Rasieren ist besonders im Sommer eine lästige Pflicht, die dank fortschrittlicher Technologien nun durch dauerhafte Haarentfernung mit IPL-Lasern ersetzt werden kann. Bei dieser Methode stoppen Lichtimpulse das Haarwachstum bereits in der Wurzel und sorgen für eine glatte Haut.
IPL ist eine Abkürzung für „Intense Pulsed Light“. Es handelt sich hierbei um eine Haarentfernungsmethode, welche mit Lichtimpulsen das Haarwachstum an der Wurzel stoppt. Diese Lichtimpulse gelangen über die Farbpigmente der Haare an die Wurzel.
SHR steht für „Super Hair Removal”. Diese Methode unterscheidet sich insofern von der IPL-Behandlung, dass viele Lichtimpulse mit jeweils weniger Energie auf die Haut eintreffen. SHR eignet sich insbesondere bei Personen mit hellen Haaren und dunkler Haut.
Bei IPL-Geräten dringen die kurzen Lichtimpulse in die Haarfollikel ein, wo das Licht vom Pigment im Haar in Wärme umgewandelt wird. Diese Wärme versetzt die Haarfollikel in den Ruhezustand. Wendet man das IPL-Gerät nach dem angegebenen Behandlungsplan über mehrere Wochen hinweg an, werden so Haarwuchs und Haardichte verringert.
Die IPL-Behandlung sorgt also für ein temporäres Ergebnis, das über wiederholte Behandlungen immer wieder aufgefrischt werden muss. Im Gegensatz dazu verwenden Lasergeräte statt intensiver Lichtblitze gebündelte Laserstrahlen.
Auch hier wird Licht über das Pigment im Haarfollikel in Wärme umgewandelt. Aufgrund der höheren Energie des Lasers werden die Haarfollikel hier aber nicht nur in den Ruhezustand versetzt, sondern dauerhaft zerstört. Die Laserbehandlung ermöglicht also eine permanente Haarentfernung.
Dafür wird bei der IPL-Behandlung das Licht breiter gestreut, als das bei einem Laser der Fall ist, sodass eine größere Fläche gleichzeitig behandelt werden kann.
Die perfekte Tageszeit für eine IPL-Behandlung ist der späte Nachmittag. Bei Tageslicht sind die Lichtimpulse gerade für Beginner:innen nicht immer gut wahrzunehmen. Für ein entspanntes Blitzen, testen wir die IPL-Haarentfernungsgeräte an einem späten Samstagnachmittag.
Die Anzahl der Behandlungen ist von vielen Faktoren abhängig. Ein ausschlaggebender Faktor ist die Pigmentierung der Haare. Grundsätzlich eignet sich eine IPL-Behandlung insbesondere für dunkle Haare. Grund hierfür ist ein hoher Melanin-Anteil, der die Weiterleitung des Lichtimpulses an die Wurzel einfacher macht. Sind die Haare heller, sind mehrere Behandlungen notwendig. In der Regel variieren die Behandlungen zwischen sechs und zwölf Einheiten.
In der Regel lassen sich nach der ersten Sitzung rund 60 % der Haare entfernen, nach der zweiten sind es bereits 70 %.
Für eine erfolgreiche IPL-Behandlung ist es wichtig, die Vor- und Nachbereitung der Haut nicht zu vernachlässigen.
Wichtig: In den ersten Tagen nach der Behandlung mit dem IPL-Gerät gilt es, direktre Sonnenstrahlung auf den entsprechenden Hautstellen zu vermeiden.
IPL-Haarentfernungsgeräte können an den meisten gängigen Stellen am Körper, sprich an Beinen, im Gesicht, unterhalb der Wangenknochen, unter den Achseln und im Intimbereich angewendet werden. Aber auch auf der Brust oder auf dem Rücken kommen die Geräte zum Einsatz. Im Zweifel sollte man immer vorher die Herstellerangaben studieren.
Wichtig ist aber immer: Die IPL-Geräte dürfen nur auf gesunder, unverletzter Haut angewendet werden. Hautirritationen, Ausschläge oder andere Hautprobleme sollten vor der Behandlung vollständig abgeklungen sein. Personen mit bestimmten Kontraindikationen wie einer Schwangerschaft, einem Herzschrittmacher oder der Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente sollten ebenfalls auf die Anwendung verzichten.
