Maria Hellwig und Margot Hellwig: Ein Leben für die Volksmusik

Margot Hellwig (82) blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Zusammen mit ihrer Mutter Maria Hellwig begeisterte sie als Duo Maria und Margot Hellwig Schlagerfans in ganz Europa mit ihrer Musik.

Maria und Margot Hellwig auf der Bühne.

Der Verlust von Mutter und Ehemann

Nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 2010 verschlechterte sich auch der Gesundheitszustand ihres Ehemanns Arthur Lindermayr (†90), der 2016 starb. Die Sängerin fand einen Weg, mit diesen schweren Verlusten umzugehen.

Karriereende für den Ehemann

Margot Hellwigs Ehemann litt an Parkinson - um ganz für ihn da zu sein, entschied sich die Sängerin 2015, ihre Karriere zu beenden. Dies geschah bei Florian Silbereisens Adventsfest mit dem Song: „Sag beim Abschied leise Servus“. Doch nur ein Jahr später musste sich Margot Hellwig für immer von ihrer großen Liebe Arthur verabschieden. Kurz vor Weihnachten verlor er damals den Kampf gegen die Krankheit. Er erlitt ein Lungenödem kurz nach seinem 90. Geburtstag.

„Da waren alle noch da, unsere Kinder, die Enkel“, gab die Musikerin nach seiner Beerdigung gegenüber der tz an und war froh, dass ihr Mann noch ein paar schöne letzte Stunden erleben durfte. Noch heute sitzt der Schmerz tief - denn sowohl ihr Mann als auch ihre Mutter haben eine große Lücke im Leben der 82-Jährigen hinterlassen.

Erinnerungen und Gespräche

Viele Klamotten ihres Liebsten hat Margot Hellwig gespendet - die Lieblingsschuhe und eine Festtagsjacke hat sie aber als Erinnerung behalten. „Es stehen auch weiterhin überall Bilder von meinem Mann und meiner Mutter, ich spreche mit beiden, das ist schön“, schildert sie gegenüber Freizeit Heute und ergänzt: „Ich vermisse aber beide nach wie vor sehr.“

Doch allein ist die Witwe bei weitem nicht - auch wenn sie in ihrem kleinen Haus mit Garten allein lebt. Mit beiden redet sie täglich: „Ich habe meine Kinder und meine Enkel in der Nähe, München ist ja auch schön, es kommt fast täglich eine Freundin zu Besuch. Die Damen sind inzwischen alle Witwen“, erzählt sie von ihrem Alltag. Auch Theater- oder Museumsbesuche stehen oft auf dem Programm.

Travestie-Show „Pumps 45“

Die Zuschauer erwartete jeweils ein Abend, beziehungsweise ein Nachmittag, mit Comedy und Travestie, voller Glitzer, Glamour, nackter Haut, großer Gesten und Gefühle, beeindruckenden, fantasievollen, bunten Kostümen, aufwändigen Perücken und perfekt darauf abgestimmten stylischen Make-Up. Eine Show, bei der die begeisternden Nummern Schlag auf Schlag die Aufmerksamkeit der Zuschauer forderten, und die dafür sorgten, dass für diese die Zeit wie im Fluge verging.

Egal, ob „Maria und Margot Hellwig“ im braven Dirndl „Servus, grüetzi, hallo“ schmetterten, bei Sister Act gekonnt die Pupen mitspielten, Regina Red auf 40 Zentimeter hohen Plateau-Schuhen mit einem ACDC-Song die „Hütte rockte“, Edda eine Riverdance-Nummer hinlegte, Chris Flower mal als Sissy kaiserlich daher kam, oder als Helene Fischer den perfekten Tag heraufbeschwor: Das Publikum ließ sich gerne mitreißen.

Die Choreographie, die Gesten und die Mimik der einzelnen Nummern entzündeten „den berühmten Funken“, der einfach übersprang. Nicht nur bei „Dancing Queen“, oder dem fetzigen Disco-Fieber standen alle, klatschten, sangen und tanzten fröhlich mit. Die zum Teil sehr voluminösen und opulenten Kostüme begeisterten ebenso, wie die knappen, sexy Varianten mit einem Hauch von „nix“.

Dem Text „Tanze Samba mit mir, Samba, Samba die ganze Nacht“ entsprechend, hätten die meisten der Besucher mit den Akteuren noch gerne bis in die Nacht hinein getanzt. Doch auch diese glitzernde, funkelnde Show hatte ein Ende, und mit einer mutigen Demaskierung zu dem Song „Ich bin was ich bin“ gesungen von Diddi, zeigten Regina Red, Chris Flower und Edda eindrucksvoll und ungeschminkt wer unter dem stylischen Make-Up, den pompösen Kostümen und Perücken steckte.

