigt das Haar und gibt so vor allem feinem Haar Volumen und Fülle.

Zutaten:

  • 1 bis 2 Eier je nach Haarlänge
  • Saft einer Zitrone
  • 1 Teelöffel Honig

Anleitung:

  1. Schlage ein bis zwei frische Eier auf und gib sie in eine Schüssel. Bei kurzem bis mittellangem Haar genügt in der Regel ein Ei.
  2. Gib anschließend den Saft einer Zitrone sowie einen Teelöffel Honig hinzu und rühre die Mischung mit einer Gabel gut durch, bis alles vermengt ist.
  3. Verwende die Maske am besten sofort, damit das Ei noch ganz frisch ist. Feuchte deine Haare dafür zunächst an und verteile die selbstgemachte Haarkur gleichmäßig darauf.
  4. Massiere die Ei-Mischung ein und lass sie etwa zehn bis fünfzehn Minuten wirken. Spüle sie dann mit lauwarmem Wasser und etwas Shampoo aus. Achte darauf, dass das Wasser weder zu heiß noch zu kalt ist.

Allgemeine Tipps zur Anwendung von Haarmasken

Hier sind einige allgemeine Tipps, die du bei der Anwendung von selbstgemachten Haarmasken beachten solltest:

  • Vorbereiten: Kämme deine Haare als erstes ordentlich durch. So stellst du sicher, dass sich keine Knoten darin befinden und du die Haarkur gleichmäßig verteilst. Lege dann ein Handtuch um deine Schultern, damit deine Kleidung sauber bleibt. Denn manche der selbstgemachten Haarmasken sind relativ flüssig.
  • Anrühren: Verwende für deine Haarmasken immer frische Zutaten.
  • Erwärmen: Erwärme deine Haarmaske vor der Anwendung kurz. Wärme aktiviert die Inhaltsstoffe und kann ihre Wirkung verstärken. Dies gilt für alle Rezepte außer die Haarmasken mit Ei und Joghurt.
  • Einwirken: Wickle deine Haare nach dem Auftragen der Maske in ein Handtuch oder ziehe eine Duschhaube darüber. Dadurch speicherst du die Wärme während der gesamten Einwirkzeit direkt an deinem Kopf.
  • Leave-in-Pflege: Bei den meisten Haarmasken empfehlen wir eine Einwirkzeit von zwanzig bis dreißig Minuten. Wünschst du dir eine besonders intensive Pflege, kannst du vor allem ölhaltige Masken auch über Nacht einwirken lassen. Als Leave-in-Pflege empfehlen wir sie dir allerdings nicht. Denn Öl lässt das Haar schnell fettig aussehen.
  • Ausspülen: Verwende ein mildes Shampoo, um deine selbstgemachte Haarmaske auszuspülen.
  • Wiederholen: Je nach Pflegebedürfnis solltest du deinen Haaren circa einmal pro Woche eine intensive Haarkur gönnen.
  • Lagern: Damit deine Masken immer frisch sind, solltest du nur so viel davon herstellen, wie du für eine Anwendung brauchst. Hast du doch mal mehr gemacht, bewahrst du die Maske am besten für zwei bis drei Tage in einem Einmachglas im Kühlschrank auf. Eine Ausnahme ist die selbstgemachte Ei-Maske, diese solltest du wirklich sofort verwenden.

Zusätzliche Rezepte und Tipps

Neben den oben genannten Rezepten gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Haarmasken selber zu machen. Hier sind einige zusätzliche Ideen:

  • Haarmaske für fettige Haare: Mische Heilerde mit Wasser und einigen Tropfen Rosmarinwasser. Trage die Maske auf das feuchte Haar auf und lasse sie etwa 20 Minuten einwirken, bevor du sie gründlich ausspülst.
  • Haarmaske mit Kokosöl: Verwende Kokosöl pur oder in Kombination mit anderen pflegenden Zutaten für eine intensive Feuchtigkeitspflege.
  • Tee-Haarmaske: Übergieße Teebeutel mit kochendem Wasser und lasse den Tee einige Minuten ziehen. Warte, bis er lauwarm ist und verteile ihn anschließend im gesamten Haar.

Vorteile von selbstgemachten Haarmasken

Mit einer DIY-Haarmaske sparst du nicht nur Geld, sondern bekommst obendrauf ein natürliches Produkt, das frei von künstlichen Zusatzstoffen und Silikonen ist. Im Vergleich zu chemischen Produkten aus dem Supermarkt enthält diese natürliche Haarmaske keine aggressiven Chemikalien, die das Haar schädigen könnten.

Eine Olivenöl-Haarmaske ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, dein Haar auf natürliche Weise zu pflegen und ihm Glanz und Vitalität zu verleihen. Sie bietet eine gesunde Alternative zu chemischen Produkten, die oft mit schädlichen Nebenwirkungen einhergehen können. Nutze die Schätze der Natur, um dein Haar zu verwöhnen, und erlebe, wie es zu neuem Leben erwacht.

Haartyp Empfohlene Zutaten Wirkung
Feines Haar Ei, Joghurt Stärkt das Haar, macht es widerstandsfähiger
Trockenes Haar Avocado, Olivenöl Spendet Feuchtigkeit, beugt Trockenheit vor
Beschädigtes Haar Kokosnussöl, Joghurt Versiegelt das Haar, repariert Schäden
Alle Haartypen Aloe Vera Beruhigt die Kopfhaut, spendet Feuchtigkeit
Fettige Haare Heilerde, Zitronensaft Entfernt überschüssiges Öl, reinigt die Kopfhaut

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