Obendrein sollten Leberflecke, Muttermale, Sommersprossen und andere Pigmentflecken bei der IPL-Anwendung unbedingt ausgespart oder abgedeckt werden. Diese Hautbereiche enthalten eine höhere Konzentration an Melanin, das das IPL-Licht besonders stark absorbiert. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für Hautreizungen, Verbrennungen oder eine dauerhafte Pigmentveränderung.
Generell darf die Anwendung nicht zu häufig erfolgen, denn zu kurze Abstände zwischen den Sitzungen können die Haut unnötig reizen und zu Nebenwirkungen führen.
Ein weiterer zentraler Punkt ist der Schutz vor Sonnenlicht: Die Haut sollte vor und nach der Behandlung keiner intensiven Sonnenexposition ausgesetzt werden, da sie durch das IPL lichtempfindlicher wird.
Bei Befolgung der Anleitung des Herstellers ist die Anwendung eines IPL-Lasers sicher. Das Schmerzempfinden ist von Person zu Person unterschiedlich und wird nach mehrmaliger Anwendung angenehmer. Ein IPL-Laser sollte vor allem keine Anwendung oberhalb der Bikinizone finden.
Bei Unsicherheit vor möglichen Risiken und / oder Folgeschäden empfiehlt sich eine vorherige Beratung bei einem Arzt oder einer Ärztin des Vertrauens. Grundsätzlich besteht bei genauer Befolgung der beiliegenden Bedienungsanleitung keine signifikante Gefahr. IPL-Laser sollten daher nicht häufiger verwendet werden als vom Hersteller empfohlen.
Weiterhin ist es essenziell, Muttermale, Narben oder ähnliche Hautbereiche vor der Behandlung abzudecken. Diese sollten nicht mit dem Lichtpuls in Berührung kommen.
F.A.Z. IPL-Haarentfernungsgeräte sollten nicht auf zu dunkler Haut angewendet werden, da die Lichtblitze in diesem Fall zu viel Wärme erzeugen könnten. Die getesteten Philips-Modelle zeigen durch ein oranges Licht an, wenn die Haut für eine Anwendung zu dunkel ist, und deaktivieren sich automatisch. Auch auf Leberflecken, Muttermalen oder Sommersprossen sollte das Gerät nicht verwendet werden, ebenso wenig auf tätowierter Haut. Andernfalls kann es durch den Lichtblitz zu einer Überhitzung kommen, die im schlimmsten Fall zu Hautverbrennungen führen kann. Darüber hinaus sollten Personen mit lichtempfindlicher Haut oder einer Sonnenallergie IPL-Geräte meiden.
Das gilt auch für Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sowie für Personen, deren Haut Verletzungen wie offene Wunden oder Verbrennungen aufweist.
Philips weist außerdem darauf hin, dass ihre IPL-Geräte nicht klinisch auf Schwangere und Stillende getestet wurden und diese Personengruppen das Gerät daher nicht verwenden sollten.
Braun und Philips sind beliebte und qualitativ hochwertige Marken für den Kauf eines IPL-Lasers. Ein beliebtes Produkt von Braun ist hier der Silk-expert Pro IPL-Laser. Er verspricht bis zu sechs Wochen glatte Haut und eignet sich auch bei empfindlicher Haut. Die Expert-Pro-Serie gibt es in drei unterschiedlichen Ausführungen für unterschiedliche Bedürfnisse.
Neben Braun kann auch Philips mit dem Lumea IPL Series 9000 punkten. Er garantiert eine glatte Haut von bis zu sechs Monaten. Mit unterschiedlichen Aufsätzen lassen sich individuelle Behandlungen durchführen. Preis: ab 350 Euro.
Unser Partner, der F.A.Z. Kaufkompass, hat im IPL-Gerät-Test mehrere Modelle geprüft. Wir stellen hier die Top-Empfehlungen vor.
Testsieger ist das Philips Lumea Prestige BRI947/00. Es verfügt über vier verschiedene Aufsätze und fünf Intensitätsstufen sowie einen SmartSkin-Sensor, der die optimale Stufe für den jeweiligen Hauttyp auswählt. Zudem sorgt ein integriertes Sicherheitssystem dafür, dass die Lichtimpulse nur dann aktiviert werden, wenn das Gerät korrekt auf der Haut aufliegt.