Gaby Lurex: Eine Ikone erinnert sich

Sie ist eine Ikone und noch vielen als perfekte Verkörperung von Shirley Bassey in Erinnerung. Sie lud SCHWULISSIMO in ihre „Burg“, um in Erinnerungen zu schwelgen. Da sie die Illusion ihrer schillernden Kunstfigur nicht beschädigen möchte, haben wir ihrem Wunsch entsprochen und kein aktuelles Foto gemacht.

Auf die Frage, wie sie zu Shirley Bassey kam, antwortete sie: „Eines Tages fragte mich Romy, welcher Star mir gefällt, worauf ich antwortete: Shirley Bassey. Darauf sagte sie: „Gut dann trittst du als Shirley Bassey auf!“ Das war mein Anfang als Travestiekünstler.“

Sie waren „Die Sensation“. Wie kamen Sie dorthin? Zuerst kam das Angebot von einem anderen Cabaret, das mehr Gage bot und ich verließ „Chez Romy Haag“. Dort sah mich ein Agent vom Pulverfass, der mich 1976 sozusagen „einkaufte“. Die Chemie stimmte und so hatte ich mein Cabaret gefunden.

Ja, ich hatte das Glück und sie gab mir den Rat: „Machen sie das gut und machen sie das weiter. Es ist auch gut für meine Plattenverkäufe!“ Und einmal sind wir uns als Shirley und Shirley sogar begegnet, wovon noch ein Foto zeugt.

Die heutigen Travestiekünstler nennen sich Dragqueens. Ist das noch mit vergleichbar mit der Kunst der Travestie, die sie verkörpert haben? Ich weiß nicht, aber ich sehe sie nicht als Travestiekünstler. Sie übertreiben im Schminken. Lippensynchron kann kaum noch jemand. Es ist nicht mehr stimmig. Aber vielleicht ist es so, wie auch in meiner Zeit, dass es immer eine Unzahl Künstler gibt, und am Ende können nur die wirklichen Stars überzeugen und in Erinnerung bleiben?

Margot Hellwig: Trennung vom Vermögen

Sie gilt als eine der großen Nummern der Volksmusikerinnen in Deutschland. Margot Hellwig stand einst als gefeierter Star auf den Bühnen. Sie begeisterte ihre Fans, verdiente mit ihrer Musik wohl ein riesiges Vermögen. Das ganze Geld ist allerdings nicht mehr in ihren Besitz, wie sie nun verriet.

Gemeinsam mit ihrer Mutter feierte sie als Volksmusik-Duo Margot und Maria Hellwig riesige Erfolge. Mit „Servus, Gruezi und Hallo“ landeten sie einen Riesen-Hit, der auch zum Titellied ihrer gleichnamigen RTL-Show wurde. 65 Jahre stand Margot Hellwig in ihrer Karriere mit ihrer Musik auf der Bühne - 2015 verabschiedete sie sich mit einem Duett mit Florian Silbereisen von selbiger.

Anfang Juli feierte Hellwig ihren 80. Geburtstag. Kurz darauf gab sie in einem Interview mit der Woche der Frau was ihr Vermögen angeht zu: „Ich habe alles den Kindern übergeben“. Hintergrund ihrer Aktion sei es, dass sie so einen möglichen Erbstreit nach ihrem Tod verhindern wolle. Selbst ihr Konto werde mittlerweile von ihren Söhnen geführt. Und damit nicht genug: Auch ihr Haus in München gehört ihr nicht mehr selbst. Sie besitze aber Wohnrecht auf Lebenszeit, erklärte sie.

Mit diesem Schritt will sie wohl auch mögliche Sorgen um ihr Erbe schon frühzeitig ablegen. Diese macht sie sich bei den neuen Verwaltern ihres Vermögens auch offensichtlich nicht. „Ich habe gute Kinder“, sagt sie über ihre beiden längst erwachsenen Söhne.

Margot Hellwig hat bereits ihre Beerdigung geplant. Bei Margot Hellwig wurde nämlich bereits im Jahr 2014 Brustkrebs diagnostiziert, wie sie 2020 im Gespräch mit der Bunten verriet. „Mein Arzt sagt, ich bin alt, da würde der Krebs ohnehin langsam wachsen, wenn er wächst“, sagte sie damals. Im Gespräch mit der Woche der Frau gab sie nun auch preis, dass sie sogar bereits ihre Beerdigung geplant habe. Im engsten Familienkreis solle diese ablaufen. „Ich möchte nur Kinder, Schwiegerkinder und Enkel dahaben“, sagte sie. Allerdings habe sie bis dahin noch vor, viele Jahre zu leben.

MARGOT HELWIG WILL NICHT MEHR AUFTRETEN

tags: #Maria #Hellwig #Perücke

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