Die Maine Coon ist bekannt für ihr prächtiges, halblanges Fell, das jedoch regelmäßige Pflege benötigt, um gesund und glänzend zu bleiben. Einige Katzen haben ein dichteres Unterkleid, andere ein spärlicheres, doch in jedem Fall ist eine Pflege des Fells unerlässlich. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Fellpflege Ihrer Maine Coon wissen müssen.
Eine regelmäßige Fellpflege der Maine Coon ist unverzichtbar, um ihr beeindruckendes Fell gesund und frei von Knoten zu halten. Das dichte, halblange Fell dieser Rasse neigt zu Verfilzungen, die ohne Pflege schnell zu Hautproblemen führen können. Mit einer gut etablierten Routine bleibt das Fell nicht nur schön und glänzend, sondern die Katze fühlt sich auch wohler. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Stubentiger optimal unterstützen können.
Das Fell einer gesunden Maine Coon ist typischerweise halblang, dicht und glänzend. Es dient nicht nur als Schutz vor äußeren Einflüssen, sondern ist auch ein deutliches Zeichen für das Wohlbefinden der Katze. Zeigt das Fell hingegen Auffälligkeiten wie Mattheit, ungepflegtes Aussehen oder Fettigkeit, kann dies auf Probleme im natürlichen Nährstoffhaushalt oder auf gesundheitliche Störungen hinweisen. Ein gesundes Fell ist weich, glänzend und frei von Verfilzungen. Es liegt eng am Körper an und fühlt sich angenehm an.
Das Deckhaar bildet die oberste Schicht des Katzenfelles, die wir sehen können. Es schützt die darunterliegenden Fellschichten sowie die Haut vor äußeren Einflüssen wie Wasser und UV-Strahlung. Außerdem verleiht es dem Fell seine Dichte und dient in der Natur als Tarnung. Die Leithaare, die vereinzelt im Deckhaar zu finden sind, sorgen für Griffigkeit und eine gewisse Härte des Fells. Katzen können diese Haare aktiv durch kleine Muskeln am Haarschaft bewegen.
Das Grannenhaar ist ein Teil des Deckhaars und wird auch als Haupthaar, Konturhaar oder Stichelhaar bezeichnet. Es ist mit speziellen Drüsen verbunden, die beim Putzen der Katze aktiviert werden. Das Unterfell, auch bekannt als Wollhaar, besteht aus kurzen, weichen Haaren, die dicht an der Haut wachsen. Es schützt die Katze vor Parasiten und hält sie warm. Einige Katzenrassen, wie die Bengalkatze, besitzen kein Unterfell.
Die Schnurrhaare, auch als Sinushaare oder Vibrissen bekannt, sind ein wichtiger Bestandteil des Tastsinns der Katze und zählen nicht direkt zum Fell, sondern zu ihren Sinnesorganen. Diese dicken, stabilen Haare sind über spezielle Wurzeln mit vielen Nerven verbunden. Neben den auffälligen Schnurrhaaren um das Maul hat die Katze auch Tasthaare über den Augen, am Kinn und an Gelenken. Sie dienen ihr zur Orientierung, besonders in der Dunkelheit, und helfen, Bewegungen ihrer Beute präzise wahrzunehmen - ein unverzichtbares Werkzeug für die geschickte Jägerin.
Jedes Jahr aufs Neue durchläuft unsere Katze einen faszinierenden Verwandlungsprozess: den Fellwechsel. Der Fellwechsel ist ein natürlicher Vorgang, der von Hormonen gesteuert wird und uns an die wechselnden Jahreszeiten erinnert. Das leichtere Sommerfell hält sie dann kühl und sorgt für eine bessere Luftzirkulation. Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, beginnt das Winterfell zu wachsen. Das Winterfell wiederum sorgt mit dichtem, isolierendem Unterhaar für einen entsprechenden Schutz vor unangenehmer Nässe und Kälte.
Besonders bei Katzen mit halblangem oder langem Fell wie der Maine Coon oder der Perser ist der Fellwechsel eine Herausforderung. Reduzierung von Haarballen: Durch das Bürsten werden lose Haare entfernt, die die Katze sonst verschlucken könnte.
Kleine Knötchen sind dabei nicht unbedingt ein Zeichen von Vernachlässigung - sie können trotz regelmäßiger Pflege auftreten. Ein weiteres Problem ist das dichte Wollhaar der Maine Coon, das die Haut schützt, aber gleichzeitig anfällig für Verfilzungen ist. Wenn Luft nicht mehr an die Haut gelangt, weil Verfilzungen diese blockieren, kann es zu Hautschuppen und sogar Entzündungen kommen.