Das Gerät von Philips ist mit vier verschiedenen Aufsätzen ausgestattet, bietet mehrere Intensitätsstufen und verfügt über einen Sensor, der automatisch die optimale Lichtintensität für den jeweiligen Hauttyp auswählt. Die Lichtimpulse werden dank des integriertem Sicherheitssystem nur dann aktiviert, wenn der Lumea korrekt auf der Haut aufliegt.
Der Philips Lumea Prestige BRI947/00 kann sowohl im manuellen als auch in einem automatischen Modus genutzt werden. Im manuellen Modus betätigt man die Taste am Griff, um einzelne Lichtimpulse abzugeben. Im Automatik-Modus hält man die Taste gedrückt, wodurch die Blitze selbstständig ausgelöst werden.
Der SmartSkin-Sensor stellt sicher, dass die Lichtimpulse erst ausgelöst werden, sobald der Lumea flach auf der zu behandelnden Stelle aufliegt. Das Lämpchen am Gerät muss weiß leuchten; tut es das nicht, ist die Stelle zu dunkel, und das Gerät wird deaktiviert. Eine Behandlung findet dann nicht statt.
Das IPL-Gerät von Philips bietet fünf Intensitätsstufen. Die Taste zum Auslösen der Lichtblitze kann sehr komfortabel bedient werden. Das Gerät liegt dank seiner Form gut in der Hand. Der Lichtimpuls fühlt sich angenehm warm auf der Haut an. Je höher die Intensitätsstufen, desto wärmer werden die Lichtblitze.
Im Test ließ sich bereits nach einer Behandlungsrunde mit vier Sitzungen ein deutlich vermindertes Haarwuchs feststellen.
Der Lumea IPL Series 9000 BRI958/00 ist ähnlich konzipiert wie das Modell von Philips. Dieses Gerät kann jedoch dank Akku auch kabellos betrieben werden kann. Ausgestattet ist es auch mit einem Sensor und vier Aufsätzen für die Enthaarung unterschiedlicher Körperregionen.
Neben einem Reinigungstuch wird auch eine Tasche mitgeliefert, in die neben dem IPL-Gerät auch die Aufsätze gepackt werden können. Darunter befinden sich einer für die Beine und kleinere für das Gesicht, die Achselhöhlen und den Intimbereich. Die Anleitung ist umfassend und bietet unter anderem einen leicht verständlichen Behandlungsplan.
Die Bedienung ist durch die Blitztaste am Handgriff komfortabel. Das Gerät verfügt zudem über einen An- und Ausschalter und Tasten für die jeweilige Intensität. Die Intensitätsstufen können aber auch über die Pfeiltasten ausgewählt werden. Auch dieses Gerät verfügt über einen Sensor, der mit einem Druck auf die Lupen-Taste die passende Intensitätsstufe für den Hauttyp ermittelt.
Das IPL-Gerät gibt nur dann einen Lichtimpuls ab, wenn es korrekt an der zur behqndelndene Stelle platziert ist. Dann leuchtet ein Lämpchen auf der Rückseite des Lumea auf. Wenn die Haut für die Behandlung zu pigmentiert ist, leuchtet das Lämpchen orange. In diesem Fall schaltet sich der Lumea aus, um Hautirritationen zu vermeiden. Es kann sowohl im Automatikmodus als auch von Hand verwendet werden.
Das Gerät kann zudem im Akkubetrieb genutzt werden. Vollständig aufgeladen können auf bei der stärksten Einstellung mindestens 130 Lichtblitze genutzt werden.
Der Plan zur Enthaarung ist identisch zu dem des Testsiegers. Bereits nach dem Anfang wird der Haarwuchs auch hier deutlich reduziert. Wie der Lumea Prestige BRI947/00 überzeugt auch dieses Modell ebenso mit ausreichend Zubehör und technischen Raffinessen und seinen Ergebnissen. On top kommt dann noch die Bewegungsfreiheit dank kabelloser Nutzung.
Den Lumea IPL Series 9000 BRI958/00 kann man für eine monatliche Gebühr (ab 35 Euro) mieten.
