Für viele Männer ist die Rasur ein tägliches Ritual, vergleichbar mit dem Zähneputzen und dem morgendlichen Kaffee. Die Wahl des richtigen Rasierers kann dabei einen großen Unterschied machen. Es gibt eine Vielzahl von Optionen, von Nassrasierern bis hin zu Elektrorasierern, und die Entscheidung hängt oft von persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen ab.
Es gibt zwei Haupttypen von Elektrorasierern: Folien- und Rotationsrasierer. Am weitesten verbreitet sind Folienrasierer mit ihren länglichen Scherköpfen, die mindestens eine, häufig aber mehrere perforierte Scherfolien haben. Bei den Rotationsrasierern kommen dagegen drei Schereinheiten mit je einer runden Klinge zum Einsatz, die in einem Dreieck zueinander angeordnet und oft einzeln flexibel gelagert sind.
Folienrasierer wirken kraftvoller und sind besser für Konturen und kleinflächige Bereiche geeignet. Rotationsrasierer schmiegen sich besser an die Gesichtsform an und sind oft schneller, da sie großflächiger rasieren.
Die Nassrasur ist sehr viel gründlicher, aber auch aufwändiger, da sie mit Einschäumen und Zwischenspülen des Rasierers meist länger dauert. Männer mit sehr unreiner und unebener Gesichtshaut bevorzugen hingegen die Trockenrasur, weil kleine Verletzungen im Gesicht damit nahezu ausgeschlossen sind. Allerdings ist eine tägliche Anwendung eigentlich ein Muss, wenn man stets gut rasiert aussehen möchte, da das Rasieren mit dem elektrischen Gerät oberflächlicher ist.
Der Trend geht schon seit einigen Jahren ganz klar zum Elektrorasierer, mit dem man sich auch mit Schaum oder Gel und unter der Dusche rasieren kann. Zwar fanden die Tester, dass sich die Rasur mit Schaum oder unter Wasser angenehmer anfühlt, allerdings benötigt man mehr Zeit zum Einschäumen und zur anschließenden Reinigung, wenn man Schaum benutzt. Bei all dem Aufwand kann man dann auch gleich zur Klinge greifen, die nicht nur gründlicher rasiert, sondern auch leichter zu reinigen ist.
Es gibt auch Modelle für die Nass- und Trockenrasur. Ist die Nassrasur möglich, kann Rasierschaum oder Rasiergel aufgetragen werden, wodurch sich die Gefahr für Reizungen und Schnittwunden erheblich reduzieren lässt.
Wir haben insgesamt 73 Rasierer in mehreren Testrunden getestet. Darunter waren auch eine ganze Reihe günstiger »China-Modelle«. Die sind oft weitgehend baugleich, haben uns aber allesamt nicht überzeugt.
Mit dem Panasonic ES-LV6U geht man fast keine Kompromisse ein. Mit seinem extrem flexiblen Scherkopf schmiegt er sich geradezu an die Haut und säbelt dabei, was das Zeug hält. Die Verarbeitung ist sehr gut, die Handhabung super, die Rasur gründlich und die Haut bleibt entspannt.
Der Scherkopf ist in einem Maß anschmiegsam, wie man es sonst nur von guten Rotationsrasierern kennt. Er ist auch recht groß. Der Folienrasierer kommt mit einem fünffachen Schersystem, das aus vier Scherfolien und einem Integralschneider besteht - mehr Schneideelemente hat kaum ein anderes Modell im Test zu bieten.
Wie viele andere Modelle kommt auch der Panasonic ES-LV6U mit einem Trimmer, der sich in diesem Fall aus der Rückseite ausklappen lässt. Er eignet sich allenfalls dafür, die Koteletten zu stutzen oder die Bartkontur nachzuziehen.
Wie es sich für einen modernen Elektrorasierer ziemt, ist auch der Panasonic ES-LV6U mit einem Bartdichtesensor ausgestattet. Der kann angeblich erkennen, wenn der Scherkopf über ein bereits rasiertes Stück Haut oder einen Bereich mit weniger dichtem Haar fährt und die Schwingungen der Klingen anpassen.
Bei seinem Edel-Rasierer Series 9 Pro+ 9577cc geht Braun keine Kompromisse ein. Der Apparat ist hochwertig verarbeitet, rasiert exzellent und kommt mit einer großzügigen Zubehörausstattung. Eine Besonderheit ist das Powerbank-Etui für unterwegs, im heimischen Badezimmer findet der Rasierer Platz in der mitgelieferten Reinigungsstation.