Ein Fellknoten ist nichts anderes als verfilztes Fell, das sich oft an Stellen bildet, wo Körperteile aneinander reiben oder das Fell verschmutzt wird. Diese Knoten beginnen meist klein, etwa in der Größe einer Erbse, wachsen aber schnell weiter, wenn die Katze nicht regelmäßig gekämmt wird. Wenn Knoten im Fell unbeachtet bleiben, entsteht die Grundlage für sogenannte Fellplatten - große, verfilzte Flächen im Fell der Katze. Diese Platten bilden sich nicht über Nacht; es dauert Wochen, in denen das Tier nicht ausreichend gepflegt wird. Für die Katze sind Fellplatten extrem schmerzhaft, da die verfilzten Haare die Haut ständig auf Spannung halten. In vielen Fällen müssen Fellplatten unter Narkose vom Tierarzt entfernt werden, da sie für die Katze unerträglich sind. Häufig ist die Haut unter den Verfilzungen bereits stark entzündet, was zusätzliche Behandlungen erforderlich macht.
Ganz gleich wie intensiv wir die Fellpflege bei der Maine Coon Katze betreiben, es gelingt uns nicht alle losen Haare entfernen. Nicht nur wir Menschen kämmen unsere Katzen in dieser Phase intensiv, auch die Katze putzt sich selbst und natürlich Katzen untereinander. Durch das Lecken nimmt sie mit ihrer rauen Zunge permanent lose Haare auf, die sich in ihrem Fellkleid befinden. Da die kleinen Haken auf der Zunge der Katze jedoch in Richtung Schlund gerichtet sind, kann sie die Haare nicht „ausspucken“. Sie muss die aufgenommenen Haare schlucken. Im Magen sammeln sich diese Haare und werden von der Katze als Haarballen ausgewürgt oder mit dem Kot ausgeschieden.
Bei potenten Katern kann mit Erreichen der Geschlechtsreife der sogenannte Fettschwanz auftreten. Ursache hierfür ist eine Drüse am Schwanzansatz, die durch die Einwirkung männlicher Hormone wie Testosteron übermäßig viel Talg produziert. Der überschüssige Talg führt dazu, dass das Fell an dieser Stelle verklebt. Durch die verklebten Haare und die gereizte Haut können sich Schuppen bilden, und es besteht die Gefahr, dass die Haut sich entzündet. Tiere, die stark unter einem unbehandelten Fettschwanz leiden, entwickeln häufig kahle Stellen am Schwanz. Der ständige Juckreiz führt dazu, dass die Katze sich übermäßig leckt und an der betroffenen Stelle knabbert. In schweren Fällen kann sich die Haut so stark verletzen, dass das Tier sich wund beißt.
Wir empfehlen, das Langfell am Schwanz und den Schwanzansatz regelmäßig zu bürsten und leicht mit Puder zu behandeln. Sollte der Schwanz stark verfettet sein, waschen wir ihn gründlich mit lauwarmem Wasser und einem geeigneten Shampoo. Um erneuter übermäßiger Talgproduktion vorzubeugen, kann der Schwanz nach der Pflege erneut leicht abgepudert werden.
Bei der Auswahl von Kämmen und Bürsten ist es wichtig, auf abgerundete Spitzen zu achten, um Verletzungen zu vermeiden. Damit das Kämmen für Ihre Katze zum positiven Erlebnis wird, sind Geduld und konsequente, positive Verstärkung unerlässlich. Durch regelmäßige Fellpflege entsteht zwischen Katze und Halter eine besondere Bindung. Das Kämmen wird zu einem gemeinsamen Ritual, das von vielen Katzen sogar herbeigesehnt wird.
Anfangs geschieht dies spielerisch und mit viel Lob und Zuwendung, um sie an die Prozedur zu gewöhnen. Unser Ritual sieht so aus: Zuerst wird gekämmt, dann gebürstet, und am Ende gibt es Lob und ein Leckerli als Belohnung. Dabei ist es wichtig, stets in der Wuchsrichtung des Fells zu arbeiten - also vom Kopf in Richtung Schwanz.
Für die Fellpflege nutzen wir immer denselben Tisch, was den Tieren Vertrautheit und Sicherheit gibt. Besondere Vorsicht ist am Bauch der Katze geboten. Hier müssen die Zitzen, insbesondere bei jungen Katzen, geschützt werden. Wenn die Fellpflege abgeschlossen ist, lobe ich die Katze ausgiebig und belohne sie mit einem Leckerli, bevor ich sie vom Tisch zurück auf den Boden setze. Falls eine Katze während der Pflege vom Tisch springt, hole ich sie konsequent zurück. Es ist wichtig, dass der Halter die Fellpflege beendet - nicht die Katze.