Das Ulike IPL Hair Removal-Gerät entfernt zuverlässig lästige Haare. Schlichte Eleganz und eine beeindruckende Leistung: Das IPL-Gerät von Ulike sorgt sicher und schmerzfrei für eine effektive Haarentfernung. Mit einer Million Blitzen sorgt das IPL Hair Removal von Ulike dafür, dass man es sehr lange nutzen kann. Das Gerät ist hervorragend verarbeitet und einfach zu bedienen und besticht mit einer Kühlfunktion.
Die schlichte Verpackungs-Box aus grünem Leder kann auch auf Reisen verwendet werden und kann platzsparend verstaut werden. Die deutsche Übersetzung der ausführlichen Bedienungsanleitung ist zwar nicht perfekt, aber verständlich. Neben dem eigentlichen Gerät gehören zudem ein Handrasierer, eine Schutzbrille sowie ein Netzteil mit Stromkabel dazu. Auf zusätzliche Aufsätze für unterschiedliche Körperregionen muss der Nutzer allerdings verzichten.
Das IPL-Gerät von Ulike wirkt sehr hochwertig, robust und stabil. Trotz einer glatten Materialoberfläche liegt es sicher in der Hand. Die Benutzung ist simpel. Es gibt fünf Intensitätsstufen, die alle angenehm sind und keine Schmerzen bei der Behandlung verursachen. Zwei Knöpfe dienen zum Ein- und Ausschalten sowie zum Einstellen der gewünschten Intensitätsstufe und zum Auslösen des Lichtimpulses.
Zwischen den Impulsen liegt ein zeitlicher Abstand von etwa zwei bis drei Sekunden, sodass genügend Zeit bleibt, das Gerät zur nächsten Behandlungsstelle zu bewegen. Auch hier kann der Lichtimpuls nur ausgelöst werden, wenn das Gerät glatt auf der Haut aufliegt. Dank der integrierten Saphir-Kühlfunktion verursacht die Anwendung selten Schmerzen. Wie die meisten IPL-Geräte ist auch dieses nicht wasserdicht. Daher sollte zur Reinigung nur ein feuchtes Tuch genutzt werden.
Laut Anleitung soll das Ulike in den ersten ein bis zwei Wochen dreimal wöchentlich angewendet werden, danach für drei bis fünf Wochen zweimal wöchentlich. Nach fünf Wochen reicht es, es alle zwei Wochen bis einmal im Monat zu nutzen. Bereits nach vier Wochen zeigte die Behandlung erste Ergebnisse, denn das Haarwachstum verlangsamte sich deutlich und nach acht Wochen wuchs bei der Testperson kein einziges Haar mehr.
Der Braun Silk-expert Pro 5 wird mit Tasche und vier verschiedenen Aufsätzen geliefert. Das Modell verfügt über drei verschiedene Intensitätsmodi: extra sanft, sanft und Standard. Es kann manuell oder automatisch bedient werden, und dank des eingebauten Sensors wird die Lichtintensität an den Hautton angepasst.
Das Braun IPL-Gerät hat im Vergleich zu den anderen Testgeräten die längste Erstbehandlungsphase: Es soll einmal pro Woche für vier bis zwölf Wochen angewendet werden und danach je nach Bedarf erneut alle ein bis zwei Monate.
Im Lieferumfang enthalten ist ein Koffer, der Platz für das IPL-Gerät und sein Zubehör bietet. Zusätzlich zu einem zweiteiligen Netzteil und einem Rasierer sind insgesamt vier Aufsätze enthalten - Standard, ein breiter und zwei Präzisionsaufsätze.
Das IPL-Gerät passt die Lichtintensität automatisch an den Hautton an und bietet verschiedene Energiestufen, wobei der eingebaute Sensor bei Braun SensoAdapt heißt.
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über einige der getesteten IPL-Geräte und ihre wichtigsten Eigenschaften:
| Gerät | Anzahl Lichtimpulse | Aufsätze | Besonderheiten | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Philips Lumea Prestige BRI947/00 | 450.000 | 4 | SmartSkin-Sensor, Sicherheitssystem | Ab 350 Euro |
| Philips Lumea IPL Series 9000 BRI958/00 | Nicht angegeben | 4 | Kabellos, Sensor | Ab 400 Euro |
| Ulike IPL Hair Removal | 1.000.000 | Keine | Kühlfunktion | Ab 300 Euro |
| Braun Silk-expert Pro 5 | Nicht angegeben | 4 | SensoAdapt-Sensor | Ab 450 Euro |
tags: #led #haarentfernung #test
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