Am Rasierapparat selbst macht der Scherkopf den wichtigsten Unterschied. Dieser ist beim Braun-Rasierer zwar nicht winzig, aber im Vergleich zu dem des Panasonic-Apparats ein gutes Stück schmaler.
Die Rasur ist sehr reizarm und vermied im Test selbst auf empfindlicher Haut - Stichwort: Hals - konsequent Irritationen. Sie war auch sehr gründlich. In beiden Kernkompetenzen hält der Braun Series 9 Pro+ mit dem Testsieger mit.
Ausschlaggebend für den Preis ist neben der Qualität des Rasierers auch das beiliegende Zubehör. Nicht jeder möchte eine Lade- und Reinigungsstation, doch wer sich eine wünscht, findet hier ein gutes Exemplar vor. Nach dem Spülvorgang kann sie den Rasierer auf Wunsch auch trocknen.
Philips bedient Freunde von Rotationsrasierern und Technik-Fans gleichermaßen: Der S9987/55 strotzt nur so vor Features. Die Sensoren und der OLED-Screen gehören dabei noch zu den bodenständigeren Merkmalen, origineller ist zum Beispiel der Indikator für den Anpressdruck, der in verschiedenen Farben leuchtet. Auch beim Zubehör zeigt sich Philips großzügig und legt neben einem Transportetui und einer kleinen Reinigungsstation eine separate Ladestation bei.
An der Vorderseite prangt ein OLED-Display, das mehr kann als nur den Ladestand des Akkus anzuzeigen. Ja, Sie haben richtig gelesen: Der S9987 kann leuchten, und das sogar farbig. Das sieht gut aus, allerdings dient die Lampe vorrangig nicht optischen Gesichtspunkten, sondern informiert über den Anpressdruck. Philips nennt das Feature »Pressure Guard« - bei zu viel Druck leuchtet der Rasierer in einem warnenden Rot, guten Druck quittiert er mit grünem und zu wenig Druck mit blauem Licht.
Für eine möglichst reibungslose und gründliche Rasur sorgen darüber hinaus eine spezielle Schutzbeschichtung sowie Sensoren für die Bartdichte und Bewegung - Merkmale, die zwar weniger imposant wirken als der Pressure Guard, aber die Rasurqualität merklich erhöhen.
Mit dem OneBlade Pro Face + Body QP6650/30 geht Philips andere Wege als die Konkurrenz und setzt auf eine Einzelklinge. Diese bewegt sich sehr schnell und ermöglicht eine besonders hautschonende Rasur. Das Ergebnis ist sauber, die übrig bleibenden Stoppeln sind aber minimal länger als bei anderen Top-Kandidaten.
Der Laifen T1 Pro ist unsere Empfehlung für alle, die sich unterwegs auf Reisen oder im Urlaub eine gründliche Rasur wünschen. Der handliche Rasierer liegt kompakt und leicht in der Hand, ist hochwertig verarbeitet und platzsparend.
Das Thema „Reinigung“ ist bei einem Hygieneprodukt, wie der Rasierapparat eines ist, besonders wichtig. Das wissen natürlich auch die Hersteller, die vor allem ihre Spitzenmodelle oft im Paket mit einer Reinigungsstation anbieten: Das Gerät kommt kopfüber hinein, wird dann mit einer desinfizierenden Reinigungsflüssigkeit gesäubert, getrocknet und - je nach Modell - noch geölt.
Prinzipiell ist das auch eine nette Sache, weil sie gut funktioniert und einfach zu benutzen ist. Allerdings gehen die Reinigungsflüssigkeit, die in speziellen Kartuschen geliefert wird ordentlich ins Geld. Wer den Rasierapparat erst manuell reinigt, um ihn dann in die Station zu stellen, verlängert die Lebensdauer er Reinigungskartuschen, büßt aber einen Großteil des Komforts ein.
Wir sind der Meinung, dass man auf eine Reinigungsstation gut verzichten kann. Denn die Scherköpfe der meisten Rasierapparate auf dem Markt (und aller Geräte in unserem Test) lassen sich auch gut unter fließendem Wasser sauber machen. Wer zusätzlich noch etwas Flüssigseife nimmt, bekommt den Rasierer mehr als ordentlich sauber.
