Es ist noch nicht lange her, da wuschen sich die Menschen die Haare ungefähr alle zwei Wochen. Heute waschen wir uns die Haare oft täglich, doch ist das nicht immer optimal. Häufiges Waschen kann zu einer gereizten und fettigen Kopfhaut, zu Schuppen, brüchigem Haar und sogar Haarausfall führen.
Viele Menschen sind verunsichert: Ist tägliches Waschen schädlich? Fördert es fettiges Haar? Oder ist es sogar notwendig? Entscheidend sind immer der individuelle Haar- und Kopfhauttyp sowie die Wahl des passenden Shampoos.
Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile des Haarewaschens mit und ohne Shampoo, gibt Empfehlungen für verschiedene Haartypen und zeigt natürliche Alternativen auf.
Ob morgens für einen guten Start in den Tag oder am Abend nach der Arbeit: Eine erfrischende Dusche ist immer auch ein Wohlfühlritual - dazu gehört für viele auch die Haarwäsche. Dabei stellt sich jedoch die Frage: Wie oft sollte man die Haare waschen, ohne ihnen zu schaden?
Grundsätzlich gilt: Wer sich nur mit frisch gewaschenen Haaren salonfähig fühlt, wäscht sie täglich - am besten mit einem milden Shampoo. Wer das Haarewaschen aber lieber hinauszögert, kann das bis zu einem gewissen Grad tun.
Die Häufigkeit der Haarwäsche hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Haare waschen: Das gilt für verschiedene Haartypen
Eine entscheidende Rolle bei der Frage, wie lange Sie Ihre Haare nicht zu waschen brauchen, spielt Ihr Haartyp. Generell bietet es sich an, lange Haare nicht so oft zu waschen wie kurzes, um die Längen weniger zu strapazieren.
Haare waschen: Diese Faktoren haben einen Einfluss
Neben dem Haartyp wirken sich weitere Faktoren darauf aus, wie oft das Haar gewaschen werden muss.
Ob Sie Ihre Haare täglich, jeden zweiten Tag oder einmal pro Woche waschen, sollte keine Frage von Dogmen oder Mythen sein. Vielmehr sollte auf das eigene Gefühl und die Signale der Kopfhaut gehört werden.
Sich täglich die Haare zu waschen, ist kein Problem, wenn Sie zu einem sanften Shampoo greifen. Es sollte frei von Silikonen und anderen Weichmachern sein - unabhängig von Ihrem Haartyp. So verhindern Sie eine Reizung der Kopfhaut und strapazieren Ihre Haare nicht. Gut geeignet, um die Haare jeden Tag zu waschen, sind beispielsweise Babyshampoos.
Ohne Shampoo für saubere Haare zu sorgen, liegt im Trend. In vielen Kulturen existieren Alternativen zum Haarewaschen, die ohne herkömmliches Shampoo auskommen, schon lange.
Die sogenannte "No-Poo"-Methode nutzt nur reines Wasser oder günstige Haushaltsmittel zur Reinigung der Haare. Das fördert gesundes, glänzendes Haar und unterstützt die Regeneration der Kopfhaut. Zudem werden besondere Haarpflegeprodukte überflüssig: Sie sparen Geld, Zeit und es fällt weniger Verpackungsmüll beim Haarewaschen an.
Einige beliebte Alternativen sind:
| Alternative | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Natron und Apfelessig | Preiswert, keine schädlichen Inhaltsstoffe | Gewöhnungszeit, Vorsicht bei gefärbten Haaren |
| Rhassoul-Erde | Ökologisch, schonende Reinigung | Muss angerührt werden |
| Festes Shampoo | Umweltfreundlich, ergiebig | Kann sich anders anfühlen als herkömmliches Shampoo |
Künftig ohne Shampoo die Haare zu waschen, benötigt etwas Vorbereitung: Die in den herkömmlichen Shampoos enthaltenen Silikone müssen zuerst aus dem Haar gespült werden.
Um die normale Talgproduktion anzukurbeln müssen die Haare anschließend einmal komplett durchfetten. So lernt die Kopfhaut wieder, ihre Talgproduktion in Balance zu bringen und wird weniger Fett produzieren.
Jeden Tag ausgiebig die Haare zu bürsten, verteilt das natürliche Fett der Haare in die Spitzen und hilft so, diese vor dem Austrocknen zu schützen.
Besonders der Zeitraum der Umstellung bringt Schwierigkeiten mit sich. Immerhin gilt es, das Haar über mehrere Tage komplett durchfetten zu lassen: Flechtfrisuren und Kopfbedeckungen können helfen, diese Zeit zu überstehen.
Kritische Stimmen zur "No Poo"-Methode
Ob die Methode den gewünschten Effekt erzielt, ist umstritten. Kritisch äußert sich etwa Dermatologe Dr. Elmar Ehring von der Hautklinik Münster. "Solche Trends kommen in Wellen und werden durch Social Media verstärkt", sagt er.
Ohne Seife und Shampoo ließen sich zudem auch nicht alle Bakterien und Rückstände auf der Haut und im Haar entfernen, sagt Prof. Selma Ugurel, Oberärztin am Institut für Dermatologie des Universitätsklinikums Essen.
Tatsächlich: In Shampoos stecken Tenside, die Mizellen bilden. Diese wiederum schließen Fett, Schmutz und Talg ein und transportieren sie durch Wasser ab. Lassen wir Shampoos weg, dann lassen wir auch Tenside weg. Ohne Tenside gibt es aber weniger Interaktionen zwischen Schmutz, Fett und Wasser. Das bedeutet konkret: Richtig sauber wird es nicht.
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