In solchen Fällen ist es wichtig, ruhig zu bleiben und geeignete Hilfsmittel zu nutzen. Welche Schritte zur Fellpflege Ihrer Katze erforderlich sind, hängt von deren Rasse und der Haarbeschaffenheit ab. Kämmen und Bürsten ist bei beinahe jeder Katzenrasse nötig. Lediglich Nacktkatzen wie die Sphinx können darauf verzichten. Langhaarkatzen wie die Maine Coon und die Perserkatze müssen mehrmals pro Woche oder täglich gebürstet werden. Eine Katze mit dichter Unterwolle wie die Britisch Kurzhaar (BKH) braucht mehrmals die Woche diese Fellpflege. Bei anderen Kurzhaarrassen wie der Siamkatze reicht die Prozedur einmal wöchentlich.
Lassen Sie den Katzenkamm oder die Fellbürste für ein paar Tage offen in der Wohnung herumliegen. Ist die Katze im Schmusemodus oder putzt sich, versuchen Sie, sie vorsichtig zu bürsten. Wechseln Sie die Bürstenstriche mit Streicheleinheiten ab. Hat Ihre Katze sich allmählich an die Prozedur gewöhnt, können Sie die Bürstphasen allmählich ausdehnen.
Wenn Ihre Samtpfote völlig verdreckt aus dem Garten zurückkommt, reicht es meist, sie mit einem feuchten Tuch zu säubern. Bei Langhaarkatzen kann hin und wieder ein Bad sinnvoll sein, zum Beispiel, wenn sich der Dreck fest mit dem Fell verkrustet hat. Auch wenn Ihr Stubentiger mit giftigen Substanzen wie Lack in Kontakt gekommen ist, ist ein Bad wichtig. Bereiten Sie eine kleine Wanne mit lauwarmem Wasser und einer rutschfesten Einlage vor. Im Zweifelsfall reicht dafür auch die normale Duschwanne. Waschen Sie Ihren Stubentiger mit einem Waschlappen ab und verteilen Sie das Katzenshampoo im Fell.
Es gibt verschiedene Bürsten und Kämme, die sich für die Fellpflege der Maine Coon eignen. Hier ist eine Übersicht:
Eventuell Haarbalsam oder leicht alkoholhaltiges Rosenwasser zum Aufsprühen als Kämmhilfe.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Knoten und Verfilzungen | Unregelmäßige Fellpflege, viel Unterwolle | Regelmäßiges Bürsten, Entfilzungskamm |
| Haarballen | Verschlucken von Haaren beim Putzen | Regelmäßiges Bürsten, Katzengras, Malzpaste |
| Fettschwanz | Übermäßige Talgproduktion | Regelmäßiges Bürsten, Waschen mit geeignetem Shampoo, Abpudern |
Optimal ist die sanfte Gewöhnung, am besten von Kindesbeinen an! Allerdings verschieben viele Halter nicht nur bei Kurzhaarkatzen, sondern auch bei den Halblanghaarigen (mangels noch nicht voll entwickelter Fellpracht) bei den putzigen Kleinen Lernprozesse gern auf "später" mit der Begründung, dass sie doch mit dem Ernst des Lebens noch früh genug Bekanntschaft machen.
In der Regel ist ein Bad für Halblanghaarige, die nicht ausgestellt werden sollen, entbehrlich. Fell auf "neutralem Boden" anfeuchten (Waschhandschuh, Schwämmchen), passendes Shampoo leicht verdünnen und gut einmassieren, danach das Opfertier ins Waschbecken stellen und mit warmem Wasser so lange spülen, bis es klar bleibt (Duschkopf, Eimerchen).
Das kann bei jeder Rasse vorkommen, und nicht nur bei potenten Katern. Sie sollten dieses Problem keinesfalls vernachlässigen und auch nicht lange "zuschauen", sondern handeln - denn das fettige Haar bricht bzw. fällt aus, und die kahle Stelle kann sich sogar entzünden. Nebenbei bemerkt: Der Trick mit dem Kartoffelmehl (o.ä.) ist nur bei leichter Verfettung hilfreich. Und irgendwann rauswaschen müssen Sie’s trotzdem.
Halblanges Deckhaar mit unterschiedlich dichter Unterwolle tragen z. B. Maine Coon, Norweger, Heilige Birma, Ragdoll oder Somali. Sie brauchen einen Kamm mit verschieden langen Zinken (kurz-lang-kurz-lang) und abgerundeten Spitzen bei mehr Unterwolle, mit gleichlangen Zinken bei wenig Unterwolle. Eine kleine mittelharte oder weiche (Letztere für wenig Unterwolle) Drahtbürste mit gebogenen Zinken oder eine Kunststoffbürste mit Noppen an den Zinken.
tags: #Main #Coon #Haarpflege #Tipps
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