Das entscheidende Kriterium bei jedem Kauf ist die Frage, ob es ein Langhaar, Folien- oder Rotationsrasierer sein soll. Je nach persönlichen Präferenzen sollte es ein anderes Modell sein. Wer seinen Bart oft komplett rasiert, kann bedenkenlos zu einem Modell mit rotierendem System greifen. Diese können schnell große Fläche rasieren, sind aber auch weniger für klare Konturen oder Trimmen gedacht. Wer trotzdem mit einem Rotierer trimmen und stylen möchte, kann spezielle Bartaufsätze nutzen, die gerade Kanten ermöglichen.
Wer vor allem auf eine besonders sanfte elektrische Rasur aus ist, greift zu einem Folienrasierer, die sich zudem auch noch für klare Konturen und Kanten an Bärten eignen. Wer sehr lange Barthaare hat, kann zu einem speziellen Langhaarrasier greifen, der für den auch komplizierte Haare kein Problem sind.
Wer jedoch nicht mehrere Rasierer kaufen will, kann unterschiedliche Typen auch kombinieren. So lassen sich aus verschiedenen Folien- und Rotationsrasierern auch Langhaarrasierer machen.
Da alle gängigen Modelle auf dem Markt mit einem Akku ausgestattet sind, sollte dieser eine möglichst hohe Ladekapazität haben. Modelle mit Netzbetrieb sind zwar ohne Aufladung nutzbar, sind aber derart unflexibel, dass sie weitgehend vom Markt verschwunden sind. Nützlich sind jedoch Modelle, die sich auch während des Aufladens nutzen lassen, um auch bei leerem Akku arbeiten zu können.
Unabhängig davon sollten aber alle Modelle in unserer Bestenliste mindestens 15 bis 20 Minuten ohne Ladung arbeiten können. Nicht zwingend nötig, aber hilfreich ist eine Akkustandanzeige, mit der sich erkennen lässt, wann Nutzerinnen und Nutzer ihr Gerät wieder aufladen müssen.
Wie gut und vielfältig letztendlich ein Rasierer ist, bestimmen auch seine Aufsätze und das weitere Zubehör.
Wer oft mit Hautreizungen zu kämpfen hat, sollte auf einen Folienrasierer zurückgreifen, der auch die Nassrasur mit Rasierschaum & Rasiergel ermöglicht. So lässt sich das Verletzungsrisiko deutlich reduzieren, da Folienrasierer generell schonender sind und Rasierschaum oder Rasiergel einen zusätzlichen Schutzfilm für die Haut bilden.
Wer sich mit einem Bart nicht wohlfühlt und eine glatte Haut präferiert, sollte bei nicht empfindlicher Haut zu einem Rotationsrasierer greifen.
Auch wenn es eine Vielzahl an Modellen und Herstellern gibt, stechen einige bekannte und große Marken hervor. Eine davon ist Braun. In den Elektrorasierer-Tests sticht der Hersteller regelmäßig mit Testsiegen und guten Noten heraus. Ebenfalls ein großer Name der Branche ist Panasonic. Mit Modellen wie dem ES-LV67 können die Japaner auch in unserem Rasierer-Test eine gute Figur machen und die Bewertung „sehr gut“ ergattern.
| Modell | Typ | Besonderheiten | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|
| Panasonic ES-LV6U | Folienrasierer | Flexibler Scherkopf, Bartdichtesensor | 200 - 300 € |
| Braun Series 9 Pro+ 9577cc | Folienrasierer | Reinigungsstation, Powerbank-Etui | 300 - 400 € |
| Philips S9987/55 | Rotationsrasierer | OLED-Display, Pressure Guard Sensor | 250 - 350 € |
| Philips OneBlade Pro QP6650/30 | Hybridrasierer | Einzelklinge, hautschonend | 80 - 120 € |
| Laifen T1 Pro | Folienrasierer | Kompakt, leicht, ideal für Reisen | 150 - 250 € |
Die Wahl des richtigen Rasierers ist eine individuelle Entscheidung, die von Ihren persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben abhängt. Ob Sie einen Folien- oder Rotationsrasierer bevorzugen, eine Nass- oder Trockenrasur wünschen, oder Wert auf zusätzliche Funktionen wie eine Reinigungsstation legen, es gibt ein Modell, das perfekt zu Ihnen passt. Achten Sie auf die Qualität der Klingen, die Akkulaufzeit und die Handhabung, um eine komfortable und gründliche Rasur zu gewährleisten.
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